Tora Berger

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Tora Berger Biathlon
Tora Berger nach dem Sieg im Massenstart bei den Norwegischen Meisterschaften 2012
Voller Name Tora Berger
Verband NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 18. März 1981
Geburtsort Ringerike, Norwegen
Karriere
Verein Dombås
Aufnahme in den
Nationalkader
1999
Debüt im Weltcup 2003
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 8 × Gold 5 × Silber 5 × Bronze
EM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2010 Vancouver Einzel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Silber 2006 Pokljuka Mixed-Staffel
Bronze 2007 Antholz Staffel
Bronze 2007 Antholz Mixed-Staffel
Silber 2008 Östersund Massenstart
Bronze 2009 Pyeongchang Einzel
Silber 2010 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
Gold 2011 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
Bronze 2011 Chanty-Mansijsk Massenstart
Gold 2012 Ruhpolding Mixed-Staffel
Gold 2012 Ruhpolding Einzel
Gold 2012 Ruhpolding Massenstart
Bronze 2012 Ruhpolding Staffel
Gold 2013 Nové Město na Moravě Mixed-Staffel
Gold 2013 Nové Město na Moravě Verfolgung
Gold 2013 Nové Město na Moravě Einzel
Gold 2013 Nové Město na Moravě Staffel
Silber 2013 Nové Město na Moravě Sprint
Silber 2013 Nové Město na Moravě Massenstart
IBU Biathlon-Europameisterschaften
Silber 2000 Kościelisko Einzel
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Bronze 2000 Hochfilzen Sprint
Weltcup-Bilanz
Gesamtweltcup 1. (2012/13)
3. (2008/09, 2011/12)
Einzelweltcup 3. (2008/09)
Sprintweltcup 3. (2008/09, 2010/11)
Verfolgungsweltcup 1. (2012/13)
Massenstartweltcup 2. (2011/12)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 5 0 1
Sprint 7 9 4
Verfolgung 9 2 2
Massenstart 6 4 2
Staffel 9 6 7
letzte Änderung: 3. März 2013

Tora Berger (* 18. März 1981 in Ringerike) ist eine norwegische Biathletin, die 2010 in Vancouver Olympiasiegerin wurde und bisher acht Weltmeistertitel gewann.

Inhaltsverzeichnis

Karriere[Bearbeiten]

Berger gewann bei den 2. Mixed-Relayweltmeisterschaften 2006 mit der norwegischen Staffel die Silbermedaille hinter der russischen Staffel und vor Frankreich. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Antholz konnte sie im gleichen Wettbewerb und mit der Damenstaffel jeweils Bronze erringen. Im ersten Verfolgungsrennen der Weltcupsaison 2007/2008 gewann sie in Kontiolahti erstmals ein Weltcuprennen.

Bei den Weltmeisterschaften 2008 im schwedischen Östersund belegte Berger in den ersten drei Einzelrennen (Sprint, Verfolgung, Einzel) drei Mal den vierten Platz, verpasste teilweise nur knapp eine Medaille. Im letzten Einzelrennen, dem Massenstart, lag sie das ganze Rennen über in aussichtsreicher Position. Mit der Deutschen Magdalena Neuner, der Russin Jekaterina Jurjewa und der Ukrainerin Vita Semerenko ging Berger fast zeitgleich nach dem letzten Schießen auf die Schlussrunde. Bis zum Ziel lieferte sie sich um den Sieg ein Duell mit Magdalena Neuner, der Berger zum Schluss nur knapp unterlag. Die Silbermedaille im Massenstartrennen war für die Norwegerin die erste Einzelmedaille überhaupt.

Bei den Weltmeisterschaften 2009 im südkoreanischen Pyeongchang holte sie durch einen dritten Platz hinter Kati Wilhelm und Teja Gregorin Bronze im Einzelrennen über 15 km. Ihren größten sportlichen Erfolg feierte Tora Berger mit dem Olympiasieg im Einzelrennen von Vancouver 2010. Zum Abschluss der Saison gewann Berger den Titel im Sprint bei den Norwegischen Meisterschaften. Weitere große Erfolge in ihrer Laufbahn gelangen Tora Berger bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2012 in Ruhpolding mit dem Weltmeistertiteln im Einzel und Massenstart, ihren ersten beiden WM-Titel in Individualrennen. Daneben gewann sie Gold mit der Mixed-Staffel und belegte mit der norwegischen Frauen-Staffel Rang 3. Damit gewann Tora Berger bei der Biathlon-Weltmeisterschaften 2012 vier Medaillen und wurde zur erfolgreichsten Athletin der Titelkämpfe. Daraufhin wurde sie erstmals zu Norwegens Sportlerin des Jahres gewählt.

Als Dritte im Gesamtweltcup des Vorjahres gelang Tora Berger ein perfekter Start in die Saison 2012/2013. Im schwedischen Östersund gewann sie das Einzelrennen, den Sprint und die Verfolgung. Im weiteren Verlauf der Saison gewann sie weitere Rennen und war regelmäßig auf dem Podium vertreten. Grundlage für ihre guten Ergebnisse waren sichere und vor allem sehr schnelle Schießeinlagen, mit denen sie als Schlussläuferin auch für zwei Siege der norwegischen Damenstaffel sorgte. Obwohl Berger unter anderem aufgrund ihres Laufstils nicht zu den schnellsten Läuferinnen im Feld gehört, behielt sie dank ihrer konstant guten Leistungen bis zu den Biathlon-Weltmeisterschaften 2013 die Führung im Gesamtweltcup. Im ersten Rennen der Weltmeisterschaften, der Mixed-Staffel, legte sie als erste Läuferin mit einem fehlerfreien Schießen die Grundlage für den gemeinsamen Gewinn der Goldmedaille mit Synnøve Solemdal, Tarjei Bø und Emil Hegle Svendsen. Nach dem zweiten Platz im Sprint gewann sie die Verfolgung, den Einzelwettbewerb und gemeinsam mit Hilde Fenne, Ann Kristin Flatland und Synnøve Solemdal die Damenstaffel, bevor sie zum Abschluss der Weltmeisterschaften noch Silber im Massenstart-Bewerb holte. Mit einer Medaille in jedem Rennen (4x Gold, 2x Silber) beendete sie damit als beste Athletin eine fast perfekte Weltmeisterschaft. Beim Heim-Weltcup in Oslo am Holmenkollen gewann sie alle Wettbewerbe und sicherte sich damit vorzeitig sowohl den Gewinn des Gesamtweltcups als auch des Verfolgungsweltcups.

Privates[Bearbeiten]

Tora Berger ist die Schwester des Biathleten und Langlauf-Weltmeisters Lars Berger. Im Juni 2010 heiratete sie ihren langjährigen Freund.

Statistik[Bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 2. Dezember 2007 FinnlandFinnland Kontiolahti Verfolgung
2. 5. Januar 2008 DeutschlandDeutschland Oberhof Sprint
3. 22. Januar 2009 ItalienItalien Antholz Sprint
4. 22. März 2009 NorwegenNorwegen Trondheim Massenstart
5. 5. Dezember 2009 SchwedenSchweden Östersund Sprint
6. 18. Februar 2010 KanadaKanada Vancouver(ws1) Einzel
7. 16. Dezember 2010 SlowenienSlowenien Pokljuka Einzel
8. 15. Januar 2011 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Sprint
9. 16. Januar 2011 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Verfolgung
10. 21. Januar 2011 ItalienItalien Antholz Sprint
11. 23. Januar 2011 ItalienItalien Antholz Massenstart
12. 6. Februar 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Presque Isle Verfolgung
13. 4. Dezember 2011 SchwedenSchweden Östersund Verfolgung
14. 15. Januar 2012 TschechienTschechien Nové Město na Moravě Verfolgung
15. 7. März 2012 DeutschlandDeutschland Ruhpolding(ws3) Einzel
16. 11. März 2012 DeutschlandDeutschland Ruhpolding(ws3) Massenstart
17. 29. November 2012 SchwedenSchweden Östersund Einzel
18. 1. Dezember 2012 SchwedenSchweden Östersund Sprint
19. 2. Dezember 2012 SchwedenSchweden Östersund Verfolgung
20. 16. Dezember 2012 SlowenienSlowenien Pokljuka Massenstart
21. 13. Januar 2013 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Massenstart
22. 19. Januar 2013 ItalienItalien Antholz Verfolgung
23. 10. Februar 2013 TschechienTschechien Nové Město na Moravě(ws4) Verfolgung
24. 13. Februar 2013 TschechienTschechien Nové Město na Moravě(ws4) Einzel
25. 1. März 2013 NorwegenNorwegen Oslo Sprint
26. 2. März 2013 NorwegenNorwegen Oslo Verfolgung
27. 3. März 2013 NorwegenNorwegen Oslo Massenstart
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 14. Dezember 2008 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Staffel
2. 12. März 2010 FinnlandFinnland Kontiolahti Mixed-Staffel
3. 3. März 2011 RusslandRussland Chanty-Mansijsk(ws2) Mixed-Staffel
4. 11. Dezember 2011 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Staffel
5. 1. März 2012 DeutschlandDeutschland Ruhpolding(ws3) Mixed-Staffel
6. 9. Dezember 2012 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Staffel
7. 9. Januar 2013 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Staffel
8. 7. Februar 2013 TschechienTschechien Nové Město na Moravě(ws4) Mixed-Staffel
9. 15. Februar 2013 TschechienTschechien Nové Město na Moravě(ws4) Staffel
(ws1) Olympische Winterspiele 2010
(ws2) Biathlon-Weltmeisterschaften 2011
(ws3) Biathlon-Weltmeisterschaften 2012
(ws4) Biathlon-Weltmeisterschaften 2013

Platzierungen im Biathlon-Weltcup[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 5 7 9 6 9 36
2. Platz 10 2 4 6 22
3. Platz 2 4 2 2 8 18
Top 10 16 41 39 18 48 162
Punkteränge 24 76 58 40 49 247
Starts 29 91 69 40 49 278
Stand: 10. März 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tora Berger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien