Freie Bürger Union

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Mit Freie Bürger Union (Kurzbezeichnung: FBU) bezeichnen sich mehrere Wählergruppen und eine Kleinpartei, die in verschiedenen deutschen Städten und Landkreisen vertreten sind. Regionaler Schwerpunkt der Gruppierungen ist Bayern.

Inhaltliches Profil[Bearbeiten]

Die FBU besteht aus bürgerlich-konservativ oder rechtsliberal orientierten örtlichen Kommunalpolitikern und -aktivisten, zum Teil ehemaligen Abgeordneten der CDU/CSU, die nicht mehr Mitglied ihrer Partei sind[1].

Geschichte[Bearbeiten]

Die sich selbst mit FBU bezeichnenden örtlichen Listen verfügen nur zum Teil über eine gemeinsame Dachorganisation in Form einer gleichnamigen Kleinpartei. So ist die FBU Solingen ein eigener eingetragener Verein[2], die FBU Herrsching bezeichnet sich als Wählergemeinschaft[3], die FBU Augsburg definiert sich selbst als Kreisverband der Gesamtpartei[4] und die FBU Bayreuth ist eine Abspaltung der örtlichen CSU. Die FBU Schweinfurt, Vaterstetten, Bayreuth und Augsburg firmieren unter dem gleichen Logo, während die FBU Bobingen Wert darauf legt, mit den anderen FBU-Gruppierungen keinerlei Kontakte zu unterhalten.

Alle FBU-Gruppen sind nicht Mitglied der Verbände der Freien Wählergemeinschaften ihrer Bundesländer und treten zum Teil bei Kommunalwahlen gegen deren Unterorganisationen an. Die FBU präsentiert sich uneinheitlich und es gibt auch Rivalitäten um das Recht der Namensführung[5]. Die Freie Bürger Union trat als Partei bei der Landtagswahl in Bayern 1994 an und erreichte 0,3 % der Stimmen[6]. Sie verfügt jedoch über zahlreiche Mandatsträger in verschiedenen Stadträten und Kreistagen[7]. Vom Bund freier Bürger des Nationalliberalen Manfred Brunner wurde 1995 ergebnislos versucht, die örtlichen FBU-Gruppen für eine größere rechtsliberale Bewegung zu sammeln[8].

Der Bundeswahlausschuss verneinte am 17. Juli 2009 die Parteieigenschaft, sodass die FBU nicht zur Bundestagswahl 2009 zugelassen wurde.[9] Im August 2009 erhielt die Partei bei der Landtagswahl im Saarland 0,1 % der Wählerstimmen.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. z.B. Kurt Vogel (Stadtratsmitglied der FBU Schweinfurt), Ortwin Lowack (FBU Bayreuth, ehemaliger Bundestagsabgeordneter)
  2. Homepage der FBU Solingen
  3. Homepage der FBU Herrsching
  4. Homepage der FBU Augsburg
  5. Homepage der Regierung von Schwaben: Entscheidung auf das FBU-Recht zwischen mehreren Augsburger Gruppierungen
  6. Landtagswahlergebnis Bayern 1994
  7. Homepages aller u.g. FBU-Gruppen
  8. http://www.diss-duisburg.de/Internetbibliothek/Artikel/Bund_freier_Buerger.htm
  9. Roderich Egeler (Bundeswahlleiter): Übersicht zur Anerkennung der Parteien im Bundeswahlausschuss Bundestagsinfo vom 17. Juli 2009
  10. Vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl im Saarland, wahlumfrage.de; Abgerufen am 1. September 2009.

Weblinks[Bearbeiten]