Freudenberg (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Freudenberg
Freudenberg (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Freudenberg hervorgehoben
49.48055555555611.980555555556470Koordinaten: 49° 29′ N, 11° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 78,81 km²
Einwohner: 4203 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92272
Vorwahl: 09627
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 122
Gemeindegliederung: 34 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hammermühle 1
92272 Freudenberg
Webpräsenz: www.gemeinde-freudenberg.de
Bürgermeister: Alwin Märkl (CSU)
Lage der Gemeinde Freudenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der Oberpfalz Königstein (Oberpfalz) Hirschbach (Oberpfalz) Etzelwang Weigendorf Birgland Kastl (Lauterachtal) Edelsfeld Edelsfeld Vilseck Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg Sulzbach-Rosenberg Eichen (gemeindefreies Gebiet) Naturpark Hirschwald Freihung Hirschau Gebenbach Schnaittenbach Hahnbach Illschwang Freudenberg (Oberpfalz) Ursensollen Ursensollen Ebermannsdorf Ensdorf (Oberpfalz) Ensdorf (Oberpfalz) Kümmersbruck Rieden (Oberpfalz) Hohenburg Schmidmühlen Poppenricht Ammerthal Amberg Landkreis Neustadt an der Waldnaab Weiden in der Oberpfalz Landkreis Schwandorf Landkreis Bayreuth Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild
Kirche St. Martin in Wutschdorf
Freudenberg-Wutschdorf in der Oberpfalz

Freudenberg ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach, ca. 12 km nordöstlich von Amberg rund um den Johannisberg (605 m Meereshöhe) im Naabbergland, einem der westlichsten Ausläufer des Oberpfälzer Waldes.

Geografie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Hirschau, Schnaittenbach, Schmidgaden, Fensterbach, Ebermannsdorf, Kümmersbruck, Amberg und Hahnbach.

Wappen von Hahnbach
Hahnbach
21 km
Wappen von Hirschau
Hirschau
11 km
Wappen von Schnaittenbach
Schnaittenbach
10 km
Wappen von Amberg
Amberg
12 km
Nachbargemeinden Wappen von Schmidgaden
Schmidgaden
14 km
Wappen von Kümmersbruck
Kümmersbruck
14 km
Wappen von Ebermannsdorf
Ebermannsdorf
25 km
Wappen von Fensterbach
Fensterbach
16 km

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Freudenberg ist in 34 Ortsteile eingeteilt[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Wallfahrtskirche St. Johann Baptist auf dem Johannisberg

Freudenberg wurde urkundlich erstmals 1250 erwähnt. Der Name stammt vermutlich vom altgermanischen Namen „Fruido“ ab. Bereits um 1500 v. Chr. siedelten Kelten auf dem Johannisberg (605 m Meereshöhe) und errichteten eine Ringwallanlage (1500 – 500 v. Chr.). Um 800 n. Chr. wurde die Gegend durch die Bajuwaren besiedelt. Von 1250 bis 1594 existierte die reichsfreie Adelsherrschaft der Freudenberger, die vom letzten Freudenberger Hans II. an die pfälzischen Fürsten in Amberg verkauft wurde. Seit 1628 ist Freudenberg katholisch. Vom Schloss der Freudenberger existieren heute nur noch kleine Reste. Die Wallfahrtskirche auf dem Johannisberg stammt in ihrer heutigen Form aus dem Jahre 1711. Freudenberg war später Sitz eines Pflegamtes und gehörte zum Rentamt Amberg des Kurfürstentums Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der kommunalen Gebietsreform in Bayern schlossen sich am 1. Januar 1970 die Gemeinden Freudenberg und Wutschdorf zur neuen Gemeinde Freudenberg zusammen. Diese gliederte am 1. April 1971 die Gemeinden Aschach, Etsdorf, Hiltersdorf, Lintach und Pursruck in ihr Gemeindegebiet ein.[3]

Die Einwohnerzahlen der sieben ehemaligen Gemeinden:

  • Aschach (838 Einwohner)
  • Etsdorf (518 Einwohner)
  • Freudenberg (817 Einwohner)
  • Hiltersdorf (630 Einwohner)
  • Lintach (722 Einwohner)
  • Pursruck (147 Einwohner)
  • Wutschdorf (577 Einwohner)

(Einwohnerstand vom Stichtag 31. Dezember 2004.) Die Gesamtzahl der Einwohner der Gemeinde Freudenberg betrug damit am Stichtag 4.249.

Politik[Bearbeiten]

Am 16. März wurde Alwin Märkl von der CSU zum neuen ersten Bürgermeister gewählt.

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder:

  • CSU 9 Mitglieder
  • FW 3 Mitglieder
  • SPD 3 Mitglieder
  • ÖDP 1 Mitglied

Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014

Wappen[Bearbeiten]

Die Gemeinde führt ihr Wappen seit 1975.

Amtliche Wappenbeschreibung[Bearbeiten]

Geteilt; oben schräg geviert von Rot und Silber; unten in Gold ein unterhalbes rotes Mühlrad.

Bedeutung der Symbole[Bearbeiten]

Durch das Mühlrad wird auf das örtliche Hammerwerk und die Papiermühle hingewiesen, die früher eine große wirtschaftliche Bedeutung für den Ort hatten. Aus dem Wappen der Herren von Paulsdorf, einem bedeutenden Oberpfälzer Adelsgeschlecht, deren Stammsitz in Paulsdorf bei Hiltersdorf liegt, ist die Schrägvierung im oberen Schildteil entnommen. Die Paulsdorfer hatten die Herrschaft in Freudenberg bis zum Jahr 1622 inne.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Während Freudenberg bis in die 1960/1970er Jahre überwiegend ein Bauern- und Handwerkerdorf war, gibt es heute nur noch wenige Nebenerwerbs- und einige Haupterwerbslandwirte. Der Großteil der Bevölkerung pendelt in die umliegenden größeren Gemeinden und Städte (wie Amberg, Hirschau, Wernberg oder Weiden), so dass - wie in vielen Dörfern - der Charakter eines Bauerndorfes der Vergangenheit angehört. Daneben existiert noch Bau-, Brau- und Kleingewerbe. Tourismus ist eine weitere kleine Einnahmequelle, wie auch die Holzwirtschaft.

In der Gemeinde Freudenberg wurden im Dezember 2011 die ersten Windkraftanlagen im Landkreis Amberg-Sulzbach in Betrieb genommen. Der Gemeinderat hatte zuvor einstimmig eine Sonderzone für Windkraftnutzung in der Nähe des Ortes Witzlricht ausgewiesen. Die beiden Anlagen vom Typ Enercon E-82 werden von der Bürgerwind Region Freudenberg GmbH betrieben.

Der nächste Bahnhof ist Amberg an der Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf, etwa zwölf Kilometer südwestlich von Freudenberg. Zwischen Amberg und Freudenberg verkehrt werktags die Buslinie 59 des Verkehrsunternehmens Regionalbus Ostbayern.

Sender Amberg[Bearbeiten]

Hauptartikel Sender Amberg

Auf dem Rotbühl beim Ortsteil Hainstetten (49° 30′ 31″ N, 12° 0′ 17″ O49.50861111111112.004722222222) betreibt die Deutsche Telekom AG den Grundnetzsender Amberg für Fernsehen (DVB-T), DAB und UKW-Hörfunk. Als Antennenträger wird ein 150 m hoher, abgespannter Stahlfachwerkmast verwendet, dessen Fundament sich in einer Höhe von 668 m über NN befindet.

Freizeit und Kultur[Bearbeiten]

Die Gemeinde Freudenberg zeichnet sich durch ein reges altbairisch geprägtes Vereins- und Brauchtumsleben aus. Der angrenzende Johannisberg und das Waldgebiet des Buchberges erlauben naturnahe Sport- und Freizeitgestaltung. In den 1960er Jahren erbaute die Gemeinde ein Freibad und einen Skilift (mit Flutlichtanlage). Regionale Bekanntheit erwirbt Freudenberg durch das Bauerntheater „Freudenberger Bauernbühne“ und das Bier der kleinen Traditionsbrauerei der Familie Märkl, die seit 1784 im Besitz des Freudenberger Brauhauses (1466 erstmals urkundlich erwähnt) ist.

Höhepunkte des dörflichen Lebens in der Gemeinde Freudenberg sind die traditionellen Kirchweihen (siehe: Kirchweih). Im Gemeindegebiet finden im Jahresverlauf fünf größere Kirchweihen statt: in Aschach, Etsdorf, Freudenberg, Lintach und Schleißdorf (Oberland). Darüber hinaus gab es alle zwei Jahre am Skiliftgelände am Fuße des Johannisbergs ein Open-Air-Festival. In der Vergangenheit lockte diese Veranstaltung bis zu 13.000 Besucher an.

Lange Tradition genießt das Johannisbergfest am Namenstag Johannes des Täufers (24. Juni). Mehrere Pilgergruppen aus der Region brechen am nächstgelegenen Sonntag zu einer Fußwallfahrt zur Johannisbergkirche auf.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Freudenberg (Oberpfalz)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Der Theologe August Adam (1888–1965) wurde in Pursruck geboren.
  • Der Theologe Karl Adam (1876–1966) wurde in Pursruck geboren.
  • Der Chirurg Max Biebl (1893–1968) wurde in Etsdorf geboren.
  • Der Komponist Franz Biebl (1906–2001) wurde in Pursruck geboren.
  • Ferdinand Haberl (* 15. März 1906 in Lintach; † 3. Juli 1985 in Regensburg), Prälat, Komponist, Leiter der Kirchenmusikschule Regensburg, 1976 Träger des Kulturpreises der Stadt Regensburg.
  • Der Theologe Peter Lippert (1879–1936) wurde in Altenricht geboren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111105/183712&attr=OBJ&val=886
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 419.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freudenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien