Zentrum für Transformation der Bundeswehr

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Zentrum für Transformation der Bundeswehr
— ZTransfBw —
Verbandsabzeichen

Internes Verbandsabzeichen
Aktiv 1. Juli 2004 bis 30. September 2012
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Organisationsbereich Streitkräftebasis Streitkräftebasis
Unterstellung Streitkräfteamt Streitkräfteamt
Hauptsitz Struzberg-Kaserne in Strausberg
Kommandeur
Letzter Kommandeur Brigadegeneral Axel Binder

Das Zentrum für Transformation der Bundeswehr war Dienststelle und Denkfabrik („think tank“) des Bundesministeriums der Verteidigung, das federführend mit der Planung der Transformation der Bundeswehr betraut war. Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde das Zentrum zum 30. September 2012 aufgelöst. Neu aufgestellt zum 1. Oktober 2012 wurde das Planungsamt der Bundeswehr in Berlin-Niederschöneweide, geführt von einem Generalmajor oder Konteradmiral.[1][2] Erster Amtschef ist Frank Leidenberger.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1958 stellte sich heraus, dass der Führungsstab der Streitkräfte mit den Vorbereitungen großer NATO-Übungen überlastet war. Daher wurde diese Aufgabe in den sogenannten „Lehrstab A“ ausgelagert; dies war die Geburtsstunde des Zentrums für Transformation der Bundeswehr. Bald folgte die Umbenennung in „Lehrstab für NATO-Übungen“. Aus diesem Namen leitete sich schon die Hauptaufgabe ab: Die Vorbereitung und Unterstützung von NATO-Stabsübungen. Mit der Erweiterung des Aufgabenspektrums erfolgte 1975 die Gründung des „Amtes für Studien und Übungen der Bundeswehr“. Aufgaben waren nunmehr auch die Erstellung von Stabsstudien als Entscheidungshilfe für das Bundesministerium der Verteidigung und die Mitarbeit an Operations Research-Studien. 2002 wurde das Amt in „Zentrum“ umbenannt und 2004 schließlich in „Zentrum für Transformation der Bundeswehr“. 2006 erfolgte der Umzug von Waldbröl nach Strausberg bei Berlin, um weiterhin nahe an den politischen und militärischen Entscheidungsträgern in der neuen Bundeshauptstadt zu bleiben.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das interne Verbandsabzeichen entstand 1965. Es zeigt auf goldenem Grund ein schwebendes Kreuz mit vier schwarzen Fensterrauten, oben überlegt von einem schwebenden roten Turnierkragen mit zwei Lätzen. Die Farben Schwarz-Rot-Gold verdeutlichen die Verbindung zu Deutschland, die Fensterrauten bilden gleichzeitig ein stilisiertes Eisernes Kreuz, dem Hoheitszeichen der Bundeswehr und verdeutlichen die geistige Offenheit. Der Turnierkragen steht für Ausbildung, Wissen und Erfahrung.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze des Zentrums stand der Kommandeur. Ihm arbeitete direkt eine Controlling-Abteilung zu. Es folgten der stellvertretende Kommandeur und der Chef des Stabes sowie der Stab. Das Zentrum gliederte sich im Weiteren in drei Abteilungen:

Abteilung I
beschäftigte sich mit der Transformation der Bundeswehr und umfasste zwei Querschnittsbereiche, zwei Bereiche und drei Dezernate. Außerdem war ihr der Koordinator für die Territoriale Wehrverwaltung zugeordnet.
Abteilung II
war für Concept Development & Experimentation (CD&E) zuständig. Ihr unterstanden zwei Bereiche und ein Dezernat.
Abteilung III
war verantwortlich für Operations Research sowie Modellbildung und Simulation. Diese beiden Aufgaben bildeten auch die zwei unterstellten Bereiche.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptstandort des Zentrums war Strausberg bei Berlin, wo sich auch die Führung befand. Die Abteilung III war seit mehr als drei Jahrzehnten im Süden Münchens in Ottobrunn angesiedelt. Eine enge Zusammenarbeit fand unter anderem mit der Universität der Bundeswehr München und mit der Firma IABG statt. Die Dezernate Experimentalentwicklung und Durchführung der Abteilung II waren in Ottobrunn bei München und Potsdam-Schwielowsee, dem Sitz des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, beheimatet. Weitere Teile der Dienststelle befanden sich in Berlin und Suffolk im US-Bundesstaat Virginia.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Transformation International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Große Chancen - Wie Berlin von der Bundeswehr profitiert. Berliner Zeitung, 29. Oktober 2011, abgerufen am 29. Oktober 2011.
  2. Die Stationierung der Bundeswehr - Oktober 2011. BMVg, 26. Oktober 2011, abgerufen am 26. Oktober 2011 (PDF; 2,8 MB).
  3. Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen. BMVg, 30. Mai 2012, abgerufen am 30. Mai 2012.

Koordinaten: 52° 35′ 28″ N, 13° 54′ 53″ O