Laura Dahlmeier

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Laura Dahlmeier Biathlon
Laura Dahlmeier bei der Olympia-Einkleidung Erding 2014 (Martin Rulsch) 03.jpg
Verband DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 22. August 1993
Geburtsort Garmisch-PartenkirchenDeutschland
Karriere
Beruf Zollbeamtin
Verein SC Partenkirchen
Trainer Bernhard Kröll
Aufnahme in den
Nationalkader
2011
Debüt im Weltcup 15. Februar 2013
Weltcupsiege 3 (0 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
JWM-Medaillen 3 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
EYOF-Medaillen 3 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Bronze 2011 Nové Město na Moravě Verfolgung
Bronze 2011 Nové Město na Moravě Staffel
Gold 2013 Obertilliach Sprint
Gold 2013 Obertilliach Einzel
Gold 2013 Obertilliach Staffel
Silber 2013 Obertilliach Verfolgung
European Youth Olympic FestivalVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold 2011 Liberec Sprint
Gold 2011 Liberec Einzel
Gold 2011 Liberec Mixed-Staffel
Weltcup-Bilanz
Gesamtweltcup 15. (2013/14)
Einzelweltcup 12. (2013/14)
Sprintweltcup 24. (2013/14)
Verfolgungsweltcup 15. (2013/14)
Massenstartweltcup 14. (2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Staffel 3 1 0
letzte Änderung: 11. September 2014

Laura Dahlmeier (* 22. August 1993 in Garmisch-Partenkirchen) ist eine deutsche Biathletin.

Sportliche Karriere[Bearbeiten]

Laura Dahlmeier versuchte sich erstmals als Siebenjährige im Biathlonsport und bestritt zunächst auch Wettkämpfe im alpinen Skirennsport, bevor sie sich nach zwei Jahren für Biathlon entschied. Bereits im Alter von 17 Jahren erzielte sie in der Saison 2010/11 diverse Erfolge. So machte sie im Deutschlandpokal mit zwei ersten und zwei zweiten Plätzen auf sich aufmerksam. Bei ihren ersten Juniorenweltmeisterschaften errang sie zudem durch ihre dritten Plätze in Verfolgung und Staffel zwei Medaillen. Beim kurz darauf im tschechischen Liberec ausgetragenen European Youth Olympic Festival erzielte sie mit Siegen in allen drei Rennen (Sprint, Einzel und Mixed-Staffel) ein perfektes Ergebnis.

Im darauffolgenden Jahr konnte Dahlmeier bei den Juniorenweltmeisterschaften im finnischen Kontiolahti nicht an ihre bisherigen Erfolge anknüpfen und verpasste Top-Ten-Ergebnisse in den Einzelwettbewerben. In der Staffel erreichte sie zusammen mit Franziska Preuß und Julia Bartolmäs den sechsten Platz. Hingegen bestätigte sie im Deutschlandpokal mit vier ersten Plätzen ihre Erfolge des Vorjahres. Zusammen mit zwei weiteren dritten Plätzen entschied sie auch die Gesamtwertung des Deutschlandpokals in ihrer Altersklasse für sich. Im März 2012 errang sie bei den Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften in Oberhof jeweils Platz eins im Sprint und im Einzel. Durch den Sieg in der Staffel mit Franziska Preuß und Iris Grandl sicherte sie sich ihren dritten Jugendmeistertitel.

Durch ihre guten Leistungen im Deutschlandpokal wurde Dahlmeier Anfang Januar 2013 vom Deutschen Skiverband für die Juniorenweltmeisterschaften in Obertilliach nominiert. Zum Auftakt belegte sie den ersten Rang im Sprint. Nachdem sie bei der anschließenden Verfolgung mit Platz zwei erneut auf das Podest lief, sicherte sie sich weitere Titel beim Einzelrennen und in der Staffel. Mit insgesamt drei Gold- und einer Silbermedaille wurde sie erfolgreichste Teilnehmerin bei den Juniorinnen. Aufgrund der starken Leistungen nominierte der Deutsche Skiverband sie auch für die eine Woche später stattfindenden Weltmeisterschaften in Nové Město.[1] Dort wurde sie anstelle von Nadine Horchler für die Damenstaffel aufgestellt und erreichte gemeinsam mit Franziska Hildebrand, Miriam Gössner und Andrea Henkel den fünften Rang. Bei ihrem Debüt im Weltcup und gleichzeitig bei einer Weltmeisterschaft absolvierte sie ihre Runde ohne Schießfehler und mit der drittbesten Laufzeit und übergab in Führung liegend an die Schlussläuferin Henkel.

Beim folgenden Biathlon-Weltcup 2012/13 in Oslo bestritt sie ihr erstes Einzelrennen und belegte im Sprint den siebten Platz.[2] Im anschließenden Verfolgungsrennen wurde sie Zehnte.[3] Dank dieser Resultate konnte sie sich für den Massenstart qualifizieren, in dem sie auf dem 27. Platz landete.[4] Im Sprint von Sotschi konnte sie ihr gutes Resultat von Oslo wiederholen und erreichte hinter ihrer Teamkollegin Evi Sachenbacher-Stehle den siebten Rang. Einen Tag später konnte sie sich am 10. März bei ihrem zweiten Staffeleinsatz als Schlussläuferin der deutschen Staffel um Andrea Henkel, Evi Sachenbacher-Stehle und Miriam Gössner durch zwei fehlerfreie Schießeinlagen und einer überragenden Schlussrunde den ersten Sieg im Biathlonweltcup sichern.

Am 15. Dezember 2013 erreichte sie mit Platz fünf in der Verfolgung von Annecy-Le Grand-Bornand ihr bislang bestes Weltcupresultat in einem Einzelrennen. Am 28. Dezember 2013 gewann sie, zusammen mit Florian Graf, die World Team Challenge in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen.[5]

Im Februar 2014 nahm sie an den Biathlon-Wettbewerben der XXII. Olympischen Winterspielen in Sotschi teil. Im August 2014 stürzte Dahlmeier beim Klettern im Zugspitzmassiv und zog sich einen Bänderriss am rechten Sprunggelenk sowie eine Knochenprellung am Knöchel zu.[6][7] Aufgrund der Verletzungen und dem damit verbundenen Trainingsrückstand verpasste sie den Weltcup-Auftakt der Saison 2014/15 in Östersund und den zweiten Weltcup in Hochfilzen.[8] Zum dritten Weltcup in Pokljuka kehrte Dahlmeier in den Weltcup zurück und erreichte, als beste Deutsche, den neunten Rang. [6]

Privatleben[Bearbeiten]

Dahlmeier lebt in Garmisch-Partenkirchen. Sie ist die Tochter von Andreas Dahlmeier und seiner Ehefrau Susi (geb. Buchwieser). Die Eltern waren Anfang der 1990er-Jahre erfolgreiche Mountainbikefahrer und errangen mehrere nationale und internationale Titel. Am 1. August 2011 wurde Dahlmeier in das Zoll-Ski-Team aufgenommen und schloss eine Ausbildung als Zollwachtmeisterin ab.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Jahr 2013 erhielt sie den WinterStar des Bayerischen Fernsehens in der Kategorie Perspektive[9] und den Bayerischen Sportpreis als Herausragende Nachwuchssportlerin[10]. Im Oktober des gleichen Jahres wurde Dahlmeier für ihre Erfolge bei den Juniorenweltmeisterschaften und im Weltcup zur Juniorsportlerin des Jahres 2013 gewählt.[11] Am Rande des Weltcups in Hochfilzen wurde sie am 7. Dezember 2013 von der IBU als beste Nachwuchsbiathletin der vergangenen Saison ausgezeichnet.[12]

Statistik[Bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 10. Mär. 2013 RusslandRussland Sotschi Staffel
2. 12. Dez. 2013 FrankreichFrankreich Annecy-Le Grand-Bornand Staffel
3. 08. Jan. 2014 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Staffel

Biathlon-Weltcup[Bearbeiten]

Saison Einzelrennen1 Platzierungen Einzelrennen Staffelrennen Platzierungen Staffelrennen Gesamt-Weltcup2
1. – 2. – 3. Top Ten Punkteränge Damen Mixed 1. – 2. – 3. Top Ten Punkte Platz
2012/13 07 (26) 0 – 0 – 0 05 07 02  (6) 00  (2) 1 – 0 – 0 01 220 35
2013/14 17 (22) 0 – 0 – 0 05 16 03  (3) 00  (1) 2 – 1 – 0 03 410 15
2014/15 03 (25) 0 – 0 – 0 03 03 00  (6) 00  (3) 0 – 0 – 0 00 104
Gesamt 27 (73) 0 – 0 – 0 13 26 05 (15) 00  (6) 3 – 1 – 0 04  

Stand: 21. Dezember 2014

1 Anzahl der Rennstarts. In Klammern ist die Gesamtzahl der Rennen der Saison angegeben.
2 Zur besseren Vergleichbarkeit werden hier die tatsächlich erzielten Weltcup-Punkte aufgeführt und Streichergebnisse nicht abgezogen.

Ergänzende Informationen: Punkteverteilung / Streichergebnisse im Biathlon-Weltcup

Olympische Winterspiele[Bearbeiten]

Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Sprint Verfolgung Einzel Massenstart Damenstaffel Mixedstaffel
Olympische Winterspiele 2014 Olympische Winterspiele | RusslandRussland Sotschi 46. 30. 13. DNS 11. DSQ1[13]
1 Die Mixedstaffel wurde disqualifiziert aufgrund eines Dopingvergehens von Evi Sachenbacher-Stehle.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laura Dahlmeier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dahlmeier für WM in Nove Mesto nominiert. biathlon-online.de, 29. Januar 2013, abgerufen am 29. Januar 2013.
  2. IBU Datacenter: 7,5 km Sprint der Damen in Oslo, Saison 2012/13
  3. IBU Datacenter: 10 km Verfolgung der Damen in Oslo, Saison 2012/13
  4. IBU Datacenter: 12,5 km Massenstart der Damen in Oslo, Saison 2012/13
  5. WTC-Hall of Fame. In: biathlon-aufschalke.de. Abgerufen am 5. März 2014.
  6. a b Gössner bleibt im Team – Dahlmeier steigt wieder ein. In: sportschau.de. 17. Dezember 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014.
  7. Dahlmeier: "Mir wird jetzt noch anders". In: tz.de. 28. Oktober 2014, abgerufen am 30. November 2014.
  8. Weltcup-Auftakt in Östersund ohne deutsche Hoffnungen. In: sportschau.de. 27. November 2014, abgerufen am 30. November 2014.
  9. WinterStar 2013: Sport, Spiel und Ehrungen. Bayerischer Rundfunk, 24. März 2013, abgerufen am 25. März 2013.
  10. Bayerischer Sportpreis 2013: Seehofer ehrt Größen des Sports. Bayerischer Rundfunk, 6. Juli 2013, abgerufen am 9. Juli 2013.
  11. Laura Dahlmeier ist „Juniorsportlerin des Jahres 2013“. Stiftung Deutsche Sporthilfe, 12. Oktober 2013, abgerufen am 12. Oktober 2013.
  12. Weltverband zeichnet Greis und Dahlmeier aus. biathlon-online.de, 9. Dezember 2013, abgerufen am 10. Dezember 2013.
  13. IOC DISCIPLINARY COMMISSION DECISION. In: IOC. 21. Februar 2014, abgerufen am 18. März 2014. (pdf)