Ried im Innkreis
| Ried im Innkreis | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Oberösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Ried im Innkreis | |
| Kfz-Kennzeichen: | RI | |
| Fläche: | 6,77 km² | |
| Koordinaten: | 48° 13′ N, 13° 29′ O48.2113.489444444444433Koordinaten: 48° 12′ 36″ N, 13° 29′ 22″ O | |
| Höhe: | 433 m ü. A. | |
| Einwohner: | 11.408 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1.685,08 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 4910 | |
| Vorwahl: | 07752 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 12 25 | |
| NUTS-Region | AT311 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptplatz 12 4910 Ried im Innkreis |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Albert Ortig (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2009) (37 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt Ried im Innkreis im Bezirk Ried im Innkreis | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Ried im Innkreis ist eine Stadt mit 11.408 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im oberösterreichischen Innviertel etwa 80 km westlich von Linz und 60 km nördlich von Salzburg. Sie ist Bezirkshauptstadt des Bezirks Ried im Innkreis und bildet im Innviertel ein Mittelzentrum. Zudem ist Ried das Zentrum des Gerichtsbezirks Ried im Innkreis.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Ried liegt in einer Bodensenke des Alpenvorlandes nördlich des Hausruckwaldes. Der Name der Stadt leitet sich vom mittelhochdeutschen „Riet“ (auch: Rieth, Reet, Rohr und ähnlich) ab und bedeutet das an Ufern oder auf sumpfigem Gelände wachsende Schilfrohr. Ried im Innkreis liegt auf 433 m Seehöhe. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 3,2 km, von West nach Ost 3,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 6,7 km².
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Zur Kernstadt Ried gehören eine Vielzahl meist räumlich getrennter Wohnplätze (wie Hauptplatz, Stelzhamerplatz, Kirchenplatz, Marktplatz, Hoher Markt und Roßmarkt) und weitere Ortsteile. Davon haben die meisten eine lange eigenständige Geschichte. Andere wiederum wurden auch als neue Baugebiete angelegt, erhielten dann einen eigenen Namen, haben aber oftmals keine festgelegten Grenzen. Im Einzelnen gehören zur Kernstadt:
- Riedberg
- Bad Ried
- Stöcklgras
- Kreuzbergsiedlung
- Kapuzinerberg
- Schloßberg
- Hopfenberg
- Kleinried
- Wegleiten
- St. Anna
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Ried. Aufzählung im Uhrzeigersinn, beginnend im Süden:
Neuhofen im Innkreis, Mehrnbach, Aurolzmünster, Tumeltsham und Hohenzell.
[Bearbeiten] Klima
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Ried im Innkreis
Quelle: Durchschnitt von 1971-2000 laut ZAMG
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[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Frühzeit
Die Umgebung von Ried war ursprünglich keltisch besiedelt - in Ried selbst gibt es keine Funde aus jener Zeit. Im Jahr 15 vor Chr. eroberten die Römer das Innviertel und die Rieder Gegend wurde Teil der römischen Provinz Noricum.
[Bearbeiten] Mittelalter
Ried wurde erstmals am 13. November 1136 als bayerisch-landesfürstliche Burg mit Sitz des Herrengeschlechts der Reginer von Ried erwähnt. Bereits um 1180 finden in einer Urkunde zum ersten Mal die Bürger von Ried Erwähnung - daraus kann auf eine Siedlungstätigkeit um die Burg geschlossen werden.
Der Sage nach wurde 1191 der Müllerssohn Dietmar der Anhanger von Friedrich I. (Barbarossa) mit dem Markt Ried belehnt. Der Grund dafür war angeblich, dass Dietmar beim Kreuzzug den Kampfesmut der Truppen wieder aufgerichtet hatte: Als in Ikonia die Fahne des Heeres von den Gegnern zu Fall gebracht worden war, nahm Dietmar seinen Bundschuh und steckte ihn auf eine Lanze; unter diesem Zeichen fassten die Kreuzfahrer neuen Mut und schafften es, die Stadt zu erobern. Der Bundschuh aus der Sage ist heute Bestandteil des Stadtwappens.
Nach dem Aussterben der Herren von Ried um das Jahr 1200 ging das Gebiet in den Besitz der bayerischen Herzöge über. Nur etwa eineinhalb Wegstunden von der Grenze am Geiersberg entfernt, wurde die Grenznähe dem Markt Ried immer wieder zum Verhängnis.
1266 eroberte Ottokar II. Przemysl die Veste Ried. Am 24. September 1364 eroberte und zerstörte Rudolf IV. der Stifter den Markt Ried.
Der 1379 abgeschlossene Ersten Rieder Vertrag beendete zunächst die Grenzstreitigkeiten zwischen Österreich und Bayern. 1435 erhielt Ried von Herzog Heinrich XVI. ein eigenes Marktwappen verliehen. Eine ruhigere wirtschaftliche Entwicklung konnte nun beginnen, vor allem Leinenweberei und Leinwandhandel.
[Bearbeiten] Neuzeit
Zur Zeit der Reformation belegen Visitationsberichte den Einfluss der Reformation. Bis 1580 konnte sich allerdings die Gegenreformation durchsetzen. In deren Folge kam es zu mehreren Auswanderungen. Während der Bauernkriege war Ried Zufluchtsstätte und Hauptquartier des bayerischen Kriegskommissärs.
1649 traf eine Pestepidemie mit 236 Toten die Stadt.
Die Grenzkonflikte zwischen Österreich und Bayern erneuerten sich im spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714) und im österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1745). Nach dem bayerischen Erbfolgekrieg kam das Innviertel und damit auch Ried durch den Frieden von Teschen 1779 zu Österreich. Während der Koalitionskriege fiel es im Jahre 1810 erneut an Bayern. Napoleon bezog zweimal in Ried Quartier und entging am 2. Mai 1809 nur knapp einem Anschlag.
Im Zweiten Rieder Vertrag wechselte Bayern am 8. Oktober 1813 die Seiten und trat der Allianz gegen Napoleon bei. Nach dem Münchner Vertrag wurde Ried 1816 endgültig österreichisch.
1857 wurde der damals größte Markt Österreichs von Kaiser Franz Joseph I. zur Stadt erhoben. Das 1867 erstmals veranstaltete „Gewerbliche Ausstellungsfest“ war der Grundstein zur Entwicklung Rieds als Messestadt.
[Bearbeiten] Zeitgeschichte
Im Zusammenhang mit dem Anschluss Österreichs marschierten am 12. März 1938 Verbände der deutschen Wehrmacht in Ried ein, Hitler traf auf der Durchreise nach Linz in Ried ein. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges marschierten am 3. Mai 1945 amerikanische Truppen in Ried ein. Der Ort wurde Teil der amerikanischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich. Die amerikanische Militärverwaltung richtete ein Kriegsgefangenenlager für deutsche Militärangehörige ein, zudem gab es im Ort ein DP-Lager für Displaced Persons; dieses Lager 701A leitete ein Team der UNRRA.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
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Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Volkszählungsergebnisse beinhaltet auch die in den Baracken untergebrachten Internierten und Flüchtlinge.¹
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 37 Mitgliedern, deren Amtszeit sechs Jahre beträgt. Die Sitze verteilen sich seit der letzten Kommunalwahl von 2009 auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt: ÖVP 18, SPÖ 8, FPÖ 7, GRÜNE 4.
[Bearbeiten] Bürgermeister
An der Spitze der Stadt Ried stehen bereits seit 1781 der Bürgermeister und der Rat.
Der Bürgermeister wird seit 1997 von den Wahlberechtigten auf sechs Jahre direkt gewählt (gleichzeitig mit der Gemeinderatswahl). Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung Vizebürgermeister. In Ried gibt es seit der letzten Gemeinderatswahl (2009) drei Vizebürgermeister.
[Bearbeiten] Stadtoberhäupter in Ried seit 1899
- 1899–1912: Hans Winter
- 1912–1919: Friedrich Thurner
- 1919–1929: Hans Leitgeb
- 1929–1938: Rudolf Wilflingseder
- 1938–1945: Rudolf Pospischek
- 1945–1945: Wilhelm Soukop
- 1945–1954: Adolf Matulik
- 1954–1958: Rudolf Wilflingseder
- 1958–1967: Adolf Matulik
- 1967–1979: Dr. Franz Fruhstorfer
- 1979–1991: Dr. Günther Hummer
- 1991–1994: Dr. Günther Nagele
- 1994–2011: Albert Ortig
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: Das Wappen der Stadt wurde im Zuge der Stadterhebung 1857 verliehen. Das Stadtwappen ist viergeteilt. Das oberste Viertel zeigt einen Doppeladler und verdeutlicht die Zugehörigkeit zu Österreich. Das untere Viertel enthält den „bayerischen Wecken“, weiß-blaue Rauten und zeigt damit an, dass die Stadt ursprünglich zu Bayern gehörte.
Im linken Viertel steht ein Schnürstiefel. Er war bereits im früherem Wappen der Stadt enthalten und spielt auf die Gründungslegende von Ried im Innkreis an. Die im rechten Viertel enthaltenen Ranken waren ebenfalls bereits im alten Wappen vorhanden und weisen auf die Bedeutung der Stadt als Brauereistadt hin.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Deutschland: Landshut (62.800 Einwohner), seit 1974
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
- Straße
Über die Anschlussstellen Ried im Innkreis und Haag am Hausruck gelangt man auf die Autobahn A 8. Über die B 141 Rieder Straße bestehen Verbindungen Richtung Osten und Westen, über die B 143 Hausruck Straße Richtung Norden und Süden.
- Bus
Im Stadtgebiet versorgen 6 Buslinien den öffentlichen Personennahverkehr mit einem eigenen Citybus.
- Bahn
Die Stadt Ried ist ein Kreuzungspunkt der Innviertelbahn von Simbach am Inn nach Neumarkt-Kallham und der Salzkammergutbahn von Schärding nach Attnang-Puchheim. Beide Bahnen wurden als Hauptbahnen ausgeführt, weshalb Ried die erste oberösterreichische Stadt ist, welche einen vollständigen Hauptbahnknoten beherbergte. Die Linie von Wien über Linz nach Ried fährt im 1-Stunden-Takt.
- Luftverkehr
Der internationale Flughafen Linz ist in 40 Minuten mit dem PKW oder mit der Bahn (mit Umsteigen) zu erreichen, der Flughafen München ist in 2 Stunden und der Flughafen Salzburg in 70 Minuten mit dem PKW zu erreichen.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
Ried verfügt über ein Finanzamt, ein Landes- und Bezirksgericht. Ferner ist die Stadt Sitz der Bezirkshauptmannschaft. Seit 1846 gibt es auch ein Krankenhaus.
[Bearbeiten] Bildung
Die Entwicklung zur Schulstadt begann mit dem Bau des Gymnasiums im Jahre 1872. Heute befinden sich in Ried:
- drei Volksschulen
- eine Sonderschule mit 4 Volksschulintegrationsklassen
- eine alternative Schule (Bildungswerkstatt Knittlingerhof und Privatkindergarten)
- zwei öffentliche Hauptschulen
- eine private Hauptschule (Franziskanerinnen)
- Polytechnische Schule
- Bundesoberstufenrealgymnasium in der Dr. Thomas Senn-Straße
- Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium in der Beethovenstraße
Berufsbildende Schulen:
- Berufsschule I für gewerbliche Lehrberufe
- Berufsschule II für kaufmännische Lehrberufe
- Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule
- Höhere Bundeslehranstalt (HBLA) und Fachschule für wirtschaftliche Berufe
- Höhere technische Lehranstalt (HTL) für Maschineningenieurwesen
- Bundeslehranstalt für Kindergartenpädagogik mit Übungskindergarten
- Akademie für Physiotherapie (BFI)
- Akademie für Logopädie (BFI; wurde 2010 geschlossen)
- Akademie für Ergotherapie (BFI; wurde 2010 geschlossen)
- Akademie für RT (BFI; wurde 2010 geschlossen)
- Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Barmherzigen Schwestern am Krankenhaus Ried (Vinzentinum Ried im Innkreis)
- Landesmusikschule
- Turnschule (Jahnturnhalle) des Österreichischen Turnerbundes (ÖTB)
[Bearbeiten] Messestadt
Seit 1867 werden in Ried in regelmäßigen Abständen mehrtägige Fachmessen veranstaltet. [1]
[Bearbeiten] Medien
In Ried erscheinen als Wochenzeitung die „Rieder Rundschau“, die „Tips Ried-Schärding“, eine Gratiszeitung der Wimmer Medien (Oberösterreichische Nachrichten) aus Linz und das „Rieder Magazin“, eine Gratiszeitung, die inzwischen der Mediaprint gehört. Zwei private Fernsehsender informieren über lokale Ereignisse rund um die Region: „Ried TV“ sendet ausschließlich im örtlichen Glasfasernetz und im Internet. Innsat.TV hauptsächlich über den Fernsehsatelliten Astra 1H.
[Bearbeiten] Panzergrenadierbataillon 13
Seit 1937 befinden sich dauerhaft Einheiten des österreichische Bundesheers und der Deutschen Wehrmacht in Ried im Innkreis. Die Kaserne wurde nach General der Infanterie Wilhelm Zehner (1883 - 1938) „Zehner Kaserne“ benannt und beheimatete zuerst das oberösterreichische 17. Infanterieregiment. Nach dem Einmarsch 1938 das Infanterie-Regiment 135 der 45. Infanterie-Division, sowie vom März bis Mai 1943 die Panzerjäger-Abteilung 100 der 100. Jäger-Division und ab 1944 die Heeresflakabteilung 277.
Nach dem Wiederaufbau des österreichischen Bundesheeres kam ab 1958 eine neue Garnison nach Ried, das Feldjägerbataillon 13, das 1963 zum Panzergrenadierbataillon 13 umbenannt wurde. Die Rieder Grenadiere zeichnen sich vor allem im Katastrophenschutz und bei den Auslandseinsätzen aus. Derzeitiger Kommandant ist Oberstleutnant Ing. Martin Bogenreiter.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
Auf industriellem Gebiet sind heute in Ried z.B. die Skifabrik Fischer (Fischer Sports GmbH) mit weltweitem Ruf, der Flugzeugkomponentenhersteller FACC (Fischer Advanced Composites Components AG), die Bio-Möbelfabrik Team 7 und die auf die Produktion hochtechnischer Anlagen spezialisierte Firma Wintersteiger zu nennen.
Die Stadt beheimatet außerdem zwei Brauereien, welche die lange Geschichte des Bieres im Innviertel hochhalten. Die Kellerbrauerei ist mit ihrer Gründung im Jahre 1446 die älteste Privatbrauerei Österreichs. Die Brauerei Ried wurde 1536 gegründet und stellt neben Bier auch Limonade her.
[Bearbeiten] Sport
- Fußball: Ried ist Sitz des seit den 90er Jahren sehr erfolgreichen Fußballklubs SV Ried. Der Verein war 1998 und 2011 ÖFB-Cupsieger sowie Vizemeister 2007 und spielt mittlerweile seine vierzehnte Saison in der Bundesliga.
- Badminton: Union Ried
- Basketball: Union Ried
- Eishockey: Die Innviertel Penguins - "1. Rieder Eishockeyverein" spielten in der Saison 2010/11 in der Niederbayrischen-Innviertler Hobbypokalliga.
- Judo: Der JV Ried kann auf zahlreiche Erfolge im Nachwuchs- und Seniorenbereich verweisen.
- Karate: Verein Shotokan Karate-Do Daikoku Ried
- Klettern: Der Alpenverein betreibt auf dem Messegelände eine Kletterhalle.
- Leichtathletik: Die LAG Genböck-Haus Ried bringt immer wieder starke junge Sportler hervor. Der Verein setzt sehr stark auf den Breitensport und organisiert u. a. den jährlichen Rieder Stadtlauf. Spitzenpositionen in den ersten Rängen der Landes- und Staatsmeisterschaften. Außerdem ist das alte Rieder Stadion jährlich Austragungsort eines Austria Top-Meetings.
- Motorsport (Motocross und Enduro): HSV Ried
- Orientierungslauf: HSV Ried
- Schießsport: ASKÖ Ried
- Skateboarding: Mit der Austrian Indoor Challenge findet in der Rieder Skatehalle jährlich einer der renommiertesten Contests in Österreich statt.
- Tennis: Der erfolgreichste Tennisverein ist der UTC Fischer Ried, ebenfalls im Meisterschaftsbetrieb tätig ist die ASKÖ Ried.
- Turnen: Der TV Ried 1848 feiert 2008 den 160 Jährigen Bestand und ist somit einer der ältesten Vereine in Österreich. Außerdem ist in der Rieder Jahnturnhalle die Bundersturnschule des ÖTB. Die Union und die ASKÖ bieten ebenfalls Turnmöglichkeiten.
- Ultimate Frisbee: Union Ried
- Volleyball: Die Herren-Volleyballmannschaft der Union Ried spielt seit 2009 in der 2. Bundesliga West.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museum Innviertler Volkskundehaus
Zu Beginn des Jahrhunderts gründeten einige Rieder Bürger eine „Gesellschaft zur Pflege der Rieder Heimatkunde“, die sich vor allem mit Lokalgeschichte und Schwanthaler-Forschung auseinandersetzte. Für die Sammlungen des 1909 gegründeten Musealvereines gab es zunächst keine Ausstellungsmöglichkeit.
Dies änderte sich erst, als 1933 Pfarrer Johann Veichtlbauer (1867–1939) seine umfangreiche volkskundliche Sammlung der Stadt Ried als Stiftung übergab, was die Bestände mehr als verdoppelte. Mit der Bezeichnung „Innviertler Volkskundehaus“ kam man einem Wunsch Pfarrer Veichtlbauers nach.
[Bearbeiten] Bildhauerfamilie Schwanthaler
Die Wurzeln der Familie Schwanthaler sind in Ried. 1632 kam Hans Schwabenthaler, später Schwanthaler, nach Ried, und bis 1838 hatte die Bildhauerfamilie hier ihre Werkstätte. Der Sohn Thomas Schwanthaler fertigte den Hochaltar und die Ölberggruppe der Rieder Stadtpfarrkirche. Zahlreiche Werke der Familie sind bis heute vor allem in Kirchen in Oberösterreich und Bayern, sowie im Innviertler Volkskundehaus erhalten.
[Bearbeiten] Kirchen und Klöster
- Stadtpfarrkirche Ried im Innkreis
- Altkatholische Christuskirche
- Dreifaltigkeitskirche Riedberg
- Kapuzinerkirche
- Methodistenkirche
- Neuapostolische Kirche
- Kapuzinerkloster
- Redemptoristinnenkloster St. Anna
[Bearbeiten] Kunst im Keller
Der Kulturverein KiK („Kunst im Keller“) hat sich seit seiner Gründung 1989 mit mehr als 1000 Veranstaltungen (auch politischen) und engagierter Kulturarbeit einen hervorragenden Namen in ganz Österreich erworben. Das Spektrum umfasst Musik (Rock, Alternative, Jazz, bis hin zu „echter“ Volksmusik), Kleinkunst (Kabarett, Satire), Literatur und Theater. Bis inklusive 2006 zählte das KiK mehr als 131.000 Besucher.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Ehrenzeichenträger
- Ludwig Pasch (* 1919), Schriftsteller und Gründer der Innviertler Schulspatzen.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter
- Josef Adlmannseder (1888–1971), Politiker
- Josef Benetseder (* 1983), Radrennfahrer
- Wilhelm Dachauer (1881–1951), Maler
- Sybil Danning (* 1947), Hollywood-Schauspielerin und Filmproduzentin.
- Andreas Goldberger (* 1972), Skispringer
- August Humer (1947-2007), Organist und Cembalist
- Karl Itzinger (1888–1948), Zeitungsverleger und Schriftsteller
- Patricia Kaiser (* 1984), Leichtathletin und Miss Austria 2000
- Daria Karanowicz (* 1908), Musikerin
- Helmut Kreuzhuber (1938-2009), Militärkommandant von Oberösterreich (1993-2001)
- Richard Obermayr (*1970), Schriftsteller
- Karl Öllinger (*1951), Politiker und Nationalratsabgeordneter
- Manuel Ortlechner (* 1980), Fußballspieler
- Ludwig von der Pfordten (1811–1880), bayerischer Politiker
- Samuel Radlinger (* 1992), Fußballspieler
- Bonaventura Schwanthaler (1678–1744), Anführer des bayerischen Volksaufstands
- Thomas Schwanthaler (1634–1707), Barockbildhauer
- Roman Summereder (* 1954), Organist und Cembalist
- Emmy Woitsch (1894–1981), Malerin
- Anton Zeilinger (* 1945), Quantenphysiker und Universitätsprofessor an der Universität Wien
[Bearbeiten] Personen mit Bezug zur Stadt
- Hans Blietel wurde als ein Hutterer um 1545 in Ried zum Feuertod verurteilt
- Hans Schwabenthaler († 1656), Ahnherr der Bildhauerfamilie Schwanthaler, kam 1632 nach Ried und verstarb hier 1656
- Ernst Kaltenbrunner (1903–1946), hingerichtet 1946, nationalsozialistischer Politiker und Kriegsverbrecher
[Bearbeiten] Sonstiges
- Alter und Neuer Stadtpark sowie weitere Parkanlagen
- Eislaufhalle
- Hallenbad und Freibad
- Fußballstadion (Keine Sorgen Arena)
- Leichtathletikstadion („Altes Rieder Stadion“)
- Biermuseum im Kellerbräu
- Stützpunktfeuerwehr des Innviertels
- Öffentliche Bücherei
- Friedhof
[Bearbeiten] Literatur
- Der Bundschuh ist eine jährlich erscheinende Schriftenreihe und enthält Heimatkundliches aus dem Inn- und Hausruckviertel. Herausgegeben im Auftrag des Museums Innviertler Volkskundehaus. Band 1 erschien erstmals 1998. ISBN 3-900847-54-1
- Die Schwanthaler-Stadt Ried, Geschichte und Gegenwart, 1999. ISBN 3-900847-57-6
- Ried im Innkreis in alten Ansichten, 2001. ISBN 90-288-6677-9
- Häuserbuch der Stadt Ried, 2002. ISBN 3-902121-17-3
- 50 Jahre Wiedererrichtung Garnison Ried - Tapfer, standhaft und treu (hrsg. von der 13er Kameradschaft), Moserbauer Druck & Verlag Ried im Innkreis 2008, ISBN 978-3-902121-92-9
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Ried im Innkreis
- Links zum Thema Ried im Innkreis im Open Directory Project
- Zur Eisenbahngeschichte von Ried im Innkreis("Rieder Kreuz")
- Citycams von Ried
- Weitere Infos über die Gemeinde Ried im Innkreis auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich
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