Schwielowsee (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Schwielowsee führt kein Wappen
Schwielowsee (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwielowsee hervorgehoben
Koordinaten: 52° 19′ N, 12° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Höhe: 40 m ü. NHN
Fläche: 58,27 km²
Einwohner: 10.494 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14548
Vorwahlen: 033209, 03327, 033205
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 590
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Potsdamer Platz 9
14548 Schwielowsee
Webpräsenz: www.schwielowsee.de
Bürgermeisterin: Kerstin Hoppe (CDU)
Lage der Gemeinde Schwielowsee im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Bad Belzig Beelitz Beetzsee Beetzseeheide Bensdorf Borkheide Borkwalde Brück Buckautal Golzow Görzke Gräben Havelsee Kleinmachnow Kloster Lehnin Linthe Linthe Michendorf Mühlenfließ Niemegk Nuthetal Päwesin Planebruch Planetal Rabenstein/Fläming Rosenau (Brandenburg) Roskow Schwielowsee Seddiner See Stahnsdorf Teltow Treuenbrietzen Wenzlow Werder (Havel) Wiesenburg/Mark Wollin Wusterwitz Ziesar Groß Kreutz BrandenburgKarte
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Schwielowsee ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark (Brandenburg). Sie entstand 2002 durch den Zusammenschluss der drei Gemeinden des früheren Amtes Schwielowsee.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwielowsee

Die Gemeinde liegt fünf Kilometer südwestlich von Potsdam am namensgebenden Schwielowsee an einem Havelknick. Die Ortsteile Geltow und Caputh sind über die Fähre Caputh miteinander verbunden. Im Osten grenzt die Gemeinde direkt an das Stadtgebiet Potsdams.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich laut Hauptsatzung[2] in drei Ortsteile (Einwohner am 31. Januar 2016):

sowie den Wohnplätzen[3]: Alte Dorfstelle, Baumgartenbrück, Flottstelle, Franzensberg, Groß Wentorf, Kammerode, Kemnitzer Heide, Klein Wentorf, Mittelbusch, Neue Scheune, Ferch-Linewitz und Schmerberg

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der älteste Ortsteil ist Geltow. Er wurde im Jahr 993 erstmals urkundlich erwähnt. Im über 1000 Jahre alten Ortsteil Geltow wird schon seit dem 13. Jahrhundert Wein angebaut.

Amt Schwielowsee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Ämterbildung in Brandenburg erteilte der Minister des Innern des Landes Brandenburg am 13. Oktober 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Schwielowsee. Als Zeitpunkt für das Zustandekommen des Amtes wurde der 20. Oktober 1992 bestimmt[4]. Die Zustimmung war befristet bis zum 20. Oktober 1994. Sitz des Amtes war in der Gemeinde Caputh. Zum Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes waren folgende Gemeinden im damaligen Kreis Potsdam zugeordnet:

  1. Caputh
  2. Ferch
  3. Geltow

Die Befristung wurde ab 12. September 1994 aufgehoben.[5] Die Gemeinde Schwielowsee entstand am 31. Dezember 2002 durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Caputh, Ferch und Geltow.[6] Das Amt Schwielowsee wurde zum selben Zeitpunkt aufgelöst, die Gemeinde Schwielowsee amtsfrei.

Seit Juli 2001 befindet sich das Einsatzführungskommando der Bundeswehr im Wildpark-West nahe Geltow „Gemeinde Schwielowsee“ bei Potsdam. Es ist das Führungskommando für alle Auslandseinsätze der Bundeswehr, auch in Kombination mit anderen Nationen. Von hier werden die Einsätze der ISAF, EUFOR, KFOR, OEF Marine, UNIFIL und die deutsche Beteiligung an Missionen der UN auf operativer Ebene geführt.[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2002 9 308
2003 9 436
2004 9 583
2005 9 685
2006 9 840
2007 9 912
2008 10 011
Jahr Einwohner
2009 10 172
2010 10 187
2011 9 973
2012 10 054
2013 10 103
2014 10 223

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[8][9], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Schwielowsee besteht aus 22 Gemeindevertretern und der hauptamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[10]

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kerstin Hoppe (CDU) wurde in der Bürgermeisterstichwahl vom 7. November 2010 mit 50,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt (Wahlbeteiligung 55,9 %).[11]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Hagemeister: Ansicht von Ferch um 1880
Fischerkirche in Ferch

In der Liste der Baudenkmale in Schwielowsee und in der Liste der Bodendenkmale in Schwielowsee stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Geltow befindet sich die MAD-Dienststelle 81.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bahnstrecke Jüterbog–Nauen. Es gibt Eisenbahnanschlüsse mit der Regionalbahn 22 zum Flughafen Berlin-Schönefeld und nach Potsdam sowie über Potsdam nach Berlin und Bad Belzig mit den Regional-Express-Linien 1 und 7. Des Weiteren fährt die Buslinie 607 von Potsdam Hauptbahnhof über Caputh nach Ferch. In den Sommermonaten wird die Buslinie über Ferch hinaus zum Bahnhof Werder/Havel verlängert.

Durch den Ortsteil Geltow führt die B 1. Die Gemeinde ist über die A 10, Anschlüsse Werder, Ferch, Glindow und Michendorf zu erreichen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Schwielowse vom 27. Oktober 2008 PDF
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung - Gemeinde Schwielowsee
  4. Bildung des Amtes Schwielowsee. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 13. Oktober 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 84, 2. November 1992, S.1944.
  5. Aufhebung der Befristung von Ämtern. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 20. September 1994. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 5. Jahrgang, Nummer 71, 7. Oktober 1994, S.1446.
  6. Bildung einer neuen Gemeinde Schwielowsee. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern Vom 4. Februar 2002. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, 2002, Nummer 9, Potsdam, 27. Februar 2002, S.227 PDF
  7. Bundeswehr aktuelle Einsätze
  8. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Potsdam-Mittelmark. S. 26–29
  9. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  10. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  11. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl vom 7. November 2010
  12. Ausstellung „Einsteins Sommer-Idyll in Caputh“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gemeinde Schwielowsee – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien