Murnau am Staffelsee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Murnau am Staffelsee
Murnau am Staffelsee
Deutschlandkarte, Position des Marktes Murnau am Staffelsee hervorgehoben
47.67416666666711.201666666667688Koordinaten: 47° 40′ N, 11° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Garmisch-Partenkirchen
Höhe: 688 m ü. NHN
Fläche: 38,05 km²
Einwohner: 11.652 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 306 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82418
Vorwahl: 08841
Kfz-Kennzeichen: GAP
Gemeindeschlüssel: 09 1 80 124
Adresse der
Marktverwaltung:
Untermarkt 13
82418 Murnau am Staffelsee
Webpräsenz: www.murnau.de
Bürgermeister: Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum)
Lage des Marktes Murnau am Staffelsee im Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Ettaler Forst Wallgau Unterammergau Uffing am Staffelsee Spatzenhausen Seehausen am Staffelsee Saulgrub Riegsee (Gemeinde) Oberau Oberammergau Murnau am Staffelsee Mittenwald Krün Großweil Grainau Garmisch-Partenkirchen Farchant Ettal Bad Bayersoien Bad Kohlgrub Ohlstadt Eschenlohe Schwaigen Landkreis Ostallgäu Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Weilheim-Schongau ÖsterreichKarte
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Murnau, 2007

Der Markt Murnau am Staffelsee (amtlich: Murnau a.Staffelsee) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Der Markt entstand ab dem 12. Jahrhundert um die Burg Murnau. Murnau liegt im Vorland der Bayerischen Alpen etwa 70 km südlich von München. Vom Ort blickt man auf die Gipfel und Grate der Ammergauer Alpen vom Hörnle bis zum Ettaler Manndl im Südwesten, des Wettersteingebirges mit Zugspitze und Alpspitze im Süden sowie des Estergebirges mit dem markanten Kistenkar und der Walchenseeberge mit Heimgarten und Herzogstand im Südosten. Das Gebiet des heutigen Murnau lag während der letzten Eiszeit (Würmeiszeit) unter einer rund 600 m hohen Eisdecke.

Der Staffelsee grenzt direkt an den westlichen Ortsrand. Im Süden schließt sich mit dem Murnauer Moos eines der größten Moorgebiete Deutschlands an.

Geschichte[Bearbeiten]

11. Jahrhundert und davor[Bearbeiten]

Die Gegend um Murnau wurde bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt. Ab der Regierungszeit von Septimius Severus gab es mit der Via Raetia eine Römerstraße über den Brennerpass und Seefelder Sattel durch das obere Isar- und Loisachtal nach Augsburg, die als Reichs- und Handelsstraße Via Imperii bis ins 19. Jahrhundert Bestand hatte. Auf dem mittlerweile abgetragenen Moosberg im Murnauer Moos ließen sich sogar Zeichen keltischer und römischer[2] Besiedlung finden. Damals war Murnau nicht mehr als eine mehr oder weniger befestigte Poststation mit dem Namen Murau oder Mureau. Der Name, aus dem sich später Murnau bildete, bezog sich auf das jetzige Murnauer Moos (Mure) und das Loisachtal (Aue).

12. bis 16. Jahrhundert[Bearbeiten]

Murnau wird um 1150 das erste Mal urkundlich erwähnt. Um 1300 wird die Kirche St. Nikolaus erstmals in einem Schriftstück genannt. Die erste urkundliche Nennung der Burg Murnau erfolgt 1324. Ludwig der Brandenburger bestätigt 1350 dem Markt Murnau den Blutbann, das Niederlagerecht, den Wochenmarkt am Mittwoch und den Michaelimarkt. Um 1400 erhält Kloster Ettal für sein Gericht Murnau die bisher vom Landgericht Weilheim ausgeübte Hochgerichtsbarkeit. Die erste Ortsansicht (das Schloss) von Philipp Apian datiert aus dem Jahre 1560.

17. und 18. Jahrhundert[Bearbeiten]

1632–1648: Besetzung durch Schweden und Franzosen und Einquartierungen kaiserlicher Truppen während des Dreißigjährigen Krieges. 1634 bricht die Pest aus. Die Kirche St. Nikolaus wird von 1717 bis 1734 neu erbaut. 1722 wird der Leonhardi- und der Skapuliermarkt bewilligt.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

1803 wird das Kloster Ettal säkularisiert und das Landgericht Murnau aufgehoben. Murnau wird dem Landgericht Weilheim zugeordnet. Das Rathaus wird 1842 neu erbaut. Mitte des 19. Jahrhunderts wird fast die komplette Bausubstanz Murnaus in einem verheerenden Stadtbrand zerstört. Der sich anschließende Wiederaufbau führte zu dem sich heute darbietenden geschlossenen Ortsbild. 1879 wird die Bahnlinie Weilheim–Murnau eröffnet, 1889 die Bahnlinie Murnau-Garmisch. 1900 folgt die Eröffnung der Bahnlinie Murnau-Oberammergau.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Münter-Haus Murnau
Kottmüller-Allee

Anfang des 20. Jahrhunderts wird auf Initiative Emanuel von Seidls das Ortsbild verändert.

Die beiden Künstlerpaare Gabriele Münter[3]/Wassily Kandinsky[4] und Marianne von Werefkin[5]/Alexej Jawlensky[6] hielten sich 1908 zum ersten Mal in Murnau zum gemeinsamen Malen auf.[7] Ihre Bilder, die sie bis 1914 von dem Ort und seiner Landschaft malten, machten Murnau einem internationalen Kunstpublikum in der ganzen Welt bekannt. Diese Zeitspanne vor dem Ersten Weltkrieg meint in der Kunstgeschichte der Begriff „Murnauer Zeit“. Sie ist unmittelbar mit diesen vier Künstlern verbunden und kennzeichnet in der Malerei stilistisch die Entwicklung vom Expressionismus hin zur Abstrakten Kunst. Zu den herausragenden kulturellen Attraktionen Murnaus zählen heute das 1999 renovierte Münter-Haus („Russenhaus“)[8], das Münter 1909 kaufte und in das sie mit Kandinsky einzog, sowie das Schlossmuseum mit seiner Kunstsammlung.[9]

1923 nehmen zahlreiche Bürger des Ortes am Hitlerputsch in München teil und erhalten den Blutorden. Bei den Reichstagswahlen 1924 erhielten die sonst in Deutschland chancenlosen Nationalsozialisten nahezu 33 Prozent der Murnauer Stimmen. Von 1923 bis 1933 lebt und wirkt der Schriftsteller Ödön von Horváth in Murnau. 1924 wird eine private Höhere Mädchenschule (später Gymnasium) gegründet. Das neue Krankenhaus, gestiftet von Dr. h. c. James Loeb, wird 1932 erbaut. Bei der Reichstagswahl März 1933 wählen 55,8 % der Murnauer Bevölkerung die NSDAP.

In der Zeit des Nationalsozialismus erhält Murnau 1938 erstmals eine Garnison (Gebirgstruppe).[10] Christoph Probst, ein 1919 in Murnau geborenes Mitglied der Weißen Rose, wird 1943 in München hingerichtet. Im Zweiten Weltkrieg waren polnische Offiziere in der Werdenfelser Kaserne (Oflag VII A) inhaftiert.

1953 wird die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik im Südosten des Ortes eröffnet, die seitdem ständig erweitert wurde. Das Goethe-Institut öffnet 1954 seine Pforten. 1956 und 1971 werden die Kasernen durch die Bundeswehr wieder belegt, von denen eine (Kemmel-Kaserne) bereits 1994 wieder geschlossen wird. Zahlreiche Landhäuser, darunter einige Villen und eine Turnhalle, erbaut von Emanuel von Seidl, werden in den 1960er- und 70er-Jahren abgerissen. Das Staffelsee-Gymnasium wird 1967 zur Vollschule ausgebaut. Am 1. Juli 1972 wird Murnau vom Landkreis Weilheim abgetrennt und dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen zugeteilt. Am 12. März 1979 wird der Name der Gemeinde Murnau amtlich in Murnau am Staffelsee geändert.[11]

Im Jahr 1979 wird ein Jugendzentrum geschaffen, das 2006 ein nach der Stifterin benanntes eigenes Haus bekommt, das Erlhaus. Das Murnauer Moos wird 1980 Naturschutzgebiet. 1993 wird das Schlossmuseum eröffnet. Von 1998 bis 2000 wird der historische Ortskern saniert. Das umgestaltete Münterhaus wird 1999 wiedereröffnet. 2000 werden Fußgängerzone und Tiefgarage eingeweiht.

Murnau ist zudem Garnisonsstandort der Bundeswehr; es war Standort der Gebirgsjägerbrigade 22, ab 1981 Panzergrenadierbrigade 22, später Panzerbrigade 22, die der 1. Gebirgsjägerdivision in Garmisch-Partenkirchen unterstellt war. Am 21. März 1993 wurde der Großverband aufgelöst.

Seit 1966 beherbergt Murnau zudem ein Fernmeldebataillon. Zunächst als Gebirgsfernmeldekompanie 8 1956 in Mittenwald aufgestellt, wurde das Gebirgsfernmeldebataillon 8 (später umbenannt in Gebirgsfernmeldelehrbataillon 8, danach Gebirgsstabsfernmeldelehrbataillon 8) nach Murnau verlegt, wo es bis zum 31. März 1994 in der ehemaligen Kemmel-Kaserne (benannt nach einem Berg in Belgien) stationiert war. Zum 1. April 1994 erfolgte der Umzug in die wesentlich kleinere, aber modernere Werdenfelser Kaserne am nördlichen Ortsrand von Murnau. Seit 1. Januar 1996 sind Murnauer Soldaten regelmäßig in Auslandseinsätzen der Bundeswehr (IFOR, SFOR, EUFOR, TF FOX, KFOR, ISAF) vertreten. Im Zug der Umstrukturierung der Bundeswehr und der damit verbundenen Auflösung der 1. GebDiv (Gebirgsdivision) wurde das Bataillon 2006 in Führungsunterstützungsbataillon 293 umbenannt und der Streitkräftebasis unterstellt. Nach der Strukturplanung der Bundeswehr sollte der Standort Murnau ursprünglich eigentlich komplett aufgelöst werden. Es wurde aber lediglich die Fahrschulkompanie aufgelöst. Seit der Herausgabe des Stationierungskonzepts der Bundeswehr im November 2004 besteht für die Werdenfelser Kaserne Struktursicherheit.

Zusätzlich sind in der Werdenfelser Kaserne die 5. Kompanie des Feldjägerbataillon 451 und die Sanitätsstaffel Murnau stationiert.

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

2001 wurden der neue Kurpark und der Münter-Platz sowie das neue Staffelsee-Gymnasium eingeweiht.

Murnau hat im Jahr 2002 das Gelände der ehemaligen Kemmel-Kaserne, jetzt Kemmelpark, erworben. Das Gelände wird zurzeit in einen Gewerbe- und Wohnpark umgebaut.

Im Jahr 2006 wurde das Goethe-Institut geschlossen und abgerissen. Seit Herbst 2009 werden am Standort des ehemaligen Goethe-Institutes 3 Doppelhäuser errichtet.

Seit dem 9. Dezember 2008 trägt die Aula des Staffelsee-Gymnasiums den Namen des Schriftstellers Ödön von Horvath.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1974 wird die bis dahin selbständige Gemeinde Weindorf eingegliedert. Am 1. Januar 1978 kommen kleinere Teilgebiete der Gemeinden Riegsee und Seehausen am Staffelsee hinzu. Hechendorf bildet mit seiner Eingemeindung am 1. Mai 1978 den Schlusspunkt.[11]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2005
Einwohner[12] 1.565 1.735 2.436 3.223 5.189 6.474 7.366 8.233 9.913 11.671 12.048

Politik[Bearbeiten]

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen
Partei / Liste Wahl 2008[13] Wahl 2014[14][15]
Stimmenanteil Sitze Stimmenanteil Sitze
Christlich-Soziale Union in Bayern 42,9 % 11 34,12 % 8
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 15,5 % 4 12,23 % 3
Freie Wählergemeinschaft e. V. 18,8 % 4 13,07 % 3
Ökologisch-Demokratische Partei/Bürgerforum 19,7 % 5 22,45 % 6
MEHR BEWEGEN - - 13,2 % 3
FDP 3,2 % - - -
Grüne - - 4,92 % 1
Gesamt 100 % 24 100 % 24
Wahlbeteiligung 61,5 % 57,95 %

Bilder[Bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehrsverbindungen[Bearbeiten]

Der Bahnhof Murnau liegt an der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen und an der Ammergaubahn nach Oberammergau. Der Ort liegt an der Bundesstraße 2 und der Bundesautobahn 95.

Durch den Ort führte früher die alte „Obere Salzstraße“ die von Tölz, Obersöchering, Murnau, Kohlgrub nach Steingaden führte.[16] Außerdem verlief hier die alte Römerstraße „Via Raetia“.[17]

Schulen[Bearbeiten]

In Murnau gibt es die Emanuel-von-Seidl-Grundschule und die James-Loeb-Grundschule, die bis Juli 2011 nach Max Dingler benannte Mittelschule und das Staffelsee-Gymnasium. Seit dem Schuljahr 2011/12 besitzt Murnau eine Realschule, die, nachdem sie ursprünglich nur für Buben geplant war, ab dem Schuljahr 2013/14 auch Mädchen aufnimmt. Anfangs waren die Schüler in provisorischen Containern untergebracht. Ende 2014 wurde aber der erste Bauabschnitt beendet und das neue Schulhaus bezogen. Die Investitionssumme liegt bei 21 Mio. €.[18]

1964 wurde die Camerloher Musikschule Murnau e. V. gegründet. Sie ist Mitglied im Verband der Bayerischen und Deutschen Sing- und Musikschulen.

Krankenhäuser[Bearbeiten]

Murnau verfügte über 2 Krankenhäuser: Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau und die Klinik Hochried, eine Fachklinik für Kinder- und Jugendmedizin. Die Interne Klinik des Kreiskrankenhauses Garmisch-Partenkirchen in Murnau wurde mittlerweile in dem Gebäude der Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau untergebracht.

Die Mariensäule in Murnau

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Murnau am Staffelsee

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Emanuel von Seidl (1858–1919), Architekt, Innenarchitekt, Ingenieur, lebte seit 1901 in dem von ihm erbauten (und 1972 wieder abgerissenen Landhaus) in Murnau, trug durch die von ihm 1906 veranlasste Fassadenverschönerung zur heutigen Schönheit des Ortskern maßgeblich bei
  • Wassily Kandinsky (1866–1944), Maler („Blauer Reiter“), verbrachte 1909 bis 1914 gemeinsam mit Gabriele Münter die Sommermonate im sogenannten Russenhaus in Murnau
  • James Loeb (1867–1933), Altphilologe, Kunstsammler und Philanthrop, lebte, unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg, von 1912 bis zu seinem Tod 1933 in Murnau, übernahm 1931 die komplette Finanzierung (450.000 RM) des Murnauer Gemeindekrankenhauses
  • Max Reinhardt (1873–1943), inszenierte 1910 im Park der Seidl-Villa Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ als Freilichtaufführung
  • Hans Stubenrauch (1875–1941), Maler und Schriftsteller, lebte seit 1918/19 dort
  • Gabriele Münter (1877–1962), Malerin („Blauer Reiter“), Kandinskys Lebensgefährtin, lebte von 1909 bis zu ihrem Tod in Murnau
  • Walter von Molo (1880–1958), Schriftsteller, starb in Murnau
  • Alfred Fischer (1881–1950), Architekt, starb in Murnau
  • Max Dingler (1883–1961), Zoologe und Mundartdichter
  • Fritz Windgassen (1883–1963), Opernsänger, starb in Murnau
  • Gottfried Feder (1883–1941), Wirtschaftstheoretiker und Politiker der DAP und NSDAP, lebte und starb in Murnau
  • Käthe Kruse (1883–1968), Puppenmacherin, starb in Murnau
  • Else Hueck-Dehio (1897–1976), Schriftstellerin, starb in Murnau
  • Erna Sack (1898–1972), Opernsängerin, lebte 1956–1966 in Murnau
  • Willy Messerschmitt (1898–1978), Flugzeugkonstrukteur und Unternehmer, 6. Mai 1945 in Murnau von Alliierten verhaftet, verbrachte die meiste Zeit seines Hausarrests in Murnau
  • Ödön von Horváth (1901–1938), Schriftsteller, lebte von 1923 bis 1934 immer im Haus seiner Eltern in Murnau, eine Dauerausstellung im Schlossmuseum zeigt die Spuren der Murnauer Zeit in seinem Werk
  • Herbert Volwahsen (1909–1988), Bildhauer, lebte und starb in Murnau
  • Kurt Eichhorn (1908–1994), Dirigent, lebte und starb in Murnau
  • Birgitta Wolf (1913–2009), Publizistin, bekannt durch ihre Gefangenenhilfe, lebte und wirkte in Murnau
  • Hans Baumann (1914–1988), NS-Liedschreiber und Jugendbuchautor
  • Kieth Engen (1925–2004), Opernsänger, starb in Murnau
  • Adolph Kurt Böhm (* 1926), Komponist, Pianist, Liedbegleiter und Buchautor, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Träger des Ehrentitels Gerechter unter den Völkern, lebt in Murnau
  • Carlos Veerhoff (1926–2011[20]), deutsch-argentinischer Komponist, lebte in Murnau seit 1988
  • Wolfgang Ecke (1927–1983), Schriftsteller, starb in Murnau
  • Kurt Sontheimer (1928–2005), Politikwissenschaftler, starb in Murnau
  • Karl-Michael Vogler (1928–2009), Schauspieler, lebte und starb bei Murnau
  • Josef Anton Riedl (* 1929), Komponist, lebt in Murnau
  • Dieter Schnebel (* 1930), Komponist, lebt in Murnau
  • Albert Speer junior (* 1934), Architekt, lebt in Murnau
  • Peter Fricke (* 1939), Schauspieler, wuchs bei seiner Mutter in Murnau auf
  • Nikolaus Lang (* 1941), Künstler
  • Wilhelm Manske (* 1951), Schauspieler
  • Chris Weller (* 1957 als Christoph Weller), Pianist und Komponist, lebt in Murnau

Der Filmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau (eigentlich Friedrich Wilhelm Plumpe) benannte sich nach dem Ort.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • 1868 Gründung des Verschönerungsvereins Murnau e. V.
  • Die Kemmelkaserne wurde 1935 erbaut. Der Name stammt vom Kemmelberg in Belgien.
  • 1970 bayernweit erste Datenfernübertragung an den pharmazeutischen Großhandel über Telefon der Engel-Apotheke des Apothekers Mr. Ph. Gustav Hell zusammen mit der Firma Siemens.
  • 1980 Gründung des Historischen Vereins e. V. durch Ernst Krönn
  • 1988 erstes Ödön von Horvath Projekt in Murnau, Leitung Elisabeth Tworek
  • In Murnau wurde 1989 das erste elektronische Stellwerk in Deutschland in Regelbetrieb genommen.
  • Seit 1994 jährliches kultURKNALL-Festival des Vereins Menschen Helfen e. V.
  • Seit 2000 jährliches „Weltmusikfestival grenzenlos“
  • 2003: Gründung der Ödön von Horvath Gesellschaft, die regelmäßig Veranstaltungen durchführt. Im November 2013 hat sie erstmals den Ödon-von-Horvath-Preis an Felix Mittlerer verliehen.
  • 2007 Jugend- und Kulturtage des Bezirks Oberbayern „Murnau miteinander“
  • 2010 Schließung der Postfiliale Murnau
  • In Murnau befindet sich die Werdenfelser Kaserne, die das etwa 800 Mann starke Führungsunterstützungsbataillon 293 beherbergt.
  • In Murnau findet im Turnus von 2 Jahren der Integrative Murnauer Marktlauf statt.
  • Murnau war Schauplatz der Sat1-Serie Stadt, Land, Mord
  • Der Murnauer Leonhardiritt findet jedes Jahr am 6. November statt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Murnau am Staffelsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.schlossmuseum-murnau.de/de/archiv_detail/29?PHPSESSID=fc8c12da9a18a1966c43c1f4d3a596f1
  3. Annegret Hoberg, Gabriele Münter in München und Murnau 1901–1914, in Ausst. Kat.: Gabriele Münter 1877–1962, Retrospektive, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1992, S. 27 ff.
  4. Ausst. Kat.: Kandinsky, Absolut abstrakt, München 2008.
  5. Bernd Fäthke, Marianne Werefkin, München 2001.
  6. Bernd Fäthke, Jawlensky und seine Weggefährten in neuem Licht, München 2004.
  7. Brigitte Salmen (Hg.), Ausst. Kat.: 1908–2008, Vor 100 Jahren, Kandinsky, Münter, Jawlensky, Werefkin in Murnau, Murnau 2008.
  8. Helmut Friedel und Annegret Hoberg, Das Münterhaus in Murnau, München 2000.
  9. Brigitte Salmen, Museumsschätze. 15 Jahre Schloßmuseum Murnau, Murnau am Staffelsee 2008.
  10. Erwähnung der Kaserneneröffnung im Jahr 1938 auf Seite 10 in „Die Blaue Reiterei stürmt voran“ http://www.derarchitekt.at/fileadmin/Bilder/Veroeffentlichungen/muenter01-pdf.pdf, abgerufen am 13. Mai 2013.
  11. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 578.
  12. Kommunalstatistik von Murnau, abgerufen am 5. Januar 2011.
  13. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung.
  14. http://www.merkur-online.de/lokales/kommunalwahl/ergebnisse/ abgerufen am 18. März 2014
  15. http://www.lra-gap.de/daten/wahlen/kommunal14/gemeinderat/index.html abgerufen am 18. März 2014
  16. Georg Paula, Stefanie Berg-Hobohm: Landkreis Weilheim-Schongau: Denkmäler in Bayern., Karl M Lipp Verlag München 2003, Band 1, Seite XVII, mit Quellenverweise auf: Riedl, Adrian von: Reiseatlas von Baiern, Bd. 1, München 1796–1805, Karte 39.
  17. Via Raetia, Websitebetreiber: Karl Ludwig Wilhelm, abgerufen am 24. Oktober 2010.
  18. Realschulbau in Murnau: 21 Millionen Euro für die Bildung. Merkur-Online, 14. Mai 2013, abgerufen am 14. Mai 2013.
  19. König-Ludwig-Denkmal in Murnau im Internet Archive.
  20. Todesanzeige 26. Februar 2011.