Alexei Sergejewitsch Drejew

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ADreev.jpg
Alexei Drejew, 2008
Land RusslandRussland Russland
Geboren 30. Januar 1969
Stawropol
Titel Großmeister (1989)
Aktuelle Elo-Zahl 2662 (Juni 2014)
Beste Elo-Zahl 2711 (Juli 2011)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Alexei Sergejewitsch Drejew (russisch Алексей Сергеевич Дреев, wiss. Transliteration Aleksej Sergeevič Dreev, beim Weltschachbund FIDE Aleksey Dreev; * 30. Januar 1969 in Stawropol) ist ein russischer Schachspieler.

Drejew erlernte als 6-jähriger das Schachspiel von seinem Vater. Mit 8 Jahren wurde er von Wladimir Saigin trainiert, mit 11 Jahren von Mark Dworezki. Die frühe Förderung zeigte rasche Früchte. Drejew gewann die Jugendweltmeisterschaft der Kadetten, die heutige U16-Weltmeisterschaft, zweimal in Folge: 1983 in Bucaramanga (Kolumbien) mit 10 aus 11 und 2,5 Punkten Vorsprung und 1984 in Champigny-sur-Marne. 1984 nahm er als Vertreter der UdSSR auch an der Jugendweltmeisterschaft U20 im finnischen Kiljava teil und wurde Vize-Weltmeister. Beim Turnier junger sowjetischer Meister in Tallinn 1986 wurde er Zweiter hinter Wassyl Iwantschuk. 1988 wurde er gemeinsam mit Boris Gelfand Jugendeuropameister in Arnheim. 1990 gewann er zusammen mit Alexei Schirow, Leonid Judassin und Smbat Lputjan das Zonenturnier von Lwiw und qualifizierte sich für das Interzonenturnier in Manila. Dort wurde er Fünfter und stieß in die Kandidatenkämpfe vor.

Er verlor 1991 im Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Viswanathan Anand in Madras deutlich mit 1,5:4,5 (+1, -4, =5) und schied aus. Nachdem die FIDE das Kandidatenturnier abgeschafft hatte, nahm Drejew an den K.-o.-Weltmeisterschaften in Groningen 1997 (ausgeschieden gegen Boris Gelfand im Viertelfinale), in Las Vegas 1999 (ausgeschieden im Achtelfinale gegen Michael Adams), in New Delhi 2000 (ausgeschieden gegen Wesselin Topalow im Achtelfinale), Moskau 2001 (wieder war das Achtelfinale Endstation: Drejew verlor gegen Viswanathan Anand) und in Tripolis 2004 (er kam wieder nicht über das Achtelfinale hinaus: Leinier Domínguez aus Kuba schaltete ihn aus) teil. Seine größten Erfolge bei internationalen Turnieren sind die Siege in Biel/Bienne 1995, Wijk aan Zee 1995 sowie Dos Hermanas 2002 und 2003.

Drejew ist ein hervorragender Kenner der Eröffnungstheorie und hat einen außerordentlich soliden Positionsstil, der sehr in Mannschaftskämpfen geschätzt wird. Als Vertreter Russlands nahm er an den Schacholympiaden in Moskau 1994, Jerewan 1996, Elista 1998 und zuletzt in Calvià 2004 teil. Bei der Meisterschaft Russlands 2004 wurde er Dritter. Seine beste Weltranglistenposition hatte er mit Platz 11 im Juli 1995.

Privates[Bearbeiten]

Drejew ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Publikationen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alexei Drejew – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien