Luftseilbahn

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Eine Luftseilbahn, auch Seilschwebebahn, ist eine Seilbahn, deren Fahrbetriebsmittel (Kabinen, Gondeln, Sessel, Materialkörbe, Kübel, Loren, Hunte) ohne feste Führungen von einem oder mehreren Seilen – in der Regel Drahtseilen – getragen in der Luft hängend bewegt werden. Sie kann zur Beförderung von Personen, Tieren oder Gütern dienen.

Luftseilbahn in Zell am See (Österreich)
Gondelbahn am Wallberg mit Tegernsee im Hintergrund

Inhaltsverzeichnis

Typenbezeichnungen[Bearbeiten]

Luftseilbahn

Zu den Luftseilbahnen werden zum Beispiel im Österreichischen Seilbahngesetz[1] folgende Typen gezählt:

  • Pendelseilbahnen, dabei werden deren Fahrbetriebsmittel ohne Wechsel der Fahrbahnseite zwischen den Stationen bewegt,
  • Umlaufseilbahnen, deren Fahrbetriebsmittel auf beiden Fahrbahnseiten umlaufend bewegt werden,
  • Kabinenseilbahnen (auch Gondelbahnen genannt, deren allseits geschlossene Fahrbetriebsmittel mit dem Seil betrieblich lösbar oder nicht lösbar verbunden sind
  • Kombibahn mit allseits geschlossenen Fahrbetriebsmitteln und nicht allseits geschlossenen Fahrbetriebsmitteln (zum Beispiel Sesseln)
  • Sesselbahnen, das sind Seilschwebebahnen, deren nicht allseits geschlossene Fahrbetriebsmittel mit dem Seil betrieblich lösbar verbunden sind
  • Sessellifte, deren nicht allseits geschlossene Fahrbetriebsmittel mit dem Förderseil betrieblich nicht lösbar verbunden sind
  • Korblifte sind Anlagen, die am Förderseil fixgeklemmte Stehkörbe zur Beförderung von Passagieren haben - in Italien weit verbreitet
  • Kombilifte, Anlagen, die im Winter als Schlepplift betrieben werden und im Sommer als Sesselbahn
  • Schlepplifte, kuppelbar und fixgeklemmte Anlagen zum Transport für Wintersportler mit angeschnalltem Wintersportgerät, für 2 oder 1 Person, selten auch für mehr.
  • Schlepplifte mit niedriger Seilführung zum Anhalten am Seil oder an Bügeln
  • Materialseilbahnen.

Folgende Typenbezeichnungen sind ebenfalls in Gebrauch

  • 2S-Bahn, die moderne Form einer Zweiseil-Gondelbahn (ein Tragseil, ein Zugseil);
  • 3S-Bahn, eine Dreiseil-Gondelbahn; (zwei Tragseile, ein Zugseil)
  • Gruppenumlaufseilbahn, eine Einseil-, selten Zweiseilumlaufbahn mit mehreren, in Gruppen an ein Förderseil (im Falle der Einseil GUB) fix geklemmten Kabinen;
  • Funitel, eine Gondelbahn mit einem als Doppelschleife verlegten Förderseil, bei dem in jeder Richtung zwei Stränge in die gleiche Richtung laufen, so dass die Kabinen mit sehr kurzen Gehängen an zwei weit auseinanderliegenden Förderseilen kuppelbar geklemmt sind;
  • Funifor, eine einspurige Pendelbahn mit zwei weit auseinanderliegenden Tragseilen und einem in einer Doppelschleife verlegten, endlos gespleißten Zugseil.

Das Österreichische Seilbahngesetz definiert die im allgemeinen Sprachgebrauch als 'Umlaufbahn' bezeichneten Anlagen 'Umlaufseilbahn' und die als Pendelbahn bezeichneten Anlagen 'Pendelseilbahn'.[2]

Funktionsweise[Bearbeiten]

Betrieb[Bearbeiten]

Die Mehrzahl der Luftseilbahnen befahren gerade Strecken von Punkt zu Punkt mit nur je einer Start- und Zielstation, fallweise können Zwischenstationen zum Ein- und Aussteigen errichtet werden. Richtungsänderungen sind bei Stützen (nur kleinere Winkelabweichungen), in Zwischenstationen (auch größere) oder kurvig (mit Gleisführung auf Schienen) technisch möglich. Werden mehrere Seilbahnen zu einer Linie verbunden, nennt man diese getrennten Streckenabschnitte Sektionen.

Fahrzeuge[Bearbeiten]

Die Fahrbetriebsmittel sind die selbst antriebslosen Fahrzeuge der Luftseilbahn. Diese können in vielfältiger Form beispielsweise als Gondeln, Sessel, Lastplattformen, Schüttgutloren oder bei Schwerlastseilbahnen als Lastgehänge mit eingebauten Hubwinden ausgeführt werden.[3] Sie sind je nach Bauart über ein Gehänge entweder mit dem Laufwerk verbunden, das vom Zugseil gezogen auf den fest montierten Tragseilen fährt oder mit einem an- oder abkuppelbaren Klemmapparat oder einer festen (im Betriebsumlauf nicht lösbaren) Seilklemme mit dem umlaufenden Förderseil verbunden.

Stützen[Bearbeiten]

Die Drahtseile werden häufig über Seilbahnstützen geführt, um den richtigen Bodenabstand von Seilen und Fahrbetriebsmitteln zu gewährleisten. Die bewegten Seile werden dabei mithilfe von Rollenbatterien (mehrere Hohlkehlrollen hintereinander) gestützt oder niedergehalten; Tragseile liegen auf den Seilsätteln in metallenen Führungsrinnen auf, die ein Überfahren durch die Laufwerke ermöglichen. Seilbahnstützen werden heutzutage aus Stahlrohr, Stahlformteilen oder Stahlbeton gefertigt, größere turmartige Bauwerke als Stahlfachwerkturm. Früher waren auch Holzstützen üblich, heute werden überwiegend Rohrkonstruktionen eingesetzt.

Häufig müssen Seilbahnen, besonders die Stützen, unter schwierigen Bedingungen, zum Beispiel auf Fels oder permanent gefrorenem Boden, errichtet werden. Oft ist der Ort, an dem eine Seilbahn errichtet werden soll, nicht mit üblicherweise verwendeten Baufahrzeugen zu erreichen. In diesen Fällen wird häufig ein Hubschrauber oder eine temporäre Bauseilbahn zum Transport des Materials eingesetzt.

Seile[Bearbeiten]

In der Seilbahntechnik werden Drahtseile als Zugseil und Tragseil verwendet. Seile, die zugleich Zug- und Tragfunktion erfüllen, werden Förderseile genannt. Die Enden von Förderseilen und bisweilen auch Zugseilen werden mittels eines Langspleißes zu einer endlosen Schleife verbunden. Bei Pendelbahnen sind die Zugseile fest an den Laufwerken der Kabinen verankert, bei Umlaufbahnen werden die Fahrzeuge an das Zug- oder Förderseil fix geklemmt oder an- und abgekuppelt. Oft werden für die untere Zugseilschleife bei Pendelbahnen (Unterseil) etwas dünnere Seile verwendet als für die durch das Gewicht der Kabinen stärker belastete Oberseilschleife.

Die Tragseile sind in einer Station, meistens in der Bergstation, fest verankert und werden in der Gegenstation meist durch Spanngewichte gespannt. Bei den geschlossenen Zug- oder Förderseilschleifen werden Spanngewichte oder elektrische oder hydraulische Spannvorrichtungen eingesetzt, die über eine in Längsrichtung verschiebbare Umlenkscheibe die nötige Seilspannung erzeugen. Eine gleichbleibende Grundspannung der Seile ist erforderlich, um zu großen Durchhang der Seile zu vermeiden, Ausdehnung der Seile bei Temperaturerhöhungen zu kompensieren, Biege- und Querkraftbeanspruchungen durch die Fahrzeuge zu vermindern und die nötige Haftreibung auf den antreibenden bzw. bremsenden Seilscheiben zu gewährleisten. Größere Fahrzeuge verkehren meist auf zwei oder mehr Tragseilen pro Spur. Materialseilbahnen (zum Beispiel für hochalpine Baustellen) weisen bis zu sechs Tragseile auf, damit können auch Baumaschinen, schwere Bauteile und größere Betonkübel transportiert werden.

V-förmige Seilreiter einer Zweiseil-Pendelbahn (Säntis)

An den Tragseilen sind in größeren Abständen sogenannte Seilreiter fix angeklemmt (V-förmige bei Zweiseilbahnen, L-förmige bei Einseilbahnen). Diese dienen gleichzeitig als Unterstützung und Führung des Zugseiles und sichern bei Mehrseilbahnen den richtigen Abstand der Tragseile.

Die Position der Tragseile auf den Stützen muss in gewissen Zeitabständen verändert werden, weil an diesen Stellen die Seile aufgrund des Drucks zwischen Laufwerkrollen und dem tragenden Seilsattel flach gedrückt werden oder Seilschäden durch wiederkehrende Biegeeinwirkungen an immer den gleichen Stellen auftreten können. Die Tragseile sind in einer der Stationen mit einer Seilreserve meist auf einer Seiltrommel aufgewickelt und am „Seilpoller“ verankert. Zum Versetzen werden einige Meter der Seilreserve von dort abgelassen und die ganze Seiltour um dieses Stück auf der gesamten Strecke versetzt, bevor es wieder gespannt wird. Zugleich mit diesen Arbeiten werden auch die Seilreiter wieder an ihre Ausgangspositionen versetzt; deren Klemmen können das Seil ebenso punktuell schädigen. Sollte eine Seilreserve durch mehrfaches Versetzen aufgebraucht sein, muss ein neues Tragseil aufgelegt werden.

Auch an den Seilen von fix gekuppelten Bahnen ist ein regelmäßiger Klemmenversatzes erforderlich, weil die geklemmten Stellen bei den Seilumlenkungen stärker beansprucht werden und dort die Gefahr von Seilbeschädigungen besteht. An- und abkuppelnde Klemmen können ein Zug- oder Förderseil auch beschädigen, aber nur in sehr geringem Maße. Drahtseile bei Seilbahnanlagen werden daher vorsorglich nur für einen begrenzten Zeitraum verwendet.

Die Lebensdauer eines Seiles hängt dabei zusätzlich von weiteren Parametern (Seilkonstruktion („Seilverschluß“), Seilfettung, Laufzeit, Anzahl der Biegewechsel, Blitzschäden, u.a.m.) ab.[4] Etwa werden bei Funitel-Bahnen die Förderseile öfter umgelenkt als bei anderen Seilbahntypen, diese häufigeren Biegewechsel verursachen wegen der inneren Reibung der Litzen eine schnellere Abnutzung der Seile und erfordern ein Austauschen der Seile nach kürzeren Betriebszeiten als bei anderen Seilbahntypen.

Verlieren auf Rollen laufende Fahrbetriebsmittel oder Stützrollen den Seilkontakt, so wird dieser Vorgang als Seilentgleisung[5] bezeichnet.

Bauarten[Bearbeiten]

Pendelbahn Furtschellas (Schweiz)

Pendelseilbahn[Bearbeiten]

Hauptartikel: Pendelbahn

Die Pendelseilbahn ist die „klassische“ Luftseilbahn und verkehrt nach Art eines Unstetigförderers. Bei dieser Bauart verkehren eine oder zwei Kabinen mittels der Laufwerke ohne Stationsdurchfahrt je auf einer eigenen, aus einem oder mehreren Tragseilen bestehenden Fahrbahn und werden von einem Zugseil hin- und hergezogen. Pendelbahnen beschleunigen und bremsen außerhalb der Stationen, dadurch können die Stationen kürzer gebaut werden und höhere Geschwindigkeiten gefahren werden.

Bei der überwiegenden Zahl der zweispurigen Pendelbahnen sind die Laufwerke der Kabinen durch ein Zugseil miteinander verbunden, das in einer der Stationen über eine normalerweise von einem Elektromotor angetriebene Seilscheibe geführt wird. Gegen die andere Station hin bildet das Gegenseil, das über eine mit einem Spanngewicht belastete Umlenkscheibe läuft, zusammen mit dem Zugseil eine geschlossene Schleife. Die zwei Kabinen pendeln so auf ihren getrennten Fahrbahnen wechselseitig zwischen den Stationen hin und her.

Bei einigen zweispurigen Pendelseilbahnen, die lediglich geringe Höhenunterschiede überwinden, werden für jede Richtung getrennte Zugseilschleifen und Antriebe eingesetzt (das Zugseil läuft dabei leer zurück). Solche Anlagen können unanghängig voneinander betrieben werden; in Zeiten geringen Fahrgastaufkommens kann der Fahrbetrieb auf eine Spur reduziert werden, ebenso kann eine Gondel als Bergefahrzeug für eine womöglich stecken gebliebene Gondel der anderen Spur eingesetzt werden. Beispiele für solche Anlagen sind die Roosevelt Island Tramway seit dem Umbau im Jahre 2010 oder der Vanoise Express. Funifor-Anlagen basieren im Regelfall ebenfalls auf diesem Prinzip.

Für Beförderungsaufgaben mit geringerem Fahrgastaufkommen, kurzen Strecken oder bei Materialseilbahnen werden auch einspurige Pendelseilbahnen mit nur einer Fahrbahn und einem Fahrzeug errichtet. Sie können mit einer geschlossenen Zugseilschleife ausgeführt sein oder als sog. Windenbahn, bei der das Fahrzeug von einer in der Bergstation untergebrachte Seilwinde gezogen wird (Beispiel: die 2005 eröffnete Luftseilbahn Lauterbrunnen–Grütschalp). Einige wenige Pendelbahnen wurden gebaut, bei denen das rücklaufende Zugseil zugleich als Tragseil verwendet wird.

Seilbahn auf der EXPO 2000 in Hannover

Umlaufseilbahn[Bearbeiten]

Die Umlaufseilbahn hat zwischen den Stationen ein endlos gespleißtes, ständig umlaufendes Seil, an das eine Reihe von Gondeln, Sesseln oder Materialkübeln geklemmt sind, die dadurch auf einer Seite von einer Station zur anderen und auf der Gegenseite wieder zur ersten Station zurückfahren.

Einseilumlaufbahn[Bearbeiten]

Bei der Einseilumlaufbahn dient das Seil gleichzeitig als Trag- und als Zugseil und wird Förderseil genannt.

Fix geklemmte Anlagen, meist Lifte genannt[Bearbeiten]

Es gibt Einseilumlaufbahnen, bei denen die Fahrzeuge fest (fix geklemmt) am Förderseil befestigt sind. Infolgedessen müssen diese Kabinenbahnen oder Sessellifte sehr langsam fahren, um gefahrloses Ein- und Aussteigen zu ermöglichen, oder die Gondeln von Gruppenbahnen werden in den Stationen gestoppt. Außerdem sind die Kabinen dieser Bahnen meistens auf eine Kapazität von zwei Personen beschränkt. Man bezeichnet diese Kabinenbahnen, je nachdem, ob die Kabinen offen oder geschlossen sind, als Korblifte (in denen die Passagiere stehen) oder Gondellifte.

Kuppelbare Umlauf-Seilbahnen[Bearbeiten]

Eine Federklemme hält bei einer kuppelbaren Umlaufbahn das Betriebsmittel.

Bei den kuppelbaren Bahnen werden die Fahrzeuge in der Station vom Zugseil abgekuppelt und auf eine Hängeschiene gefahren, an der sie langsam im Halbkreis zur Gegenrichtung rollen, wo sie beschleunigt und wieder eingekuppelt werden. Da das Beschleunigen und Abbremsen innerhalb der Stationen erfolgt, sind die Stationen wegen der dazu nötigen Wegstrecken länger als bei Pendelbahnen. Kuppelbare Umlaufseilbahnen verkehren als Stetigförderer.[6]

Die Fahrzeuge können dabei auch angehalten oder auf anderen Schienen geparkt werden. Bei wechselnder Förderkapazität kann eine kuppelbare Umlaufseilbahn mehr oder weniger Fahrzeuge aufnehmen. Je nach den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften muss im Normalbetrieb die Zahl der bergauf fahrenden Gondeln gleich sein wie die Zahl der bergab fahrenden Gondeln.

Sesselbahnen sind immer, Gondelbahnen in der Mehrzahl Einseilumlaufbahnen. Gondelbahnen und Sesselbahnen sind heutzutage immer (Ausnahme: Gruppenumlaufseilbahnen) kuppelbar ausgeführt, bei Sesselliften sind die Sessel fix angeklemmt.

Zweiseilumlaufbahn[Bearbeiten]

Bei der Zweiseilumlaufbahn rollen die Gondeln oder Materialkübel mit Laufwerken auf einem festen Tragseil und werden mit einer Kupplung an ein umlaufendes Zugseil geklemmt, von dem sie im Kreis herum gezogen werden. Moderne Zweiseilumlaufbahnen für den Personentransport werden als 2S-Bahn bezeichnet.

Dreiseilumlaufbahn[Bearbeiten]

Die Dreiseilumlaufbahn hat zwei Tragseile, wodurch deutlich größere Gondeln für bis zu 30 Personen und mehr eingesetzt werden können, die von einem Zugseil gezogen werden. Sie wird auch als 3S-Bahn bezeichnet.

Funitel, Funifor[Bearbeiten]

Hauptartikel: Funitel und Funifor

Die Funitel ist eine moderne Variante der Einseilumlaufbahn, bei der das Förderseil endlos zu einer Doppelschleife gespannt wird, wodurch zwei parallel mit gleicher Geschwindigkeit laufende Förderseile je Richtung resultieren, auf die die Fahrzeuge angekuppelt werden. In der Anfangszeit verwendete man dazu zwei separate Förderseilschleifen, wobei es zu Problemen kam, beide synchron mit der gleichen Geschwindigkeit zu betreiben. Die Kabine ist dabei an kurzen Gehängen zwischen den beiden in Kabinenbreite verlaufenden Seile angekuppelt. Dies verleiht ihr hohe Tragekapazität und gute Windstabilität, ist jedoch von der Stützenentfernung eher mit der Einseilumlaufbahn ohne Tragseil zu vergleichen. Diese Bahnen dienen vorwiegend als Hauptzubringer zu Skigebieten und um Skifahrer sicher von windigen Gletscherskigebieten ins Tal bringen zu können.

Ein Funifor-System kann grob betrachtet als Kombination aus Funitel- und Pendelbahn angesehen werden, wobei der größte Unterschied zur Pendelbahn darin besteht, dass Funiforsysteme immer einspurig ausgeführt werden – Diejenigen Funiforbahnen, die wie eine Pendelbahn zweispurig ausgeführt sind, bestehen eigentlich aus 2 separaten Bahnen.

Selbstfahrende Seilbahnen[Bearbeiten]

Es wurden auch Seilbahnen entwickelt, bei denen sich der Antriebsmotor im Fahrzeug befindet. Beispiele hierfür sind der Aerobus und die Lasso Mule. Eine weitere selbstfahrende Seilbahn war die in den 1990er Jahren abgebaute Josefsbergseilbahn bei Meran.

Manuell bewegte oder schwerkraftangetriebene Seilbahnen[Bearbeiten]

In Gebieten ohne Stromversorgung in unterentwickelten Ländern werden Seilbahnen zum Material- und Personentransport auch nur unter Ausnutzung der Lageenergie[7][8][9] oder durch Ziehen und Schieben der Lasten – etwa bei der Ernte von schweren Bananenbüscheln[10] und in Stollen von Bergwerken – oder als Seilrutschen betrieben. Gelegentlich werden auch bei der Holzbringung temporär aufgebaute Seilbahnen eingesetzt. Bei der Fuldaseilbahn Beiseförth wird mittels eines Kurbelantriebs ein Seilbahnkorb per Muskelkraft als Fährenersatz (ähnlich einer Schwebefähre) über einen Fluss bewegt.

Bremsbahnen sind Seilbahnen, die mit Wasserballast oder Holzballast fahren und mit Hilfe des Ballasts das bergauf fahrende Fahrzeug ziehen. Sie wurden meist als Materialseilbahnen errichtet, nur wenige blieben bis heute erhalten, darunter in der Schweiz die Materialseilbahn Obermatt–Unter Zingel.

Geschichte[Bearbeiten]

Alte japanische Darstellungen und ein 1411 erschienenes Werk von Johannes Hartlieb zeigen verschiedene Arten, an Seilen hängende Körbe oder Personen über eine Schlucht zu ziehen.[11][12]

Aus Südamerika wurde von einer seit etwa 1563 existierenden Seilbahn über eine Schlucht auf dem Weg von Mérida nach Bogotá berichtet, die aus einem mit einer Rolle an einem Tragseil hängenden Korb und einem Zugseil bestand, an dem sich die Korbinsassen selbst auf die andere Seite ziehen konnten. Sie soll noch Ende des 19. Jahrhunderts betrieben worden sein.[11]

Der Universalgelehrte Faustus Verantius stellte 1615 in seinem Werk Machinae novae eine Anlage dar, bei der ein mit zwei Rollen an einem festen Tragseil hängender und an einem Zugseil befestigter Kasten über einen Fluss bewegt wird, indem die in dem Kasten sitzenden Personen selbst an dem umlaufenden Zugseil ziehen.[12]

1644 baute Adam Wybe (Wiebe) in Danzig die erste nachweisbare Materialseilbahn zum Transport von Baumaterial vom Bischofsberg über den Fluss Radaune hinweg zur Baustelle der Bastion Berg, bei der rund hundert Eimer an einer langen, umlaufenden Schiffsleine befestigt waren, die von sieben Stangenkonstruktionen gestützt und von Pferden in einem Göpelwerk angetrieben wurde.[13] Diese Seilbahn erregte zwar große Aufmerksamkeit weit über Danzig hinaus und wurde von Jacob Leupold in seiner Theatrum machinarum hydrotechnicarum erwähnt, geriet aber dennoch in Vergessenheit.[11]

Das Drahtseil wurde zwar 1834 durch den Bergrat Julius Albert in Clausthal erfunden, fand jahrelang aber nur im Bergbau Anwendung. Die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts gebauten Drahtriesen, mit denen man Holzstämme an einem Draht aus unzugänglichen Berghängen ungebremst ins Tal gleiten ließ, können kaum als Seilbahn angesehen werden.[12] Eine 1861 von Freiherr von Dücker erstellte Seilbahn war nicht erfolgreich.[11] 1868 baute G.W. Cypher im Minengebiet von Colorado eine durch Schwerkraft bewegte Pendelbahn. Der Engländer Hodgson nahm 1868 die erste Einseil-Umlaufbahn als Materialseilbahn in Betrieb, die er als englisches System weiterentwickelte und mehrfach einsetzte. Etwa zur gleichen Zeit wurde in Schaffhausen eine einfache, 100 m lange Seilbahn für zwei Personen mit vier Tragseilen und einem handkurbelgetriebenen Zugseil zu dem kaum zugänglichen Turbinenhaus am linken Rheinufer gebaut, aber bald durch einen eisernen Fußsteg ersetzt.[11][14] 1872 baute Adolf Bleichert seine erste, von einem gesonderten Zugseil bewegte Bahn in Teutschenthal. Die stetige, methodische Weiterentwicklung dieses deutschen Systems brachte den Drahtseilbahnen der Adolf Bleichert & Co. weltweite Erfolge. Sie waren für den Transport von Rohstoffen wie z.B. Erzen und Kohle oder Baumstämmen bestimmt, aber bald wurden auch Personen befördert. So hatte die 1905 in Betrieb genommene Materialseilbahn Chilecito-La Mejicana bereits eine viersitzige geschlossene Personengondel mit Fenstern und einer von Hand zu öffnenden Tür.

1894 wurde nur zur „Industrie- und Handwerksausstellung Mailand“ eine 160 m lange Personenseilbahn zwischen zwei 25 m hohen (mit elektrischen Aufzügen befahrbaren) Türmen gezeigt[15], sie wurde von den Ingenieuren Giulio Ceretti und Vincenzo Tanfani errichtet.[16] Die gleichnamige Fabrik Ceretti Tanfani baute 1937 die mit rund 75 km damals längste Materialseilbahn, die Massaua-Asmara-Seilbahn und baut noch heute Seilbahnen in Italien.[17]

Nachdem Leonardo Torres Quevedo (1852-1936) schon 1885 eine Luftseilbahn mit Göpelantrieb zur Erschließung seines Hauses gebaut hatte, eröffnete er 1907 in San Sebastián (Monte Ulia) die erste Seilbahn allein für den Personentransport, eine Breitspur-Winden-Luftseilbahn mit einer 14-plätzigen Kabine, 6 Tragseilen und einer pneumatischen Fangbremse, die jedoch nur eine kurze Lebensdauer hatte und im August 1912 eingestellt wurde.[18][19] 1916 wurde sein ähnlich konstruierter Whirlpool Aero Car eröffnet, der die Whirlpool Rapids im Niagara River überquert und nach wie vor existiert.

1908 wurde in Zwölfmalgreien bei Bozen die erste öffentliche Personen-Luftseilbahn Mitteleuropas eröffnet, die Kohlerer Bahn. Die heutige Bahn auf den Kohlern ist allerdings ein Neubau, von der Originalbahn existiert ein Nachbau der Kabine, die in der Nähe der Bergstation ausgestellt ist. Im gleichen Jahr ging auch der Wetterhorn-Aufzug bei Grindelwald, Schweiz, in Betrieb. Diese Anlage wurde nach dem Ersten Weltkrieg wieder abgebrochen.

Nach dem Ersten Weltkrieg verlagerte sich der Schwerpunkt auf Luftseilbahnen zur Personenbeförderung, insbesondere seit Adolf Bleichert & Co. 1924 ein Lizenzvertrag mit dem Südtiroler Ingenieur und Unternehmer Luis Zuegg abgeschlossen und zum System „Bleichert-Zuegg“ für Seilschwebebahnen entwickelt hatte, das weltweite Beachtung fand. Die ältesten Personen-Luftseilbahnen in Deutschland sind die Fichtelberg-Schwebebahn von Oberwiesenthal auf den Fichtelberg, die am 28. Dezember 1924 ihren Betrieb aufnahm, gefolgt 1926 von der Kreuzeckbahn in Garmisch-Partenkirchen. In den folgenden Jahren wurden mit den Personenseilbahnen markante Aussichtspunkte in den Alpen erschlossen. Die erste Personenseilbahn der Welt nach dem Umlaufprinzip war die Schauinslandbahn, die am 17. Juli 1930 in Betrieb genommen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Verbreitung des Skisports wurde eine möglichst hohe Beförderungsleistung immer bedeutender, was zur Ausbreitung großer Gondelbahnen und Sesselbahnen mit inzwischen bis zu 8 Sitzen führte. Im Zuge des globalen Tourismus gewannen reine Besichtigungsbahnen wie z.B. die Skyrail Rainforest Cableway in Australien oder die Ngong Ping 360 in Hongkong immer größere Bedeutung. Auch im Öffentlichen Personennahverkehr hielten Luftseilbahnen Einzug.

In den 1990er Jahren kam es zu einer starken Konzentration unter den Seilbahnbauern. Heute wird der Weltmarkt von den Unternehmen Doppelmayr/Garaventa, Leitner AG und Poma beherrscht, wobei Letztere von einer Person kontrolliert werden.

Verwendung und Einsatz von Luftseilbahnen[Bearbeiten]

Tierpark Kolmården, Norrköping (Schweden)

Luftseilbahnen finden dort Verwendung, wo Orte mit Lage in schwieriger Topographie (Gebirge, Schluchten, Geländeeinschnitte, unwegsames Gelände oder auch an Gewässern) auf kürzestem Weg – auch mit größeren Höhenunterschieden – verkehrsmäßig erschlossen werden sollen oder wenn ein größeres Aufkommen an Personen oder Lasten zwischen zwei festen Punkten – in flachem Gelände oder auch über Steigungen bergauf oder bergab – befördert werden soll. Seilbahnen zur Personenbeförderung werden als Sportbahn, Zubringerbahn, Nahverkehrsmittel oder Besichtigungsbahn, zur Güterbeförderung etwa als Materialbahn oder Versorgungsbahn verwendet.[20]

Viele Seilbahnen dienen primär dazu, Touristen, Sportausübende (Wintersportler, Gleitschirmflieger, etc.), Wanderer oder Erholungsuchende in ein Sportgebiet, Erholungsgebiet oder zu einer touristischen Attraktion (Bergspitze, Bergrestaurant, Höhle, Aussichtspunkt, Museum u.a.m.) zu transportieren. Die Art der einzusetzenden Luftseilbahn wird dabei unter anderem von der erforderlichen Beförderungsleistung, den Besonderheiten der Trasse und den örtlichen Windverhältnissen bestimmt.

Beispiele für Seilbahnen zu vorwiegend touristischen Anziehungspunkten sind die Seilbahn auf den Tafelberg, auf den Zuckerhut in Rio de Janeiro, die Masadabahn in Israel, die Palm Springs Aerial Tramway, die Sandia Peak Tramway, die Mount Roberts Tramway, die Elka Seilbahn oder die TelefériQo in Quito oder die Seilbahn zur Bastille von Grenoble. Große Gondelbahnen überspannen weite Strecken wie z.B. die Skyrail Rainforest Cableway, der Genting Skyway oder die Ngong Ping 360.

Typische Materialseilbahn älterer Bauart im alpinen Gelände (Zillergrund, Tirol)

Luftseilbahnen werden auch errichtet, um Besuchern eines Vergnügungsparks, eines Zoos, einer Gartenbauausstellung oder Weltausstellung einen Überblick über das Gelände zu verschaffen oder dem Besucher das oft weitläufige Veranstaltungsareal bequemer zu erschließen; in manchen Fällen auch, um geteilte Ausstellungsgelände miteinander zu verbinden. Beispiele: Die Hafenseilbahn Barcelona, die Rheinseilbahnen in Köln oder Koblenz oder die Seilbahn im Zoo von San Diego. Für den Einsatz als transportables Fahrgeschäft auf Volksfesten hingegen sind Luftseilbahnen ungeeignet.

Eine Materialseilbahn ist eine Seilbahn, die Güter (Versorgungsgüter, Gepäck, Schüttgut, abgebaute Bodenschätze, forst- und landwirtschaftliche Erzeugnisse) befördert oder den Materialfluss in großen Betrieben bewerkstelligt. Sofern es die Betriebsbewilligung erlaubt, können auch Personen transportiert werden.

(Lawinen-) Sprengseilbahnen, Kameraseilbahnen und sonstige auf Seilzügen basierende Geräte transportieren keine Fahrzeuge und werden ebenso wie Aufzugsanlagen, Hebezüge und Schiffshebewerke nicht zu den (Material-)Seilbahnen gezählt.

Fahrgastraum einer sich während der Fahrt drehenden Gondel

Seilbahnen, die Personen transportieren, sind — sofern es sich nicht um militärische oder private Anlagen handelt — Teil des Öffentlichen Verkehrs. Strittig ist ob Seilbahnen, wenn sie nicht der Grundversorgung dienen, generell dem Öffentlichen Personen-Nahverkehr zuzurechnen sind.

Seilbahnen werden vermehrt zur Grundversorgung im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (als innerörtliches Massenverkehrsmittel) eingesetzt oder im Linienverkehr mit der Peripherie. Beispielsweise um Orte in Höhenlagen ans Tal anzubinden. Beispiele die Seilbahn Riddes–Isérables in der Schweiz, die Seilbahn Jenesien von Bozen nach Jenesien, die Rittner Seilbahn von Bozen nach Oberbozen, die Seilbahn Albino–Selvino in Italien, das Vinpearl Cable Car in Nha Trang, Vietnam, die den Küstenort mit einer 3,1 Kilometer entfernten Insel im Meer verbindet.

Es werden auch Trassierungen mit nur geringen Höhenunterschieden zur Überquerung von Gewässern, Schluchten oder sonstiger Hindernisse (wie etwa bei der Seilbahn über eine Schlucht in Constantine, Algerien)[21] oder zur Vermeidung langer Fahrten mit anderen Verkehrsmitteln ausgeführt.

Beispiele für innerstädtische Seilbahnen: die Seilbahnen von Algier, die Portland Aerial Tram, die Linien J und K der Metrocable im Rahmen der Metro de Medellín oder die Metrocable von Caracas, der (1994 wieder abgebaute) Mississippi Aerial River Transit in New Orleans, die beiden Pendelbahnen in Chongqing, China über den Jangtsekiang und den Jialing oder die Wolga-Seilbahn Nischni Nowgorod.

Sicherheit[Bearbeiten]

Seilbahngondeln kollidieren selten mit anderen Hindernissen, eine Gefahr stellt - neben dem Einflug von Luftfahrzeugen in die Seile - Pendeln der Fahrbetriebsmittel bzw. des Seils dar. Dies kann durch abrupte Notbremsungen, Schwingungsweiterleitung entlang des Seils (andere Fahrzeuge pendeln dann in Resonanz) und Wind (vor allem Seitenwind) hervorgerufen werden.

Pendelbewegungen quer zur Fahrtrichtung führen zu einem Verdrehen des Seils, wodurch ein Seil während der Fahrt aus den Stützenrollen herausgedreht werden kann (Seilentgleisung). Zur Vermeidung solcher Unfälle werden Messeinrichtungen (Seillagenüberwachung) installiert, die das Herausdrehen und aussermittigen Seillauf signalisieren und die Fahrgeschwindigkeit verlangsamen bzw. die Anlage stoppen;[5] ebenso schaltet bei einer Seilentgleisung ein Bruchstabschalter den Antrieb ab.

Seilfangschuhe an den Stützen sollen verhindern, dass das Seil bei einer Seilentgleisung mitsamt den Fahrbetriebsmitteln auf den Boden fällt. Bei Starkwind werden Seilbahnen außer Betrieb gesetzt, Einseilbahnen können bis zu einer Seitenwind-Geschwindigkeit von ca. 60 km/h gefahren werden, Mehrseilbahnen bis zu einer Seitenwind-Geschwindigkeit von ca. 100 km/h. Pendelbahnen und Standseilbahnen sind mit automatischen Fangbremsen ausgestattet, die das Fahrzeug bei einem Riss des Zugseiles am Tragseil oder den Schienen festklemmen, um eine ungebremste Talfahrt zu verhindern.

Problematisch können Blitzeinschläge sein, die Seile oder andere Bauteile von Seilbahnen beschädigen können (siehe dazu Blitzschutz bei Seilbahnen). Vor Gewittern werden die meisten Seilbahnanlagen außer Betrieb gesetzt und zur Verhinderung von Schäden die Seile zusätzlich geerdet. Die Drahtseile werden regelmässig visuell überprüft. Bei Tragseilen findet diese Kontrolle von einem Fahrzeug aus statt, Zug- und Förderseile werden beim Stationseinlauf geprüft. Zudem werden mit Verfahren der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung wie die magnetinduktive Methode die Seile regelmäßig überprüft.

Bei Störungen mit länger dauernder oder nicht absehbarer Betriebsunterbrechung werden in Gondeln eingeschlossene Passagiere bei Luftseilbahnen im alpinen Gelände bisher vor allem mithilfe von Bergefahrzeugen, durch Abseilen ins Gelände oder Seilbergung mittels Hubschrauber geborgen. Ausgearbeitete Bergungskonzepte oder neuerdings zusätzlich Räumungskonzepte (Fahrt aller Gondeln in die nächste Station auch bei Ausfall des Hauptantriebs) sind die Voraussetzungen zur Erlangung einer Seilbahn-Betriebsbewilligung.[22]

Seilbahnen als Spielgeräte[Bearbeiten]

Eine Spielplatzseilbahn

Luftseilbahnen sind auch auf manchen größeren Spielplätzen anzutreffen, auch Tarzanbahn genannt. Sie unterliegen rechtlich nicht den Seilbahngesetzen. Es wird ohne Motorkraft nur unter Ausnutzung der Schwerkraft gefahren. An einem zwischen zwei Widerlagern gespannten Stahlseil mit einem Durchmesser von meistens zehn Millimetern hängt an einem Gehänge mit Laufrollen eine Stand- oder Sitzmöglichkeit, Letztere meist in Form eines Sitztellers wie beim Tellerlift. Von einer leicht erhöhten Position fährt man nach unten und wird dort durch eine Auflaufbremse gestoppt. Die Bewegungsenergie wird von einer Feder oder einem Autoreifen aufgenommen. Seilbahnen auf Spielplätzen müssen seit 1998 der europäischen Norm DIN EN 1176 Teil 1 und insbesondere Teil 4 sowie der darunter befindliche stoßdämpfende Boden der DIN EN 1177 entsprechen. Davor galt die deutsche Norm DIN 7926.

In der Erlebnispädagogik werden Seilbahnen als Seilrutsche („Flying Fox“) oder Seilbrücke von den Teilnehmern selbst gebaut und zum Überqueren von Gewässern oder Schluchten benutzt.

Modellbau[Bearbeiten]

Luftseilbahnen (sowohl Pendelbahnen als auch kuppelbare Gondelbahnen, Sesselbahnen, Kabinen und Stationsbastelbögen) werden im auch im Modellbau angeboten.

Rekorde[Bearbeiten]

Die Rheinseilbahn in Koblenz (bezüglich Förderkapazität die leistungsfähigste Seilbahn), Stand 2011

Fremdsprachige Bezeichnungen und Abkürzungen[Bearbeiten]

Der Begriff 'cable car' bezeichnet im britischen Englisch generell Luftseilbahnen aber im amerikanischen Englisch Kabelstraßenbahnen. Berühmt sind die Cable Cars von San Francisco. Amerikanisch werden Luftseilbahnen 'gondola' (für Gondelbahn) oder 'aerial tram' (für Pendelbahn) differenziert bezeichnet, eine Standseilbahn ist im gesamten englischen Sprachraum 'funicular railway' oder gekürzt 'funicular'.

Folgende Abkürzungen für Luftseilbahnen werden von den Herstellern und in den Medien häufig verwendet:

de Deutsch en Englisch fr Französisch
PB (P) Pendelbahn ATW Aerial Tramway TPH Téléphérique
EUB Gondelbahn, Einseilumlaufbahn MGD Monocable gondola detachable TCD Télécabine débrayable
ZUB Gondelbahn, Zweiseilumlaufbahn BGD Bicable gondola detachable 2S Téléphérique débrayable
3S 3S-Bahn TGD Tricable gondola detachable 3S Téléphérique 3S
GUB Einseil-Gruppenumlaufbahn MGFP Monocable gondola fixed grip pulsed TCP Télécabine pulsée
GPB Einseil-Gruppenpendelbahn MGFJ Monocable gondola fixed grip jigback ?  ?
Zweiseil-Gruppenumlaufbahn BGFP Bicable gondola fixed grip pulsed TPHp Téléphérique pulsé
SB Sesselbahn fix geklemmt CLF Chairlift fixed grip TSF Télésiège à pince fixe
KSB kuppelbare Sesselbahn CLD Chairlift detachable TSD Télésiège débrayable
Kombibahn (Sessel + Gondel) CGD Chairlift gondola detachable TMX Télé(cabine) mixte
FU Funitel FT Funitel Funitel
Funifor FUF Funifor Funifor
Materialseilbahn RPC Ropeway conveyor
SL Schlepplift (auch: Skilift) Surface lift TS Téléski

Zahlen vor der Abkürzung geben die Anzahl der Personen an, die in einer Gondel oder einem Sessel transportiert werden können. So bedeutet 2SB (oder 2-SB) eine Seilbahn mit zwei Personen je Sessel, eine 8EUB (oder 8-EUB) eine Einseilumlaufbahn mit Gondeln oder Sesseln für acht Personen. Häufig wird durch ein nachgestelltes B (bubble) angegeben, dass die Sessel Wetterschutzhauben besitzen oder die Sessel in klappbare Gondeln (Eier) integriert sind.

Seilbahnhersteller (Auswahl)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Wiktionary Wiktionary: Fachbegriffe Seilbahnen deutsch – englisch – französisch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Österreichisches Bundesgesetz über Seilbahnen (Seilbahngesetz 2003 – SeilbG 2003)
  2. * vgl. § 2 im Österreichischen Bundesgesetz über Seilbahnen (Seilbahngesetz 2003 – SeilbG 2003)
  3. Schwerlastseilbahnen beim Kraftwerksprojekt Linthal 2015 auf der Seite der Inauen-Schätti AG
  4. Artur Dopplemayr: Denkanstösse zur Funktionserfüllung von Einseilumlaufbahnen –Projektierung, Konstruktion und Betrieb im Sicherheitsregelkreissystem, basierend auf der Analyse von Vorfällen (MS Word; 3,7 MB) online einsehbar, abgerufen am 17. November 2011
  5. a b Lagesicherheit des Förderseiles in den Vorlesungsunterlagen Seilbahnbau am Institut für Eisenbahnwesen u. Verkehrswirtschaft der Technischen Universität Graz, WS 2011, Seite 138 ff. - PDF, abgerufen am 21. Juli 2012
  6. Heiner Monheim, Christian Muschwitz, Wolfram Auer, Matthias Philippi: Urbane Seilbahnen – Moderne Seilbahnsysteme eröffnen neue Wege für die Mobilität in unseren Städten., kölner stadt- und verkehrsverlag, Köln 2010, ISBN 978-3-940685-98-8.
  7. http://practicalaction.org/transport/gravity_ropeways (englisch)
  8. http://www.caboodle.hu/nc/news/news_archive/single_page/article/11/glassed_in_c/?cHash=7787a3ec18 Rabindra Bahadur Singh: Gravity Goods Ropeway (englisch), abgerufen am 25. Aug. 2011
  9. zu sehen im Film Alexis Sorbas)
  10. http://www.schwabfrucht.de/popups/wissenswertes.htm Bananenernte mit Seilbahnen, abgerufen am 25. Aug. 2011
  11. a b c d e G. Dieterich: Die Erfindung der Drahtseilbahnen. Verlag Hermann Zieger, Leipzig 1908 (auf archive)
  12. a b c P. Stephan, Die Drahtseilbahnen, 2. Auflage. Verlag von Julius Springer, Berlin, 1914 (auf archive)
  13. Adam Wijbe (Wiebe) Artikel mit Darstellung der Seilbahn
  14. Diese Seilbahn wird fälschlicherweise häufig als Seilbahn über den Rheinfall bezeichnet.
  15. Geschichte Mailands,(italienisch) abgerufen am 3. Dezember 2011
  16. Seilbahngeschichte, abgerufen am 3. Dezember 2011
  17. Ceretti Tanfani Website (englisch), abgerufen am 3. Dezember 2011
  18. Bild des Transbordador de Ulia
  19. Geschichte der Luftseilbahn vom Monte Ulía laut diariovasco.com
  20. pdf-Datei, Günthner, Willibald A., Seilbahntechnik, S. 1–1.
  21. Seilbahnen: Der Erde entschweben. auf: sueddeutsche.de Seilbahn über eine Schlucht
  22. Internationale Seilbahnrundschau - Nejez, Josef und Luger, Peter Räumungskonzept statt Bergungskonzept