Cornelius Meister

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Cornelius Meister (* 23. Februar 1980 in Hannover) ist ein deutscher Dirigent und Pianist.

Meister entstammt einer Musikerfamilie, sein Vater Konrad Meister war Pianist und Klavierprofessor an der Musikhochschule Hannover, seine Mutter wirkt gleichfalls als Klavierlehrerin, sein Halbbruder Rudolf Meister ist Pianist und Rektor der Musikhochschule Mannheim. Cornelius Meister studierte Klavier und Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei seinem Vater, bei Martin Brauß und Eiji Oue sowie am Mozarteum in Salzburg bei Dennis Russell Davies und Karl Kamper.

1996 gewann Meister den 1. Preis beim Südwestdeutschen Kammermusikwettbewerb, 1998 den Radeberger Förderpreis sowie den Publikumspreis des Schleswig-Holstein Musik Festival, 2000 den Preis der Deutschen Stiftung Musikleben des Deutschen Musikwettbewerbs. 2003 wurde er vom Deutschen Musikrat in die Bundesauswahl Dirigentenforum aufgenommen. 2001 und 2002 war er Assistent des GMD am Theater Erfurt, bis 2005 war er Kapellmeister an der Staatsoper Hannover. Er gastierte als Dirigent unter anderem an der Hamburgischen Staatsoper, der Oper Leipzig, der Bayerischen Staatsoper, beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks, dem Philharmonischen Orchester Erfurt, dem Grazer Philharmonischen Orchester, den Lübecker Philharmonikern und dem Philharmonischen Orchester Nürnberg sowie im Wiener Musikverein. Im Mai 2007 debütierte er an der Basler Oper mit Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher.

Von September 2005 bis zum Ende der Saison 2011/12 war Meister Generalmusikdirektor der Stadt Heidelberg; er war bei seiner Berufung der jüngste Generalmusikdirektor Deutschlands. Am Theater der Stadt Heidelberg arbeitet er mit dem Intendanten Peter Spuhler zusammen. Als Pianist geht er einer regen Konzerttätigkeit unter anderem mit seinem Duopartner, dem Klarinettisten Clemens Trautmann nach. Seit August 2006 ist Cornelius Meister verheiratet.

Im November 2008 gab Cornelius Meister bei der Dresdner Philharmonie sein Debüt als Dirigent mit Richard Wagners Ouvertüre und Bacchanal aus "Tannhäuser", Arnold Schönbergs "Verklärte Nacht op. 4" für Streichorchester und Alexander Skrjabin "Prométhée - Le Poème du Feu op.60".

Er ist an den großen Opernhäusern in Berlin, München, Frankfurt und Hamburg ein gern gesehener Gast.

Seit September 2010 hat Cornelius Meister als Nachfolger von Bertrand de Billy auch die Position des Chefdirigenten und Künstlerischen Leiters des RSO Wien übernommen.

Er wurde bereits mehrfach als wichtigster Nachwuchsmusiker nominiert und von der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" unter die „100 Köpfe von morgen“ gewählt.

Im Juni 2013 dirigierte Meister an der Lettische Nationaloper in Riga erstmals seit 100 Jahren Richard Wagners Werk Der Ring des Nibelungen.

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