Zärtlichkeit

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Zärtlichkeit, von spätmhd. zertlīcheit = Anmut, bezeichnet heute meist ein starkes Gefühl der Zuneigung.[1]

Meist veraltet ist die Bedeutung für Zartheit, so bezeichnet 1801 Adelungs Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Zärtlichkeit als:

„feine, Beschaffenheit; [...] da es denn zuweilen für Zartheit gebraucht wird. Die Zärtlichkeit der Glieder,[...] Zärtlichkeit des Körpers, der Gesundheit“

Ebenso wurde mit Zärtlichkeit die „Fertigkeit, jeden, auch schwachen, unangenehmen Eindruck von außen leicht zu empfinden“ sowie die übertriebene Vermeidung „aller unangenehmen Eindrücke von außen“ bezeichnet.[2] Pierer's Universal-Lexikon definierte Zärtlichkeit 1865 sowohl als „aus Verwöhnung hervorgehende, gesteigerte Empfindlichkeit gegen einigermaßen unangenehme, oder das Wohlbefinden beeinträchtigende äußere Einflüsse“ wie auch[3]

„das durch Liebkosungen, durch Blick u. Wort, so wie durch sorgfältige Vermeidung alles dessen, was dem geliebten Gegenstand unangenehm sein könnte, sich aussprechende Gefühl der Liebe u. Zuneigung.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WiktionaryWiktionary: Zärtlichkeit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Caressing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 6., überarbeitete Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag 2007. online
  2. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1656. online auf zeno.org
  3. Pierer's Universal-Lexikon, Band 19. Altenburg 1865, S. 526 online auf zeno.org