Fiesch

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Fiesch
Wappen von Fiesch
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Gomsw
BFS-Nr.: 6057i1f3f4
Postleitzahl: 3984
Koordinaten: 653476 / 13908546.4018.1341049Koordinaten: 46° 24′ 4″ N, 8° 8′ 2″ O; CH1903: 653476 / 139085
Höhe: 1'049 m ü. M.
Fläche: 11.3 km²
Einwohner: 945 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 84 Einw. pro km²
Website: www.fiesch.ch
Dorfzentrum

Dorfzentrum

Karte
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Über dieses Bild
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Fiesch ist eine politische Gemeinde am Fuss des Eggishorns (2934 m ü. NN) im oberen Rotten- (oder Rhone-) Tal im Bezirk Goms des Schweizer Kantons Wallis.

Geschichte[Bearbeiten]

Fiesch wurde erstmals 1203 in einer Urkunde des Abtes von Disentis erwähnt. Dabei wird ein Zeuge mit dem Namen ‚Rudolf de Vios‘ genannt. Von 1438 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Ort meist als Viesch geschrieben. Am 15. August 1905 wurde der Name durch einen Bundesbeschluss auf die heutige Schreibweise Fiesch festgelegt.

Durch den Bau der Furkastrasse (1836) durch das Rhonetal und den Anschluss an die Matterhorn-Gotthard-Bahn (1915) wurde Fiesch für den Tourismus erschlossen. Mit der Errichtung der Luftseilbahn Fiesch–Eggishorn (1964 bis 1966) und dem Bau des Feriendorfes Fiesch gewann der Tourismus endgültig seine Bedeutung als wichtigster Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.

Über 400 Jahre lang beteten die Fiescher für das Schmelzen der früher das Tal bedrohenden Gletscher. Im Jahr 2010 erlaubte der Papst die Änderung des Gelübdes, seither dürfen Fiescher gegen das Verschwinden der Gletscher beten.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtigste Einnahmequelle des Dorfes ist der Tourismus, insbesondere Wandern, Biken, Gleitschirmfliegen, Snowboarden Klettern und Skifahren und weitere Sportarten, für die Fiesch ein idealer Ausgangspunkt ist.

Auf der früher Kühboden genannten Fiescheralp, Mittelstation der Luftseilbahn Fiesch - Eggishorn, liegt ein Skigebiet und das Startgebiet für Gleitschirm- und Hängegleiterpiloten. Im Ort gibt es 14 Hotels mit zusammen über 600 Betten. Zusammen mit den Ferienwohnungen und Chalets sind es über 4000 Gästebetten.

Verkehr[Bearbeiten]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Mit Neufra im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg) besteht eine Gemeindepartnerschaft.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn ist von Fiesch aus mit einer Drahtseilbahn aufs Eggishorn erschlossen.

Hierzu auch: Liste der Kulturgüter in Fiesch

Zugunglück[Bearbeiten]

Am Mittag des 23. Juli 2010 entgleisten beim Zugunglück von Fiesch die drei hintersten Wagen eines Glacier-Express, da der Lokführer den Zug in einer Kurve zu früh wieder beschleunigt hatte. Das Unglück forderte ein Menschenleben, 42 Personen wurden verletzt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Klemens Wellig (1811–1859), Staatsrat (1848–1850)
  • Daniel Albrecht (*1983), Skirennfahrer

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

 Walter Ruppen: Fiesch. In: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstdenkmäler der Schweiz (= Bd. 67. Untergoms Bd. 2). Birkhäuser Verlag, Basel 1979, ISBN 3-7643-1080-4, S. 348–396.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fiesch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Walliser beten für den Gletscher