Alan Posener
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Alan Posener (* 1949 in London) ist ein britisch-deutscher Journalist. Er ist der Sohn des Architekturhistorikers Julius Posener.
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[Bearbeiten] Leben
Väterlicherseits aus einer liberalen deutsch-jüdischen, mütterlicherseits aus einer englisch-schottischen Familie stammend, wuchs er in England, Malaysia und Deutschland auf. Posener studierte Germanistik und Anglistik an der FU Berlin und der Ruhr-Universität Bochum. Dabei war er als Kader des Kommunistischen Studentenverbands und der maoistischen KPD aktiv. Nach dem Staatsexamen arbeitete Posener als Studienrat am Kant-Gymnasium (Berlin) und an der Martin-Buber-Gesamtschule in Berlin-Spandau. Er verließ den Schuldienst, wie er sagt, aus „Langeweile“.
1987 schrieb er die Rowohlt-Monographie John Lennon. Es folgten Monographien über John F. Kennedy, Elvis Presley, William Shakespeare, Franklin Delano Roosevelt und zuletzt Maria, die Mutter Jesu. Außerdem schrieb Posener eine „Duographie“ Stalin-Roosevelt (EVA) und eine „Paare“-Biographie über John F. und Jacqueline Kennedy (Rowohlt Berlin). Über mehrere Jahre war Posener Schulbuchautor für den Ernst Klett Verlag.
Von 1999 bis 2004 war er Mitarbeiter der Welt, zunächst als Autor, dann als Redakteur. Von 2004 bis 2008 war er Kommentarchef der Welt am Sonntag. Für diese Zeitung arbeitet er inzwischen als Korrespondent für Politik und Gesellschaft.
Als die Berliner Kochstraße im Jahr 2005 in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt werden sollte, widersetzte er sich dem mit Entschiedenheit. Rudi Dutschke habe nichts von „Kapitalismus und Konsum, Liberalismus und Parlamentarismus“ gehalten, es sei kein Zufall, dass sein Mitstreiter Horst Mahler — damals Mitglied derselben KP wie Posener — „bei der NPD gelandet sei“.[1]
Im Mai 2007 griff Posener in seinem Weblog auf Welt Online den Bild-Chefredakteur Kai Diekmann wegen „Scheinheiligkeit“ und weil die Bild-Zeitung die „niedrigsten Instinkte bediene“, scharf an. Nach der Kollegenschelte im Springer-Verlag, der sowohl Bild, als auch Die Welt herausgibt, wurde der Eintrag in Poseners Blog binnen weniger Stunden aus dem Internet-Angebot des Verlags entfernt. Durch die Berichterstattung über den Vorgang in Bildblog und anderen Online-Medien wurde das Thema publik.[2]
Zu einer Kontroverse zwischen Posener und dem FAZ-Redakteur Lorenz Jäger kam es, nachdem Posener von Jäger in einem Zeitungsbeitrag scharf angegriffen worden war.[3]
Alan Posener war bis Mai 2009 ständiger Autor des Weblogs Die Achse des Guten.
[Bearbeiten] Schriften
Biographien siehe oben. „Imperium der Zukunft. Warum Europa Weltmacht werden muss“. (Pantheon)
Schullektüren: „Late Again!“, „School Uniform - No Thanks!“, „The Beatles Story“, „The Shop“, „Oh! Carol and Other Steve Stories“, „The Story Bag“, „Foul!“, „Monster“ (Ernst Klett Verlag) sowie „The Double Life of a Very Black Cat“, „Elvis - the Boy Who Rocked the World“, „Olli aus Ossiland“ und „Märchenland“ (Egmont Verlag, Kopenhagen).
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Alan Posener im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Übersicht seines Schaffens
- Interview mit Posener über sein Marienbuch, 2000
- Interview zur Zukunft Europas, im Eurasischen Magazin
- Poseners Text „Wir sind Papst“ (komplett)
- „Der große Selbstbetrug“ von Kai Diekmann Bildblog
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Ach, Rudi…Dutschke und die politische Sentimentalität Deutschlandradio 13. Januar 2005
- ↑ Andreas Ross: „WamS“-Kommentarchef attackiert „Bild“-Chefredakteur Spiegel Online vom 9. Mai 2007
- ↑ Verschwörungstheoretiker! Antisemiten! Debatte von Alan Posener und Lorenz Jäger In: IP Ausgabe Mai 2008
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Posener, Alan |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist und Sachbuchautor |
| GEBURTSDATUM | 1949 |
| GEBURTSORT | London |

