Dorstadt

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Dorstadt in Niedersachsen. Zur gleichnamigen Siedlung aus dem Roman Die Päpstin siehe Dorestad.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dorstadt
Dorstadt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dorstadt hervorgehoben
52.110.56666666666780Koordinaten: 52° 6′ N, 10° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wolfenbüttel
Samtgemeinde: Oderwald
Höhe: 80 m ü. NHN
Fläche: 10,36 km²
Einwohner: 692 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38312
Vorwahl: 05337
Kfz-Kennzeichen: WF
Gemeindeschlüssel: 03 1 58 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hinter dem Kloster 27
38312 Dorstadt
Bürgermeister: Bruno Polzin (SPD)
Lage der Gemeinde Dorstadt im Landkreis Wolfenbüttel
Sachsen-Anhalt Braunschweig Landkreis Goslar Landkreis Helmstedt Landkreis Hildesheim Landkreis Peine Salzgitter Am Großen Rhode Barnstorf-Warle Voigtsdahlum Voigtsdahlum Baddeckenstedt Börßum Börßum Burgdorf (Landkreis Wolfenbüttel) Cramme Cremlingen Dahlum Dahlum Denkte Dettum Dorstadt Elbe (Niedersachsen) Erkerode Evessen Evessen Flöthe Schladen-Werla Haverlah Hedeper Heere Heere Heiningen (Niedersachsen) Schladen-Werla Schladen-Werla Kissenbrück Kneitlingen Kneitlingen Ohrum Remlingen (Niedersachsen) Roklum Schladen-Werla Schöppenstedt Sehlde Semmenstedt Sickte Uehrde Vahlberg Veltheim (Ohe) Schladen-Werla Winnigstedt Wittmar WolfenbüttelKarte
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Dorstadt ist eine Gemeinde der Samtgemeinde Oderwald (Sitz in Börßum) im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Dorstadt liegt östlich des Oderwalds zwischen Wolfenbüttel im Norden und Schladen im Süden. Er befindet sich an der Einmündung der Warne in die Oker ein paar Kilometer nördlich der Gemeinde Börßum.

Geschichte[Bearbeiten]

Dorstadt wurde erstmals 1110 urkundlich erwähnt. Eiko von Dorstadt, der seinen Stammsitz im heutigen Dorstadt hatte, erhielt die bischöfliche Burg Schladen von Bischof Udo von Hildesheim. 1167 wurde die Gemeinde als Neuendorf urkundlich erwähnt.

600 Jahre war die Geschichte des Ortes mit der des Klosters Dorstadt verbunden. 1189 wurde das Augustinerinnen Chorfrauenstift zum Heiligen Kreuz von den Edelherren vor Dorstadt gestiftet. Das Kloster vermehrte kontinuierlich seinen Grundbesitz, durch Landkauf in den Nachbardörfern, bis hin nach Bruchmachtersen[2] vergrößerte sich im 13. Jahrhundert der Klosterbesitz auf 1000 Hektar Acker. Nach einer „protestantischen Zwischenphase“ kehrten die Augustinerinnen 1643 zurück. Das Kloster wurde 1802 säkularisiert. 1810 wurde das Kloster als Rittergut verkauft.

Religion[Bearbeiten]

  • Evangelisch-lutherische St.-Bartholomäus-Kirche (Am Bruch 10). Die historische Kirche gehört zum Pfarrverband Halchter und ist die südlichste Kirche der Propstei Wolfenbüttel.
  • Katholische Heilig-Kreuz-Kirche (Harzstraße 50). 1937 erbaut und 1964 erweitert, seit dem 1. November 2006 Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Petrus in Wolfenbüttel. An der Kirche befindet sich das Haus der Besinnung, es ist ein Selbstversorgerhaus in Trägerschaft der Pfarrgemeinde St. Petrus und wird genutzt von Gruppen bis 20 Personen für Besinnungstage, Schulungen und Freizeiten.
  • Neuapostolische Kirche (Am Förstergarten 8). Die Gottesdienste der 1957 gegründeten Gemeinde fanden zunächst in der alten Schule im Süddorf statt, 1977 wurde eine eigene Kirche erbaut. Die Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Wolfenbüttel.

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Dorstadt setzt sich aus 9 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl 2011)

Bürgermeister ist Bruno Polzin (SPD).

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gold-rot gespalten und schrägrechts mit einem blau-silbernen Schachbalken überzogen.“


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Bundesautobahn 395 mit dem Anschluss in Klein Flöthe liegt ca. 6 km westlich der Gemeinde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Reinhold Försterling, Sigrid Lux unter Mitarbeit von Günter Freutel: Bruchmachtersen. In: Archiv der Stadt Salzgitter (Hrsg.): Beiträge zur Stadtgeschichte. Bd. 11, Bruchmachtersen, Engelnstedt, Salder, Lebenstedt „Ortschaft Nord“ in alten Ansichten. 1. Auflage: 1-3000. Salzgitter 1994, ISBN 3-930292-01-7. Försterling et al. 1.Aufl, Seite 9 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dorstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien