60. Infanterie-Division (mot.) (Wehrmacht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
60. Infanterie-Division/
60. Infanterie-Division (mot.)
Panzer-Grenadier-Division Feldherrnhalle
Verbandsabzeichen der 60. Infanterie-Division
Verbandsabzeichen der 60. Infanterie-Division (mot.)
Aktiv 15. Oktober 1939 bis 1944
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Infanterie
Typ Infanteriedivision
Grobgliederung Gliederung
Stärke 15.000
Aufstellungsort Danzig
Zweiter Weltkrieg Deutsch-Sowjetischer Krieg
Schlacht von Stalingrad
Kommandeure
Liste der Kommandeure

Die 60. Infanterie-Division, ab 1940 60. Infanterie-Division (mot.), ab 1943 Panzer-Grenadier-Division Feldherrnhalle, war ein militärischer Großverband der Wehrmacht im Deutschen Reich.

Die 60. Infanterie-Division entstand aus der Brigade Eberhardt, einer Einheit der Landespolizei Danzig. Im Sommer 1940 wurde sie motorisiert und im August in 60. Infanterie-Division (mot.) umbenannt. Das III. Btl./IR 92 wurde am 17. November 1941 in 3. Jäger-Bataillon umbenannt, in der Tradition des Königlich Preußischen Reserve Jäger-Bataillons Nr. 27 aus dem Ersten Weltkrieg, es verwendete finnische Symbole. Die 60. ID (mot) wurde in Stalingrad vollständig vernichtet. Es war ursprünglich vorgesehen, die Überlebenden in eine neu zu gründende 60. Panzergrenadier-Division einzubinden, stattdessen wurde die Panzer-Grenadier-Division Feldherrnhalle im November 1944 gebildet.

Divisionsgeschichte[Bearbeiten]

Einsatzgebiete der 60. ID

  • Deutschland: September 1939 bis Mai 1940
  • Frankreich: Mai bis August 1940

Einsatzgebiete der 60. ID (mot.)

  • Frankreich: August 1940 bis April 1941
  • Jugoslawien: April bis November 1941
  • Ostfront, Südabschnitt: November 1941 bis Oktober 1942
  • Stalingrad: Oktober 1942 bis Februar 1943

Einsatzgebiete der Division Feldherrnhalle

  • Frankreich: Juni bis Oktober 1943
  • Ostfront, Zentralabschnitt: Oktober 1943 bis Februar 1944
  • Ostfront, Nordabschnitt: Februar bis Juni 1944
  • Ostfront, Zentralabschnitt: Juni bis Oktober 1944
  • Ungarn: Oktober bis November 1944

Am 15. Oktober 1939 wurde die Division in Danzig aus der Gruppe Eberhardt (Sonderverband Danzig) aufgestellt und am 5. November durch den Artillerie-Regiments-Stab z.b.V. 703, die Leichte Artillerie-Abteilungen 741 und 750 und die Artillerie-Abteilung 761 verstärkt. Letztere wurde am 1. April 1940 zum Artillerie-Regiment 160 vergrößert. Ab dem 18. Juli 1940 wurde die Division mit Kettenfahrzeugen motorisiert und dabei das Infanterie-Regiment 243 aufgelöst. Am 1. April 1942 wurden das Kradschützen-Bataillon 160 und die Aufklärungs-Abteilung 160 miteinander verschmolzen. Am gleichen Tag wurde die Heeres-Flakartillerie-Abteilung 282 als IV. (Flak)/Art.Reg. 160 der Division zugeführt.

Die Division wurde im Januar 1943 in Stalingrad vernichtet.

Die Wiederaufstellung sollte bis zum 1. April 1943 erfolgen, wurde aber bis zum 8. Mai 1943 hinausgeschoben. Aus den Resten der alten Division entstanden der Divisionsstab und das I./Grenadier-Regiment 92, I./Grenadier-Regiment 120, 13./92, 14./120, Stab und 1. Kompanie/Panzer-Abteilung 160, I./Artillerie-Regiment 160, Pionier-Bataillon und eine Nachrichten-Kompanie.

Da die Aufstellung des Grenadier-Regiments 92 am 9. April 1943 unabhängig von der Division als Heerestruppe erfolgte, wurden der Stab, I. Bataillon und 13. Kompanie/92 in Grenadier-Regiment 120 umgegliedert. Die generell am 27. Mai 1943 verfügte Umbenennung in 60. Panzergrenadier-Division wurde nicht vollzogen. Dafür wurde die Division in Panzergrenadier-Division Feldherrnhalle umbenannt.

Einsatz bei Stalingrad[Bearbeiten]

Die 60. motorisierte Infanterie-Division war dem XIV. Panzerkorps der 6. Armee unter General der Infanterie Gustav Anton von Wietersheim angegliedert und hatte den Auftrag, den linken, nördlichen Flügel zwischen Don und Wolga zu sichern.[G 1] Nach Umgruppierung der Kräfte für den bevorstehenden Angriff auf Stalingrad wurden im Norden außerdem die 305. Infanterie-Division, die 76. Infanterie-Division, die 3. Infanterie-Division (mot.) und die 16. Panzer-Division im Korridor der beiden Flüsse disloziert, um ein Gegengewicht gegen die 1. Gardearmee und die 66. Armee der Roten Armee zu bilden. Abgesichert werden musste ein 29 Kilometer breiter Streifen südlich der Kotluban-Station bis zur Wolga. Generalmajor Otto Kohlermann bildete um das Dorf Borodkin über den Tatarenwall[1] bis zum Dorf Kuzmichi Verteidigungslinien mit dem Pionier- und dem Aufklärungsbataillon 60, dem Maschinengewehr-Bataillon 9 und dem Panzergrenadier-Regiment 120 im Osten. Das Panzergrenadier-Regiment 92 wurden aufgeteilt, wobei einige Bataillone südlich von Orlowka eingesetzt wurden.[G 2]

Während der sowjetischen Kotluban-Offensive durch die 4. Panzer-Armee, die 24. Armee, die 1. Gardearmee und die 66. Armee vom 3. bis zum 12. September 1942 im Norden von Stalingrad spielte die 60. ID (mot.) eine zentrale Rolle. Die breit angelegte Offensive der Roten Armee band Artilleriekräfte und die Luftwaffe, die bei der Eroberung Stalingrads fehlten, und führte dazu, dass die 60. ID (mot.) ihre Reserven aktivieren musste, um den Durchbruch zu verhindern.[G 2] Am 5. September entsandte Kohlermann das Panzergrenadier-Regiment 92 und Teile des Panzergrenadier-Regimentes 120 in den nördlichen Orlowka-Sektor, um das Panzergrenadier-Regiment 8 am Hügel 139,7 und bei Kuzmichi zu verstärken. Am 10. September 1942 musste die Division am Hügel 139,7 wiederholten massiven Angriffe der 1. Gardearmee begegnen.[G 3] In der Kotluban-Offensive waren 250.000 Rotarmisten mit 300 Panzern eingesetzt und griffen in Frontalangriffen mit Schützenreihen die Abwehrstellungen der Wehrmacht an. Für die Rote Armee war die Offensive mit hohen Verlusten verbunden, sie führte jedoch dazu, dass der deutsche Angriff auf Stalingrad mit einer viel größeren Verzögerung und weniger Kräften als ursprünglich eingeplant durchgeführt wurde.[G 4]

Während der gesamten Stalingradschlacht war die nördliche Linie in der Kotluban-Region einer der Schwachpunkte der 6. Armee; dennoch gelang es, von hier aus Druck auf die Gorokhow-Gruppe (124. SB, 149. SB und 282. NKWD-SB) auszuüben. Nördlich der Stalingrader Industriekomplexe bildete sich der sowjetische Orlowka-Frontvorsprung, der fortan den Vormarsch des LI. Armeekorps bedrohte.[G 5] Erst der Vormarsch durch die Stalingrader Vororte vom 5. bis zum 9. September verringerte die Gefahr eines Feindeinbruches im Don-Wolga-Korridor eine Zeit lang, obwohl den drei dort eingesetzten Divisionen nicht mehr als 100 Panzer zur Verfügung standen.[G 6]

Die Kampfstärke der sieben Panzergrenadier-Bataillone befand sich am 14. September 1942 noch in folgendem Zustand: eins in mittlerer Stärke (500–700 Mann) und sechs durchschnittlich (400–500), Pionierbataillon ebenfalls durchschnittlich (300–400).[G 7]

Vom 18. September bis 2. Oktober 1942 scheiterte Andrei Jerjomenkos Zweite Kotluban-Offensive an der Abwehr durch die 60. ID (mot.), die 3. ID (mot.) und die 16. Panzer-Division. Die Achse seines Hauptangriffes richtete sich auf Hügel 139,7 der Kuzmichi-Region und die Ortschaft Samofalowka. Der Durchbruch sollte an der vermeintlich schwächsten Stelle zwischen dem VIII. Armeekorps und XIV. Panzerkorps erfolgen.[G 8] Die 24. Armee sollte mit ca. 34.000 Soldaten die 60. ID (mot.) bei der Station km 564 schlagen und sich südlich der Eisenbahnlinie nach Gorodischtsche bewegen. Die Verteidigungsstellungen der 76. ID und 60. ID (mot.) mit ca. 6000 Soldaten bestanden aus einem dichten Netzwerk von Schützengräben, Feuerstellungen und Bunkern, welches nicht überwunden werden konnte. Trotz einer Relation von 6:1 zugunsten der Roten Armee und einigen Anfangserfolgen am 18. September 1942 scheiterte das Unternehmen. Die 60. ID (mot.) behauptete sich auf den Hügeln 145,5 und 152,4 und einer Region, die auf deutscher Seite „Bolschoi-Gräben“ genannt wurde. Wellen von Sturzkampfbombern und massiertes Artilleriefeuer vernichteten die sowjetischen Panzerkeile. Die Kämpfe zwischen dem 18. und 19. September 1942 an der Kotluban-Front kosteten ca. 36.000 Rotarmisten das Leben, erzielten einen Geländegewinn von 20 Quadratkilometern und brachten schließlich die Station km 564 in sowjetischen Besitz. Von den deutschen Einheiten erlitt die 76. ID an der Kotluban-Front die stärksten Verluste und zwar derart, dass sie durch 113. ID abgelöst werden musste.[G 9]

Vom 14. auf den 26. September sank die Kampfstärke der Bataillone auf sechs durchschnittliche (400–500 Mann) Bataillone und ein schwaches (200–300 Mann) Pionier-Bataillon.[G 10] Generalmajor Hans-Valentin Hube befahl am 27. September 1942 einen erneuten Angriff der 60. ID (mot.) und 16. Panzer-Division in Kompaniestärke auf den Orlowka-Frontvorsprung, der allerdings schnell zusammenbrach, so dass Verstärkungen durch die 94. ID und 389. ID in den Norden von Stalingrad gebracht werden mussten. Dies war auch dadurch begründet, dass die Rote Armee einen permanenten Druck auf die Verteidigungsstellungen der 6. Armee in der Kotluban-Region ausübte und dass die Kämpfe in Stalingrad einige dringend benötigte Einheiten banden, die erst mit erheblicher Verzögerung im Raum von Orlowka eintrafen.[G 11]

Vom 29. September bis zum 3. Oktober 1942 begann der eigentliche Angriff auf den Orlowka-Frontbogen, der von der 389. ID und 94. ID im Süden, der Gruppe Stahel und der 60. ID (mot.) von Westen und von der 16. Panzer-Division im Norden ausgeführt wurde. Die 6500 Mann starken Verbände der Roten Armee unter Oberst K.M. Andriusenko waren entlang des Flusslaufes der Orlowa eingeschlossen und sollten von allen Seiten vernichtet werden. Vor dem Angriff bezog die 60. ID (mot.) Ausgangsstellungen auf Hügel 147,6 und sollte in Bataillons- und Kompaniestärke mit dem Kradschützen-Bataillon 160 angreifen. Durch die unaufhörlichen Angriffe der Roten Armee bei Kotluban konnten nur Teile von Hubes Einsatzkräften für das Orlowka-Unternehmen bereitgestellt werden.[G 12] Am 29. September 1942 um 10 Uhr bewegte sich eine Kampfgruppe der 60. ID (mot.) in Bataillonsstärke unterstützt von 15 Panzern auf die Ortschaft Orlowka zu, wurde aber vor den Stellungen der 115. Schützen-Brigade der Roten Armee zum Stillstand gebracht, woraus sich mehrtägige und erbitterte Kämpfe entwickelten.[G 13] Craig beschreibt diesen Angriff aus der Sicht von Leutnant Heinrich Klotz, der eine Gruppe aus Veteranen des Ersten Weltkrieges anführte und sich anfangs weigerte, seine Soldaten im Frontalangriff ohne Panzerunterstützung gegen gut ausgebaute sowjetische Stellungen zu schicken. Im Morgennebel des nächsten Tages führte Klotz den Divisionsbefehl trotz Erwartung eines Blutbades dennoch aus, dabei fiel ein Großteil seiner Kompanie durch Artilleriefeuer und deplatzierte Bombenangriffe der eigenen Luftwaffe. Von den 120 Soldaten seiner Gruppe fielen 90. Trotz lokaler Verluste und Rückschläge verlief die Korrektur des Orlowka-Frontbogens insgesamt sehr erfolgreich.[2]

Die Kampfstärke der 60. ID (mot.) sank nach der Orlowka-Operation am 5. Oktober 1942 auf vier durchschnittliche (400–500 Mann), zwei schwache (300–400 Mann) und ein abgekämpftes, erschöpftes Bataillon mit weniger als 300 Mann. Das Pionier-Bataillon 160 befand sich ebenfalls in einem stark erschöpften Zustand mit weniger als 200 Mann.[G 14] Während des deutschen Großangriffes auf das Traktorenwerk am 14. Oktober 1942 war die 60. ID (mot.) wieder mit Verteidigungsaufgaben in der Kotluban-Region beschäftigt, wobei das Panzergrenadier-Regiment 92 die Schlüsselverteidigung in der Ortschaft Kuzmichi übernahm. Jeremenko und Rokossowski verschoben ihren für Ende Oktober geplanten Großangriff wegen tagelangen Dauerregens.[G 15] Anfang November 1942 wurde die 60. ID (mot.) nach kurzer Ruhepause verstärkt, erhielt jedoch keinen Ersatz für ihre zerstörten Kettenfahrzeuge. Paulus plante, die Division beim Angriff am 15. November 1942 auf die chemische Fabrik „Lazur“ in der Eisenbahnschleife „Tennisschläger“ östlich des Mamajew-Hügels einzusetzen. Dieser Plan wurde von Paulus und Weichs wieder verworfen, da die Kräfte der 60. ID (mot.) trotz leichter Verstärkung für weitere offensive Operationen nicht mehr ausreichten.[G 16]

Gliederung[Bearbeiten]

1940[Bearbeiten]

  • Infanterie-Regiment 92
  • Infanterie-Regiment 243
  • Infanterie-Regiment 244
  • Artillerie-Regiment 160
  • Pionier-Bataillon 160
  • Kradschützen-Bataillon 160
  • Aufklärungs-Abteilung 160
  • Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 160
  • Infanterie-Divisions-Nachschubführer 160

1942[Bearbeiten]

  • Infanterie-Regiment (mot.) 92
  • Infanterie-Regiment (mot.) 120
  • Kradschützen-Bataillon 160
  • Aufklärungs-Abteilung 160
  • Artillerie-Regiment 160
  • Pionier-Bataillon 160
  • Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 160
Gefechtsordnung der 60. ID (mot.)
  • Stab
    • Kartenstelle (mot.)
    • Kradmelder-Zug
  • IR (mot.) 92
    • Nachrichten-Zug (mot.)
    • Aufklärungs-Kompanie (mot.)
      • Kradmelder-Zug
      • Pionier-Zug
    • I.–III. Bataillon mit je
      • 3 motorisierten Kompanien
      • 1 MG-Kompanie (mot.)
    • Infanteriegeschütz-Kompanie (mot.)
    • leichte Infanterie-Kolonne
  • IR (mot.) 120
    • Nachrichten-Zug (mot.)
    • Aufklärungs-Kompanie (mot.)
      • Kradmelder-Zug
      • Pionier-Zug
    • I.–III. Bataillon mit je
      • 3 motorisierten Kompanien
      • 1 MG-Kompanie (mot.)
    • Infanteriegeschütz-Kompanie (mot.)
    • leichte Infanterie-Kolonne
  • Panzerjäger-Bataillon 160
    • Nachrichten-Zug (mot.)
    • 3 Panzerjäger-Kompanien (mot.)
    • schwere MG-Kompanie
  • Kradschützen-Bataillon 160
    • 3 Kompanien
    • schwere MG-Kompanie (mot.)
    • Aufklärungs-Kompanie (mot.)
      • Infanteriegeschütz-Zug (mot.)
      • Panzerjäger-Zug (mot.)
      • Pionier-Zug (mot.)
  • Aufklärungs-Abteilung 160
    • Nachrichten-Zug (mot.)
    • Panzerwagen-Kompanie
    • Kradschützen-Kompanie
    • schwere Aufklärungs-Kompanie
      • Panzerjäger-Zug
      • Pionier-Zug
      • Infanteriegeschütz-Zug
    • Aufklärungs-Kolonne (mot.)
  • AR 160
    • Unterstützungstruppen (mot.)
      • Nachrichten-Zug
      • Wetter-Zug
    • I.–III. Abteilung mit je
      • 1 Vermessungs-Trupp (mot.)
      • 1 Nachrichten-Zug (mot.)
      • 3 Batterien (mot.)
  • Nachrichten-Abteilung 160
    • Telefonkompanie (mot.)
    • Fernmeldekompanie (mot.)
    • leichte Nachrichten-Kolonne (mot.)
  • Pionier-Bataillon 160
    • 3 Kompanien (mot.)
    • Brückenkolonne (mot.)
    • leichte Pionier-Kolonne (mot.)
  • Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 160
Veränderungen in der Gliederung der 60. ID von 1939 über 60. ID (mot) bis zur Umbenennung in Division Feldherrnhalle 1944
60. ID 1939 Division Feldherrnhalle 1944
Panzer-Bataillon Feldherrnhalle
IR 92 IR 92 (mot.) Füsilier-Regiment Feldherrnhalle
IR 243[3] IR 120 (mot.) Grenadier-Regiment Feldherrnhalle
IR 244[4]
AR 160[5] AR 160 AR Feldherrnhalle
Pionier-Bataillon 160 Pionier-Bataillon 160 Pionier-Bataillon Feldherrnhalle
Kradschützen-Bataillon 160 Kradschützen-Bataillon 160
Aufklärungsabteilung 160 Aufklärungsabteilung 160 Panzer-Aufklärungs-Abteilung Feldherrnhalle
Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 160 Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 160 Nachrichten-Abteilung Feldherrnhalle

Kommandeure[Bearbeiten]

Kommandeur der 60. ID
Dienstzeit Dienstgrad Name
26. August 1939 bis August 1940 Generalmajor Friedrich-Georg Eberhardt
Kommandeure der 60. ID (mot.)
Dienstzeit Dienstgrad Name
August 1940 bis 15. Mai 1942 Generalleutnant Friedrich-Georg Eberhardt
15. Mai bis November 1942 Oberst Otto Kohlermann
November 1942 bis Februar 1943 Generalmajor Hans-Adolf von Arenstorff
Kommandeure der Division Feldherrnhalle
Dienstzeit Dienstgrad Name
Juni 1943 bis 3. April 1944 Generalleutnant Otto Kohlermann
3. Aprilbis 8. Juli 1944 Generalmajor Friedrich-Carl von Steinkeller
8. Julibis November 1944 Generalmajor Günther Pape

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Insgesamt wurden 13 Angehörige der 60. ID (mot.) mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und 37 mit dem Deutschen Kreuz in Gold.

