Fiesch
| Fiesch | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Wallis (VS) |
| Bezirk: | Goms |
| BFS-Nr.: | 6057 |
| Postleitzahl: | 3984 |
| Koordinaten: | 653426 / 13897346.3999968.133331049Koordinaten: 46° 24′ 0″ N, 8° 8′ 0″ O; CH1903: 653426 / 138973 |
| Höhe: | 1'049 m ü. M. |
| Fläche: | 11.3 km² |
| Einwohner: | 968 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 86 Einw. pro km² |
| Website: | www.fiesch.ch |
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Fiesch |
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| Karte | |
Fiesch ist eine politische Gemeinde am Fuss des Eggishorns (2934 m ü. NN) im oberen Rotten- (oder Rhone-) Tal im Bezirk Goms des Schweizer Kantons Wallis.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Fiesch wurde erstmals 1203 in einer Urkunde des Abtes von Disentis erwähnt. Dabei wird ein Zeuge mit dem Namen ‚Rudolf de Vios‘ genannt. Von 1438 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Ort meist als Viesch geschrieben. Am 15. August 1905 wurde der Name durch einen Bundesbeschluss auf die heutige Schreibweise Fiesch festgelegt. Durch den Bau der Furkastrasse (1836) durch das Rhonetal und den Anschluss an die Matterhorn-Gotthard-Bahn (1915) wurde Fiesch für den Tourismus erschlossen. Mit der Errichtung der Luftseilbahn Fiesch–Eggishorn (1964 bis 1966) und dem Bau der Feriendorfes Fiesch gewann der Tourismus endgültig seine Bedeutung als wichtigster Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.
Über 400 Jahre lang beteten die Fiescher für das Schmelzen der früher das Tal bedrohenden Gletscher. Im Jahr 2010 erlaubte der Papst die Änderung des Gelübdes, seither beten die Fiescher gegen das Verschwinden der Gletscher.[2]
Wirtschaft[Bearbeiten]
Wichtigste Einnahmequelle des Dorfes ist der Tourismus, insbesondere Wandern, Biken, Gleitschirmfliegen, Snowboarden und Skifahren und weitere Sportarten, für die Fiesch ein idealer Ausgangspunkt ist. Auf der früher Kühboden genannten Fiescheralp oberhalb des Dorfes liegt ein Skigebiet und das Startgebiet für Gleitschirm- und Hängegleiterpiloten. Im Ort gibt es 14 Hotels mit zusammen über 600 Betten. Zusammen mit den Ferienwohnungen und Chalets sind es über 4000 Gästebetten.
Verkehr[Bearbeiten]
- Furkapass-Strasse durch das Rhônetal von Brig rsp. Gletsch
- Bahnstation Fiesch der Matterhorn-Gotthard-Bahn (ehemals Furka-Oberalp-Bahn)
- Talstation der Luftseilbahn Fiesch-Eggishorn
- Postauto in Richtung Fieschertal und Ernen
Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]
Mit Neufra im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg) besteht eine Gemeindepartnerschaft.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Das UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn ist von Fiesch aus mit einer Drahtseilbahn aufs Eggishorn erschlossen.
Hierzu auch: Liste der Kulturgüter in Fiesch
Zugunglück[Bearbeiten]
Am Mittag des 23. Juli 2010 entgleisten beim Zugunglück von Fiesch die drei hintersten Wagen eines Glacier-Express, da der Lokführer den Zug in einer Kurve zu früh wieder beschleunigt hatte. Das Unglück forderte ein Menschenleben, 42 Personen wurden verletzt.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Klemens Wellig (1811–1859), Staatsrat (1848–1850)
- Daniel Albrecht (*1983), Skirennfahrer
Galerie[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
Walter Ruppen: Fiesch. In: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstdenkmäler der Schweiz (= Bd. 67. Untergoms Bd. 2). Birkhäuser Verlag, Basel 1979, ISBN 3-7643-1080-4, S. 348–396.
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website der Gemeinde Fiesch
- Philipp Kalbermatter: Fiesch im Historischen Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
- ↑ Walliser beten für den Gletscher
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