Wurmberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wurmberg
Wurmberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wurmberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 52′ N, 8° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 7,35 km2
Einwohner: 3153 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 429 Einwohner je km2
Postleitzahl: 75449
Vorwahl: 07044
Kfz-Kennzeichen: PF Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 068
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Uhlandstraße 15
75449 Wurmberg
Webpräsenz: www.wurmberg.de
Bürgermeister: Jörg-Michael Teply
Lage der Gemeinde Wurmberg im Enzkreis
BirkenfeldEisingenEngelsbrandFriolzheimHeimsheimIllingenIspringenKieselbronnKnittlingenKnittlingenKnittlingenKnittlingenMaulbronnMönsheimMühlackerNeuenbürgNeuhausenNiefern-ÖschelbronnÖtisheimSternenfelsTiefenbronnWiernsheimWimsheimWurmbergWurmbergKelternRemchingenStraubenhardtNeulingenKämpfelbachÖlbronn-DürrnÖlbronn-DürrnÖlbronn-DürrnKönigsbach-SteinKarte
Über dieses Bild

Wurmberg ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg, etwa 10 km östlich von der Kreisstadt Pforzheim im Heckengäu gelegen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wurmberg liegt auf der so genannten Platte, einem Höhenzug im Nordschwarzwald.

Ortsplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Wurmberg stellt auf ihrer Internetseite einen interaktiven Ortsplan zur Verfügung, in dem Informationen für Bürger und Touristen, eine Straßensuche sowie ein Luftbild abgerufen werden können.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Wurmberg gehören die Ortsteile Wurmberg und Neubärental. In Wurmberg aufgegangen ist die waldensische Siedlung Lucerne.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachwerkhaus

Wurmberg wurde erstmals 1221 gesichert urkundlich erwähnt, als dort eine Kapelle gebaut wurde. In der Folgezeit sicherte sich das Kloster Maulbronn die Herrschaft über den Ort. Mit dem Kloster kam Wurmberg nach dem bayerisch-pfälzischen Erbfolgekrieg 1504 an Württemberg. Am Ende des 17. Jahrhunderts wurden im Ort protestantische Waldenser angesiedelt, die aus Italien hatten fliehen müssen. Auch die Gründung des Ortsteils Neubärental 1721 geht auf Religionsflüchtlinge zurück: Ein aus Bärenthal (Hohenzollern) stammender Theologe, der mit einigen Familien vom Katholizismus zum protestantischen Glauben übergetreten war, hatte seinen Heimatort verlassen müssen.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs beschossen französische Soldaten im April 1945 Wurmberg, wodurch ein Drittel der Gebäude zerstört wurden und neun Einwohner ums Leben kamen.[4] Heute sind alle Ortschaften mit dem Namen Bärent(h)al über ein Eurobärenthalertreffen feundschaftlich verbunden und feiern gemeinsam Gottesdienst z. B. in der Feldbergkirche.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
1654 79
1. Dezember 18711 1126
1. Dezember 18801 1181
1. Dezember 18901 1258
1. Dezember 19001 1229
1. Dezember 19101 1213
16. Juni 19251 1176
16. Juni 19331 1193
17. Mai 19391 1146
13. September 19501 1393
Jahr Einwohner
6. Juni 19611 1571
27. Mai 19701 2025
31. Dezember 1980 2191
25. Mai 19871 2241
31. Dezember 1990 2519
31. Dezember 1995 2620
31. Dezember 2000 2826
31. Dezember 2005 2904
31. Dezember 2010 3014
31. Dezember 2015 3105

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Petruskirche

Die geistliche Versorgung Wurmbergs erfolgte lange Zeit über Wiernsheim. Erst lange nach dem Bau einer Kapelle im 13. Jahrhundert wurde der Ort kirchlich eigenständig.

Evangelisch reformiert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neubärental wurde 1720 von zur reformierten Konfession übergetretenen Katholiken aus Bärenthal in Hohenzollern erbaut. 1720 siedelten etwa 40 Personen aus hohenzollerische Bärenthal nach Wurmberg über.[6] Heute Evangelische Landeskirche in Württemberg.

Waldenser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung Lucerne war von 1699 bis 1808 eine politisch eigenständig Gemeinde. Zunächst Beibehaltung der ursprünglichen Gemeindenamen Sprache und Gottesdienstform. Heute Evangelische Landeskirche in Württemberg.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978–2010: Helmut Sickmüller (parteilos)
  • seit 2010: Jörg-Michael Teply

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in Wurmberg führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[8]. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,9 % (2009: 54,9 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei Stimmen Sitze Ergebnis 2009
CDU 39,3 % 5 42,3 %, 5 Sitze
Neue Wählervereinigung (NWV) 32,0 % 4 27,6 %, 3 Sitze
Freie Wähler 28,7 % 3 30,2 %, 4 Sitze

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste Fernbahnhof ist Pforzheim Hbf, etwa 10 km westlich von Wurmberg gelegen. Noch etwas näher liegt der Haltepunkt Niefern an der Strecke Pforzheim–Mühlacker. Die Buslinien 739, 761, 763 und 769 des Verkehrsverbundes Pforzheim-Enzkreis verbinden Wurmberg mit Pforzheim.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wurmberg verfügt über eine eigene Grundschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einflügel-Windkraftanlage Wurmberg

Auf einem Gehöft südlich von Wurmberg befindet sich eine Einflügel-Windkraftanlage, möglicherweise die einzige in Baden-Württemberg. Sie hat eine Nabenhöhe von 13,7 Meter und eine Leistung von 5 kW. Ihr Rotorblatt ist 4 Meter lang [1] (PDF; 35 kB).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Ortsplan von Wurmberg
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 536–584
  4. http://www.wurmberg.de/gemeinde/geschichte/aus-der-geschichte-der-gemeinde-wurmberg-id_572/ Geschichte Wurmbergs
  5. Eurobärenthal. In: Badische Zeitung, 30. April 2016
  6. Die Beck'sche Reformbewegung von 1712 bis 1719, bärenthal.de, abgerufen am 27. Februar 2018.
  7. http://www.waldenser.de/main.php?ref=r2
  8. Kommunalwahldaten 2014 des Statistischen Landesamtes@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wurmberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien