Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neukirchen b.Sulzbach-Rosenberg
Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neukirchen b.Sulzbach-Rosenberg hervorgehoben
49.52888888888911.625833333333440Koordinaten: 49° 32′ N, 11° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 45,75 km²
Einwohner: 2580 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92259
Vorwahl: 09663
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 141
Gemeindegliederung: 37 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 1
92259 Neukirchen b.Sulzbach-Rosenberg
Webpräsenz: www.neukirchen-bei-sulzbach-rosenberg.de
Bürgermeister: Winfried Franz (SPD)
Lage der Gemeinde Neukirchen b.Sulzbach-Rosenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der Oberpfalz Königstein (Oberpfalz) Hirschbach (Oberpfalz) Etzelwang Weigendorf Birgland Kastl (Lauterachtal) Edelsfeld Edelsfeld Vilseck Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg Sulzbach-Rosenberg Eichen (gemeindefreies Gebiet) Naturpark Hirschwald Freihung Hirschau Gebenbach Schnaittenbach Hahnbach Illschwang Freudenberg (Oberpfalz) Ursensollen Ursensollen Ebermannsdorf Ensdorf (Oberpfalz) Ensdorf (Oberpfalz) Kümmersbruck Rieden (Oberpfalz) Hohenburg Schmidmühlen Poppenricht Ammerthal Amberg Landkreis Neustadt an der Waldnaab Weiden in der Oberpfalz Landkreis Schwandorf Landkreis Bayreuth Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
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Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg (amtlich: Neukirchen b.Sulzbach-Rosenberg) ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach und Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft. Sie liegt etwa 10 km westlich von Sulzbach-Rosenberg und 45 km östlich von Nürnberg.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg hat 37 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Bachetsfeld, Holnstein, Mittelreinbach, Neukirchen b.Sulzbach-Rosenberg, Röckenricht, Trondorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Blick vom Hartenfels

Nach Funden von Hügelgräbern wird die Besiedlung von Neukirchen auf 500 v. Chr datiert. Das Dorf selbst wurde während Rodungen im Mittelalter vermutlich zwischen 900 und 1100 gegründet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Neukirchen 1633 von den Schweden, acht Jahre später von bayrischen Truppen geplündert. Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg gehörte zum Herzogtum Neuburg-Sulzbach und dessen Gericht Sulzbach. 1777 fiel der Ort an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Bis etwa 1920 war der Bahnhof des Ortes wichtiger Umschlagplatz für den Farbstoff Ocker, der in der Umgegend, unter anderem in Ermhof, von Farbgräbern in Tiefen von drei bis zehn Metern abgebaut wurde.

Gemeindeflagge von Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Mittelreinbach und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Trondorf eingegliedert.[3] Am 1. Juli 1974 kamen Gebietsteile der Nachbargemeinde Neidstein mit etwa 100 Einwohnern hinzu. Teile der aufgelösten Gemeinde Bachetsfeld folgten am 1. Juli 1976. Die Reihe der Eingemeindungen wurde am 1. Januar 1978 mit der Eingliederung der Gemeinde Holnstein und von Teilen der aufgelösten Gemeinde Röckenricht abgeschlossen.[4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 76,2 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     4 Sitze  (27,7 %)
  SPD 5 Sitze (37,8 %)
  Freie Wählerschaft 4 Sitze (27,6 %)
  Unabhängige Bürgerliste 1 Sitz (6,9 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

  • Wappenbeschreibung: Geteilt von Silber und Rot; oben ein wachsender roter Adler; unten ein wachsender silberner Stab mit linkem Widerhaken, beseitet von je einer silbernen heraldischen Lilie.
  • Wappengeschichte: Die Wappenteilung und die Tingierung in Silber und Rot ist vom Wappen der Freudenberger hergeleitet, die als Herren von Burg Rupprechtstein seit dem Mittelalter eine wichtige Rolle in der Geschichte der Gemeinde spielten und bis in das 19. Jahrhundert das Kollaturrecht auf die Pfarrei innehatten. Der wachsende Adler stammt aus dem Wappen der Truchsessen von Holnstein, die Besitzer der Hofmark Holnstein waren. Der Stab mit dem Widerhaken erinnert an die Rupprechtsteiner, die sich nach ihrem Stammsitz nannten. Die Lilien stehen für die Baumgartner und die Freiherren von Stromer, zwei Familien, die im 18. Jahrhundert die Hofmarksherrschaft in Holnstein innehatten.

Flagge[Bearbeiten]

Rot-weiß, belegt mit dem Gemeindewappen

Verdienstmedaille der Gemeinde[Bearbeiten]

merito de civitate praemium, Neukirchen b. SR; Für Verdienste an der Gemeinde zum Lohn

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Neukirchen (bei Sulzbach-Rosenberg) wurde von der Bayerischen Ostbahn an der Strecke von Regensburg über Schwandorf nach Nürnberg 1859 errichtet. Seit 1875 zweigt hier die eingleisige Strecke nach Weiden i.d.OPf. ab. Bis zum Ende des Betriebs mit Dampflokomotiven 1974 war hier ein Bahnbetriebswerk mit Ringlokschuppen vorhanden. Bei der Gründung des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg 1987 war der Bahnhof Tarifendpunkt des VGN. Seit dem Beitritt des gesamten Landkreises Amberg-Sulzbach im Jahr 1997 gilt der VGN-Tarif bis Amberg auf der Strecke Richtung Schwandorf und bis Thansüß bei Freihung Richtung Weiden. Die Regional-Express der Linien R4 nach Amberg (weiter Richtung Schwandorf nach Regensburg oder Furth im Wald) R41 nach Thansüß (weiter Richtung Weiden und Neustadt an der Waldnaab) werden hier teilweise geflügelt. In der Richtung nach Nürnberg werden die Züge hier in der Regel vereinigt.

St. Paul-Kirche

Freizeit[Bearbeiten]

Neben zahlreichen Rad- und Wanderwegen befinden sich rund um Neukirchen viele Höhlen.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Im Ort gibt es zwei Kirchen, die katholische sowie die evangelische St.-Peter- und Pauls-Kirche.
  • Für die Kinder gibt es einen Kindergarten sowie eine Grundschule und eine Hauptschule.
  • Mitten im Ort befindet sich ein Gemeindebücherei.
  • Den Senioren steht ein Altenheim zur Verfügung.
  • Es gibt sowohl ein Rotes Kreuz als auch ein Jugendrotkreuz.
  • Im Ort gibt es eine Freiwillige Feuerwehr.
  • Für Behinderte gibt es seit 1968 ein Pflegeheim der Dr. Loew Soziale Dienstleistungen.
  • Der Sportverein verfügt über eine Kindergarde und eine Erwachsenengarde, die Tanzgarde Spotlight.
  • Im Jahre 2013 und 2014 beheimatete Neukirchen die älteste lebende Bürgerin Bayerns Frau Margarete Ottmann (* 23. Februar 1903, † 17.August 2014). Frau Margarete Ottmann erreichte das Alter von 111. Jahren.[5]
Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ulrich Himbsel (1787–1860), königlicher Baurat und Erbauer der Eisenbahnstrecke München – Starnberg, wurde in Neukirchen geboren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111105/203709&attr=OBJ&val=897
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 578.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 639.
  5. Ältester Mensch

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien