Dita Von Teese

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Dita Von Teese in Cannes (2007)

Dita Von Teese (* 28. September 1972 in Rochester, Michigan, als Heather Renée Sweet) ist eine US-amerikanische Vertreterin des New Burlesque und tritt auch als Covergirl, Aktmodell und Schauspielerin auf. Ihre Ehe mit Marilyn Manson, die von 2005 bis 2007 dauerte, erhöhte ihren Bekanntheitsgrad.

Leben[Bearbeiten]

Durch ihre Großmutter mütterlicherseits ist Dita Von Teese teils armenischer Herkunft.[1][2] Mit vier Jahren fing sie an, Ballett-Unterricht zu nehmen. Als sie zwölf Jahre alt war, zog sie zusammen mit ihren Eltern und den beiden Schwestern nach Orange County (Kalifornien). Sie studierte Modegeschichte („historic costuming“). Im Jahr 1991 stellte sie Fotos von Bettie Page nach und wird deshalb auch heute noch oft mit ihr verglichen:

“Not since Bettie Page has a fetish model inspired such passion as covergirl Dita Von Teese.”

„Seit Bettie Page hat kein Fetischmodell die Gemüter so erregt wie das Covergirl Dita Von Teese.“

Playboy

Von Teese startete eine der ersten Model-Seiten im Internet, auf der sie bislang über 10.000 selbstkreierte Fotos veröffentlicht hat. Unter anderem wurde sie von Fotografen wie Ellen von Unwerth, Dewey Nicks, Juergen Teller, P.R Brown, Rankin, Lionel Deluy, Sean McCall, Perou, Christophe Mourthe, Pierre et Gilles und Gottfried Helnwein abgelichtet. In den Jahren 1999, 2001, 2005 und 2008 ließ sie sich für den Playboy fotografieren.

Eine weitere Facette ihrer Arbeit zeigte Von Teese in den letzten Jahren regelmäßig auf der Internetseite von Jim Weathers, einem in den Vereinigten Staaten bekannten Bondage-Produzenten.

Als Schauspielerin war sie ab 1995, zunächst noch unter ihrem bürgerlichen Namen Heather Sweet, in Filmen wie Romancing Sara und Matter of Trust zu sehen. Unter der Leitung des Pornoregisseurs Andrew Blake trat sie – als Dita – bei Decadence und Pin-Ups 2 in explizit lesbischen Szenen (u. a. gemeinsame Dildospiele mit Anita Blond) auf.[3] Unter dem Pseudonym Bedroom Betty zog sie sich außerdem schon früher für Internet-Videos vor der Kamera aus.[4][5]

2004 entstand ein Werbevideo für die Unterwäsche-Marke Agent-Provocateur, in dem Dita Von Teese ein George-W.-Bush-Double aufsucht und mit ihm sadomasochistische Spiele treibt. Der Song dazu, eine Coverversion des Liedes She’s Lost Control (Joy Division), wurde von Siobhan Fahey, Sängerin von Bananarama und Shakespear’s Sister, beigesteuert.

Am 3. Dezember 2005 heiratete sie den Musiker Marilyn Manson, reichte jedoch am 29. Dezember 2006 die Scheidung ein.[6]

Für ihre Rolle der Gala in dem Kurzfilm The Death of Salvador Dali wurde Von Teese beim Beverly Hills Film Festival 2006 als Beste Darstellerin (Best Female Performance) ausgezeichnet. Bei den Haute-Couture-Schauen im Februar 2006 lief sie als Model für Jean-Paul Gaultier. Im Oktober 2006 hatte sie einen Gastauftritt im Crazy Horse (Kabarett). Im folgenden Jahr war sie erneut als Schauspielerin in dem Horror-Film Saint Francis zu sehen. 2008 begleitete Von Teese den Wiener Bauunternehmer Richard Lugner auf den Wiener Opernball.[7] Zudem zierte sie in erotischer Pose das Cover des ebenfalls 2008 erschienenen Albums Werk 80 II der deutschen Dark-Metal-Band Atrocity. 2009 tanzte sie beim Eurovision Song Contest für den deutschen Beitrag von Alex Swings Oscar Sings! (Miss Kiss Kiss Bang) als „Miss Kiss“ beim Finale in Moskau.[8]

Ihre erste Rolle in einer Fernsehserie[9] hatte Von Teese 2011 in der Folge Nächte der Burlesque (A Kiss Before Frying) der elften Staffel von CSI: Den Tätern auf der Spur als die verführerisch-gefährliche Ellen 'Rita von Squeeze' Whitebridge.[10]

Aussprache[Bearbeiten]

Der Name wird in den USA als Wortspiel zu to tease (dt. ‚reizen‘ oder ‚necken‘) verstanden und entsprechend ausgesprochen.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1995: Romancing Sara
  • 1998: Matter of Trust
  • 1999: Pin-Ups 2
  • 2000: Decadence
  • 2001: Slick City: The Adventures of Lela Devin
  • 2001: Tickle Party: Volume 2
  • 2002: Bound in Stockings
  • 2002: Naked and Helpless
  • 2004: Blooming Dahlia (Kurzfilm)
  • 2005: The Death of Salvador Dali (Kurzfilm)
  • 2006: Saint Francis
  • 2011: CSI: Den Tätern auf der Spur (CSI: Crime Scene Investigation, Fernsehserie, Folge 11.12)
  • 2013: Up in the Air (Musikfilm Thirty Seconds to Mars)

Sonstiges[Bearbeiten]

Von Teese ist eine bedeutende Vertreterin des New Burlesque.
  • Von Teese nannte sich zu Beginn ihrer Karriere lediglich Dita, eine Hommage an die Stummfilm-Legende Dita Parlo. Als sie auf dem Cover des Playboy erschien, legte man ihr nahe, sich einen Nachnamen zu suchen. Im Telefonbuch stieß sie auf Von Treese und wählte diesen. Playboy druckte diesen jedoch fälschlicherweise als Von Teese ab, was Dita auch sofort annahm und sich ab sofort Dita Von Teese nannte.[11]
  • Der Zeitschrift „GQ“ sagte sie: „Ich finde es witzig, dass gerade ich als Mode-Ikone gelte, wo es doch mein Job ist, Kleider abzulegen.“ Sie selbst interpretiert sich als Reinkarnation der 1940er Jahre: „Meine Shows sind eine Hommage an das vergötterte Glamourgirl.“[12]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizieller twitter-Account. Abgerufen am 17. Oktober 2012
  2. Dita Von Teese Makes a Splash. Abgerufen am 17. Oktober 2012.
  3. Dita Von Teese in der Internet Adult Film Database (englisch)
  4. Dita was a real Bedroom Teese, The Sun am 27. Juli 2009, abgerufen am 1. April 2012
  5. Die geheimen Fotos der Dita von Teese, Bild.de am 28. Juli 2009, abgerufen am 1. April 2012
  6. Focus Online: Schockrocker Manson von Frau verlassen
  7. Ein Pin-Up für den Opernball: Dita von Teese
  8. Bild: Dita von Teese strippt für Deutschland beim Grand Prix. 29. April 2009
  9. Mariano Glas: CSI: Dita Von Teese zu Besuch. Serienjunkies.de, 29. September 2010, abgerufen am 25. November 2011.
  10. Vladislav Tinchev: CSI: A Kiss Before Frying - Review. Serienjunkies.de, 21. Januar 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  11. „Dita Von Teese: Call her old-fashioned“ Interview mit Dita Von Teese (englisch)
  12. Dita von Teese über Stil und Striptease

Literatur[Bearbeiten]

  •  Dita von Teese: Die Kunst der Burlesque – Die Kunst des Fetisch. 3. Auflage. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2007 (Originaltitel: Burlesque and the art of Teese, Regan Books, New York NY 2004, ISBN 0-06-059167-6, übersetzt von Madeleine Lampe), ISBN 978-3-89602-752-8.
  •  Midori, Craig Morey: The Seductive Art of Japanese Bondage. Greenery Press, 2001, ISBN 1-890159-38-7 (Dita von Teese als Shibari-Modell).
  •  Peter W. Czernich: Dita – Fetish Goddess. Marquis Edition, Solingen 2002, ISBN 3-934237-06-1.
  •  Hannes Ross und Michael Streck: Dita Von Teese, Vamp & Schneewittchen. In: Stern. Nr. 25, 2006, ISSN 0039-1239, S. 148–153.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dita Von Teese – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien