Ammerthal

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ammerthal (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ammerthal
Ammerthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ammerthal hervorgehoben
49.44166666666711.76430Koordinaten: 49° 27′ N, 11° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Höhe: 430 m ü. NHN
Fläche: 8,14 km²
Einwohner: 2101 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 258 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92260
Vorwahl: 09628
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 111
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mühlweg 16 a
92260 Ammerthal
Webpräsenz: www.ammerthal.de
Bürgermeisterin: Alexandra Czarnec (Unabh. Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Ammerthal im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der Oberpfalz Königstein (Oberpfalz) Hirschbach (Oberpfalz) Etzelwang Weigendorf Birgland Kastl (Lauterachtal) Edelsfeld Edelsfeld Vilseck Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg Sulzbach-Rosenberg Eichen (gemeindefreies Gebiet) Naturpark Hirschwald Freihung Hirschau Gebenbach Schnaittenbach Hahnbach Illschwang Freudenberg (Oberpfalz) Ursensollen Ursensollen Ebermannsdorf Ensdorf (Oberpfalz) Ensdorf (Oberpfalz) Kümmersbruck Rieden (Oberpfalz) Hohenburg Schmidmühlen Poppenricht Ammerthal Amberg Landkreis Neustadt an der Waldnaab Weiden in der Oberpfalz Landkreis Schwandorf Landkreis Bayreuth Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild

Ammerthal ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Ammerthal liegt in der Region Oberpfalz-Nord am Osthang des Fränkischen Jura, sieben Kilometer westlich von Amberg am Ursprung des Ammerbaches am Beginn des Girgl-, Pürschläger- und Götzendorfer Tales.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Ammerthal hat fünf amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Ammerthal, Götzendorf

Geschichte[Bearbeiten]

Aus dem Raum um Ammerthal lassen sich bereits für die Bronze- und Hallstatt-Zeit Siedlungsspuren archäologisch nachweisen. In karolingischer Zeit wurde im heutigen Oberammerthal, wohl auf fränkisch-königliche Initiative, eine großflächige Befestigung errichtet, die im Jahr 1003 im Zuge der Schweinfurter Fehde als civitas Armardela in der Chronik des Thietmar von Merseburg erschien. Ammerthal gehörte im 10. Jahrhundert zum unmittelbaren Machtbereich der Grafen auf dem Nordgau, der Grafen von Schweinfurt. Bei den Auseinandersetzungen des Jahres 1003 wurde die civitas Amardela von Truppen König Heinrichs II. belagert und nach der Übergabe offenbar teilweise zerstört. Ammerthal wurde nach 1035 ein Verwaltungssitz der Grafen von Sulzbach im Kernraum des sulzbachischen Besitzes um Sulzbach und Kastl. Im Spätmittelalter gehörte der Ort zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Pfaffenhofen des Kurfürstentums Bayern. Der Malteserorden besaß dort eine Kommende. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurden Teile der aufgelösten Gemeinde Götzendorf eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1933: 0483
  • 1939: 0533
  • 1961: 0723
  • 1970: 0897
  • 1987: 1556
  • 2000: 1978
  • 2010: 2097

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 75,6 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     6 Sitze  (38,8 %)
  Unabhängige Wählergemeinschaft 5 Sitze (36,0 %)
  Christliche Wählergemeinschaft 3 Sitze (25,1 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 722.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 110.000 Euro.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt; oben in Rot auf silbernem Boden ein angreifender silberner Schwan, unten dreimal gespalten von Rot und Silber.

Das Wappen wird seit 1998 geführt. Der Schwan allerdings befand sich bereits auf einem Wappenfries aus dem 14. Jahrhundert an der Klosterkirche von Kastl.[4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde unterhält eine lebendige Partnerschaft mit der Stadt Modi’in in Israel, in deren Rahmen ein regelmäßiger Jugendaustausch stattfindet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ammerthal hat zwei katholische Kirchen, die St.-Nikolaus-Kirche und die Liebfrauenkirche.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Ammerthal

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 115 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig beschäftigt in der Wohngemeinde waren insgesamt 654 Personen. Im verarbeitenden Gewerbe wie im Bauhauptgewerbe existierten je sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 28 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 357 Hektar (284 Hektar Ackerfläche und 72 Hektar Dauergrünland).

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2011):

  • Kindergarten: 75 Kindergartenplätze mit rund 66 Kindern in drei verschiedenen Gruppen. Seit September 2011 besitzt der Kindergarten Ammerthal eine zusätzliche Kinderkrippen-Gruppe, die von einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin betreut werden. Diese sogen. "Käfergruppe" bietet Raum für 12 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis drei Jahren.[5]
  • Volksschule/Grundschule: Klasse 1 bis 4 jeweils einzügig, 6 Lehrkräfte und rund 95 Schüler.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111104/232005&attr=OBJ&val=879
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 639.
  4. Ammerthal: Wappengeschichte vom HdBG
  5. http://www.kindergarten-ammerthal.de
  6. http://www.ammerthal.de/page_5_2.php

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ammerthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien