Ben Heppner

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Ben Heppner, CC (* 14. Januar 1956 in Murrayville, British Columbia) ist ein kanadischer Sänger und gilt als führender Heldentenor des beginnenden Jahrtausends.

Heppner wuchs in Dawson Creek auf; seine Eltern waren mennonitische Einwanderer. Er begann seine musikalische Ausbildung an der Universität von British Columbia. Erste nationale Aufmerksamkeit verschaffte ihm der Sieg beim CBC-Talent-Festival 1979, damals noch mit einer vorwiegend lyrischen Stimme und mit der Arie „Il mio tesoro“ des Ottavio aus „Don Giovanni“. 1981 debütierte er als Opernsänger mit dem Rodrigo aus Verdis „Otello“ bei der Operngesellschaft von Vancouver.

1987 wechselte er unter Anleitung seiner Lehrer, William und Dixie Ross Neill, ins dramatische Fach und spezialisierte sich vornehmlich auf Wagner. Nach dem Stimmfachwechsel debütierte er mit „Ariadne auf Naxos“ einer australischen Produktion. 1988 war er unter den elf Finalisten beim Vorsingen der Metropolitan Opera (Met) und gewann den renommierten Birgit-Nilsson-Preis. 1989 folgte sein Europadebüt als Lohengrin mit dem Königlichen Schwedischen Orchester Stockholm. Dieselbe Rolle mit demselben Orchester sang er kurz darauf im Bolschoi-Theater in Moskau. Im Frühjahr 1988 debütierte Heppner in den USA: In Chicago sang er den Walther von der Vogelweide in Richard Wagners „Tannhäuser“.

Heppner sollte 1992 an der Met debütieren, doch es kam schon vorher dazu, als er im Dezember 1991 für den indisponierten Luciano Pavarotti in „Idomeneo“ einsprang.

Ben Heppner hat mit nahezu allen großen Dirigenten und Orchestern und in allen großen Opernhäusern der Welt gesungen. Seine Paraderollen sind neben den Wagnerpartien wie Tristan, Stolzing oder Lohengrin der Florestan aus Beethovens „Fidelio“, Verdis Otello oder der Peter Grimes in Benjamin Brittens gleichnamiger Oper.

Heppner wurde die Ehrendoktorwürde mehrerer kanadischer Universitäten verliehen. Er ist seit 1999 Mitglied des Kanadischen Ordens und wurde 2000 zum Offizier befördert. Er ist gläubig und engagiert sich in verschiedenen wohltätigen Organisationen. Als bekennender Familienmensch beschränkt er seine Auftritte auf 50 pro Jahr und vermeidet in jedem zweiten Sommer größere Opernproduktionen.

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