Desire (Bob-Dylan-Album)

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Desire
Studioalbum von Bob Dylan
Veröffentlichung 5. Januar 1976
Label Columbia Records
Format LP
Genre Rock
Anzahl der Titel 9
Laufzeit 56 min 13 s

Besetzung

Produktion Don DeVito
Studio Juli bis Oktober 1975
Chronologie
The Basement Tapes
(1975)
Desire Hard Rain
(1976)

Desire ist der Titel eines Albums von Bob Dylan aus dem Jahr 1976.

Inhalte und Hintergründe[Bearbeiten]

In Hurricane, dem Eröffnungssong des Albums, besingt Dylan die Geschichte eines seiner Meinung nach zu Unrecht inhaftierten schwarzen Boxers namens Rubin Carter. Dieser wurde beschuldigt, 1966 einen dreifachen Mord begangen zu haben, und er entging in einem Indizienprozess nur knapp der Todesstrafe. Carter erhielt lebenslänglich. Sein in der Haft geschriebenes Buch The 16th round schickte er 1975 Dylan, der es zum Anlass nahm, ihn im Gefängnis zu besuchen, woraufhin dieser Song entstand.[1] Mit seiner Rolling Thunder Revue und dem Abschlusskonzert im Madison Square Garden in New York City machte Dylan Millionen Amerikanern diesen Justizfall überhaupt erst bekannt. Mit Muhammad Ali zusammen sprach Dylan während des letzten Revuekonzerts in einem Live-Telefonat mit dem Boxer.[2] Rubin Carter wurde allerdings erst 1985 nach Wiederaufnahme des Verfahrens freigelassen und ist in dem gleichnamigen Film Hurricane, gespielt von Denzel Washington verewigt.

Mit Oh, Sister (einer mystischen Auseinandersetzung mit sich, dem Tod und Gott) und Joey (besungen wird Joe Gallo, ein Amerikaner italienischer Herkunft, der im Bandenmilieu der New Yorker Mafia wirkte und ums Leben kam) sowie Sara und One More Cup of Coffee (Valley Below) gelang es Dylan, weitere erfolgreiche Songs zu produzieren, die zusammen mit dafür sorgten, dass das Album fünf Wochen die US-Chartlisten anführte.[3] Insgesamt werden in diesem Album mystisch-religiöse Themen behandelt sowie politische Einzelschicksale besungen. Der Mischung aus all diesen Komponenten verdankt es dieses Album, dass es zu den besten gezählt wird, die Dylan je produziert hat.

Bei der Umfrage der Musikzeitschrift Rolling Stone wurde das Album auf Platz 173 der 500 besten Alben aller Zeiten gewählt.[4]

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Hurricane (Levy/Dylan) – 8:32
  2. Isis (Levy/Dylan) – 6:58
  3. Mozambique (Levy/Dylan) – 3:00
  4. One More Cup of Coffee (Valley Below) (Dylan) – 3:45
  5. Oh, Sister (Levy/Dylan) – 4:02
  6. Joey (Levy/Dylan) – 11:05
  7. Romance in Durango (Levy/Dylan) – 5:41
  8. Black Diamond Bay (Levy/Dylan) – 7:32
  9. Sara (Dylan) – 5:30

Literatur[Bearbeiten]

  • Guido Bieri, Life on the tracks. Moondance Private publ., 1999.
  • Sam Shepard, Rolling Thunder. Unterwegs mit Bob Dylan. Fischer, Frankfurt/Main 2005. ISBN 3-10-074431-4

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. G. Bieri, Life on the tracks, S. 47
  2. Sam Shepard: Rolling thunder
  3. G. Bieri: Life on the tracks, S. 235
  4. Levy, Joe (Hrsg.) : Rolling Stone. Die 500 besten Alben aller Zeiten. (Originalausgabe: Rolling Stone. The 500 Greatest Albums of all Time. Wenner Media 2005). Übersetzung: Karin Hofmann. Wiesbaden : White Star Verlag, 2011, S. 143