Ehrhart Körting
Ehrhart Körting (* 22. Juni 1942 in Berlin) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1997 bis 1999 Justizsenator und von 2001 bis 2011 Innensenator des Landes Berlin.
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[Bearbeiten] Leben
Körting ist promovierter Jurist, in zweiter Ehe verheiratet und hat fünf Kinder. Von 1992 bis 1997 war er Vizepräsident am Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin. 1997 wurde er als Nachfolger von Lore Maria Peschel-Gutzeit als Justizsenator in den Senat des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen gewählt.
Nach der Abgeordnetenhauswahl 1999 schied er aus dem Senat aus, übernahm jedoch bei der Neubildung des Senats am 16. Juni 2001 unter dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit das Amt des Senators für Inneres und wurde auch nach den Wahlen vom 21. Oktober 2001, bzw. 17. September 2006 jeweils in dieses Amt berufen. Am 27. Oktober 2011 gab er bekannt, für den neuen Senat nicht mehr zur Verfügung zu stehen.
Im Jahr 2003 wurde Körting ein Big Brother Award für seine umstrittene Rechtfertigung der so genannten stillen SMS durch die Berliner Polizei verliehen. Körting ist innerhalb der Innenressort-Chefs für seine eher liberale, aber zumindest diskussionfreudige Haltung bekannt. So nahm er als einziger Länder-Innenminister 2006 in Nürnberg an der Verleihung der Auszeichnung Abschiebeminister 2006 teil, die von NGOs vergeben wird.[1]
Körting beklagte die Ausschreitungen vom Ersten Mai in Kreuzberg 2009. Von der CDU wurde Körting kritisiert, da er die Gewalttaten mit einer Vergewaltigung verglichen hatte. Er selbst erläutert den Vergleich so: "Was ich aber damit sagen wollte: Jeder, der die körperliche Integrität eines Menschen so angreift, begeht eine schwere Straftat. Ob er nun als erster handelt oder es anderen nachmacht, ändert nichts an seinem Vergehen."[2]
Nach einer von Bundesinnenminister de Maizière im November 2010 herausgegebenen Terrorwarnung für Deutschland mahnte Körting die Bevölkerung zur Meldung verdächtiger Personen, falls diese „sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen.“[3] [4]
[Bearbeiten] Senatsmitgliedschaften
- Senat Diepgen IV - Senator für Justiz, ab November 1997
- Senat Wowereit I - Senator für Inneres
- Senat Wowereit II - Senator für Inneres
- Senat Wowereit III - Senator für Inneres und Sport
[Bearbeiten] Weblinks
- Lebenslauf auf der Website der Stadt Berlin
- Wer ist Ehrhart Körting? Portrait von Ulrich Zawatka-Gerlach, Der Tagesspiegel, 25. April 2005
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ die tageszeitung: Jugendliche fordern „zweite Chance“, 17. November 2006
- ↑ http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,622488,00.html Quelle: Spiegel online
- ↑ Yassin Musharbash: Falsche Schablonen im Kopf, Spiegel. 19. November 2010. Abgerufen am 20. November 2010
- ↑ http://www.sueddeutsche.de/politik/innenministerkonferenz-keine-panik-minister-de-maizire-rueffelt-die-hardliner-1.1025591?uq=1290089164#kommentare
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Körting, Ehrhart |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD), MdA |
| GEBURTSDATUM | 22. Juni 1942 |
| GEBURTSORT | Berlin |