Mittelrheinisches Becken

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Landschaftskarte

Das Mittelrheinische Becken (Haupteinheit 291) ist die zentrale Teillandschaft des Mittelrheingebietes (Haupteinheitengruppe 29) am Mittelrhein und bildet neben dem Limburger Becken einen der größeren intramontanen Senkungsräume innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges. Die Senke gliedert sich in die Talweitung des Neuwieder Beckens, den rechtsrheinischen Neuwieder Beckenrand und, linksrheinisch, das Untere Moseltal (Süden) und das Maifeld-Pellenzer Hügelland.

Begrenzt wird das Becken rechtsrheinisch im Nordosten und Osten durch die Abhänge des Westerwaldes sowie linksrheinisch von Nord- bis Südwest durch die Eifel und im Südosten durch das Tal der Mosel oberhalb Moselkerns. Sein wintermildes und regenarmes Klima ermöglicht eine intensive landwirtschaftliche Nutzung, was auch die Waldarmut dieser Landschaft bedingt.

Naturräumliche Gliederung[Bearbeiten]

Das Mittelrheingebiet gliedert sich wie folgt:[1]

Neuwieder Becken[Bearbeiten]

Hauptartikel: Neuwieder Becken

Diese auch Koblenz-Neuwieder Becken genannte und zwischen den Städten Koblenz und Neuwied gelegene Talweitung trennt auf einer Länge von ca. 22 Flusskilometern das Engtal des oberen von dem des unteren Mittelrheins. Aufgrund seines fruchtbaren Bodens ist das Neuwieder Becken seit frühester Zeit besiedelt. Das Landschaftsbild wird heute von intensivem Obstanbau ebenso geprägt wie von Industrieansiedlungen. Im Verdichtungsraum des Neuwieder Beckens leben ca. 300.000 Einwohner.

Städte[Bearbeiten]

Maifeld[Bearbeiten]

Der Elzbach und die Burg Eltz

Hauptartikel: Maifeld

Dieser südwestliche Teil des Mittelrheinischen Beckens fällt besonders durch seine leichten Hügel auf. Er wird durch die in das Hügelland tief eingeschnittenen Flusstäler der Mosel (nach Südosten) und der Elz (nach Südwesten) begrenzt; Nordwestgrenze ist z.T. die Nette. Hauptsächlich wird dieses Gebiet landwirtschaftlich genutzt. Die Böden gelten als besonders fruchtbar. Städte im Maifeld sind Polch (Sitz der Verbandsgemeinde Maifeld im Landkreis Mayen-Koblenz, aber streng genommen im Pellenz gelegen) und Münstermaifeld.

Die Pellenz[Bearbeiten]

Hauptartikel: Pellenz

Dieses Hügelland bildet den nordwestlichen Teil der Senke zwischen Mayen und Andernach. Sie ist geprägt von Landwirtschaft und Tagebau (Bims und Lavasand) und der damit zusammenhängenden Baustoffindustrie. Durch die hügelige und von West nach Ost zum Rhein hin leicht abfallende Landschaft mit ihren einprägsamen Vulkankuppen (die zumeist abgebaggert werden) fließt, die Landschaft überwiegend südlich zum Maifeld hin begrenzend, der kleine Fluss Nette.

Zur Pellenz gehören die vorwiegend industriell geprägten Orte Plaidt, Ochtendung, Kruft, Nickenich und Kretz (Pellenzvulkane, Osten) sowie Niedermendig (heute Mendig), Kottenheim, Thür (Pellenzsenke, Westen) und das ins Maifeld hinein ragende Polch (Pellenzhöhe, Süden). Das Gebiet liegt verkehrsgünstig an der Autobahn A61 und der Eifel-Pellenz Bahn. In der Pellenz wurden bei Ausgrabungen Siedlungsreste von vor über 300.000 Jahren, keltische wie auch römische Siedlungsreste und Gräberfelder gefunden. Touristisch interessant ist u. a. die Burg Wernerseck.

Zudem ist Pellenz der Name einer Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz, die den Norden der Landschaft Pellenz umfasst und ihren Sitz im verbandsfreien Andernach hat.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interaktiver Kartendienst und Beschreibungen der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz
  2. a b Genauer Name der naturräumlichen Einheit unbekannt!

Allgemeine Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Frauke Gränitz u. a. (Hrsg.), Das Mittelrheinische Becken. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Andernach, Bendorf, Koblenz, Mayen, Mendig, Münstermaifeld und Neuwied (Band 65 der Reihe "Landschaften in Deutschland"), Köln/Weimar/Wien: Böhlau 2003, ISBN 3412101028 (grundlegende geographische Bestandsaufnahme)