3. Garde-Regiment zu Fuß

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3. Garde-Regiment zu Fuß
Aktiv 5. Mai 1860 bis 1919
Land Preußen Königreich Preußen
Streitkräfte Preußische Armee
Truppengattung Infanterie
Unterstellung Gardekorps
Historische Stationierungsorte Danzig, Hannover, Berlin
Jahrestage 5. Mai 1860
Die historische Pappel auf dem Tempelhofer Felde. Sie stand seit der Zeit des Soldatenkönigs und Friedrich des Großen. Hier zieht das Regiment an ihr vorbei. Die Fahne des II. Bataillons (zweite von links) nahm der Held von St. Leonard mit ins Grab.
Fahne des I. Bataillons

Das 3. Garde-Regiment zu Fuß war ein Garderegiment der Preußischen Armee.

Gliederung[Bearbeiten]

Gemeinsam mit dem 1. Garde-Regiment zu Fuß, dem Garde-Jäger-Bataillon und dem Lehr-Infanterie-Bataillon bildete das Regiment die 1. Garde-Infanterie-Brigade. Sie unterstand der 1. Garde-Division des Gardekorps.

Friedensstandort war von 1878 bis 1919 die Kaserne Wrangelstraße in Berlin. Davor war das Regiment zunächst in Danzig (1860–1866) und Hannover (1866–1878) stationiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Regiment wurde am 5. Mai 1860 gestiftet. Es nahm am Deutsch-Dänischen Krieg 1864, am Deutschen Krieg 1866, am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und am Ersten Weltkrieg teil. Nach der Rückführung in die Heimat wurde das Regiment ab 13. Dezember 1918 in Berlin demobilisiert[1] und anschließend aufgelöst.

Die Tradition führte in der Reichswehr die 2. Kompanie des 9. (Preußisches) Infanterie-Regiments fort.

Denkmal für die Gefallenen des 3. Garde-Regiments zu Fuß (1914-1918) in Döberitz. Einweihung am 6. Mai 1923. Nach 1945 zerstört.

Kommandeure[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
Oberst Hans Heimart Ferdinand von Linsingen 18. Juni 1869 bis 3. Juli 1872
Oberst Rudolf Bernhard Alexander von Thile 4. Juli 1872 bis 14. Oktober 1874
Oberst von Kropff 1880 bis ????
Oberstleutnant Viktor von Loßberg 11. Februar bis 17. September 1886 (mit der Führung beauftragt)
Oberst Viktor von Loßberg 18. September 1886 bis 21. September 1888
Oberst Heinrich von Goßler 1889 bis 1891
Oberst Georg Adolf Friedrich von Krosigk 1. Mai 1904 bis 12. Februar 1906
Oberst Karl von Lewinski 22. März 1912 bis 1. August 1914

Bekannte Angehörige[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914-1918. Teil VI: Infanterie. Band 1: Infanterie-Regimenter. Verlag Militaria. Wien 2007. ISBN 978-3-902526-14-4. S. 18.