Ohrum

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ohrum
Ohrum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ohrum hervorgehoben
52.12111111111110.56444444444482Koordinaten: 52° 7′ N, 10° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wolfenbüttel
Samtgemeinde: Oderwald
Höhe: 82 m ü. NHN
Fläche: 8,38 km²
Einwohner: 611 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38312
Vorwahl: 05337
Kfz-Kennzeichen: WF
Gemeindeschlüssel: 03 1 58 023
Adresse der Verbandsverwaltung: Dahlgrundsweg 5
38312 Börßum
Webpräsenz: www.sg-oderwald.de
Bürgermeister: Martin Kokon (SPD)
Lage der Gemeinde Ohrum im Landkreis Wolfenbüttel
Sachsen-Anhalt Braunschweig Landkreis Goslar Landkreis Helmstedt Landkreis Hildesheim Landkreis Peine Salzgitter Am Großen Rhode Barnstorf-Warle Voigtsdahlum Voigtsdahlum Baddeckenstedt Börßum Börßum Burgdorf (Landkreis Wolfenbüttel) Cramme Cremlingen Dahlum Dahlum Denkte Dettum Dorstadt Elbe (Niedersachsen) Erkerode Evessen Evessen Flöthe Schladen-Werla Haverlah Hedeper Heere Heere Heiningen (Niedersachsen) Schladen-Werla Schladen-Werla Kissenbrück Kneitlingen Kneitlingen Ohrum Remlingen (Niedersachsen) Roklum Schladen-Werla Schöppenstedt Sehlde Semmenstedt Sickte Uehrde Vahlberg Veltheim (Ohe) Schladen-Werla Winnigstedt Wittmar WolfenbüttelKarte
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Ohrum ist eine Gemeinde der Samtgemeinde Oderwald (Sitz in Börßum) im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Ohrum liegt wenige Kilometer südlich von Wolfenbüttel am Ostrand des Oderwalds. Es befindet sich am westlichen Ufer der Oker (südlicher Zufluss der Aller) und liegt rund 5,5 km nördlich von Börßum.

Geschichte[Bearbeiten]

Der heutige 580-Seelen-Ort hat einen festen Platz in der Geschichte. Ein Grund ist die Okerfurt, die sich im Bereich des heutigen Ortes befunden hat und ein Teil des äußerst wichtigen „Deitwegs“ (auch als Hellweg bekannt) war. Der Deitweg war einer der ältesten Handelswege, vom Rhein zur Elbe. Er verlief von Cramme durch den Oderwald, über den Schmiedeweg und den Kirchplatz, zur Okerniederung. Hier überquerte die alte Völkerstraße vom Rhein zur Elbe die Oker und hier fanden bedeutsame Entscheidungsschlachten statt. Da Ohrum bereits 747 zusammen mit Schöningen erstmals urkundlich erwähnt wurde (als "Orhaim"), gilt es als einer der ältesten Orte Niedersachsens.

Die Bedeutung Ohrums festigte sich 1022, zu einer Zeit als Bernward, Bischof von Hildesheim, Ortsherr war. Bis zur Hildesheimer Stiftsfehde im 16. Jahrhundert gehörte es zum Hochstift Hildesheim, dann vorübergehend zum Herzogtum Braunschweig und nach dem Dreißigjährigen Krieg bis 1803 wieder zum Hochstift Hildesheim.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat, der am 10. September 2006 gewählt wurde, setzt sich wie folgt zusammen:

(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)

Wappen[Bearbeiten]

Mit seinem geraden Längs- und gewellten Querbalken zeigt es die Kreuzung eines Landweges mit einem Wasserweg - zugleich steht das Kreuz für den ersten urkundlich genannten Ortsherren und die schon 1022 erwähnte Ortskirche. Das Blatt bezeugt einerseits den Überlebenswillen der Gemeinde, andererseits die Zugehörigkeit zur Gemeinde Oderwald. Die Farben Rot und Gelb entsprechen sowohl den Hildesheimer Stiftsfarben als auch dem Braunschweigischen Stammwappen.

Blasonierung: In Rot ein mit einem roten Blatt belegtes goldenes (gelbes) Kreuz mit gewelltem Querbalken.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Eine Kirche von Ohrum wird bereits 1022 in der Gründungsurkunde des Michaelisklosters von Hildesheim erwähnt.
  • An dieser Stelle befand sich mit der der Okerfurth ein sehr wichtiger Teil der Handels- und Heerstraße vom Rhein zur Elbe bzw. zwischen Braunschweig, Magdeburg und Berlin.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elisabeth Reifenstein, Hg. Gemeinde Ohrum: Chronik Ohrum 747 - 1997, Wolfenbüttel 1997.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ohrum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)