Zweite Flandernschlacht
| Zweite Flandernschlacht | |||||||
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| Teil von: Erster Weltkrieg | |||||||
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| Konfliktparteien | |||||||
| Befehlshaber | |||||||
| Erich von Falkenhayn
Albrecht Herzog von Württemberg Rupprecht von Bayern Max von Fabeck Alexander von Linsingen |
Joseph Joffre
Ferdinand Foch John French Horace Smith-Dorrien Albert I. (Belgien) |
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In der Zweiten Flandernschlacht – auch Zweite Ypernschlacht genannt – im Ersten Weltkrieg versuchte die deutsche 4. Armee am 22. April 1915 in einer erneuten Offensive, die Stellungen der Alliierten an der Westfront in Flandern zu durchstoßen, um den Frontbogen bei Ypern zu beseitigen. Ob die Eroberung der Kanalhäfen ein Ziel war, ist fraglich; die bereitgestellten Reserven sprechen nicht für diese Vermutung. Deutsche Truppen setzten bei der Offensive zum ersten Mal Giftgas ein: Zwischen Steenstrate und Poelkapelle ließen sie am 22. April 1915 um 18 Uhr innerhalb von fünf Minuten 150 Tonnen Chlorgas aus 6.000 Stahlflaschen ab. Den Befehl dazu hatte General Berthold Deimling entgegen dem Rat aller seiner Regimentskommandeure erteilt. Eine weißgelbe Giftwolke zog sich auf 6 km Breite gegen die französischen Stellungen. Da Chlorgas schwerer als Luft ist, sank es in die alliierten Gräben und Stellungen. Es gab dort mehrere tausend Mann Verluste; die Soldaten hatten keinerlei Gasschutz (z.B. Gasmasken). Die Reste der dort liegenden französischen 87. sowie der 45. (algerischen) Division flohen. Zwar gelang es den deutschen Angreifern, ohne gegnerischen Widerstand die alliierte Stellung einzunehmen und drei bis vier Kilometer vorzurücken. Sie hatten allerdings selbst keine Gasmasken, was den weiteren Vorstoß hemmte.
Am 23. April griff die 4. Armee auch die bisher nicht in die Kämpfe verwickelte 1. Kanadische Division westlich von Ypern an. Da die deutsche Seite versäumt hatte, ausreichend Reserven bereitzustellen, konnte die nördlich Ypern entstandene Frontlücke nicht genutzt werden. Alle späteren deutschen Angriffe wurden zurückgeschlagen. Am 25. April 1915 musste die deutsche Oberste Heeresleitung wegen hoher Verluste den Durchbruchsversuch einstellen. Die Deutschen beschränkten sich nun darauf, die exponierte 1. kanadische sowie die 27. und 28. britische Division westlich Ypern von drei Seiten mit Artillerie zu beschießen. Um dem zu entgehen, wurden diese drei Divisionen vom 1. bis 4. Mai auf eine kürzere Verteidigungslinie vor Ypern zurückgenommen.
Vom 2. bis 9. Mai 1915 versuchten die Deutschen nochmals unter Einsatz von Giftgas einen Durchbruch zu erzwingen. Die Offensive scheiterte erneut. Am 24. Mai griffen die Deutschen zum letzten Mal - und wieder erfolglos - an. Damit endete die Zweite Ypernschlacht.
Literatur[Bearbeiten]
- Arthur Banks: A military Atlas of the First World War. South Yorkshire, 1975, S. 138-143
- Basil Liddell Hart: The real War. Boston, 1964, S. 175-185
- Werner B. Sendker: Auf Flanderns Feldern gefallen. Der Andere Verlag, Tönningen 2005, S. 80
Weblinks[Bearbeiten]
1914: Gefecht bei Lagarde | Gefecht bei Haelen | Eroberung von Lüttich | Belagerung von Antwerpen | Grenzschlachten | Schlacht in Lothringen | Schlacht bei Neufchâteau | Schlacht bei Longwy | Schlacht bei Mons | Schlacht von Le Cateau | Schlacht bei St. Quentin | Gefecht bei Néry | Schlacht an der Marne | Schlacht an der Aisne | Wettlauf zum Meer | Erste Flandernschlacht
1915: Winterschlacht in der Champagne | Zweite Flandernschlacht | Lorettoschlacht | Herbstschlacht in der Champagne | Herbstschlacht bei La Bassée und Arras | Schlacht bei Loos
1916: Schlacht um Verdun | Schlacht an der Somme
1917: Schlacht von Arras | Schlacht an der Aisne | Schlacht von Messines | Dritte Flandernschlacht | Schlacht von Cambrai
1918: Frühjahrsoffensive | Vierte Flandernschlacht | Schlacht im Wald von Belleau | Schlacht an der Marne | Schlacht bei Amiens | Hunderttageoffensive | Schlacht von St. Mihiel | Maas-Argonnen-Offensive