3. Ober-Elsässisches Infanterie-Regiment Nr. 172

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3. Ober-Elsässisches Infanterie-Regiment Nr. 172
Neubreisach Neue Kas 1909.jpg
Das Regiment bezieht im Jahre 1909 seine neue Kaserne
Aktiv 31. März 1897 bis 15. Januar 1919
Streitkräfte Preußische Armee
Truppengattung Infanterie
Grobgliederung 12 Kompagnien & MG-Kp.
Stärke 2000-2500
Unterstellung XV. Armee-Korps
Stationierungsort Offenburg 1914-1918 (Ersatzbataillon)
Historische Stationierungsorte 1897-1914 Neubreisach
Herkunft der Soldaten Elsass, Rheinland, Westfalen
Traditionsfolge 17. Infanterie-Regiment
Schlachten Zweite Flandernschlacht

Das 3. Ober-Elsässische Infanterie-Regiment Nr. 172 war ein Infanterieregiment der Preußischen Armee.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Regiment wurde im Rahmen der Heeresvermehrung am 31. März 1897 zeitgleich mit den Preußischen Regimentern Nr. 146 bis Nr. 176 gegründet. Garnison war Neubreisach im Elsass.

Zusammen mit dem 2. Ober-Elsässischen Infanterie-Regiment Nr. 171 bildete das Regiment die 82. Infanterie-Brigade, die zusammen mit der 61. Infanterie-Brigade die 39. Division bildete.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Das Regiment wurde im Ersten Weltkrieg ausschließlich an der Westfront eingesetzt und war u.a. an der Zweiten Schlacht um Ypern beteiligt. Das Regiment lag südlich der Menenstraße vor Ypern. Während dieser Zeit wurde der Soldatenfriedhof Koelberg praktisch ihr Regimentsfriedhof, dessen Patenschaft sie übernahmen.[1]

Verbleib[Bearbeiten]

Nach Kriegsende kehrte das Regiment in die Heimat zurück, wo es ab 18. Dezember 1918 in Weida eintraf. Dort erfolgte ab 15. Januar 1919 die Demobilisierung.

Aus Teilen des Regiments bildete sich eine Freiwilligen-Kompanie und eine Freiwilligen-MG-Kompanie, die dann Mitte Februar 1919 als 4. Kompanie sowie als 2. MG-Kompanie zum Freikorps Eulenberg übertrat.

Im Juni 1919 gingen beide Kompanien in der Vorläufigen Reichswehr in das II. Bataillon des Reichswehr-Infanterie-Regiments 52 auf.[2]

Die Tradition führte in der Reichswehr die 8. Kompanie des 17. Infanterie-Regiments fort.

Kommandeure[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
Oberst von Zanthier 1897 bis 1899
Oberst Otto Heckert 22. Mai 1899 bis 17. Mai 1901
Geppert 1901 bis 1903
Schöpflin 1903 bis 1907
Oberst von Wachholtz 1907 bis 1908
Oberst von Bercken 1908 bis 1911
Freiherr von Dungern 1911 bis 1912
von Suter 1912 bis 1914

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Wegener: Die Geschichte des 3. Ober-Elsässischen Infanterie-Regiments Nr. 172, Zeulenroda (Thüringen) 1934
  • Werner Bernhard Sendker: Auf Flanderns Feldern gefallen, Deutsche und ihr Verhältnis zum Ersten Weltkrieg, Tönningen 2005, ISBN 3-89959-366-9

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Wegener: Die Geschichte des 3. Ober-Elsässischen Infanterie-Regiments Nr. 172. Zeulenroda (Thüringen) 1934. S. 127.
  2. Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914-1918. Teil VI: Infanterie. Band 1: Infanterie-Regimenter. Verlag Militaria, Wien 2007, ISBN 978-3-902526-14-4, S. 264.