Flughafen Brünn

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Letiště Brno-Tuřany
LKTB 01.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LKTB
IATA-Code BRQ
Koordinaten
49° 9′ 5″ N, 16° 41′ 40″ O49.15126944444416.694433333333237Koordinaten: 49° 9′ 5″ N, 16° 41′ 40″ O
237 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum ca. 7 km südöstlich von Brno
Straße D 1, Abfahrt 201: Brno-Slatina
Basisdaten
Eröffnung 1946
Betreiber Letiště Brno a.s.
Passagiere 463.023 (2013)[1]
Luftfracht 4.078 t (2013)[1]
Flug-
bewegungen
27.803 (2013)[1]
Start- und Landebahnen
10/28 2650 m × 60 m Beton
10/28 1000 m × 30 m Gras

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Der Flughafen Brünn-Tuřany (IATA: BRQ, ICAO: LKTB) ist ein öffentlicher, internationaler Flughafen. Er befindet sich etwa sieben Kilometer südöstlich vom Zentrum der mährischen Landeshauptstadt Brünn bei Šlapanice.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Brünner Flughafens begann im Jahre 1923, als sich das Ministerium für öffentliche Arbeiten für die Errichtung eines Flughafens zu interessieren begann. Aufgrund seiner Eignung wurde das Gebiet bei Černovice als Standort für den Flughafen ausgewählt.

Am 23. Mai 1926 startete an diesem Flughafen das erste Passagierflugzeug, eine Farman Goliath für zwölf Passagiere. Am nächsten Morgen landete das erste Flugzeug, eine vom Flughafen Prag kommende De Havilland, mit der Registrierung L-BAHE mit vier Passagieren. Diesen Tag sieht man als Anfang des Flugverkehrs in Brünn an.

Schon im nächsten Jahr begann der regelmäßige Posttransport auf den Fluglinien Brünn-Gliwice-Wroclaw-Berlin und Brünn-Wien. In den Jahren 1927 bis 1939 wuchs die Bedeutung des Flughafens. Vom Flughafen in Brünn bestanden Linienverbindungen Prag, Bratislava, Košice, Zlín, Piešťany, Užgorod, Klucz, Bukarest, Sarajevo und Zagreb. Als Folge der Wirtschaftskrise, die sich ab 1931 auf Tschechien auszuwirken begann, sind im Jahre 1935 alle Auslandsfluglinien aus politischen Gründen eingestellt worden und der Flughafen Brünn, dessen Flugverkehrsaufkommen nach dem Flughafen Prag das größte war, verlor seine Bedeutung und fiel auf die dritte Stelle zurück und der Flughafen Bratislava nahm den zweiten Platz ein. Im Jahre 1938, nach der deutschen Besetzung des Sudetenlandes, endete die erste Etappe des zivilen Luftverkehrs in Brünn. Die deutsche Luftwaffe stationierte hier jeweils die II. Gruppen des Kampfgeschwaders 76 und des Kampfgeschwaders 77.

In den Nachkriegsjahren wurden die regelmäßigen Flugverbindungen mit dem Flughafen Prag und später auch die mit den anderen Städten in der damaligen Republik erneuert. Mit dem Aufkommen der neuen Luftfahrttechnik war der Rasenflugplatz in Černovice nicht mehr ausreichend. Noch vor dem Krieg verhandelte das Landesamt in Brünn über die Errichtung eines neuen Flughafens im Gebiet Tuřany. Mit seiner günstiger Lage sollte Brünn eine bedeutende Rolle in der Luftfahrt spielen und gleichzeitig auch als Reserveflugplatz für Prag und Bratislava dienen. Der Aufbau des neuen Flugplatzes , den die Hauptverwaltung des Zivilflugwesens finanzierte, begann erst nach 1950. Im Jahre 1967 wurde die neue Abfertigungshalle gebaut und 1972 wurde mit der Erweiterung des bestehenden Flugplatzes begonnen. Am 1. Januar 1982 wurde der Flughafen in die Verwaltung des Verteidigungsministeriums übergegeben. In dieser Periode gab es Zivilflugverkehr nur in der Zeit der Messen. Im Jahre 1986 wurde die Abfertigungshalle und die anderen Objekte fertiggestellt. Wegen des wachsenden Interesses für den Flugplatz Brno-Tuřany im Zusammenhang mit dem internationalen Flugverkehr wurde im 1989 diesem Flugplatz der Status des internationalen Flughafens erteilt.

Fluggesellschaften[Bearbeiten]

Der Flughafen Brünn wird hauptsächlich im Liniendienst von Billigfluggesellschaften und tschechischen Fluggesellschaften angeflogen. Diese sind [2] :

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Flughafenstatistik
  2. Fluggesellschaften, die den Flughafen Brünn anfliegen, .

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brno-Tuřany Airport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien