Armin Assinger

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Armin Assinger Ski Alpin
Armin Assinger (2009)
Voller Name Armin Ignaz Assinger
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 7. Juni 1964
Geburtsort Graz
Größe 191 cm
Gewicht 94 kg
Beruf Fernsehmoderator
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G
Verein SC Hermagor
Status zurückgetreten
Karriereende März 1995
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 15. Dezember 1984
 Weltcupsiege 4
 Gesamtweltcup 10. (1992/93)
 Abfahrtsweltcup 4. (1992/93, 1994/95)
 Super-G-Weltcup 8. (1994/95)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 3 2 2
 Super-G 1 0 2
 

Armin Ignaz Assinger (* 7. Juni 1964 in Graz) ist ein ehemaliger österreichischer Skirennläufer und nunmehriger Fernsehmoderator. Er wuchs in Hermagor im Bundesland Kärnten auf, maturierte 1982 am BORG Hermagor und war bis 1996 Gendarmeriebeamter. In seiner sportlichen Karriere, die zweimal durch schwere Verletzungen unterbrochen wurde, gewann er vier Weltcuprennen. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen blieb er jedoch ohne größeren Erfolg. Seit 1995 ist Assinger als Co-Kommentator bei Skirennen und seit 1999 als Moderator verschiedener Fernsehshows, unter anderem der Millionenshow, zu sehen. Er wurde achtmal mit dem Fernsehpreis Romy ausgezeichnet. Assinger ist seit 1994 mit seiner Frau Bettina verheiratet und Vater von zwei Kindern. Sein jüngerer Bruder Roland war ebenfalls Skirennläufer.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Ein erster Erfolg gelang Assinger 1976, als er die Kärntner Schülermeisterschaften im Riesenslalom gewann. 1982 wurde er österreichischer Vizejuniorenmeister in der Abfahrt und in der Kombination, ab 1984 gehörte er dem ÖSV-Kader an. Sein erstes Weltcuprennen bestritt er am 15. Dezember 1984 auf der Saslong in Gröden. In dieser Abfahrt kam er auf den 30. Platz. Ein Jahr später fuhr er wieder auf der Saslong mit Rang 14 erstmals in die Punkteränge und im Februar 1986 erreichte er in der zweiten Abfahrt von Åre den dritten Rang und somit seinen ersten Podestplatz im Weltcup. Im November 1986 erlitt Assinger seine erste schwere Verletzung. Nach einem Kreuzbandriss im rechten Knie musste er den gesamten Winter pausieren. In seiner Comebacksaison 1987/88 kam er in sechs Weltcupabfahrten unter die schnellsten 15. Sein bestes Resultat war Platz neun in Beaver Creek. Zu Beginn des nächsten Winters erreichte Assinger mit Platz zwei in der Abfahrt von Gröden seinen zweiten Podestplatz und im Jänner kam er in der Doppelabfahrt von Kitzbühel beide Male unter die schnellsten zehn. Nur wenige Tage später erlitt die Karriere des Kärntners erneut einen schweren Rückschlag. Am 18. Jänner 1989 stürzte er im Abfahrtstraining am Lauberhorn in Wengen im oberen Streckenteil und zog sich dabei mehrere Bänderrisse in beiden Knien sowie Knöchelverletzungen zu. Nach mehreren Operationen konnte er erst knapp zwei Jahre später in den Skizirkus zurückkehren. In der Saison 1991/92 erreichte er zwei Top-10-Plätze in den Abfahrten von Val-d’Isère und Gröden.

Am 22. Dezember 1992 feierte Assinger im zweiten Super-G der Saison 1992/93 in Bad Kleinkirchheim seinen ersten Weltcupsieg. Damit gelang ihm auch erstmals die Qualifikation für ein Großereignis, der Weltmeisterschaft 1993 in Morioka. Dort kam er in einer von schwierigen Windverhältnissen geprägten Abfahrt aber nur auf Platz 14. Der Super-G musste aufgrund des schlechten Wetters überhaupt abgesagt werden. Im März 1993 feierte er zwei weitere Siege in den Abfahrten in der Sierra Nevada und in Kvitfjell und erreichte damit im Abfahrtsweltcup den vierten und im Gesamtweltcup den zehnten Platz. Bei seinem Sieg in der Sierra Nevada stellte Assinger einen bis heute gültigen Weltrekord auf: Mit 112,37 km/h erzielte er die höchste, je in einem Skirennen gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit.[1] In der Saison 1993/94 konnte Assinger die Vorjahresleistungen nicht wiederholen. Seine besten Resultate waren Platz drei im Super-G von Lech und Rang vier im Super-G von Wengen. In der Abfahrt kam er nur einmal unter die besten zehn. Auch bei den Olympischen Winterspielen 1994 blieb er mit Platz elf im Super-G und Rang 15 in der Abfahrt hinter den Erwartungen. Am 17. Dezember 1994 feierte Assinger in der Abfahrt von Val-d’Isère seinen vierten Weltcupsieg. Im Jänner 1995 fuhr er in Kitzbühel auf Platz zwei in der Abfahrt und auf Rang drei im Super-G sowie in der Lauberhornabfahrt ebenfalls auf Rang drei. Mit weiteren fünf Top-10-Plätzen kam er in der Saison 1994/95 im Gesamtweltcup auf Platz zwölf, im Abfahrtsweltcup auf Rang vier und im Super-G-Weltcup auf Rang acht. Eine Chance auf Edelmetall bei Großereignissen bekam er jedoch nicht, da die Weltmeisterschaft in der Sierra Nevada wegen Schneemangels um ein Jahr verschoben werden musste. Nach der Saison beendete Assinger seine Karriere als aktiver Skirennläufer.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Winterspiele[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten]

  • Saison 1992/93: 10. Gesamtweltcup, 4. Abfahrt, 10. Super-G
  • Saison 1994/95: 12. Gesamtweltcup, 4. Abfahrt, 8. Super-G
  • Zehn Podestplätze, davon vier Siege:
Datum Ort Land Disziplin
22. Dezember 1992 Bad Kleinkirchheim Österreich Super-G
15. März 1993 Sierra Nevada Spanien Abfahrt
20. März 1993 Kvitfjell Norwegen Abfahrt
17. Dezember 1994 Val-d’Isère Frankreich Abfahrt

Fernsehmoderator[Bearbeiten]

Bereits während seiner zweiten Verletzungspause sammelte Assinger Erfahrungen als Co-Kommentator des ORF bei Skirennen. Seit 1995 (bis 2006 an der Seite von Robert Seeger) kommentiert und analysiert er alpine Skirennen. 1999 präsentierte er erstmals die ORF-Show Glück gehabt, seit September 2002 moderiert er als Nachfolger von Barbara Stöckl die Millionenshow, die österreichische Version der Sendung Who Wants to Be a Millionaire? 1998 wurde ihm der Spezialpreis der Jury für seine Skiberichterstattung verliehen. Von 2000 bis 2002 wurde Armin Assinger dreimal in Folge mit einer Goldenen Romy als beliebtester Sportmoderator ausgezeichnet und von 2003 bis 2005 erhielt er dreimal die Goldene Romy als beliebtester Show- & Talkmaster. 2005 moderierte Assinger die Romy-Verleihung selbst. Besonders hervorstechend bei seinen Moderationen ist der bewusste Gebrauch des Kärntner Dialekts. Hierfür bekam er im August 2009 vom Förderverein Bairische Sprache und Dialekte die Bairische Sprachwurzel.[2] Da der Preis zuvor „Nordbairisch-mittelbairische Sprachwurzel“ geheißen hatte, das Kärntnerische jedoch zusammen mit dem Tirolischen das Südbairische bildet, musste der Name des Preises geändert werden.[3] Im Herbst 2009 war Assinger in der ORF-Realityshow Das Rennen zu sehen. Seit Oktober 2012 präsentiert er die Sendung Einser Team in ORF eins.[4]

Filme[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Achtmal Goldene Romy:
    • Spezialpreis der Jury 1998
    • Beliebtester Sportmoderator 2000, 2001 und 2002
    • Beliebtester Show- & Talkmaster 2003, 2004 und 2005
    • Beste Unterhaltung 2013
  • Bairische Sprachwurzel 2009

Publikationen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Armin Assinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Econ Referenten Agentur: Armin Assinger; abgerufen am 26. Jän. 2013
  2. Idowa Mediendienst, Ihre Heimatzeitung:Dialektpreis "Sprachwurzel" auf Gäubodenfest verliehen - Armin Assinger, Straubinger Tagblatt vom 10. August 2009
  3. tz online.de:Bayerischer Dialektpreis für einen Österreicher, 10. August 2009
  4. http://www.kleinezeitung.at/steiermark/leibnitz/3144026/experten-haben-loesungen-parat.story, vom 16.Oktober 2012