King Arthur (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel King Arthur
Originaltitel King Arthur
Produktionsland UK, Irland, USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge Kinofassung: 121 Minuten
Director’s Cut: 136 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1] (Kinofassung)
FSK 16[2] (Director’s Cut)
JMK 12[3]
Stab
Regie Antoine Fuqua
Drehbuch David Franzoni
Produktion Jerry Bruckheimer
Musik Hans Zimmer
Kamera Slawomir Idziak
Schnitt Conrad Buff,
Jamie Pearson
Synchronisation

King Arthur ist ein Abenteuerfilm mit Elementen des Historienfilms aus dem Jahr 2004 von Regisseur Antoine Fuqua. Der Spielfilm ist eine Neuinterpretation der Geschichten um die Ritter der Tafelrunde mit ihrem Anführer König Artus. Statt im Mittelalter ist die Handlung in der römischen Spätantike angesiedelt.

Handlung[Bearbeiten]

452 n. Chr.: In der südrussischen Steppe wird ein junger Sarmate namens Lancelot von römischen Soldaten zum 15-jährigen Truppendienst abgeholt, zu dem die Männer seines Volkes nach ihrer Unterwerfung durch das Römische Reich verpflichtet sind. Er wird am 120 km langen Hadrianswall stationiert, um die römische Provinz Britannia vor keltischen Überfällen aus dem Norden zu schützen. Sein Befehlshaber ist der Römer Artorius Castus bzw. Arthur, der als Sohn eines römischen Offiziers und einer Britin von seinem christlichen Mentor Pelagius zum Glauben an Freiheit und Gleichheit der Menschen erzogen wurde.

15 Jahre später geht für die letzten sechs verbliebenen sarmatischen Reiter – Lancelot, Galahad, Gawain, Tristan, Bors und Dagonet der Truppendienst am Hadrianswall zu Ende. Sie warten auf die römischen Freibriefe für ihre monatelange Rückreise zum Siedlungsgebiet ihres Volkes am Schwarzen Meer.

Der aus Rom ankommende Bischof Germanius, ein früherer General, hat diese Papiere dabei – allerdings auch eine letzte Mission für die kleine Truppe unter ihrem Kommandanten Artorius: Der römische Bischof (Papst) höchstpersönlich beauftragt sie, sein Patenkind und möglichen Erben Alecto aus dem Feindesland im Norden zurück hinter den Hadrianswall zu bringen. Von Germanius erfahren die Ritter auch, dass ein großes Heer der Sachsen im Norden gelandet ist und mordend und plündernd zum Wall vordringt und dass die Römer sich entschlossen haben, ihre Truppen kampflos aus Britannien abzuziehen.

Ihr Auftrag führt die sieben Reiter mitten zwischen die britannischen Rebellen, Pikten und Kelten unter ihrem Anführer Merlin und das vorrückende Sachsenheer unter König Cerdic. Alectos Vater, Marius Honorius, muss zum Mitkommen gezwungen werden. Darüber hinaus befreien die Reiter Sklaven sowie einen kleinen Jungen namens Lucan und die Keltin Guinevere. Auf dem Weg zum Hadrianswall verliebt sich Lancelot in Guinevere, fühlt sich aber von ihr abgewiesen. Honorius wagt während eines Nachtlagers einen Putschversuch, wird dabei aber getötet. Arthur erfährt von Alecto, dass sein Mentor Pelagius einst auf Germanius’ Betreiben ermordet wurde. Die Reiter müssen sich der herannahenden sächsischen Vorhut zu einem ersten Gefecht stellen, um die Zivilisten in Sicherheit bringen zu können. Dabei locken sie die Sachsen auf einen zugefrorenen See, dessen Eis aber nicht bricht. Dagonet opfert sich, indem er auf die Sachsen zuläuft und das Eis aufhackt, wodurch ein Großteil der Sachsen im eiskalten Wasser ertrinkt.

In einer Nacht lockt Guinevere Arthur zu Merlin. Er will erreichen, dass Arthur das Oberkommando über die Armee der Kelten und Pikten übernimmt. Arthur findet sich letztlich dazu bereit und entwirft einen Schlachtplan. Es folgt eine Liebesnacht mit Guinevere, am nächsten Tag ist sie Mitkämpferin im Piktenheer. Die fünf verbliebenen Reiter, eigentlich schon im Abzug begriffen, drehen um und schließen sich Arthur an. In der Schlacht von Badon Hill fallen die beiden Anführer der Sachsen sowie Tristan und Lancelot. Am Ende aber steht der Sieg der Pikten, die Völkervereinigung und eine Hochzeit zwischen Guinevere und Arthur, der der neue Anführer der Briten gegen die Sachsen wird.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation erstellte die FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH, München. Dialogregie führte Benedikt Rabanus. Dialogbuch: Cornelius Frommann und Benedikt Rabanus.

Rolle Schauspieler Deutscher Sprecher
Arthur Clive Owen Tom Vogt
Guinevere Keira Knightley Anke Kortemeier
Lancelot Ioan Gruffudd Philipp Moog
Merlin Stephen Dillane Fred Maire
Cerdic Stellan Skarsgård Michael Mendl
Bors Ray Winstone Holger Schwiers
Galahad Hugh Dancy Markus Pfeiffer
Cynric Til Schweiger Til Schweiger
Tristan Mads Mikkelsen Matthias Klie
Dagonet Ray Stevenson Thorsten Nindel
Marius Honorius Ken Stott Dieter Memel
Ganis Charlie Creed-Miles
Gawain Joel Edgerton Pascal Breuer
Jols Sean Gilder
Bischof Germanius Ivano Marescotti Bert Franzke
Alecto Lorenzo De Angelis Roman Wolko

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Der Hadrianswall als Hauptschauplatz des Films wurde auf einer Länge von einem Kilometer von 250 Arbeitern in viereinhalb Monaten am Drehort in Irland rekonstruiert. Das im Film gezeigte Fort am Wall ist dem historischen römischen Vindolanda (ab 122 n.Chr.) im nordenglischen Chesterholm nachempfunden.
  • Die Pikten bezeichnet man im Englischen als Picts. Im Film werden sie stattdessen Woads genannt. In der deutschen Synchronisation wurde die Wortschöpfung nicht übernommen, sondern die korrekte Bezeichnung Pikten verwendet.
  • Der Film wurde ursprünglich für die Altersfreigabe R-rated (Jugendliche nur in Begleitung eines Erwachsenen) konzipiert und gedreht. Die Disney-Studios verlangten dann jedoch eine Änderung der Altersfreigabe auf PG-13 (Jugendliche ab 13 Jahren), was auch zur Folge hatte, dass bei sämtlichen Kampfszenen die Blutspritzer in einem zweimonatigen Prozess digital entfernt werden mussten.
  • In den USA wurde das in anderen Ländern unveränderte Kinoplakat retuschiert und die Brüste von Keira Knightley vergrößert.[4][5] Das retuschierte Bild wurde auch für die deutsche DVD-Hülle verwendet.
  • Die Produktionskosten wurden auf einen Betrag zwischen 90 und 120 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 203 Millionen US-Dollar ein, davon rund 52 Millionen US-Dollar in den USA.
  • Kinostart in den USA war am 7. Juli 2004, in Deutschland am 19. August 2004.

Historische Bezüge[Bearbeiten]

Der Film beansprucht, einige bisher weniger bekannte Einflüsse vorzustellen, die zur Artus-Legende beigetragen haben könnten, besonders die sogenannte „Sarmaten-Connection“. Dazu wurden verschiedene Themen und Ereignisse der Jahre 410, 440 und 476 zusammengelegt und mit der historischen Figur des Lucius Artorius Castus, der etwa 250 Jahre früher lebte, vermengt. Der Film weicht also in zahlreichen Punkten massiv von den gesicherten historischen Ereignissen ab und ist daher als Fantasy, nicht als Historienfilm zu verstehen.

Roms Truppenabzug aus der Provinz Britannia war bereits 410 abgeschlossen, als der Hadrianswall aufgegeben wurde. Der Papst spielte 467 noch keine tragende Rolle im zerfallenden Weströmischen Reich, er besaß weder großen politischen noch gar militärischen Einfluss.

Die Sachsen, die im Film zu Tausenden nördlich des Hadrianswalls landen, hatten bereits vor 467 südlich des Walls ihr eigenes Reich von Wessex errichtet. Die Ankunft der Sachsen bzw. Angelsachsen in Britannien erfolgte bereits Jahrzehnte früher und vollzog sich nach Ansicht der neueren Forschung auch nicht in Form einer großen Invasion. Sachsenkönig Cerdic kam, sofern es ihn überhaupt gab, erst 495 nach Britannien, sein Sohn (evtl. Enkel) Cynric war 467 noch nicht geboren. Beide sind sicher nicht in der legendären Schlacht am Mons Badonicus gestorben.

Für die historischen Hintergründe wurden zwei Berater herangezogen: Der Engländer John Matthews, Autor von Werken zur keltischen Mythologie,[6] trug zur archaischen Darstellung der piktisch-keltischen Bewohner Britanniens bei. In der englischen Version des Films werden die schottischen Pikten allerdings als Woads bezeichnet, nach dem engl. Namen für die Pflanze Färberwaid (Deutsches Indigo), mit dem sie sich angeblich zu tätowieren pflegten. Die Benutzung von Waid zur Tätowierung kann aber ausgeschlossen werden und ist nur auf einen Übersetzungsfehler von Caesars Text De Bello Gallico zurückzuführen.[7] Der Regisseur Antoine Fuqua erklärte dazu, Woads hätte sich akustisch eben besser angehört als Picts.[8]

Die im Film von den Pikten in der großen Schlacht gegen die Sachsen benutzten Trebuchet-Wurfmaschinen sind erst ab 1216 in England nachgewiesen. In einigen Szenen des Films sind moderne Schrauben erkennbar, die die Schwerter zusammenhalten. Viele der Waffen stammen tatsächlich aus dem Hochmittelalter.[9] Die Uniformen und Waffen der römischen Soldaten im Film hingegen gehören eher ins 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr., keinesfalls aber in die Spätantike.

Die US-Amerikanerin Linda A. Malcor, Autorin von populärwissenschaftlichen Artikeln zum römischen Offizier Lucius Artorius Castus sowie zu den Sarmaten in Britannien,[10] lieferte Materialien für die Gestaltung der Rollen des Halbrömers Artorius und der südrussischen Reiter in römischen Diensten. Eine erhaltene Inschrift bezeugt, dass der historische Lucius Artorius Castus im 2. Jahrhundert lebte und für einige Jahre in Britannien der römischen Legion VI Victrix als praefectus angehörte. Die Filmfigur Arthur soll sein Sohn aus der Ehe mit einer Britannierin sein.

Die auch als Kataphrakten bekannten eisern-gepanzerten sarmatischen Lanzenreiter waren in gewisser Hinsicht tatsächlich die ersten „Ritter“ in Europa, Jahrhunderte vor dem Aufkommen des Rittertums im Mittelalter. Sie werden im Film als frühe Prototypen für die Ritter der Tafelrunde dargestellt.[11] Diese Verbindung ist aber spekulativ, zumal der mittelalterliche Ritter weniger durch seine Rüstung als vielmehr durch seine Lebens- und Kampfweise definiert war, die von jener der antiken Sarmaten denkbar weit entfernt war. Die Angabe des Films, die Sarmaten hätten sich um 300 n. Chr. verpflichten müssen, den Römern Rekruten zu stellen, ist fiktiv. Gesichert ist allerdings, dass im 2. Jahrhundert sarmatische Reiterei in römischen Diensten in Britannien stationiert war.

Die Römer übernahmen von den Sarmaten oder von anderen östlichen Reitervölkern die lange Contus-Lanze sowie die Drachen-Standarte, die auch eine Rolle in den Legenden spielt: Artus und sein Vater Uther Pendragon (dragon = engl. „Drache“) führen in den Sagen solche Drachen-Standarten. Einige Hobbyhistoriker vermuten, dass der Drache im Wappen von Wessex, Wales und anderen britannischen Herrschaftshäusern auf die sarmatische Dracostandarte zurückzuführen sei. Ursprünglich hat dieses Feldzeichen mit seinen langen Bändern wohl dazu gedient, den berittenen Bogenschützen die Windrichtung und -stärke anzuzeigen. Im Film werden vor der großen Schlacht die wehenden Standarten der Ritter effektvoll auf einer Anhöhe platziert. Es wird auch korrekt gezeigt, dass die sarmatischen Reflexbögen eine größere Reichweite und Durchschlagskraft hatten als die Bögen der britischen Einheimischen.

Der wiederholt zu hörende sarmatische Ausruf von „Rus“ will die südrussischen Sarmaten als Namensgeber für Russland identifizieren. Diese sogenannte „Rukhs-as-Theorie“ wird aber allgemein abgelehnt, stattdessen gilt Rus als Bezeichnung für die späteren Wikinger der Kiewer Rus, die aus Skandinavien stammten.

Die Vorlage für die Filmfigur des Bischofs Naius Germanius war wohl Germanus von Auxerre (378–448), der Britannien im Jahr 429 und erneut in den 440ern besuchte, um den dortigen Pelagianismus zu bekämpfen. Dieser betonte die Freiheit des Menschen und lehnte den Gedanken der Erbsünde als Glaubensbasis ab.

Die Darstellung der Pikten als „britannische Patrioten“ ist unpassend. Tatsächlich waren sie ein Volk der Schotten, das aus mehreren zum Teil zerstrittenen Stämmen bestand. Die Übergriffe und Plünderungen der Pikten gegen die keltisch-römische Zivilbevölkerung, die nach dem Abzug der Römer 410 nahezu schutzlos war, war gerade der Grund für die Anwesenheit der Sachsen und der ebenfalls germanischen Angeln. Diese befanden sich jedoch schon lange im südlichen Britannien, da sie von den Römern seit Mitte des 4. Jahrhunderts bewusst als Hilfstruppen eingesetzt wurden, um die langsam nach Süden vorrückenden Pikten aufzuhalten und zurückzudrängen. Erst nachdem dies geschehen war und die Römer auf kaiserlichen Befehl das Land verlassen hatten, waren die Sachsen das einzige verbliebene Militär und die ehemaligen „Gastarbeiter“ übernahmen überwiegend friedlich auch die politische Macht in Britannien. Dann erst folgte eine Einwanderungswelle mit Sachsen, Angeln, Friesen und Jüten. Eine sächsische Invasion und militärische Unterwerfung Britanniens um 460 ist eine freie Erfindung. Die sporadischen Piratenangriffe um 300 wurden von den Römern zurückgeschlagen (siehe Sachsenküste). Danach begann in geringem Umfang eine friedliche Besiedlung unter römischer Kontrolle und Duldung, was Generationen später zum römischen Militärdienst führte. In der Chronica Gallica (452) wird berichtet, dass Britannien 441 an die (dort bereits lebenden) Sachsen gefallen ist.

Kritiken[Bearbeiten]

„Melancholisch grundierte Abenteuer- und Heldengeschichte, die die historische Wahrheit über die keltische Sagengestalt Artus und seine Tafelritter ergründen will. Dabei entstand ein bildgewaltiger Actionfilm, dessen Handlungslinien auf mehrere ebenso kunstfertig wie brachial inszenierte Schlachten zulaufen, wobei die geschichtlich unbedarften Dialoge die siegreiche Partei ideologisch legitimieren wollen. Der Verzicht auf eine naturalistische Ausmalung der Schlachten erlaubt zwar eine Jugendfreigabe, raubt der historisierenden Schilderung aber jeden Anschein des Authentischen.“

Lexikon des Internationalen Films[12]

„Das ist nicht die verfeinerte höfische Welt, die wir seit den Epen Chrétien de Troyes mit der Artus-Sage verbinden: eine Welt aus Tafelrunde, Minnedienst und Gralssuche, wo Zauberer und Hexen für Verwirrung sorgen. Jerry Zuckers Film ‚Der erste Ritter‘ von 1995 hat dieses Bild perfekt bedient, mit Richard Gere als Lancelot, der zeitlebens in unglücklicher Liebe zu seiner Königin Guinevere entbrannt ist. John Boorman hat 1981 mit „Excalibur“ die wilde, magische Seite der Artus-Saga in einen brutalen Psychotrip verwandelt, Marion Zimmer Bradley die Story in „Die Nebel von Avalon“ als feministische Weltverschwörung gelesen. Fuqua macht daraus, durchaus fesselnd, ein düsteres Winterstück aus barbarischen Zeiten. Keine Spur von Tafelrunde, Gral und Minne, auch die Liebe zwischen Guinevere und Lancelot, der Verrat an Artus kommen kaum vor.“

Christina Tilmann – Der Tagesspiegel[13]

„Der Film verbirgt nicht, dass er primär ein Actionfilm sein will, dessen Handlungslinien immer wieder darauf zulaufen, ebenso kunstfertig wie brachial in Szene gesetztes Kriegshandwerk zu ermöglichen. [..] Wie sehr er trotz seiner Besetzung mit eher unbekannten europäischen Schauspielern im Kern dem dramaturgischen Kalkül Hollywoods verpflichtet ist, lässt sich an zahllosen Details ablesen: der pathetischen Musik Hans Zimmers, den virtuos geschnittenen Kampfszenen, die einen mitten ins blutige Geschehen werfen, seiner ungebrochenen Heldenideologie – und auch daran, dass der Film trotzdem für ein jugendliches Publikum kompatibel bleibt.“

Josef Lederle – film-dienst[14]

„Diese Ritterrunde ist eine Special-Forces-Einheit, die ihren Job verrichtet. Ähnlich wie Brad Pitt in „Troja“ leihen sie einer übergeordneten Staatsräson ihren eisenharten Arm. Deshalb entfällt auch die erotische Dreiecksgeschichte zwischen Arthur, Guinevere und Lancelot; für das Drama um Treue, Verrat und Ritterethos, das die Sage ursprünglich umtrieb, bleibt keine Zeit. „King Arthur“ bebildert schlicht den Waffengang von Missionaren, unterbrochen von markigen Wortwechseln und einer Liebesszene, in der – wie originell – wissende Frauenhände die Landkarte vernarbter Männerkörper erkunden.“

Daniel Haas – Der Spiegel[15]

„Besonders beeindruckend ist der knapp geschnürte und aus Lederfransen geflochtene Bikini, den Keira Knightley als Guinevere spazieren trägt. Wer hätte jemals gedacht, dass es solch flotte Kleidungsstücke bereits in grauer Vorzeit gab. Schon deshalb sollte man die Leistungen des großen Künstlers und Regisseurs Antoine Fuqua nicht gering schätzen. Sein Auftrag lautete, die Artus-Sage neu zu deuten, und er lieferte einen Leder-Bikini als schönstes Resultat. [..] Im Folgenden muss man sich den Film als eine Mischung aus „Braveheart“ und „Die glorreichen Sieben“ vorstellen, wobei die Kampfszenen immerhin schön ausgearbeitet sind. Dummerweise musste Fuqua aber die hübsch und aufwendig inszenierte Gewalt wieder aus dem Endprodukt rauskürzen, weil Produzent Jerry Bruckheimer von der Idee getrieben war, mit „King Arthur“ den Erfolg von „Fluch der Karibik“ zu wiederholen.“

Harald Peters – Die Tageszeitung[16]

Musik[Bearbeiten]

Die Filmmusik komponierte Hans Zimmer, der Titel Tell me now (what you see) entstand in Zusammenarbeit mit Moya Brennan. Der Soundtrack zum Film enthält folgende Titel:

  1. Tell me now (what you see)
  2. Woad to ruin
  3. Do you think I'm Saxon?
  4. Hold the ice
  5. Another brick in Hadrian's Wall
  6. Budget meeting
  7. All of them!

Literatur[Bearbeiten]

  • Scott Littleton, Linda A. Malcor: From Scythia to Camelot. A Radical Reassessment of the Legends of King Arthur, the Knights of the Round Table, and the Holy Grail. Garland Publishing, New York 2000, ISBN 0-8153-3566-0. (Linda A. Malcor war Beraterin des Filmteams von „King Arthur“)
  • Gillian Bradshaw: Die Reiter der Sarmaten. Goldmann, München 1992, ISBN 3-442-42429-1. (Roman mit Neuinterpretation der Artus-Sage)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 71 kB) der FSK
  2. Freigabebescheinigung (PDF; 73 kB) der FSK
  3. Freigabe der Jugendmedienkommission
  4. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-48046225.html
  5. http://images.huffingtonpost.com/2008-07-28-alg_keiraknightley_3.jpg
  6. z. B. John Matthews et al. (Hrsg.): Lexikon der keltischen Mythologie. Mythen, Sagen und Legenden von A-Z. Seehamer Verlag, Weyarn 1997, ISBN 3-932131-24-X.
  7. Kym ní Dhoireann: The Problem of the Woad (englisch)
  8. Science Fiction Weekly: Antoine Fuqua, Keira Knightley and Clive Owen revisit the round table with „King Arthur“ (2004, engl., Interviews mit den Genannten)
  9. [1]
  10. Linda A. Malcor: Lucius Artorius Castus: An Officer and an Equestrian, The Battles in Britain (engl., aus The Heroic Age, USA 1999)
  11. János Makkay: The Sarmatian Connection – Stories of the Arthurian Cycle and Legends and Miracles of Ladislas, King and Saint (engl., aus: The Hungarian Quarterly 1996)
  12. King Arthur im Lexikon des Internationalen Films
  13. Filmkritik Die Sachsen kommen!
  14. Filmkritik film-dienst 17/2004
  15. Filmkritik Ritter Sport und Bürger-King
  16. Filmkritik King Arthur