Kamil Stoch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kamil Stoch Skispringen
Kamil Stoch 2012

Kamil Stoch 2012

Nation PolenPolen Polen
Geburtstag 25. Mai 1987
Geburtsort ZakopanePolenPolen Polen
Größe 173 cm
Gewicht 52 kg
Beruf Student
Karriere
Verein WKS Zakopane.[1]
Trainer Łukasz Kruczek
Nationalkader seit 2000
Debüt im Weltcup 17. Januar 2004
Pers. Bestweite 232,5 m (Vikersund 2013)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Nationale Medaillen 8 × Gold 4 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2014 Sotschi Normalschanze
Gold 2014 Sotschi Großschanze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Gold 2013 Val di Fiemme Großschanze
Bronze 2013 Val di Fiemme Mannschaft
FIS Skisprung-Junioren-WM
Silber 2004 Stryn Mannschaft
Silber 2005 Rovaniemi Mannschaft
Logo des Polnischen Skiverbands Polnische Meisterschaften
Gold 2007 Zakopane Großschanze
Gold 2009 Wisła Großschanze
Bronze 2009 Zakopane Normalschanze
Silber 2009 Szczyrk Großschanze
Gold 2010 Szczyrk Mannschaft
Silber 2010 Szczyrk Normalschanze
Silber 2010 Wisła Großschanze
Silber 2010 Zakopane Großschanze
Gold 2011 Szczyrk Normalschanze
Gold 2011 Zakopane Großschanze
Gold 2011 Wisła Großschanze
Gold 2012 Zakopane Großschanze
Gold 2012 Zakopane Mannschaft
Bronze 2012 Wisła Großschanze
Silber 2013 Wisła Großschanze
Platzierungen
 Weltcupsiege 13
 Gesamtweltcup 01. (2013/14)
 Skiflug-Weltcup 06. (2011/12)
 Vierschanzentournee 04. (2012/13)
 Nordic Tournament 15. (2010)
 Sommer-Grand-Prix 02. (2010, 2011)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Skispringen 12 7 6
 Skifliegen 1 0 1
 Team 0 3 4
letzte Änderung: 23. März 2014

Kamil Stoch [ˈkamil ˈstɔʜ] (* 25. Mai 1987 in Zakopane) ist ein polnischer Skispringer. Bei der Weltmeisterschaft 2013 gewann er den Weltmeistertitel auf der Großschanze und errang mit der polnischen Mannschaft die Bronzemedaille im Teamwettbewerb. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 sicherte er sich in Sotschi beide Einzel-Goldmedaillen. Außerdem gewann er 2013/14 den Gesamtweltcup.

Werdegang[Bearbeiten]

Seinen ersten Auftritt bei einem internationalen Turnier hatte Kamil Stoch 1999 beim Schülercup in Garmisch-Partenkirchen. Im Januar 2003 wurde er erstmals im Continentalcup eingesetzt, der "zweiten Liga" des internationalen Skispringens. Hier sprang er auch im Winter 2003/04 und zu Beginn des Winters 2004/05. Zudem vertrat er 2003 bis 2005 Polen bei den Juniorenweltmeisterschaften; 2004 und 2005 wurde er dabei mit der polnischen Mannschaft Juniorenvizeweltmeister. Bei der Seniorenweltmeisterschaft 2005 in Oberstdorf belegte er mit der polnischen Mannschaft den sechsten Platz.

Am 29. Januar 2005 wurde Kamil Stoch beim Springen in seiner Heimatstadt Zakopane erstmals für ein Weltcupspringen aufgestellt, schied aber nach dem ersten Durchgang aus. Am 11. Februar des Jahres erreichte er dann auf der Großschanze im italienischen Pragelato den siebenten Rang und holte seine ersten Weltcuppunkte. Kurz darauf gehörte er zum polnischen Aufgebot für die Olympischen Winterspiele 2006. Dabei sprang er von der Normalschanze auf den 16. und von der Großschanze auf den 26. Platz. Im Teamspringen erreichte er gemeinsam mit Stefan Hula, Robert Mateja und Adam Małysz den 5. Platz.[2]

Am 3. Oktober 2007 gewann Kamil Stoch das Sommer Grand-Prix-Springen in Oberhof mit den beiden besten Sprüngen. Kurz darauf gewann er am 26. Dezember 2007 in Zakopane schließlich auch die polnische Meisterschaft von der Großschanze.[3] Am 21. Februar 2009 wurde Stoch bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2009 im tschechischen Liberec Vierter auf der Normalschanze. Am 21. März 2009 belegte er zudem mit der polnischen Mannschaft den 2. Platz im Weltcup im slowenischen Planica. Am 29. Januar 2011 feierte er sodann den 3. Platz im Teamwettbewerb von Willingen.

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 im kanadischen Vancouver erreichte Kamil Stoch im Springen von der Normalschanze den 27. Platz.[4]. Zu Beginn der Sommersaison 2010 dominierte er den Continentalcup und konnte nach einem zweiten Platz zum Auftakt mit insgesamt sechs Erstplatzierungen das Turnier schließlich als Gesamtsieger abschließen. Am 23. Januar 2011 gewann er schließlich vor heimischer Kulisse auch das Springen von der Großschanze in Zakopane und feierte damit seinen ersten Weltcupsieg.

Bei der Vierschanzentournee 2011/12 erreichte er mit Platz 8 in der Gesamtwertung seine bisher beste Platzierung in dieser Wettbewerbsserie. In der Saison 2011/12 belegte er im Gesamtweltcup dann den fünften und in der Skiflugwertung den sechsten Platz und erreichte damit seine bis dato jeweils beste Platzierung.[5]

Im Februar 2013 errang er bei der Weltmeisterschaft 2013 im italienischen Val di Fiemme seinen ersten Weltmeistertitel.[6] Mit seinen Teamkollegen Piotr Żyła, Dawid Kubacki und Maciej Kot gewann er zudem hinter Österreich und Deutschland die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb und damit die erste polnische Mannschaftmedaille im Skispringen bei einer Weltmeisterschaft.[7]

Kamil Stoch ist vielfacher polnischer Meister sowohl in Einzelwettbewerben von der Groß- und der Normalschanze als auch mit der Mannschaft seines Vereins AZS Zakopane. Am 8. August 2010 heiratete er seine Freundin Ewa. Nach der Saison 2012/2013 wurde er neben Sabrina Windmüller in die FIS-Athletenkommission gewählt, um dort die Interessen der Skispringer zu vertreten.[8]

Am 9. Februar gewann er bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi Gold auf der Normalschanze vor Peter Prevc und Anders Bardal. Sechs Tage später gewann er ebenfalls Gold auf der Großschanze vor dem Japaner Noriaki Kasai und dem Slowenen Peter Prevc.

Erfolge[Bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land Typ
1. 23. Januar 2011 Zakopane Polen Großschanze
2. 2. Februar 2011 Klingenthal Deutschland Großschanze
3. 20. März 2011 Planica Slowenien Flugschanze
4. 20. Januar 2012 Zakopane Polen Großschanze
5. 5. Februar 2012 Val di Fiemme Italien Großschanze
6. 12. März 2013 Kuopio Finnland Großschanze
7. 15. März 2013 Trondheim Norwegen Großschanze
8. 15. Dezember 2013 Titisee-Neustadt Deutschland Großschanze
9. 22. Dezember 2013 Engelberg Schweiz Großschanze
10. 1. Februar 2014 Willingen Deutschland Großschanze
11. 2. Februar 2014 Willingen Deutschland Großschanze
12. 2. März 2014 Lahti Finnland Großschanze
13. 4. März 2014 Kuopio Finnland Großschanze

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2004/05 53 0036
2005/06 45 0041
2006/07 30 0168
2007/08 30 0157
2008/09 30 0146
2009/10 24 0203
2010/11 10 0739
2011/12 05 1078
2012/13 03 0953
2013/14 01 1420

Grand-Prix-Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land
1. 3. Oktober 2007 Oberhof Deutschland
2. 21. August 2010 Wisła Polen
3. 29. August 2010 Hakuba Japan
4. 3. Oktober 2010 Klingenthal Deutschland
5. 14. August 2011 Einsiedeln Schweiz
6. 3. Oktober 2011 Klingenthal Deutschland
7. 17. August 2013 Einsiedeln Schweiz

Grand-Prix Platzierungen[Bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2005 11 166
2006 37 066
2007 12 181
2009 32 058
2010 02 500
2011 02 505
2012 25 089

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kamil Stoch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Puchar Solidarności w Zakopanem - 06.10.2012. www.skijumping.pl. Abgerufen am 6. Oktober 2012.
  2. Poland Ski Jumping at the 2006 Torino Winter Games. www.sports-reference.com. Abgerufen am 14. April 2009.
  3. Kamil Stoch neuer polnischer Meister
  4. Resultat: Skispringen Olympische Spiele Vancouver (CAN) HS106 Herren. www.sports-reference.com. Abgerufen am 10. März 2013.
  5. Saisonübersichten bei www.fis-ski.com, abgerufen am 25. März 2012.
  6. „Kamil Stoch segelt zu Gold von der Großschanze“ auf skispringen.com, abgerufen am 28. Februar 2013.
  7. „Titel an das Team aus Österreich“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 2. März 2013.
  8. Stoch und Windmüller vertreten Skispringer in Athletenkommission bei skispringen.com, abgerufen am 6. Mai 2013.