Ritterkreuzträger der 60. ID (mot.)
Dienstrang Name Einheit Verleihungsdatum
Leutnant Rolf Schneege Pionier-Zugführer StabsKp./IR 120 (mot.) 14. Mai 1941
Hauptmann Erich Schröter Bataillonskommandeur I. Btl./IR 120 (mot.) 08. September 1941
Oberst Karl-Albrecht von Groddeck Regimentskommandeur IR 120 (mot.) 08. September 1941
Generalleutnant Friedrich-Georg Eberhardt Divisionskommandeur 60. ID (mot.) 31. Dezember 1941
Major Georg Hesse Bataillonskommandeur III. Btl./IR 120 (mot.) 31. Dezember 1941
Oberstleutnant Rudolf Petershagen Bataillonskommandeur II. Btl./IR 92 (mot.) 20. Juli 1942
Obergefreiter Fritz Mette Gruppenführer 9.Kp./GR 92 (mot.) 05. Januar 1943
Major Karl Willig Bataillonskommandeur II. Btl./GR 120 (mot.) 18. Januar 1943, RK mit Eichenlaub
Oberleutnant Friedrich Sacha Kompaniechef 2.Kp./Panzerjäger-Abteilung 160 20. Januar 1943
Oberleutnant Franz Klitsch Führer StabsKp/GR 120 (mot.) 22. Januar 1943
Oberarzt Dr. Horst Wilcke Bataillonsarzt III.Btl./IR 120 (mot.) 25. Juli 1942
Hauptmann Karl Willig Bataillonskommandeur II.Btl./IR 120 (mot.) 25. Juli 1942
Feldwebel Albert Dressel Zugführer 3.Kp./Panzer-Abteilung 160 13. Oktober 1942
Ritterkreuzträger der Division Feldherrnhalle
Dienstrang Name Einheit Verleihungsdatum
Hauptmann Erich Oberwöhrmann Führer Panzer-Abteilung „Feldherrnhalle“ 07. Februar 1944
Major Wilhelm Schöning Bataillonskommandeur I.Btl./Füsilier-Regiment „Feldherrnhalle“ 07. Februar 1944
Oberfeldwebel Herbert Berger Zugführer 10.Kp./GR (mot.) „FHH“ 12. März 1944
Hauptmann Hans-Arno Ostermeier Führer einer Kampfgruppen-Führer PzGren.Div. „FHH“ 23. August 1944

Literatur[Bearbeiten]

  • David M. Glantz: Armageddon in Stalingrad: September-November 1942 (The Stalingrad Trilogy, Volume 2). University of Kansas Press, Lawrence 2009, ISBN 978-0-7006-1664-0.
  •  Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 5. Die Landstreitkräfte 31 – 70. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1977, ISBN 3-7648-1107-2.

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  • David M. Glantz: Armageddon in Stalingrad: September–November 1942. (The Stalingrad Trilogy, Volume 2). University of Kansas Press, Lawrence 2009.
  1. S. 30–32
  2. a b S. 40–41
  3. S. 52
  4. S. 56
  5. S. 68–69
  6. S. 98, 105–106
  7. S. 137
  8. S. 169
  9. S. 171–172, 175–177, 182
  10. S. 231
  11. S. 239
  12. S. 291–292
  13. S. 294, 296–297
  14. S. 302
  15. S. 355, 448
  16. S. 611–612

Weitere Nachweise und Anmerkungen

  1. Eine im 13. Jahrhundert gegen tatarische Reiterangriffe angelegte russische Verteidigungsanlage vom Norden bei Schischikin am Don in der Kotluban-Region bis zur Tsaritza-Mündung in Stalingrad. Der Tatarenwall bestand aus einem tiefen Graben und einer hohen Wallanlage, die bis in den Zweiten Weltkrieg ein Panzerhindernis darstellte. historisches-tonarchiv.de
  2. William E. Craig: Die Schlacht um Stalingrad. Tatsachenbericht, Heyne, München 1991, S. 122
  3. aus dem Danziger Landespolizei Regiment 1 gebildet
  4. aus dem Danziger Landespolizei Regiment 2 gebildet
  5. aus der Artillerie-Abteilung der Danziger Landespolizei gebildet