Flughafen Brünn

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Letiště Brno-Tuřany
LKTB 01.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LKTB
IATA-Code BRQ
Koordinaten
49° 9′ 5″ N, 16° 41′ 40″ O49.15126944444416.694433333333237Koordinaten: 49° 9′ 5″ N, 16° 41′ 40″ O
237 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum ca. 7 km südöstlich von Brno
Straße D 1, Abfahrt 201: Brno-Slatina
Basisdaten
Eröffnung 1946
Betreiber Letiště Brno a.s.
Passagiere 486.134 (2014)[1]
Luftfracht 4530 t (2014)[1]
Flug-
bewegungen
32.216 (2014)[1]
Start- und Landebahnen
10/28 2650 m × 60 m Beton
10/28 1000 m × 30 m Gras

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Flughafen Brünn

Der Flughafen Brünn-Tuřany (IATA: BRQ, ICAO: LKTB) ist ein öffentlicher, internationaler Flughafen. Er befindet sich etwa sieben Kilometer südöstlich vom Zentrum der mährischen Landeshauptstadt Brünn bei Šlapanice.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Brünner Flughafens begann im Jahre 1923, als sich das Ministerium für öffentliche Arbeiten für die Errichtung eines Flughafens zu interessieren begann. Aufgrund seiner Eignung wurde das Gebiet bei Černovice als Standort für den Flughafen ausgewählt.

Am 23. Mai 1926 startete an diesem Flughafen das erste Passagierflugzeug, eine Farman Goliath für zwölf Passagiere. Am nächsten Morgen landete das erste Flugzeug, eine vom Flughafen Prag kommende De Havilland, mit der Registrierung L-BAHE mit vier Passagieren. Diesen Tag sieht man als Anfang des Flugverkehrs in Brünn an.

Schon im nächsten Jahr begann der regelmäßige Posttransport auf den Fluglinien Brünn-Gliwice-Wroclaw-Berlin und Brünn-Wien. In den Jahren 1927 bis 1939 wuchs die Bedeutung des Flughafens. Vom Flughafen in Brünn bestanden Linienverbindungen Prag, Bratislava, Košice, Zlín, Piešťany, Užgorod, Klucz, Bukarest, Sarajevo und Zagreb. Als Folge der Wirtschaftskrise, die sich ab 1931 auf Tschechien auszuwirken begann, sind im Jahre 1935 alle Auslandsfluglinien aus politischen Gründen eingestellt worden und der Flughafen Brünn, dessen Flugverkehrsaufkommen nach dem Flughafen Prag das größte war, verlor seine Bedeutung und fiel auf die dritte Stelle zurück und der Flughafen Bratislava nahm den zweiten Platz ein. Im Jahre 1938, nach der deutschen Besetzung des Sudetenlandes, endete die erste Etappe des zivilen Luftverkehrs in Brünn. Die deutsche Luftwaffe stationierte hier jeweils die II. Gruppen des Kampfgeschwaders 76 und des Kampfgeschwaders 77.

In den Nachkriegsjahren wurden die regelmäßigen Flugverbindungen mit dem Flughafen Prag und später auch die mit den anderen Städten in der damaligen Republik erneuert. Mit dem Aufkommen der neuen Luftfahrttechnik war der Rasenflugplatz in Černovice nicht mehr ausreichend. Noch vor dem Krieg verhandelte das Landesamt in Brünn über die Errichtung eines neuen Flughafens im Gebiet Tuřany. Mit seiner günstiger Lage sollte Brünn eine bedeutende Rolle in der Luftfahrt spielen und gleichzeitig auch als Reserveflugplatz für Prag und Bratislava dienen. Der Aufbau des neuen Flugplatzes , den die Hauptverwaltung des Zivilflugwesens finanzierte, begann erst nach 1950. Im Jahre 1967 wurde die neue Abfertigungshalle gebaut und 1972 wurde mit der Erweiterung des bestehenden Flugplatzes begonnen. 1978 wurde die Start- und Landebahn auf 2650 m verlängert. Am 1. Januar 1982 wurde der Flughafen in die Verwaltung des Verteidigungsministeriums übergegeben. In dieser Periode gab es Zivilflugverkehr nur in der Zeit der Messen. Im Jahre 1986 wurde die Abfertigungshalle und die anderen Objekte fertiggestellt. Von 1989 bis 1992 wurden die Start- und Landebahn und das Stromnetz saniert.

1991 wurde die Militärische Luftfahrt komplett eingestellt. 1992 übergab das Militär den Flughafen an die tschechische Zivilluftfahrtbehörde. Im August gleichen Jahres erhielt der Flughafen die Lizenz für Internationale Flüge. Dadurch konnte der Niedergang des Flughafens gestoppt werden und 1995 wurden zum ersten Mal seit den 1970ern wieder mehr als 100.000 Passagiere befördert. 1997 fand die erste internationale Flugschau in der modernen Geschichte des Flughafens statt. Bei dieser Flugschau kam es zur ersten Landung einer Boeing 747 auf dem Flughafen.

Die Innenansicht des neuen Terminals

2000 wurden die ersten Linienflüge durchgeführt. Zuerst flog Czech Airlines nach Prag, diese Flüge wurden am 30. März 2001 wieder eingestellt. Seit dem 1. Juli 2002 wird der Flughafen vom privaten Betreiber Letiště Brno a.s betrieben, die Gebäude verblieben im Besitz des Staates. Am 1. Juli 2004 ging der Flughafen in den Besitz der Südmährischen Region über. Seit dem 23. März 2005 fliegt Ryanair nach London-Stansted. Im gleichen Jahr wurde der Grundstein für das neue Flughafenterminal gelegt. Das Gebäude wurde von der Europäischen Union teilfinanziert und konnte nach einer 364-tägigen Bauzeit am 18. September 2006 fertiggestellt werden.

Besondere Ereignisse[Bearbeiten]

  • Im Mai 2007 landeten die Delegationen der CEI-Staaten auf dem Flughafen.
  • Im April 2009 fand eine Flugvorführung der Red Arrows am Flughafen statt.
  • Im September 2009 wurde Benedikt XVI. mit einem Airbus A319 der Tschechischen Regierung eingeflogen. Auf einem Feld nördlich der Start- und Landebahn wurde eine Bühne aufgebaut, auf der anschließend eine Messe des Papstes stattfand. Sie wurde von rund 150.000 Katholiken besucht.
  • Im März 2009 landete Prinz Charles für einen Besuch der Masaryk-Universität auf dem Flughafen. Für den Flug wurde eine BAe 146 der Royal Air Force genutzt.
  • Im Juni 2014 fand ein Kindertag auf dem Flughafen statt.

Fluggesellschaften[Bearbeiten]

Der Flughafen Brünn wird hauptsächlich im Liniendienst von Billigfluggesellschaften und tschechischen Fluggesellschaften angeflogen. Diese sind [2] :

Weblinks[Bearbeiten]

Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • Am 2. November 2014 erlitt der vom Flughafen London-Stansted kommende Ryanair-Flug 8403 während der Landephase einen Vogelschlag. Für den Flug 8404, den Rückflug nach Stansted, musste eine neue Boeing 737-800 eingeflogen werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Flughafenstatistik
  2. Fluggesellschaften, die den Flughafen Brünn anfliegen, .