Habach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Habach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Habach
Habach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Habach hervorgehoben
47.73333333333311.283333333333652Koordinaten: 47° 44′ N, 11° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Habach
Höhe: 652 m ü. NHN
Fläche: 12,15 km²
Einwohner: 1111 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82392
Vorwahl: 08847
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 126
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hofmark 1
82392 Habach
Webpräsenz: www.habach.de
Bürgermeister: Michael Strobl jun. (UWG)
Lage der Gemeinde Habach im Landkreis Weilheim-Schongau
Starnberger See Ammersee Landkreis Ostallgäu Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Starnberg Landkreis Landsberg am Lech Wildsteig Wielenbach Wessobrunn Weilheim in Oberbayern Steingaden Sindelsdorf Seeshaupt Schwabsoien Schwabbruck Schongau Rottenbuch Raisting Prem Polling (bei Weilheim) Penzberg Peiting Peißenberg Pähl Obersöchering Oberhausen (bei Peißenberg) Ingenried Iffeldorf Huglfing Hohenpeißenberg Hohenfurch Habach Eglfing Eberfing Burggen Böbing Bernried am Starnberger See Bernbeuren Antdorf Altenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild

Habach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Habach.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Habach liegt in der bayerischen Region Oberland.

Es existieren folgende Gemarkungen: Habach. In der Gemarkung liegen noch die Wohnplätze Dürnhausen, Hinterfeld, Hof, Jaudenmühle, Kratzlmühle, Obermühle und Thomamühle.

Habach aus nördlicher Richtung


Geschichte[Bearbeiten]

Habach wurde in der Lebensbeschreibung des Hl. Ulrich um 983 erstmals erwähnt. Ein St. Ulrich geweihtes Kloster wurde durch Graf Norbert von Hohenwart, Augsburger Domherr und späteren Bischof von Chur, im 11. Jahrhundert wohl als Chorherrenstift gegründet. Am 23. April 1330 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer an Habach wie auch an weitere 16 oberbayerische Klöster und Stifte das Hofmarksrecht. Habach gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Weilheim des Kurfürstentums Bayern. Das Kloster Habach und dessen offene Hofmark wurden 1802 säkularisiert. Habach und Dürnhausen bildeten die Gemeinde Habach. 1978 wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform die Verwaltungsgemeinschaft Habach mit den Gemeinden Antdorf, Sindelsdorf und Obersöchering eingerichtet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2005
Anzahl der Einwohner[2] 428 379 409 510 480 788 640 567 723 934 1.052

Politik[Bearbeiten]

Von 2002 bis 2008 war Josef Neuner (ohne Wahlvorschlag) Bürgermeister, er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Albert Metzler (CSU/Freie Wähler). Seit 1. Mai 2008 ist Michael Strobl jun. (Unabhängige Wählergemeinschaft) Bürgermeister.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2011 864.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 192.000 €.[2]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Blau ein silberner Regenbogen, darüber ein silbernes Ulrichskreuz, beseitet rechts von einer goldenen Ähre, links von einem senkrechten goldenen Eichenblatt, darunter ein goldenes Mühlrad. – Das Wappen ist seit 1987 offiziell.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Habach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 2011 insgesamt 403, am Arbeitsort waren es insgesamt 99. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine Betriebe mit 20 oder mehr Mitarbeitern, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2010 22 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 416 ha. Davon waren 350 ha Wiesen und Weiden.[2]

Verkehr[Bearbeiten]

Habach liegt an der Bundesstraße 472, die ca. 3,5 km östlich des Ortes auf die A 95 trifft. Außerdem zweigt von der Bundesstraße die Staatsstraße 2038 nach Iffeldorf ab. Der Ort ist auch mit den Buslinien 9654 und 9617 des RVO erreichbar.[4]

Dorfladen[Bearbeiten]

Seit Mai 2012 existiert in Habach ein Dorfladen, der die Nahversorgung mit Lebensmitteln und anderen Waren sicherstellt. Rund 200 Familien des Dorfes sind an dem Unternehmen beteiligt. [5][6]

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2011):[2]

  • Kindergärten: 74 Kindergartenplätze mit 66 Kindern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter von Habach[Bearbeiten]

  • Hans Denck (1495–1527), deutscher Theologe und Täufer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d Kommunalstatistik von Habach, abgerufen am 6. November 2010
  3. Emma Mages: Bayerns Gemeinden – Wappen / Geschichte / Geografie – Gemeinde Habach. Haus der bayerischen Geschichte, abgerufen am 15. Mai 2013.
  4. Regionalverkehr Oberbayern - Liniennetzplan Liniennetzplan Landkreis Weilheim-Schongau (PDF-Datei; 683 kB)
  5. http://habacher-dorfladen.de/index.php?cat=Die%20Mitarbeiter Seite über die Mitarbeiter des Dorfladens mit Datum der Eröffnung
  6. http://www.sueddeutsche.de/bayern/renaissance-der-dorflaeden-der-weite-weg-zur-nahversorgung-1.1949555 Der weite Weg zur Nahversorgung, in: Süddeutsche Zeitung 5. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Habach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien