Clive Owen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Clive Owen in San Sebastian (2005)

Clive Owen (* 3. Oktober 1964 in Coventry, Warwickshire, England) ist ein britischer Theater- und Filmschauspieler. Er ist unter anderem Golden-Globe- und BAFTA-Preisträger.

Leben[Bearbeiten]

Clive Owen wuchs bei seiner Mutter gemeinsam mit vier Brüdern, drei von ihnen älter als er, auf. Sein Vater, ein Country- und Westernsänger, verließ die Familie, als Clive drei Jahre alt war. Clive wurde nun von seiner Mutter und seinem Stiefvater, einem Schaffner, aufgezogen. Seinen leiblichen Vater traf er nur noch einmal, im Alter von 19 Jahren.[1]

Schauspielerische Karriere[Bearbeiten]

Seinen ersten Auftritt in einem Kino-Film hatte Owen 1988 in Vroom. Mit einer Rolle in der Fernsehserie Chancer (1990) wurde die breite Öffentlichkeit erstmals auf Owen aufmerksam. Mitte der 1990er-Jahre sah man Owen unter anderen an der Seite von Catherine Zeta-Jones in der Spielfilmadaption von The Return of the Native (1994) und in den Fernsehfilmen An Evening With Gary Lineker (1994) sowie Split Second (1999), die vor allem wegen der Auftritte von Owen zu großen Bildschirmereignissen in den USA und Großbritannien wurden.

Auf der Kinoleinwand und im Fernsehen war Owen in den folgenden Jahren in vielen Filmen zu sehen. Zu den bekannteren Produktionen gehören dabei unter anderen Land in Flammen (1992), Century (1993), Land der verlorenen Kinder (1994) oder Tödliche Verschwörung (1996). 1997 wurde Owen erneut für eine darstellerische Leistung hochgelobt. Er spielte einen KZ-Häftling in dem Film Bent, unter anderem an der Seite von Mick Jagger, Lothaire Bluteau und Ian McKellen.

Mit seiner darstellerischen Leistung in dem Mike Hodges-Erfolg Croupier aus dem Jahre 1998 zogen einige Kritiker recht schmeichelhafte Vergleiche zu Stars wie Humphrey Bogart oder Sean Connery. Weitere große Produktionen, in denen Owen mitgespielt hat, waren Das Auge des Gesetzes und Greenfingers. Auch in Robert Altmans Werk Gosford Park aus dem Jahr 2001 war er zu sehen. Zu den jüngeren Produktionen, an denen Owen mitgewirkt hat, gehören Jenseits aller Grenzen, King Arthur, Sin City, Inside Man und Children of Men. Für seine Rolle in Hautnah an der Seite von Julia Roberts, Jude Law und Natalie Portman konnte er einen Golden Globe Awards als bester Nebendarsteller in Empfang nehmen. Für diese Rolle wurde er im Januar 2005 auch für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert.

Neben seiner Kinokarriere trat Owen auch im Theater auf. Unter seinen zahlreichen Theaterengagements finden sich Auftritte in dem Noël-Coward-Stück Design for Living oder die Hauptrolle in Closer. Im Herbst 2001 stand er im Londoner West End in A Day in The Death of Joe Egg auf der Bühne.

Auch in verschiedenen Werbefilmen war Owen zu sehen. In der Werbe-Kurzfilmreihe The Hire für BMW agierte Owen unter bekannten Regisseuren wie Ang Lee, Guy Ritchie oder John Frankenheimer an der Seite von Stars wie Gary Oldman, Madonna, James Brown, Don Cheadle oder F. Murray Abraham. 1996 spielte er die Hauptrolle im Videospiel Privateer 2 – The Darkening neben Christopher Walken, John Hurt und Jürgen Prochnow.

In der Neuverfilmung von Der Rosarote Panther (2006) hatte Owen einen Gastauftritt als 006, worauf Steve Martin süffisant meinte: „Ah, zur Superzahl hat es nicht gereicht”. Er spielte damit offensichtlich darauf an, dass Owen kurz als möglicher James-Bond-Darsteller in der Nachfolge Pierce Brosnans im Gespräch war. Letztlich bekam die Rolle dann Daniel Craig.

In The International (2009) verkörperte Owen neben Naomi Watts und Armin Mueller-Stahl einen Interpol-Fahnder gegen die Finanzgeschäfte des organisierten Verbrechens.

Owens deutsche Synchronstimme ist Tom Vogt.

Persönliches[Bearbeiten]

Seit dem 6. Mai 1995 ist Owen mit der Schauspielkollegin Sarah-Jane Fenton verheiratet, mit der er zwei Töchter hat.

Sonstiges[Bearbeiten]

Owen ist Fotomodell für die Männerartikel der Marke Lancôme.

Filmografie[Bearbeiten]

Owen auf der Berlinale 2009

Kino[Bearbeiten]

Direct to DVD[Bearbeiten]

  • 2003: Dead Simple

Fernsehen[Bearbeiten]

  • 1989: Precious Bane
  • 1989: Capital City (Fernsehserie)
  • 1990: Lorna Doone
  • 1990: Chancer (Fernsehserie)
  • 1993: Land in Flammen (Class of ’61)
  • 1993: The Magician
  • 1994: Doomsday Gun – Die Waffe des Satans (Doomsday Gun)
  • 1994: The Return of the Native
  • 1995: Bad Boys Blues
  • 1996: Sharman (Fernsehserie)
  • 1998: The Echo
  • 1999: Split Second 2
  • 1999: Second Sight (Fernsehserie)
  • 2000: Second Sight: Parasomnia (Fernsehserie)
  • 2000: Second Sight: Kingdom of the Blind (Fernsehserie)
  • 2000: Second Sight: Hide and Seek (Fernsehserie)
  • 2007: Extras (Fernsehserie)
  • 2012: Hemingway & Gellhorn
  • seit 2014: The Knick

Videospiele/Werbespots[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Outstanding Performance by the Cast of a Theatrical Motion Picture: Gosford Park
  • Broadcast Film Critics Association Awards 2002
Best Acting Ensemble: Gosford Park
Best Performance by an Actor in a Supporting Role (Hautnah)
Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Motion Picture (Hautnah)
Best Supporting Actor (Hautnah) (Nominierung)
Bester Schauspieler International

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Clive Owen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sure! November 2007