Goiás Velho

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Dieser Artikel erläutert die Stadt Goiás Velho; zu anderen Bedeutungen siehe Goiás (Begriffsklärung).
Goiás Velho
Karten
Lage des Gemeindegebietes von Goiás Velho im Bundesstaat Goiás
Goiás Velho (Goiás)
Goiás Velho
Goiás Velho
Lage der Stadt Goiás Velho in Goiás
i1
Basisdaten
Staat: BrasilienBrasilien Brasilien (BRA)
Verwaltungsgliederung: Mittelwesten
Bundesstaat: GoiásGoiás Goiás (GO)
Mesoregion: Nordwest-Goiás
Mikroregion: Rio Vermelho
Geografische Lage: 15° 56′ S, 50° 9′ W-15.9395-50.1418496Koordinaten: 15° 56′ S, 50° 9′ W
Distanz zu Goiânia: 149 km [1]
Zeitzone: UTC-3
Sommer: UTC-2
Fläche: 3.108,0 km²
Einwohner: 24.745 [2]
Bevölkerungsdichte: 8,0 Einwohner / km²
Höhe: 496 m
Telefonvorwahl: +5562
Postleitzahl (CEP): 76600-000
Adresse der Stadtverwaltung: Prefeitura
Pça Bandeira, nº. 1
Setor Central

76600-000 Goiás
Tel: +5562 3371-7010

Offizielle Website: www.goias.go.gov.br
Jahrestag: 25. Juli
Gründungsjahr: 1732

Goiás Velho, auch Cidade de Goiás und früher nur Goiás genannt, ist eine alte Barockstadt im brasilianischen Bundesstaat Goiás in der Mesoregion Nordwest-Goiás und in der Mikroregion Rio Vermelho. Sie liegt westlich der brasilianischen Hauptstadt Brasília und nordwestlich der Hauptstadt Goiânia. Über die radiale Bundesstraße BR-070 beträgt die Entfernung zu Brasilia ca. 300 km und zu Goiânia über die Staatsstrasse GO-070 etwa 150 km.

Auf dem Gemeindegebiet von Goiás Velho befinden sich noch die Ortschaften Buenolândia, Calcilândia, Davidópolis, São João und Uvá.

Geografie und Klima[Bearbeiten]

Goiás liegt in hügeligem bis bergigem Gebiet, eingebettet in die Ausläufer der in Brasilien berühmten Serra Dourada, am Rio Vermelho.

Das Klima ist heiß und feucht. Die Vegetation ist dementsprechend sehr abwechslungsreich.

Anfahrt

Die Stadt liegt 149 km von Goiânia entfernt an der BR-070/GO-070. Busse verkehren regelmäßig ab Goiânia und Brasília.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1682 wurde die Gegend um die heutige Stadt, die damals von Indios vom Stamme der Goyaz bewohnt wurde, zum ersten Mal von Europäern besucht, namentlich vom Bandeirante Bartolomeu Bueno da Silva (dem "Anhangüera"), der auf der Suche nach Gold und Diamanten war. Ab 1727 wurde die Kapelle Santa Anna als Mittelpunkt des Ortschaft Vila de Sant'Ana errichtet, welche 1732 auf den Namen Vila Boa de Goyaz umbenannt wurde. Diesen Namen erhielt sie zu Ehren des Erstbesuchers (Bueno ist ein spanisches Wort, das auf portugiesisch Bom/Boa heißt) und zu Ehren der Ureinwohner. Gleichzeitig bekam das Städtchen auch seine eigene Verwaltung und Regierung, gehörte aber nach wie vor zum Kapitanat São Paulo.

Am 8. November 1744 wurde die Gomarca de Goiaz von São Paulo abgetrennt und hieß seitdem Capitania Geral. Am 17. September 1818 wurde Goiaz zur Stadt erhoben und wurde Hauptstadt der Provinz Goiaz.

Am 23. März 1937 wurde der Sitz des Bundesstaates Goiás nach Goiânia verlegt.

2001 wurde das historische Zentrum von Goiás in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen.[3]

Siehe auch: Buenolândia

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben der Landwirtschaft und Viehzucht haben die Ausbeutung von Bodenschätzen (Gold, Edelsteine, Kalk, Silber, Schwefel, Kupfer usw.) große Bedeutung.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Etwa 90% der originalen kolonialen Barockarchitektur sind erhalten; die Altstadt steht seit den fünfziger Jahren unter Denkmalschutz. Goiás ist deshalb ein Abbild der Bauweise des Brasilien des 18. Jahrhunderts und des Booms des Goldabbaus. Daneben ist es in eine sehr hübsche Landschaft eingebettet.

Die Stadt verfügt über 18 katholische und zehn evangelische Kirchen, größtenteils barocke Bauwerke, die für die Besucher interessant sind (u.a. Igrejas da Boa Morte, Igreja de Santa Bárbara, Igreja de Nossa Senhora do Carmo, Igreja da Abadia, Igreja de São Francisco). Daneben gibt es mehrere Museen für sakrale Kunst.

Ein besonderer Anlass die Stadt zu besuchen ist in der Woche der Semana Santa (Ostern). Die Prozessionen finden mit Fackeln und vermummten Figuren statt.

Foto-Galerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Goiás (Goiás) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SEPLAN: Straßenkilometer nach Goiânia
  2. Erste Ergebnisse der Volkszählung von 2010 in Goiás (PDF; 30 kB), durchgeführt vom IBGE.
  3. Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO auf Englisch und auf Französisch