Adolf von Glümer

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Heinrich Karl Ludwig Adolf von Glümer (* 5. Juni 1814 in Lengfeld auf dem Eichsfeld; † 3. Januar 1896 in Freiburg im Breisgau) war ein preußischer General der Infanterie.

Glümer trat 1831 in das 26. Infanterieregiment ein und besuchte die Allgemeine Kriegsschule. Er wurde 1842 bis 1843 zur Gardeartilleriebrigade und anschließend zur topographischen Abteilung des Generalstabs kommandiert. Zwischen 1847 und 1851 war er Adjutant der 7. Landwehrbrigade, nahm er dazwischen 1849 am Feldzug gegen die Aufständischen in Baden teil und wurde 1856 als Major in den Generalstab der Division, 1858 in den des VI. Armeekorps versetzt.

1859 wurde Glümer Kommandeur des Füsilierbataillons des 23. Regiments zu Neisse, dann auch Direktor der dortigen Divisionsschule und bald danach Oberstleutnant. Bereits im Oktober 1861 wurde er dann Oberst des Grenadierregiments Graf Kleist von Nollendorf (1. Westpreußisches) Grenadierregiments No. 6.

Während des Deutschen Krieges 1866 wurde Glümer zum Generalmajor ernannt und führte eine Brigade der Division des Generals von Bayer (Mainarmee), die an den Gefechten von Hammelburg, Helmstadt, Roßbrunn und Würzburg teilnahm. Nach dem Feldzug wurde Glümer Kommandeur der 32. Infanteriebrigade in Trier und übernahm am 18. Juli 1870 das Kommando der 13. Felddivision.

Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 nahm er an der Schlacht bei Spichern teil, besetzte am 7. August Forbach und kämpfte hierauf in den Schlachten von Colombey-Nouilly und Gravelotte sowie in vielen kleinen Ausfallschlachten vor Metz, bis er am 3. Oktober an die Spitze der großherzoglich-badischen Division berufen wurde. Glümer, der erkrankt war, konnte erst am 9. Dezember in Dijon das Kommando übernehmen und lieferte bereits am 18. Dezember das siegreiche Gefecht bei Nuits. In der Schlacht an der Lisaine kommandierte Glümer bei Montbéliard und hielt diese ungünstige Stellung gegen alle feindlichen Angriffe.

Nach dem Frieden zum Kommandeur der 29. Division in Freiburg im Breisgau ernannt, wurde Glümer 1873 Gouverneur der Festung Metz, nahm aber bald als General der Infanterie seinen Abschied.

[Bearbeiten] Ehrungen

Am 5. Februar 1871 wurde er mit dem Orden Pour le Mérite ausgezeichnet. In Karlsruhe, Pforzheim und Freiburg ist eine Straße nach ihm benannt.

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.
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