Fischer Sports

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Fischer Sports GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1924
Sitz OsterreichÖsterreich Ried im Innkreis, Österreich
Leitung Franz Föttinger, CEO
Harold Kostka, CFO
Mitarbeiter >460 am Standort Ried
>1200 in Mukatschewo (UKR)
>120 an anderen Standorten
Umsatz 132,8 Mio. EUR (2009/10)
159,3 Mio. EUR (2010/11)
184,7 Mio. EUR (2011/12)
173,7 Mio. EUR (2012/13)
Branche Sportartikel
Produkte Ski und Zubehör, Hockey-ZubehörVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.fischersports.com

Die Fischer Sports GmbH ist ein österreichisches Unternehmen zur Herstellung von Sportartikeln. Das Unternehmen ist Gesamtanbieter für den alpinen und nordischen Skisport. Fischer Sports ist Weltmarktführer im nordischen Skisport und einer der weltweit größten Skihersteller. Die Firmenzentrale befindet sich in Ried im Innkreis.

Konzernstruktur[Bearbeiten]

Der Fischer Sports GmbH gehören mehrere Unternehmen an[1]:

  • Fischer + Löffler Deutschland GmbH (GER)
  • Fischer Ltd. (RUS)
  • Fischer Mukatschewo (UKR)
  • Fischer Skis US, LLC (USA)
  • Fischer Footwear SRL, Montebelluna (ITA)
  • Fischer France SARL (FRA)

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten]

Josef Fischer sen. gründete das Unternehmen 1924 in Ried im Innkreis. Zu dieser Zeit wurden Leiterwagen und Rodeln hergestellt. Bereits im darauf folgenden Winter erweiterte man die Produktpalette um Ski. Dies belegt eine Rechnung vom 27. Jänner 1925. Die damals noch im Holzschuppen von Josef Fische Senior gefertigten Ski waren zu 100 % handgemacht und alle Unikate. Die für die Erweiterung des Betriebes nötigen Maschinen und Anlagen baute Josef Fischer zum Teil selbst.[2] 1936 erfolgte erstmals die Serienfertigung von Skiern. Viele Arbeitsschritte wurden aufgeteilt. Das war die Voraussetzung für die Produktion großer Stückzahlen. Bereits 1938 exportiert Fischer 2000 Paar Ski nach Nordamerika. Diese Verbindung zerbrach allerdings aufgrund des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1939. Selbst zu Kriegszeiten stand die Produktion nicht still. Um sich über Wasser zu halten, nahm man damals Heeresaufträge an.

Umbruch und Aufbruch[Bearbeiten]

Das alte Fischer-Logo

Gegen Ende der 1940er Jahre beginnt eine neue Ära in der Skiproduktion. Bis dahin wurden Ski aus einem Stück Holz verarbeitet. Jetzt ging man dazu über, einzelne Teile zu einem funktionierenden Ganzen zusammenzusetzen. 1957 wurden nach einem Brand im Fabriksgebäude die Produktionsflächen auf 8000 m² ausgebaut. Zu dieser Zeit betrug der Exportanteil bereits ein Viertel der gesamten Produktionsmenge. Nordamerika wird neben Deutschland einer der wichtigsten Auslandsmärkte. Das dreieckige Logo des Unternehmens wurde 1958 von dem Designer Rudolf Ferch entworfen. 1959 übernahmen nach dem Tod von Josef Fischer sen. sein Sohn Josef Fischer jun. und dessen Schwester Selma Sturmberger die Leitung des Unternehmens. 1962 wird Egon Zimmermann auf einem Fischer-Ski Dritter in der Abfahrt der Weltmeisterschaft. Dies sollte die erste von vielen Medaillen sein, die das Unternehmen in den alpinen Weltmeisterschaften erobert. Eine neue Skifabrik wurde 1964 am Stadtrand von Ried im Innkreis errichtet.

Wachstum und Innovationen[Bearbeiten]

Anfang der 70er ist Fischer die größte Skifabrik der Welt.[2] Man begann nun die Produktion um Langlaufski zu erweitern. Die Fiberglasummantelung des Europa 77 gilt als eine Revolution. Diese Innovation war die Grundlage für die Eroberung des skandinavischen Marktes. Zuvor hatte man hier nur Ski mit Holzlaufflächen. In den 1970er Jahren wurden bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften und den Olympischen Winterspielen zahlreiche Medaillen auf Fischer-Skiern gewonnen. Franz Klammer gewann bei den Olympischen Winterspielen 1976 die Goldmedaille in der Abfahrt auf Fischer-C4-Skiern. Im Juli 1973 übernimmt Fischer den Strumpf- und Strickwarenerzeuger Löffler mit dem Ziel, moderne Sportbekleidung zu entwickeln. Ab 1984 konnten mit der Einführung der Vakuumbauweise besonders leichte Ski erzeugt werden. 1988 wurde eine Fabrik in der ukrainischen Stadt Mukatschewo eröffnet.

Aktuelle Entwicklung als Familienunternehmen[Bearbeiten]

2002 erfolgte der Rückkauf von Firmenanteilen von einem japanischen Partner, wodurch sich das Unternehmen seither wieder vollständig in Familienbesitz befindet. In der Saison 2007/08 war Fischer laut FIS die erfolgreichste Skimarke. Im Nordic Bereich ist Fischer die unangefochtene Nummer 1.[3] Mit Vacuum Fit brachte Fischer 2011 ein System auf den Schuhmarkt, mit dem Skischuhe binnen weniger Minuten an den Fuß des Trägers angepasst werden können.[4] Heute umfasst die Produktpalette von Fischer Alpin- und Langlauf-Ski, -Bindungen und -Schuhe sowie Sprungski, Zubehör und Hockeyschläger.

Athleten[Bearbeiten]

Fischer ist Ausstatter von folgenden Athleten (Auswahl):

Athlet Sportart
Ivica Kostelić Ski alpin
Manfred Moelgg Ski alpin
Sandrine Aubert Ski alpin
Denise Karbon Ski alpin
Tanja Poutiainen Ski alpin
Kaisa Mäkäräinen Biathlon
Hans Kammerlander Extrembergsteigen
Axel Naglich Freeski-Alpinist
Petter Northug Skilanglauf
Dario Cologna Skilanglauf
Marit Bjørgen Skilanglauf
Tora Berger Biathlon
Gregor Schlierenzauer Skispringen
Eric Frenzel Nordische Kombination

Folgende Athleten wurden in der Vergangenheit von Fischer ausgestattet (Auswahl):

Athlet Sportart
Bjørn Dæhlie Skilanglauf
Vegard Ulvang Skilanglauf
Simone Hauswald Biathlon
Magdalena Neuner Biathlon
Bente Skari (geb. Martinsen) Skilanglauf
Magdalena Forsberg Biathlon
Elena Välbe Skilanglauf
Sven Fischer Biathlon
Thomas Wassberg Skilanglauf
Adam Małysz Skispringen
Andreas Goldberger Skispringen
Franz Klammer Ski alpin
Isolde Kostner Ski alpin
Mario Matt Ski alpin
Kathrin Hölzl Ski alpin
Harti Weirather Ski alpin
Thomas Stangassinger Ski alpin

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.fischersports.com/de/Alpine/Unternehmen/Daten-und-Fakten
  2. a b 80 Jahre Fischer – Firmenchronik
  3. http://data.fis-ski.com/cross-country/brand-ranking.html
  4. ISPO European Ski Award 2011