5. Garde-Regiment zu Fuß

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5. Garde-Regiment zu Fuß
Aktiv 1897 - 1919
Land Königreich Preußen
Streitkräfte Preußische Armee
Truppengattung Infanterie
Unterstellung Gardekorps
Historische Stationierungsorte zuletzt Spandau
Spitzname Weiße Teufel
Jahrestage 31. März 1897
Motiv-Postkarte 5. Garde-Regiment zu Fuß (1904)
(Teilerhaltenes) Denkmal in Berlin-Spandau

Das 5. Garde-Regiment zu Fuß wurde am 31. März 1897 aus Teilen des 3. Garde-Regiments zu Fuß, des Garde-Füsilier-Regiments, des Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiments Nr. 3 und des Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiments Nr. 4 errichtet. Der Stiftungstag wurde auf den 31. März 1897 festgesetzt. Das Regiment bildete mit dem Garde-Grenadier-Regiment Nr. 5 die 5. Garde-Infanterie-Brigade, die der 2. Garde-Division unterstand. Friedensstandort war Spandau; zunächst wurde eine Kaserne an der Ringchaussee bezogen, später erfolgte ein Umzug in die Moritzstraße.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Regiment nahm im Ersten Weltkrieg 1914 und 1915 an Kämpfen in Polen, Russland und Litauen teil, ab November 1915 bis zum Ende des Krieges kämpfte es in Belgien und Frankreich. Über 4.000 Soldaten des Regiments fielen in diesem Krieg.

1919 bildete sich aus Resten des Regiments das Detachement Maltzan, ein Freikorps für den Einsatz im Baltikum.

Nach der Auflösung des Regiments wurde seine Tradition in der Reichswehr von der 6. Kompanie des 5. (Preußisches) Infanterie-Regiment in Angermünde übernommen.

Am 6. Mai 1923 wurde zur Erinnerung an die gefallenen Angehörigen des Regiments auf dem Askanierring in Berlin-Spandau ein Denkmal eingeweiht, das sich heute am Hohenzollernring befindet (siehe Denkmäler in Spandau).

Kommandeure[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
Oberst von Uslar 1. April 1897
Oberst von Eckartsberg 20. November 1900
Oberst von Maltzan Freiherr zu Wartenberg und Penzlin 18. August 1901
Oberst von Waldow 14. Juni 1905
Oberst Albrecht 7. Juli 1909
Oberst von Voigts-Rhetz 18. Dezember 1911
Oberstleutnant/Oberst Scheüch 1. Oktober 1912
Oberst von Hülsen 7. Juli 1913
Oberstleutnant/Oberst von Radowitz 30. August 1914
Major von Kriegsheim 12. Februar 1918
Oberst von Radowitz 12. Dezember 1918

Literatur[Bearbeiten]

  • Albrecht von Stosch: Das Königl. Preuß. 5. Garde-Regiment zu Fuß 1897–1918, Velhagen & Klasing, Berlin 1930
  •  Günther Voigt.: Die Garde- und die Grenadier-Regimenter 1 - 12 der preussischen Armee. In: Dermot Bradley und Hans Bleckwenn (Hrsg.): Deutschlands Heere bis 1918 : Ursprung und Entwicklung der einzelnen Formationen. 1, Biblio-Verlag, Osnabrück 1980, ISBN 3-7648-1199-4.

Weblinks[Bearbeiten]