Franz Xaver Schmädl

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Franz Xaver Schmädl, auch Franz Schmottel, (* 1. November 1705 in Oberstdorf; † 16. Juli 1777 in Weilheim) war ein deutscher Bildhauer des Rokoko.

Franz Xaver Schmädl lernte in Dillingen und Augsburg oder München, bevor er sich mit 27 Jahren in Weilheim niederließ, wo er fortan wirkte. Zunächst arbeitete er in der Werkstatt des Weilheimer Bildhauers Martin Dürr, bevor er dann nach dessen Tod durch die Heirat der Witwe das Bürgerrecht erlangte und seine Werkstatt übernahm. Außerdem war Schmädl von 1752 bis 1754 Ratsherr und anschließend 4. Bürgermeister in Weilheim. Wegen seiner Steuerrückstände ging die Stadt 1774 gegen ihn vor. Zahlreiche Pfarrkirchen des Pfaffenwinkels sind mit Werken Schmädls ausgestattet. 1758 wurde Schmädls Entwurf für den Hochaltar der Pfarrkirche von Schongau angenommen, der zahlreiche Motive des Entwurfs seines Münchener Konkurrenten Ignaz Günther übernommen hatte.

Charakteristisch für Schmädls Werke ist die Verbindung des höfischen Rokokostils mit bäuerlich-derben Wesenszügen. Dabei vermied er den dekorativen Weg der Wessobrunner Schule. Sein Spätwerk zeigt deutliche klassizistische Züge.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Grotemeyer: Franz Xaver Schmädl. Ein Bayerischer Bildhauer des 18. Jahrhunderts. Schrödl, München 1928.