Kieselbronn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kieselbronn
Kieselbronn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kieselbronn hervorgehoben
Koordinaten: 48° 56′ N, 8° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Höhe: 346 m ü. NHN
Fläche: 8,63 km²
Einwohner: 2965 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 344 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75249
Vorwahl: 07231
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 031
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 20
75249 Kieselbronn
Webpräsenz: www.kieselbronn.de
Bürgermeister: Heiko Faber
Lage der Gemeinde Kieselbronn im Enzkreis
Birkenfeld Eisingen Engelsbrand Friolzheim Heimsheim Illingen Ispringen Kieselbronn Knittlingen Knittlingen Knittlingen Knittlingen Maulbronn Mönsheim Mühlacker Neuenbürg Neuhausen Niefern-Öschelbronn Ötisheim Sternenfels Tiefenbronn Wiernsheim Wimsheim Wurmberg Wurmberg Keltern Remchingen Straubenhardt Neulingen Kämpfelbach Ölbronn-Dürrn Ölbronn-Dürrn Ölbronn-Dürrn Königsbach-SteinKarte
Über dieses Bild

Kieselbronn ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg, rund sieben Kilometer vom Oberzentrum Pforzheim entfernt. Zur Gemeinde Kieselbronn gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kieselbronn liegt auf einem Höhenzug nördlich von Pforzheim.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pforzheim, Ispringen, Neulingen, Ölbronn-Dürrn, Mühlacker-Enzberg, Niefern-Öschelbronn

Historische Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet liegt die 1376 erstmals erwähnte und nach 1400 wüst gefallene Ortschaft Iselsbach.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Stunden des ersten Jahrhunderts erfolgte die Gründung sowie nachfolgende Bewirtschaftung eines römischen Hofguts im Gewann "Schlössle". Kieselbronn wurde am 6. Januar 1100 erstmals urkundlich erwähnt, als Bischof Johannes I. von Speyer das Dorf dem Kloster Sinsheim schenkte. Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte der Ort zum Herzogtum Franken. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Herrschaften mehrmals bis Kieselbronn 1810 zum Großherzogtum Baden kam. Im Rahmen diverser Kriege, so u.a. nach der Schlacht von Ötisheim, erfuhr die Gemeinde mehrmalige Zerstörungen sowie Plünderungen. [3].

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kieselbronner Stadtkern liegt die evangelische Stephanuskirche, welche zu Endstunden des 13. Jahrhunderts errichtet. Ferner liegen diverse Wandmalereien vor, welche zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert geschöpft wurden. Gegenwärtig amtiert Markus Mall als Pfarrer der Stephanuskirche.

Stephanuskirche Kieselbronn

[4] [5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kieselbronn hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[6]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
41,8 %
24,3 %
18,8 %
15,1 %
BV
UL
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,3 %p
-2,9 %p
+0,7 %p
+6,5 %p
BV
UL
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 41,8 5 46,1 6
BV Bürgervereinigung 24,3 3 27,2 3
UL Kieselbronner Umweltliste 18,8 2 18,1 2
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 15,1 2 8,6 1
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 49,35 % 62,71 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister Kieselbronns ist seit 1. Oktober 2001 Heiko Faber (parteilos).

Das erste Mal wurde der Diplom-Verwaltungswirt (FH) am 22. Juli 2001 zum Bürgermeister der Gemeinde Kieselbronn gewählt. Er erhielt im zweiten Wahlgang 63,10 % der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 70 %.

Heiko Faber wurde bei der Bürgermeisterwahl am 5. Juli 2010 als alleiniger Bewerber mit 97,45 % der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag angesichts der alleinigen Bewerbung von Bürgermeister Heiko Faber bei beachtlichen 46,31 %.

Seit 2004 sitzt Heiko Faber für die Freie Wählervereinigung (FWV) im Kreistag des Enzkreises und ist dort Mitglied im Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss. Seit 2009 gehört Heiko Faber zudem der Verbandsversammlung des Regionalverbands Nordschwarzwald an und ist dort Mitglied im Planungsausschuss.

Vor seiner Wahl zum Bürgermeister der Gemeinde Kieselbronn war der gebürtige Knittlinger als Hauptamtsleiter bei der Gemeinde Ühlingen-Birkendorf im Landkreis Waldshut tätig.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen, „In Rot ein goldener Schwimmfuß“, erscheint schon im 18. Jahrhundert im Siegel der Gemeinde; die Wappenfarben wurden allerdings erst 1907 festgelegt. Herkunft und Bedeutung des Wappens sind bis heute noch nicht vollständig geklärt.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinden von Kieselbronn sind das französische Bernin nahe Grenoble (seit 1987) und das thüringische Heyersdorf (seit 1990).

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kieselbronn verfügt über günstige Autobahnanschlüsse zur A 8 Karlsruhe - Stuttgart bei den Anschlussstellen Pforzheim-Nord (2 km) und Pforzheim-Ost (Eutingen 3 km), sowie zu den Bundesstraßen 10 (Karlsruhe - Stuttgart) und 294 (Pforzheim - Bretten).

Busverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 7 Bushaltestellen (Dürrner Straße, Rathaus, Pforzheimer Straße, Autohalle, Sonnenbühl / Schauinslandstraße, Eutinger Straße und Wartbergblick).

Bahnstationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fernverkehr: Intercity Pforzheim Hbf und Mühlacker Hbf
  • Nahverkehr: Pforzheim-Eutingen, Niefern und Mühlacker-Enzberg (Stadtbahn S5 Bietigheim-Bissingen - Pforzheim - Karlsruhe) sowie Ölbronn (Stadtbahn S9 Bretten - Mühlacker)

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke und Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wehrkirche mit Wehrmauern und Fresken aus dem 13. Jahrhundert
  • Weithin sichtbarer Wasserturm aus dem Jahre 1930
  • Reste einer römischen Siedlung (die Reste sind vergraben) im Gewann „Schlössle“
  • Stockbrunnen von Prof. Fritz Theilmann
  • Original wieder aufgebautes Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert in der Reitergasse 14
  • Weitere denkmalgeschützte Fachwerkhäuser im alten Ortskern
  • Streuobstmuseum im Gewann Weiherwiesen
  • Obstsortenmuseum, Im Allmendweg

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürgermeister a. D. Kurt Link

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Regierungsbezirk Karlsruhe. V. Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2, S. 571–572.
  3. Geschichte der Gemeinde Kieselbronn Internetpräsenz der Gemeinde Kieselbronn, abgerufen am 15. Juli 2014
  4. Stephanuskirche Kieselbronn Internetpräsenz des evangelischen Kirchenbezirks Pforzheim-Land, abgerufen am 15. Juli 2014
  5. Evangelische Stephanuskirche Kieselbronn "kirche-kieselbronn"-Internetpräsenz, abgerufen am 15. Juli 2014
  6. Kommunalwahldaten 2014 des Statistischen Landesamtes

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kieselbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien