Flow (Psychologie)

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Flow (engl. „Fließen, Rinnen, Strömen“) bezeichnet das Gefühl der völligen Vertiefung und des Aufgehens in einer Tätigkeit, auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder Funktionslust. Der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi gilt als Schöpfer der Flow-Theorie, die er aus der Beobachtung verschiedener Lebensbereiche, u.a. von Chirurgen und Extremsportlern, entwickelte und in zahlreichen Beiträgen veröffentlichte. Heute wird seine Theorie auch für rein geistige Aktivitäten in Anspruch genommen.

Flow kann bei der Steuerung eines komplexen, schnell ablaufenden Geschehens im Bereich zwischen Überforderung (Angst) und Unterforderung (Langeweile) entstehen. Der Flow-Zugang und das Flow-Erleben sind individuell unterschiedlich. Auf der Basis qualitativer Interviews beschrieb Csíkszentmihályi verschiedene Merkmale des Flow-Erlebens.[1]

Das Phänomen des Flow-Erlebens[Bearbeiten]

Schon bevor Mihály Csíkszentmihályi den Begriff des „Flow“ im psychologischen Sinne prägte und genauer untersuchte, war das Phänomen –etwa in der Spielwissenschaft- bekannt: So formulierte etwa der Spieltheoretiker Hans Scheuerl[2] schon in den 1950er Jahren seine berühmten Kriterien für das Wesen des Spiels, bei denen er u.a. das „Entrücktsein vom aktuellen Tagesgeschehen“, „das völlige Aufgehen in der momentanen Tätigkeit“ oder „das Verweilen in einem Zustand des glücklichen Unendlichkeitsgefühls“ hervorhebt, in dem man für immer oder immer wieder verharren möchte. Auch in Friedrich Schillers viel zitiertem Satz „… der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt[3] klingt dieses glückhafte Gefühl des völligen Eins-Seins mit sich und der Welt im Spiel bereits durch. Mihály Csíkszentmihályi kommt das Verdienst zu, die Bedeutung des Phänomens auch über das Spiel hinaus erkannt und beschrieben zu haben. Nach Mihály Csíkszentmihályi bedingt das Eintreten von Flow-Gefühl klare Zielsetzungen, eine volle Konzentration auf das Tun, das Gefühl der Kontrolle der Tätigkeit, den Einklang von Anforderung und Fähigkeit jenseits von Angst oder Langeweile in scheinbarer Mühelosigkeit.[4]

Der Psychologe Siegbert A. Warwitz hat sich empirisch mit dem Phänomen des Flow-Erlebens in verschiedenen Altersstufen, bei unterschiedlichen Menschengruppen, bei unterschiedlichen Tätigkeiten und unterschiedlichen Beanspruchungsgraden auseinandergesetzt.[5] Dabei kam er zu dem Ergebnis: Das „Urbild des Menschen im Flow ist das spielende Kind, das sich im glückseligen Zustand des Bei-sich-Seins befindet:“ (Flow-Erleben S. 206) Das in seinem Spiel voll aufgehende Kind spielt nicht nur Robinson, sondern es ist Robinson. Das heißt, dass es sich mit der gespielten Figur total identifiziert und in ihr aufgeht. Das Spiel erfüllt nach Warwitz bereits alle wesentlichen Kriterien, die für das Flow-Erleben charakteristisch sind: [6]

  • Das Kind fühlt sich den selbst gestellten Anforderungen gewachsen (Schwierigkeit der Aufgabe und Lösungskompetenz befinden sich im Gleichgewicht)
  • Es konzentriert die Aufmerksamkeit auf ein begrenztes, überschaubares Handlungsfeld (die Tätigkeit läuft im Nahbereich ab)
  • Auf die Aktivitäten erfolgen klare Rückmeldungen (der Handlungserfolg wird sofort erkennbar)
  • Handeln und Bewusstsein verschmelzen miteinander (eine Außenwelt existiert nicht)
  • Das Kind geht voll in seiner Tätigkeit auf (es überhört das Rufen der Mutter)
  • Das Zeitgefühl verändert sich (es lebt ganz im Hier und Jetzt)
  • Die Tätigkeit belohnt sich selbst (es bedarf keines Lobes von außen)

Dieses Gefühl der „Weltvergessenheit“ kann sich in vergleichbarer Weise bei dem Wissenschaftler einstellen, der unter „Vergessen“ der Bedürfnisse nach Essen oder Schlafen in langen Nachtarbeiten fast fanatisch eine ihn faszinierende Problemlösung verfolgt. Ihm kann der Techniker, der Bastler in seiner Werkstatt verfallen, der über seiner Versessenheit bei der Gestaltung eines ihn fesselnden Produktziels Familie und Freunde vernachlässigt. Ein besonders intensives Flow-Erleben fand Warwitz bei den Menschen, die sich bis an die Grenze ihrer physischen, psychischen und mentalen Möglichkeiten verausgaben. Er erklärt das so, dass die extreme Herausforderung durch eine außerordentliche Tätigkeit deshalb eine intensive Ausschüttung von Glückshormonen bewirkt, weil der Handelnde spürt, dass seine Leistungsfähigkeit auch einer unglaublich schwierigen Aufgabe noch gewachsen ist. Diese Wirkung zeigt sich sehr deutlich bei Ausnahmemenschen wie Grenzgängern, Artisten oder Extremsportlern, die im Glücksrausch ihrer Höchstleistungen auch gravierende Verletzungen ihrer Gesundheit, extreme Strapazen „vergessen“ und beispielsweise trotz abgefrorener Zehen in einer Art übermächtiger Glückseuphorie ihre ambitionierten Ziele weiter verfolgen. Nach Warwitz kommt das extreme Flow-Erleben interessanterweise eher unter asketischen Bedingungen zustande, die hohe Eigenleistungen erfordern als im bequemen Luxusmilieu.

Für die Musikerszene wurde das Flow-Erleben von dem Musikpädagogen Andreas Burzik beschrieben.[7][8] Im Gegensatz zur kurzzeitig aufgeputschten Erregung des Kick (Psychologie) entsteht hier eine länger andauernde Euphorie, eine Form von Glück, auf die der Einzelne Einfluss hat.

Körperliche Anzeichen[Bearbeiten]

Es wurde vermutet, dass das Empfinden eines Flow-Zustands von einer Veränderung von psychophysiologischen Variablen wie der Herzfrequenz, der Herzfrequenzvariabilität oder der Hautleitfähigkeit begleitet wird. Bisher gibt es einzelne Studien, die einen Zusammenhang von Flow-Empfindungen und psychophysiologischen Messungen untersuchten, aber es liegen noch keine abschließenden Resultate vor.[9]

Eine Tätigkeit im Flow erleben[Bearbeiten]

Diagramm zum Flow zwischen Über- und Unterforderung. Stress, Überforderung und Angst liegen über der roten Linie. Langeweile, Unterforderung und Routine liegen unter der blauen Linie.[10] Der Flow liegt genau dazwischen, und wenn Fähigkeiten und Anforderungen zusammen steigen, wird der Bereich des Flows größer. Der Flow ist wie ein sich ausdehnender Strahl zwischen der roten und blauen Linie, und nicht allein die grüne Linie.

Um sich bei einer Aufgabe in den Zustand des Flows zu versetzen, braucht einem die Tätigkeit nur zu gefallen, und die Anforderung so hoch sein, dass sie die volle Konzentration erfordert.[11][12] Sie darf jedoch nicht so hoch sein, dass man überfordert ist, denn dann ist die „Mühelosigkeit“ nicht mehr gegeben. Das Flow-Erlebnis wird durch diese beiden Faktoren Mindestanforderung und Anforderungsgrenze (in der Grafik als Linien) beschränkt.

Durch das Eintreten in eine solche Phase entsteht eine Selbst- und Zeitvergessenheit, da die Aufgabe ganze Aufmerksamkeit erfordert. Alle Bewegungsabläufe werden in harmonischer Einheit durch Körper und Geist mühelos erledigt.

Csíkszentmihályi hebt hervor, wie wichtig es ist, dass die Tätigkeit spielerisch ist – nicht etwa im Sinne von „trivial oder nicht ernst zu nehmen“, sondern in dem Sinne, dass „der Mensch, der sie vollzieht, kreativ und gestalterisch wirkt, […] darin aufgeht und darin seinen freien Ausdruck findet“.[13] Zugleich betont er das Erfordernis, die Erwartung eines Erfolgs der Handlung loszulassen[14] und frei zu sein von Sorge und Angst um sich selbst oder das eigene Ansehen.[15] Nach Csíkszentmihályi verlangt Flow einerseits ein Streben nach Kontrolle, andererseits ein Bewusstsein dessen, dass die Situation in ihrer Gesamtheit unvorhersehbar und unberechenbar ist.[16]

Flow ist ein Zustand und keine Technik. Für das Erleben des Flowzustandes müssen Störelemente, die ablenken, beseitigt sein. Der Flowzustand kann auch gemeinsam in einer Gruppe erlebt werden, dafür muss die Gruppe von störenden Elementen befreit sein. Flow kann von jedem erlebt werden; das Erreichen bedarf keiner besonderen Techniken, es ist an keine bestimmte Tätigkeit gebunden.[17]

„Praktische“ Ergänzung[Bearbeiten]

Das Bemalen des Modellbootes geht wie von selbst.
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Einige Ergänzungen kommen teilweise aus der Gedächtnispsychologie, Sozialpsychologie, Motivationspsychologie und stellen letztendlich eine Art Informationsverarbeitungsansatz dar.

Die Passung von Anforderung, Fähigkeit und Zielklarheit kann zu einem „Aufgehen“ in der Tätigkeit bzw. zu einer Veränderung der Zeitwahrnehmung oder dem Verschwinden von Sorgen führen. Die Tätigkeit, die man gerade ausführt, geht wie von selbst. Hier handelt es sich nicht um einen Dauerzustand, sondern um einen temporären Zustand, den vermutlich jeder Mensch entweder in seiner Kindheit beim Spielen, in der Freizeit oder in der Arbeit (das ist der Zusammenhang, in dem es anscheinend, empirisch überprüft, am häufigsten vorkommt) schon einmal erlebt hat.

  • Weshalb vergessen Menschen im Flow die Zeit? Weshalb denken wir nicht an unsere Sorgen? Eine mögliche Erklärung kommt aus der Gedächtnispsychologie. Das Mehrspeichermodell unterteilt das Gedächtnis in ein Ultrakurzzeit- (sensorischer Speicher), ein Kurzzeit- und ein Langzeitgedächtnis. Der Ansatz von Alan Baddeley spricht nun nicht mehr von Kurzzeitgedächtnis, sondern von einem „Arbeitsgedächtnis“. In seinem Ansatz geht es darum, dass das Arbeitsgedächtnis in der Verarbeitungsmenge, also Kapazität pro Zeiteinheit, beschränkt ist. Das heißt, das Bewusstsein, die Aufmerksamkeit kann zu einem Zeitpunkt nur 7 ± 2 Einheiten verarbeiten. Durch die selektive Wahrnehmung fokussieren Menschen ihr Bewusstsein auf bestimmte Aspekte in ihrer Umwelt bzw. in den Wissensstrukturen; dies wird Aufmerksamkeit genannt.

Eine Person, die nun weiß, „was“ und „wie“ sie etwas zu tun hat (Ziel- und Handlungsklarheit) und deren Fähigkeiten den Anforderungen der Tätigkeit gerecht werden, kann sich ganz auf das Ausführen der Tätigkeit einlassen, also in der Tätigkeit aufgehen. Die volle Aufmerksamkeit kommt dem Lösen der Aufgabe zugute. Die Person ist nicht mehr abgelenkt durch sozialpsychologisch relevante Gedanken wie „was denken die anderen über mich?“, „wie komme ich an, wenn ich A oder B mache?“, sondern hat die Chance, sich positiv rein auf die Aufgabenbewältigung zu konzentrieren, ein Tun zu entfalten, in dem eine hohe Übereinstimmung äußerer Anforderungen und innerer Wünsche und Ziele besteht.

Weitere ablenkende Faktoren kann man auch aus anderen motivationspsychologischen Ansätzen wie „erfolgsmotiviert versus misserfolgsmotiviert“ oder Attributionsstilen ableiten. Auch hier können störende Gedanken bzw. die Wahl der falschen Aufgabenschwierigkeit (also keine Übereinstimmung zwischen Aufgabenschwierigkeit und Fähigkeit) hinderlich für das Auftreten eines Flows sein.

Die Übereinstimmung zwischen Anforderung und Fähigkeit ist entscheidend, z. B. beim intensiven Computerspiel, siehe auch Beispiele unten. Man kennt noch nicht alle Funktionen des Spiels, man kennt noch nicht alle Spielregeln bzw. Zusammenhänge. Überraschungen werden kommen. Dies wird lustvoll antizipiert. Hier wäre es nicht sehr sinnvoll, mit der höchsten Schwierigkeitsstufe anzufangen, da man schnell überfordert wäre. Sinnvoller ist es, sich nach und nach zu steigern und die Eigenheiten des Spiels kennenzulernen – die Schwierigkeitsstufe also moderat zu erhöhen.

Tätigkeitsanreize versus Folgeanreize[Bearbeiten]

Das Phänomen „Flow“ kann man den Tätigkeitsanreizen zuordnen. Die Tätigkeit wird ausgeführt der Tätigkeit wegen (z. B. wegen des guten Gefühls, weil es Spaß macht) und nicht wegen der potentiellen Folgen. Eine Tätigkeit, die man wegen der potentiellen Folgen ausführt (z. B. besseres Gehalt, mehr Ansehen bei anderen ...) würde man den Folgeanreizen zuordnen.

Zusammenhang des Flows mit der Selbstbestimmungstheorie?[Bearbeiten]

Die Selbstbestimmungstheorie lässt sich anhand von innerer und äußerer Motivation in vier Stufen unterteilen. Ist man intrinsisch motiviert, nimmt man an Aktivitäten aus Interesse und der Sache selbst willen teil. Selbstbestimmte extrinsische Motivation tritt dann auf, wenn die Teilnahme an Aktivitäten freiwillig erfolgt, aber aufgrund der Tatsache, dass diese Aktivität geschätzt und angesehen ist. Bei nicht selbstbestimmter extrinsischer Motivation zwingen sich die Personen oft selbst, an einer Aktivität teilzunehmen, und leiden unter Schuldgefühlen, wenn sie es nicht tun. Amotivation schließlich bezeichnet die Unfähigkeit oder den Unwillen, an gewöhnlichen sozialen Situationen teilzunehmen; sie ähnelt der erlernten Hilflosigkeit. Eine Studie von John Kowahl und Michelle Fortier aus dem Jahr 1999 zeigt, dass sich der Flow am ehesten einstellt, wenn man selbstbestimmt extrinsisch oder gar intrinsisch motiviert ist. Sie untersuchten im Herbst 1996 eine Stichprobe von 203 Schwimmern (105 Männer und 98 Frauen), die durchschnittlich 36,4 Jahre alt waren und 3,7 Mal pro Woche trainierten. Sie baten die Schwimmer, direkt nach dem Schwimmtraining einen Fragebogen auszufüllen, der anhand einer siebenstufigen Likert-Skala (starke Ablehnung bis starke Zustimmung) situationelle motivationale Determinanten, situationelle Motivation und die neun Eigenschaften des Flows abfragte. Es stellte sich heraus, dass diejenigen Personen, die intrinsisch motiviert sind, häufiger Flowerlebnisse erleben.

Beispiele[Bearbeiten]

Der Verhaltensforscher Bernt Spiegel wendet den Begriff Flow u. a. auf spezialisierte Tätigkeiten wie das Fahren von Fahrzeugen an.[18] In seinem Beispiel bezieht er sich speziell auf das Fahren von Motorrädern, wobei innerhalb dieser Tätigkeit dem Flow hinsichtlich der Gefahr des Allzu-„fahrlässig“-werdens größte Aufmerksamkeit gewidmet werden muss.

Viele erfolgreiche Computerspiele vermitteln dem Spieler ein Flow-Erlebnis, indem sie den Spieler vor rasch aufeinanderfolgende Aufgaben eines mittleren Schwierigkeitsgrades stellen, die ihn zwar herausfordern, die er aber mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich lösen kann. Die Herausforderung muss dabei nicht besonders anspruchsvoll sein, wie das Beispiel des Flow-induzierenden Computerspiel-Klassikers Tetris zeigt – zu anspruchsvolle Aufgabenstellungen könnten durch das Herbeiführen eines Misserfolgs sogar das Flow-Erlebnis unterbrechen.

Manche Programmierer erleben eine Art Flow, wenn sie sich intensiv mit ihrem Code beschäftigen. Das Jargon File nennt diesen Zustand „Hack Mode”.[19]

Mit jedem einzelnen der menschlichen Sinne lässt sich Flow erleben, oftmals nach langjährigem Training, den Sinn auf Höchstleistung zu schärfen. Voraussetzung zum (manchmal überraschenden, plötzlichen) Eintreten in den Flowzustand ist zuvor die Bereitschaft, auf die oftmals anzutreffende, grundsätzlich skeptische Distanz zum Erlebten verzichten zu wollen, sich also einem möglichen Erleben ganz zu öffnen:

  • Angefangen beim Fühlen (z. B. Streicheln, Prickeln auf der Haut, guter Sex),
  • beim Hören (z. B. eine als sehr gut und packend empfundene Musik, bei deren Hören man sich konzentriert),
  • beim Riechen und Schmecken (z. B. eine exzellente Küche zu genießen in einer Wohlfühl-Umgebung, oder Wein der Höchstklasse),
  • und beim Sehen (z. B. Seh-Erlebnisse von herausragender Schönheit, seien es Berge, die Wüste, das Meer, eine intensiv betrachtete Blume, oder ein außergewöhnlich beeindruckendes Gebäude, wie die Pyramiden oder das Taj Mahal).

Entscheidend ist die Kombination

  1. von voriger Aktivität (Anstrengungen – was unternommen und aufgewendet wurde, um nun Flow erleben zu dürfen) und
  2. von Passivität (sich dann überraschen zu lassen von Flow).

Solche großen Erlebnisse der Sinne oder auch gerade ihres Rückzugs wie in der Meditation sind nicht zu erzwingen; man kann sie nur vorbereiten und die Rahmenbedingungen schaffen, nicht aber den Eintritt von Flow verlässlich vorhersagen. Lautes Reden, unleidige Teilnehmer, Ablenkungen über andere Sinneseindrücke, wie über Gerüche oder Lautstärke, und viele andere Störungen können Flow verhindern.

Flow ist in solchen Zusammenhängen keine analoge Steigerung des guten Erlebens, sondern eine Art digitaler, plötzlicher Antwort des Körpers: im Flow ist man in der Hochbeanspruchung des Tuns und Erlebens vollkommen hingerissen. Sie sind meist von kurzer Dauer von Augenblicken bis zu wenigen Minuten.

Flow tritt häufig bei der Ausführung von Sportarten auf, in denen man „aufgeht“ und diese beherrscht, zum Beispiel Klettern, Skifahren, Segeln oder auch sogenannte Funsportarten. Dem Tanzen kommt eine besondere Bedeutung als Flow-Aktivität zu, da „Tanzen vermutlich die älteste und bedeutsamste ist, sowohl aufgrund seiner weltweiten Anziehungskraft als auch wegen seiner potenziellen Komplexität“ (Mihaly Csíkszentmihályi: Flow – Das Geheimnis des Glücks). Auch beim Musizieren, Malen, oder der Freude am Spielen, kann ein Mensch einen intensiven Flow erleben, Csíkszentmihályi führte zum Beispiel Interviews mit Schachspielern unterschiedlicher Stärke über ihre Motive: Gerade weil Schach relativ komplex ist, ermöglicht es eine große Vielfalt verschiedener individueller Flow-Erfahrungen.

Ein Flow wird auch beim Kajakfahren im Wildwasser bei einer Schwierigkeitsstufe von etwa 3 bis 6 eine besondere Bedeutung zugesprochen, da es oft sehr erfolgreiche Paddler nach geradezu halsbrecherischen Touren bei diesem extrem anspruchsvollen Sport treibt. So ein Erlebnis tritt jedoch nur bei bestimmten Belastungen auf und zwar wenn es Psyche und Körper gleichermaßen beansprucht und man sich mental irgendwo zwischen Angst und Glück befindet. Der Zustand kann Leben retten, da besonders viel Adrenalin und Serotonin freigesetzt wird. Dadurch werden Informationen über Umwelt und Geschehen schneller verarbeitet und schneller ausgeführt. Außerdem bleibt ein Flow-Erlebnis immer positiv in Erinnerung.

Auch Meditative Techniken können zu einem Flow-Erleben führen. Beispielsweise praktiziert Yoga Spannung und Entspannung besonders deutlich. Man ritualisiert ein Dasein im Moment, Konzentration o.ä.

Sucht[Bearbeiten]

Oberflächlich gesehen bezeichnet Csíkszentmihályi Flow als „positive Sucht“. Weil der Begriff "Sucht" bereits negativ belegt ist, spricht der Wagnisexperte S. A. Warwitz im Zusammenhang mit dem Flowerleben lieber von "Hochmotivation" oder "Leidenschaft", die eine Wiederholung der erfahrenen Glücksmomente herausfordern. Als zutreffender für die Phänomenbeschreibung bietet er den positiv beinhalteten Begriff "Sehnsucht" an.[20] Bei Versuchen ergab sich, dass Personen, die auf ihre tägliche Glücksdosis verzichten mussten, mit Entzugserscheinungen reagierten (Müdigkeit, Nervosität, Kopfschmerzen, depressive Stimmungen).[21]

Bei Extremsportlern, die mitunter ihr Leben in Gefahr bringen oder beim Computerspielen kann ein gesundes Maß verloren gehen. Manche Computerspiel-Hersteller geben sogar offen zu, den Sucht-Effekt absichtlich einzubauen. Hochschulprojekte zur Flow-Messung untersuchen empirisch an Computerspielen, wie schnell der Flow-Effekt zustande kommt.[22]

Bei Überanstrengung tritt man allerdings aus dem Flowkanal heraus (siehe Grafik), und die Leichtigkeit geht verloren. Insofern kann Flow keine Schäden anrichten. Der Suchtcharakter beim Flow wird wohl wegen der positiven Eigenschaften kaum untersucht.[23]

Siehe auch: Pathologisches Spielen

Evolutionstheoretische Erklärung[Bearbeiten]

Die größte Wahrscheinlichkeit, einen Flow-Zustand zu erleben, haben Menschen in Situationen ohne Überforderung und Langeweile. Die Evolutionäre Emotionsforschung begründet dieses Phänomen mit folgender Argumentationskette aus der Stammesgeschichte des Menschen: [24]

  • Die Natur ist in einem ständigen Wandel begriffen. Lebensumstände und Verhaltensweisen, die sich eine Zeitlang als günstig für das Überleben und die Fortpflanzung bestimmter Lebewesen (d. h. Individuen, Mitglieder einer Population) erwiesen haben, verlieren dadurch ihre Vorteile. Die Lebewesen sind gezwungen, sich neue Fähigkeiten anzueignen oder neue Lebensräume aufzusuchen. Anderenfalls drohen sie zu sterben, bevor sie Nachkommen in die Welt gesetzt haben. Je nach angeborener emotionaler Ausstattung reagieren die Lebewesen unterschiedlich auf diese Herausforderung. Die Bandbreite der Reaktionen lässt sich anhand zweier Extremtypen beschreiben:
  • „Konservative“ Lebewesen leiden unter einem schwachen Selbstvertrauen. Am wohlsten fühlen sie sich daher in Standardsituationen. Schon kleine Abweichungen vom Gewohnten bereiten ihnen Stress und vermitteln ihnen das Gefühl der Überforderung. Dauernd haben sie Angst davor, ihre eingespielten Verhaltensweisen bzw. angestammten Lebensräume aufgeben zu müssen. Aufgrund dieser Versagensangst entwickeln sie auch keine Bereitschaft, sich neue Fähigkeiten anzueignen, um mit den geänderten Gegebenheiten besser zurechtzukommen. Wegen ihrer Unflexibilität laufen diese Lebewesen mit wachsender Änderung ihrer Umwelt Gefahr zu sterben, bevor sie ihre Gene an die nachfolgende Generation vererben können. Konservative Lebewesen können sich nur solange am Leben halten und fortpflanzen, wie sie in einer sehr statischen Umwelt leben, wo sie sich auf ihre bewährten Fähigkeiten verlassen können.
  • Explorative“ Lebewesen hingegen fühlen sich schnell unterfordert und verfallen in Langeweile, wenn sie keine Gelegenheit haben, Neues zu erleben. Dafür sind sie auch bereit, Mühen und Anstrengungen auf sich zu nehmen. Ständig suchen diese Lebewesen nach neuen Reizen und wechseln deshalb auch ohne zwingenden äußeren Grund häufig ihren Lebensraum. Mit ihrer Rastlosigkeit und ihrem unstillbaren Hunger auf neue Herausforderungen (vgl. Appetenzverhalten) eröffnen sich ihnen zwar manche Chancen, die konservativen Lebewesen vorenthalten bleiben. Vor lauter Überdruss setzen sie diese Chancen aber leicht wieder aufs Spiel und gehen dadurch unnötige Risiken für ihr Leben und ihre Fortpflanzung ein. Explorative Lebewesen profitieren von ihrer Neugier und ihrem Übungseifer nur solange, wie sie in sehr dynamischen Umwelten leben, wo sie schneller als ihre konservativeren Artgenossen Antworten auf die geänderten Bedingungen finden.
  • In der jüngeren menschlichen Stammesgeschichte waren gemäßigt dynamische Umweltbedingungen häufiger als extrem statische oder extrem dynamische Bedingungen (vgl. Große Massenaussterbeereignisse). Lebewesen, die ihre Fähigkeiten im selben Tempo angepasst haben wie sich die Umwelt änderte, können dementsprechend als „gemäßigt explorativ“ bezeichnet werden. Diese Lebewesen empfanden weder gleich Langeweile, wenn sich ihre Umgebung kaum änderte, noch schreckten sie vor den Mühen zurück, sich neue Fähigkeiten anzueignen oder einen neuen Lebensraum aufzusuchen. Lebewesen, die von ihren Gefühlen zu einem „gemäßigt explorativen“ Verhalten motiviert wurden, hatten somit die größten Chancen, ihre Gene zu vererben. Sie waren, abstrakt gesprochen, einem schwächeren Selektionsdruck ausgesetzt als rein konservative oder rein explorative Lebewesen.

Aus diesen Gründen erleben heutige Menschen in Situationen, die ein „mittleres“ Maß an Anstrengung erfordern, am ehesten einen Flow-Zustand. Menschen, die dagegen schon bei sehr kleinen oder erst bei sehr großen Anstrengungen in einen Flow geraten, sind eher selten. Sie gehören zu Minderheiten, deren stammesgeschichtliche Vorfahren das Glück hatten, trotz ihres ungewöhnlichen Emotionshaushaltes nicht selektiert zu werden. Das Gefühl des Flow kann somit als „Belohnung“ der Natur für ein evolutionär „sinnvolles“ Explorationsverhalten interpretiert werden.

Verwechslungen und Gefahren[Bearbeiten]

  • Das englische Idiom to go with the flow bedeutet mit dem Strom schwimmen, mit der Masse gehen, Konformität, das tun, was alle tun. Das hat mit Flow nichts zu tun.
  • Verwechslung von Flow-Zugang und Flow: Flow wird subjektiv als höchstes Glück erlebt und mit dem jeweils eigenen („zufälligen“) Flow-Zugang verwechselt. Die Tür wird mit dem Raum verwechselt, in den sie führt.
  • Das Kommunikationsproblem beim Sprechen über Flow: Fast jeder hat Flow-Erfahrung auf sehr unterschiedliche Weise, so dass meistens davon ausgegangen wird, dass es keine Gemeinsamkeiten gibt und es daher zwecklos ist, darüber zu sprechen. Es gibt Kommunikationsbarrieren wie bei intimen Geheimnissen. Durch die individuelle Fixierung auf ein eigenes, festes Flow-Zugangsmuster werden andere Zugänge nicht akzeptiert. Dabei steckt gerade in der Öffnung für andere Zugänge die Chance für individuelles Lernen, Wachstum und Reifung. Nach der Integralen Psychologie des bekannten amerikanischen Philosophen Ken Wilber ist ein Merkmal der höchsten Stufen der menschlichen Entwicklung, dass überall Flow ist. Damit wäre man bei dem alten griechischen Philosophen Heraklit mit seinem berühmten Wort „Alles fließt“. NLP beschäftigt sich mit einem verwandten Thema unter dem Schlagwort Core State[25] und Core Transformation[26], einer Methode, mit der auslösende Anker[27] für Flow umdefiniert werden können.
  • Csíkszentmihályi wehrt sich nicht dagegen, wenn der Flow-Zustand in die Nähe eines Zustands von Erleuchtung gestellt wird.[28] Dennoch weist er darauf hin, dass Flow „auch seine gefährlichen Seiten“ hat.[29] Er weist insbesondere auf die Gefahr hin, dass Flow im Krieg,[30] aber auch in der Wirtschaft,[31] missbraucht werden könne. Auch könnten beispielsweise Bergsteiger, welche überaus passioniert seien, aufgrund des entstandenen Flow-Gefühls wesentliche Aspekte ihres Lebens außer Acht zu lassen;[31] Csíkszentmihályi nennt außerdem Spielsüchtige als Beispiel.[32] In seiner Interpretation hatte zudem der Nationalsozialismus auch deshalb viele Anhänger, weil die Bevölkerung durch Inszenierungen wie die von Leni Riefenstahl, durch Rituale, Musik, Uniformen und Auszeichnungen die Möglichkeit sah, auszubrechen und Flow zu erfahren;[33] sie hätten „den Menschen einen flow-Zustand durch Macht und Gewaltanwendungen zugesichert, der sie in die völlige Selbstzerstörung geführt hat“.[34]
  • Objektivierungsdruck: Alle subjektiven Erfahrungen stehen unter dem hohen Druck der Objektivierung: Menschen wollen Techniken und Methoden an die Hand bekommen, die sie mit Garantie in den Flow führen. Solche Garantien gibt es nicht. Objektivierbar sind nur die Türen, nicht der Raum selbst. Aufgrund des Tractatus-Syndroms („Nur sagen was sich sagen lässt. Über alles andere muss man schweigen.“) wird daher mehr über die Türen gesprochen als über den Raum selbst. Das ursprünglich Wichtige kann dabei verloren gehen.

Sprichwörter[Bearbeiten]

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde → Eine Komponente des Flow ist die Aufhebung des Zeitempfindens.

Das Glück ist nicht mehr als die Abwesenheit der Langeweile. von Arthur Schopenhauer → Der Flow tritt (siehe Grafik oben) nur ein, wenn die Langeweile überwunden wird.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mihály Csíkszentmihályi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie. Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 84 (Originalausgabe 2006, ISBN 978-3-451-28923-1).
  • Mihaly Csíkszentmihályi: Das Flow-Erlebnis. Jenseits von Angst und Langeweile im Tun aufgehen. 8., unv. Auflage. Klett, Stuttgart 2000, ISBN 3-608-95338-8 (Übers. von Beyond Boredom and Anxiety. The Experience of Play in Work and Games, 1975).
  • Mihaly Csíkszentmihályi: Flow. Das Geheimnis des Glücks. 1995, ISBN 3-608-95783-9.
  • F. Rheinberg: Motivation. Kohlhammer, 2006, ISBN 978-3-17-019588-2.
  • Juliane Handschuh: Das Flow-Phänomen. Entstehung und Förderung intrinsischer Motivation am Arbeitsplatz. 2008, ISBN 978-3-8364-8408-4.
  • Thomas Schmaus: Philosophie des Flow-Erlebens. Ein Zugang zum Denken Heinrich Rombachs (= Münchener philosophische Studien – Neue Folge. Band 30). Kohlhammer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-17-021831-4.
  • Mathias Schreiber: „Ein Hauch, ein Husch“. In: Der Spiegel, Nr. 23/09, 30. Mai 2009, S. 118–129 (PDF; 2,1 MB).
  • Siegbert A. Warwitz: Das Phänomen des Flow-Erlebens. In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Baltmannsweiler 2001, ISBN 3-89676-358-X, Seiten 206-223

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Csikszentmihalyi, M. (2010). Das flow-Erlebnis. Jenseits von Angst und Langeweile: im Tun aufgehen. 10. Auflage. Stuttgart: Klett-Cotta.
  2. Hans Scheuerl: Das Spiel. Untersuchungen über sein Wesen, Neunte Auflage , Weinheim-Basel 1979
  3. Friedrich v. Schiller: Über die Ästhetische Erziehung des Menschen. 15. Brief. Sämtliche Werke Bd. 4. Stuttgart 1874. S. 593
  4. Das Flow-Erlebnis – Jenseits von Angst und Langeweile: im Tun aufgehen – 1993 – Mihaly Csikszentmihalyi, S. 69
  5. Siegbert A. Warwitz: Das Phänomen des Flow-Erlebens. In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Baltmannsweiler 2001, Seiten 206-223
  6. Siegbert A. Warwitz: Das Phänomen des Flow-Erlebens. In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Baltmannsweiler 2001, Seiten 206-217
  7. Andreas Burzik: Üben im Flow. In: Ulrich Mahlert (Hrsg.): Handbuch Üben. S. 266
  8. Andreas Burzik: Mit Leib und Seele“ üben – Das Geheimnis der Meister - eine ganzheitliche, körperorientierte Übemethode, In: „Das Orchester“ Ausgabe 11/2003, S. 14
  9. : Peifer, C.: Psychophysiological Correlates of Flow-Experience. In: Engeser, S. (Hrsg.), Advances in Flow Research, New York: Springer, 2012, S. 139-143, 157-158.
  10. Andreas Burzik: Üben im Flow. In: Ulrich Mahlert (Hrsg.): Handbuch Üben. S. 266.
  11. GEO Themen Lexikon 12 Psychologie A–L, S. 228, Stichwort Glück → Glücksforschung von Csikszentmihalyi
  12. Brockhaus Psychologie. 224 Stichwort Glück → Glücksforschung von Csikszentmihalyi Eintrag ist mit dem GEO Themen Lexikon identisch
  13. Mihaly Csikszentmihalyi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie, Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 26 (Originalausgabe 06, ISBN 978-3-451-28923-1)
  14. Die Buddhisten haben einen Spruch, der mir sehr gut gefällt[,] und der lautet ungefähr so: „Handle immer so, als würde die Erlösung des Universums von deiner Handlung abhängen. Und lache dabei immer über dich selbst, dass du glaubst, du könntest überhaupt etwas mit deinem Tun erreichen.“ Mihaly Csikszentmihalyi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie. Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 28 (Originalausgabe 2006, ISBN 978-3-451-28923-1)
  15. Um das Leben spielerisch anzugehen, ist es notwendig, nicht allzu sehr mit sich selbst beschäftigt zu sein und sich dauernd über sich selbst Sorgen zu machen oder Angst zu haben, man könnte lächerlich auf die anderen wirken. Mihaly Csikszentmihalyi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie. Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 61 (Originalausgabe 2006, ISBN 978-3-451-28923-1)
  16. Das Thema „Kontrolle“ ist tatsächlich ein spannendes, weil es genau jenes ist, wo unsere Forschungsarbeiten gezeigt haben, dass unsere Annahmen falsch waren. In meinen ersten Büchern hatte ich nämlich „die Kontrolle über etwas haben“ als einen wesentlichen Bestandteil der flow-Erfahrung angeführt. Als wir aber mehr und mehr in die Praxis einstiegen, wurde uns klar, dass diese Ausdrucksweise das, was beim Flow passiert, nicht wirklich adäquat beschreibt: Ein Mensch im flow-Zustand hat sich nicht wirklich unter Kontrolle, sondern er versucht diese Kontrolle zu erreichen, eben weil er weiß, dass er nichts wirklich kontrollieren kann. [] Und das ist eben das Spannende im Zusammenhang mit der flow-Erfahrung: Flow weist immer auf einen Versuch hin, etwas so gut wie nur möglich zu vollziehen, aber im Bewusstsein, dass man niemals etwas voll im Griff hat. Mihaly Csikszentmihalyi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie, Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 177 f. (Originalausgabe 2006, ISBN 978-3-451-28923-1)
  17. Handbuch Üben – Herausgeber Ulrich Mahlert – Beitrag „Üben im Flow“ von Adreas Burzik, S. 265–286
  18. Bernt Spiegel: Die obere Hälfte des Motorrades – über den Gebrauch künstlicher Werkzeuge. Motorbuch-Verlag, Kapitel Der Flow, Segen oder Fluch.
  19. Hack Mode im Jargon File
  20. Siegbert A. Warwitz: Die Flow-Theorie, In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Baltmannsweiler 2001, ISBN 3-89676-358-X. Seiten 204-224
  21. Das Geheimnis des Flow von Wolfgang Plakos, S. 139–140
  22. Webseite, welche die Ergebnisse einer Diplomarbeit zum thema Flow darstellt.
  23. Das Geheimnis des Flow von Wolfgang Plakos, S. 140
  24. Mihalyi Csikszentmihalyi: Flow and Evolution; in: The North American Montessori Teachers' Association Journal, Issue 22:2 (spring 1997), pp. 36–59
  25. NLP.at – Das NLP Lexikon
  26. NLP.at – Das NLP Lexikon
  27. NLP.at – Das NLP Lexikon
  28. Das Ego schließt so viele Dinge mit ein, die für ein Flow-Erlebnis völlig irrelevant sind: Du hast einen Namen, einen Job, gewisse Verpflichtungen, viele Probleme [Frage:] Das könnte man dann auch als einen Zustand der Erleuchtung sehen!? [Antwort:] Ja, viele Buddhisten, die sich mit meiner Flow-Theorie beschäftigen, sehen das auch so. Mihaly Csikszentmihalyi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie. Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 179 (Originalausgabe 2006, ISBN 978-3-451-28923-1)
  29. Mihaly Csikszentmihalyi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie, Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 92 (Originalausgabe 2006, ISBN 978-3-451-28923-1)
  30. Mihaly Csikszentmihalyi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie, Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 83 (Originalausgabe 2006, ISBN 978-3-451-28923-1)
  31. a b Mihaly Csikszentmihalyi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie. Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 84 (Originalausgabe 2006, ISBN 978-3-451-28923-1)
  32. Mihaly Csikszentmihalyi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie. Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 93 (Originalausgabe 2006, ISBN 978-3-451-28923-1)
  33. Mihaly Csikszentmihalyi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie. Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 94 (Originalausgabe 2006, ISBN 978-3-451-28923-1)
  34. Mihaly Csikszentmihalyi: Flow – der Weg zum Glück. Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie. Herder spektrum Band 6067, Ingeborg Szöllösi (Hrsg.), 2010, ISBN 978-3-451-06067-0, S. 96 (Originalausgabe 2006, ISBN 978-3-451-28923-1)

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