Carnival Triumph

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Carnival Triumph
Carnival Triumph auf dem Hudson River in New York

Carnival Triumph auf dem Hudson River in New York

p1
Schiffsdaten
Flagge BahamasBahamas (Handelsflagge) Bahamas
Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Klasse Triumph-Klasse (Typschiff)
Rufzeichen C6FN5[1]
Heimathafen Nassau
Eigner Carnival Corporation & plc[1]
Reederei Carnival Cruise Lines
Bauwerft Fincantieri, Monfalcone
Baunummer 5979
Baukosten ca. 420 Mio. US-$[2]
Verbleib in Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
272,82 m (Lüa)
Breite 35,5 m
Tiefgang max. 8,3 m
Vermessung 101.509 BRZ[1]
 
Besatzung 1.100
Maschine
Maschine 2 × elektr. Propellermotoren, je 20 MW (ca. 27.200 PS), Wellenanlage
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
40.000 kW (54.385 PS)
Geschwindigkeit max. 22,5 kn (42 km/h)
Energie-
versorgung
4 × Dieselmotor (GMT-Sulzer 16ZAV40S), je 11.520 kW (ca. 15.670 PS)
2 × Dieselmotor (GMT-Sulzer 12ZAV40S), je 8.640 kW (ca. 11.750 PS)
Generator-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
63.360 kW (86.146 PS)
Propeller Festpropeller, 2 × Balance-Ruder
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 10.984 tdw
Zugelassene Passagierzahl 2.758
Sonstiges
Klassifizierungen

Lloyd’s Register of Shipping

Registrier-
nummern

IMO 9192387[1]

Die Carnival Triumph ist ein Post-Panamax-Kreuzfahrtschiff der US-amerikanischen Reederei Carnival Cruise Lines. Sie basiert auf der Carnival Destiny und wird als Typschiff der Triumph-Klasse geführt. Das Schiff verfügt über acht Penthouses, 40 Suiten und 428 Kabinen mit Balkon. Dazu kommen noch 326 Außenkabinen ohne Balkon, 519 Innenkabinen und 540 Kabinen für die Besatzung.

Geschichte[Bearbeiten]

Bau und Indienststellung[Bearbeiten]

Die Carnival Triumph wurde 1998 auf der italienischen Werft Fincantieri in Monfalcone auf Kiel gelegt und im Juli 1999 an Carnival Cruise Lines abgeliefert. Nach der Taufe durch Madeleine Arison lief das Schiff am 27. Juli 1999 zu seiner ersten Kreuzfahrt aus.[2]

Einsatzgebiete[Bearbeiten]

Die Carnival Triumph wird von unterschiedlichen Basishäfen am Golf von Mexiko und der amerikanischen Atlantikküste auf Routen in der westlichen und östlichen Karibik eingesetzt.

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Das Schiff war von US-Behörden am 30. März 2012[3] kurzfristig im Hafen von Galveston als Pfand für Schadensersatzforderungen an das Unternehmen beschlagnahmt worden. Die Forderung basierte auf der Havarie der Costa Concordia, die Costa Crociere, einer Tochtergesellschaft der Carnival Cruise Lines, gehört. Die Carnival Triumph durfte, nachdem die Parteien sich geeinigt hatten, kurz darauf den Hafen wieder verlassen.[4]

Während einer viertägigen Kreuzfahrt im Golf von Mexiko brach am 10. Februar 2013 im hinteren der beiden Maschinenräume der Carnival Triumph ein Feuer aus. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Schiff mit 3.143 Passagieren und 1.086 Besatzungsmitgliedern an Bord etwa 240 Kilometer vor der mexikanischen Yucatán-Halbinsel. Obwohl der Brand durch die bordeigenen Systeme gelöscht werden konnte, fielen Hauptenergieversorgung und Antriebe aus. Die wichtigsten Bordsysteme konnten über die Notstromversorgung weiter betrieben werden.[5]

Neben den Schleppern Resolve Pioneer und Dabhol erreichen am Nachmittag auch die Carnival Elation und die Carnival Legend das havarierte Schiff und leisteten Unterstützung. Nachdem die sanitären Anlagen und die Stromversorgung teilweise wieder in Betrieb genommen werden konnten, sahen erste Planungen vor, das Schiff zur Reparatur nach Progreso de Castro zu schleppen. [6]

Da die Carnival Triumph durch starke Strömungen um etwa 160 Kilometer weiter nach Norden abgetrieben war, entschied man sich, das Schiff mit Hilfe eines weiteren Schleppers in den Hafen von Mobile (Alabama) zu bringen.[7] Nachdem durch Strömung und starken Wind die Schlepptrossen mehrmals gebrochen waren, erreichte der Schleppzug erst am Abend des 14. Februar den Hafen von Mobile. Am Morgen des 15. Februar konnten die Passagiere von Bord der Carnival Triumph gehen. Um die entstandenen Schäden zu begutachten und zu beheben, wurde das Schiff später zu der Werft BAE Southeast Shipyards verholt. Die Reederei sagte alle Reisen des Schiffes bis Mitte April 2013 ab.[8] Die Ursache des Brandes war auf den Bruch einer Treibstoffleitung im Bereich des Maschinensatzes 6 zurückzuführen. Austretendes Schweröl hatte sich dort an heißen Baugruppen entzündet.[9]

Bei den Reparaturarbeiten bei der Werft machte die Carnival Triumph sich selbständig und trieb mehrere Stunden im Hafen, beschädigte andere Schiffe, bis es von einem Schlepper wieder eingefangen wurde. Die Reparaturarbeiten wurden anschließend nicht mehr in der Werft, sondern am Alabama Cruise Terminal fortgesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carnival Triumph – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b c d Equasis - France-Ministry for Transport: Administrative Daten der "Carnival Triumph". Abgerufen am 13. Februar 2013.
  2. a b Carnival Cruise Lines: Fact Sheet „Carnival Triumph“. Abgerufen am 13. Februar 2013 (PDF; 34 kB).
  3. Carnival Triumph Set to Sail After Legal Issues Settled in Galveston(englisch)
  4. „Concordia“-Schwesterschiff sticht doch in See, Focus Online, 31. März 2012. Abgerufen am 1. April 2012.
  5. Carnival Cruise Lines, Cruise Industry News: „Carnival Triumph“ Statement. Abgerufen am 17. Februar 2013.
  6. Cruise Industry News: „Carnival Triumph“ Monday Update. Abgerufen am 17. Februar 2013.
  7. Cruise Industry News: Triumph Update: Third Tug Headed to Ship. Abgerufen am 17. Februar 2013.
  8. Cruise Industry News: Carnival Triumph Nears Mobile. Abgerufen am 17. Februar 2013.
  9. Cruise Industry News: Triumph Fire Caused by Leak. Abgerufen am 21. Februar 2013.

Siehe auch[Bearbeiten]