Christoph Böhr

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Christoph Böhr, 1989

Christoph Böhr (* 1. Februar 1954 in Mayen, Rheinland-Pfalz) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach seinem Abitur im Jahr 1972 studierte Böhr an den Universitäten Trier und Mainz Philosophie, Germanistik, Neuere Geschichte und Politikwissenschaft. 1980 und 1984 legte er seine Examina ab. Von 1980 bis 1984 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Trier und im wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestags. Im Anschluss daran arbeitete er bis 1987 als Referent in der Fort- und Weiterbildung. Er promovierte im Jahr 2000 zum Thema „Die Popularphilosophie der deutschen Spätaufklärung im Zeitalter Kants“.

[Bearbeiten] Politik

Im Alter von 16 Jahren trat Böhr 1970 der Jungen Union (JU) bei; ab 1979 war er im Bundesvorstand der JU aktiv. 1983 wurde er zum JU-Bundesvorsitzenden gewählt. Nach seiner Wahl in den rheinland-pfälzischen Landtag 1987 gab er dieses Amt 1989 an Hermann Gröhe ab. Im Landtag fungierte er als finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. 1994 wurde Böhr zum Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion gewählt. Absprachegemäß gab er dieses Amt nach der Wahlniederlage der CDU 1996 an den damaligen Spitzenkandidaten und CDU-Landesvoritzenden Johannes Gerster ab. Er blieb jedoch dessen Stellvertreter in der Fraktion. Nach dem Rückzug Gersters aus der aktiven Politik im Jahr 1997 übernahm Böhr erneut den Fraktionsvorsitz und wurde im April 1997 auch zum Landesvorsitzenden seiner Partei gewählt. Nach der Niederlage der CDU bei der Landtagswahl 2001 blieb Böhr in seinen Ämtern. Von 2002 bis November 2006 war er stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei. Er gehört zum sogenannten Andenpakt, einer Gruppierung früherer Führungskräfte der Jungen Union.

Der Versuch der rheinland-pfälzischen CDU-Bezirksvorsitzenden, ihn zum Rücktritt von der Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2006 zu bewegen, scheiterte. In der ersten Mitgliederbefragung der Geschichte der rheinland-pfälzischen CDU setzte er sich 2005 gegen deren Initiator, den Trierer Bezirksvorsitzenden Peter Rauen, durch und wurde anschließend zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2006 gewählt. Nachdem dort die CDU mit 32,8 % das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte in Rheinland-Pfalz erzielt hatte, trat er noch am Wahltag von seinen Ämtern als CDU-Landesvorsitzender und Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion zurück. Er ist für den rheinland-pfälzischen Landtag nicht mehr Mitglied im Rundfunkrat des SWR.

Neben seiner landespolitischen Arbeit als Oppositionsführer von 1993 bis 2006 war Böhr bundespolitisch aktiv: Als Gründungsvorsitzender der Wertekommission der CDU Deutschlands von 1999 bis 2006 und in den Jahren 2002 bis 2006 als stellvertretender Bundesvorsitzender. Böhr ist Autor zahlreicher Bücher. Seine Themen liegen meist auf der Schnittstelle von politischen und philosophischen Fragen. Seit 2007 ist er Vorsitzender der Deutschen Cusanus-Gesellschaft. Er schreibt Artikel und Kommentare für verschiedene überregionale deutsche Zeitungen.

Am 18. Februar 2009 gab er seinen Rückzug aus der Politik und dem Landtag bekannt.[1] Sein Nachrücker im Landtag wurde der Vorsitzende der Trierer CDU-Stadtratsfraktion, Bertrand Adams[2][3].

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Früherer CDU-Chef Böhr zieht sich aus der Politik zurück Allgemeine Zeitung, vom 18. Februar 2009
  2. CDU-Politiker Böhr legt Landtagsmandat nieder Rhein-Zeitung online, vom 18. Februar 2009
  3. Ex-CDU-Landeschef Böhr legt Mandat nieder swr.de

[Bearbeiten] Weblinks

Wikinews Wikinews: Christoph Böhr – Nachrichten


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