Dettum

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dettum
Dettum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dettum hervorgehoben
52.16666666666710.666666666667104Koordinaten: 52° 10′ N, 10° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wolfenbüttel
Samtgemeinde: Sickte
Höhe: 104 m ü. NHN
Fläche: 17,16 km²
Einwohner: 1166 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38173
Vorwahl: 05333
Kfz-Kennzeichen: WF
Gemeindeschlüssel: 03 1 58 009
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Kamp 12
38173 Sickte
Webpräsenz: www.dettum.de
Bürgermeister: Willi Dietzsch
Lage der Gemeinde Dettum im Landkreis Wolfenbüttel
Sachsen-Anhalt Braunschweig Landkreis Goslar Landkreis Helmstedt Landkreis Hildesheim Landkreis Peine Salzgitter Am Großen Rhode Barnstorf-Warle Voigtsdahlum Voigtsdahlum Baddeckenstedt Börßum Börßum Burgdorf (Landkreis Wolfenbüttel) Cramme Cremlingen Dahlum Dahlum Denkte Dettum Dorstadt Elbe (Niedersachsen) Erkerode Evessen Evessen Flöthe Schladen-Werla Haverlah Hedeper Heere Heere Heiningen (Niedersachsen) Schladen-Werla Schladen-Werla Kissenbrück Kneitlingen Kneitlingen Ohrum Remlingen (Niedersachsen) Roklum Schladen-Werla Schöppenstedt Sehlde Semmenstedt Sickte Uehrde Vahlberg Veltheim (Ohe) Schladen-Werla Winnigstedt Wittmar WolfenbüttelKarte
Über dieses Bild
St. Johann-Batista in Dettum

Dettum ist eine Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen, (Deutschland). Dettum ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Sickte.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Dettum besteht aus den vier Ortschaften

  • Dettum, mit ca. 1.000 Einwohnern der größte Ort der Gemeinde
  • Mönchevahlberg, etwa 210 Einwohner
  • Mönchevahlberg – Zuckerfabrik
  • Weferlingen, etwa 115 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

Dettum war schon früh besiedelt, was durch Grabungsfunde, große dreieckige Bronzedolche aus der frühen Bronzezeit, belegt ist. Dettum wurde im Jahr 1226 erstmals urkundlich als Thitene erwähnt und 1280 als Dettene. Die Kirche St. Johannis-Baptista wurde erstmals im Jahr 1300 erwähnt. Bereits im späten Mittelalter hatte Dettum Bedeutung, da es an einer Heerstraße lag.

Der frühe Ort besaß ein adliges Gut, das zum Aegidienkloster in Braunschweig gehörte und 1542 freigegeben wurde. Es gab zwischen Hachum und Dettum einen Ort Honroth, aus dem ein adelige Familie gleichen Namens stammte.

1800 beherbergte Dettum einen Schriftsassenhof, eine Kirche mit Pfarre und Pfarrwitwenhaus, die Opferei, drei Ackerhöfe, acht Halbspännerhöfe, 32 Kothöfe und drei Brinksitzerstellen mit 385 Einwohnern.[2]

Von 1773 bis 1797 lebte Hermann Bräß als evangelischer Pastor in Dettum; hier gründete er 1786 die Zeitung für Städte, Flecken und Dörfer, die zum ersten Mal auch Leserbriefe enthielt.

Im Jahr 1843 erhielt Dettum einen eigenen Bahnhof auf der Strecke BraunschweigOscherslebenMagdeburg und mit dem Bau der Zuckerfabrik 1871 wurde der Wohlstand der Bauernschaft wesentlich gemehrt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Mönchevahlberg und Weferlingen eingegliedert.[3]

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten]

Die Kirche enthält ein Kreuz mit einem 127 cm hohen Corpus, das auf etwa 1225 bis 1230 datiert wird und möglicherweise als Triumphkreuz geschaffen wurde.

Die Bockwindmühle in Dettum ist ein Baudenkmal, das die Bürger Dettums retteten. In der Windmühle wurde seit 1862 das Korn der Bauern aus Dettum, Mönchevahlberg und Weferlingen gemahlen. 1976 restaurierte die Dorfgemeinschaft diese Mühle und erhält sie.[2]

Einer der Vereine ist der MTV Dettum.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Heute gibt es in Dettum einen Kindergarten, eine Grundschule, ein Freibad und ein Dorfgemeinschaftshaus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Eckart Roloff: Hermann Bräß. Ein Landpfarrer erschafft den Leserbrief. In: Eckart Roloff: Göttliche Geistesblitze. Pfarrer und Priester als Erfinder und Entdecker. Verlag Wiley-VCH, Weinheim 2010, ISBN 978-3-527-32578-8, S. 183–196, 2. aktualisierte Auflage 2012, ISBN 978-3-527-32864-2 (mit Hinweisen auf die Rothe Zeitung, auf die Dettumer Gedenktafel und auf Literatur)
  • Eckart Roloff: Robbespjähr und Hiäne. Hermann Braess zum 275. [Geburtstag]. In: neues deutschland. Ausgabe vom 12. Juni 2013, S. 14.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. a b sickte.de Dettum. Zur Geschichte von Dettum. Abgerufen am 10. März 2012.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 273.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dettum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien