Fernando de Noronha

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Fernando de Noronha
Luftbild
Luftbild
Gewässer Atlantischer Ozean
Geographische Lage 3° 51′ S, 32° 25′ W-3.853825-32.418655555556Koordinaten: 3° 51′ S, 32° 25′ W
Karte von Fernando de Noronha
Anzahl der Inseln 13 (+8 Klippen)
Hauptinsel Fernando de Noronha
Gesamtfläche 26 km²
Einwohner 3000
Karte der Inseln
Karte der Inseln

Fernando de Noronha ist eine brasilianische Inselgruppe vulkanischen Ursprungs im Atlantik, etwa 350 km östlich des brasilianischen Festlandes, und gehört zum Bundesstaat Pernambuco. Benannt ist der Archipel nach dem portugiesischen Händler Fernão de Noronha, dem der Archipel aus Verdiensten um den Holzimport aus Brasilien von der portugiesischen Krone geschenkt wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Inselgruppe besteht aus 21 Inseln mit einer Gesamtfläche von 26 km². Die Hauptinsel, die den Namen des Archipels trägt, ist zugleich die größte Insel und die einzige, die bewohnt ist. Ihre Fläche beträgt 17 km². Der Morro do Pico, die höchste Erhebung der Insel, misst 321 m.

Neben der Hauptinsel finden sich folgende kleine Inseln und Klippen:

Inseln
Ilha Rata Ilha Trinta-Réis Ilha do Meio
Ilha da Conceição (do Morro de Fora) Ilha Rasa Ilha do Lucena
Ilha de São José Ilha Chapéu do Sueste Ilha do Cuscuz
Ilha do Chapéu do Nordeste Ilho dos Ovos Ilha Cabeluda
Klippen
Rochedo do Morro do Leão Rochedo da Ilha do Frade Rochedo Sela Gineta
Rochedo do Morro da Viuvinha Rochedo das Pedras Secas Rochedo Dois Irmãos
Klippe bei Ilha dos Ovos Klippe in der Nähe von Ponta das Caracas und Baía Sueste

[Bearbeiten] Landschaftsbild

Die Vegetation von Fernando de Noronha besteht hauptsächlich aus Pflanzen, die für den Norden Brasiliens typisch sind und die während der Trockenzeit ihre Blätter verlieren. In hochgelegenen Gebieten sind Bäume zu finden, auf den Ebenen jedoch überwiegend Sträucher. Zwischen März und Juli zeigt sich die Pflanzenwelt in ihrer ganzen Pracht und Fülle, jedoch sind immer Regengüsse zu erwarten.

[Bearbeiten] Gewässer

Fernando de Noronha hat viele natürliche Wasserbecken. Wichtigstes Korallenvorkommen ist die Montastrea cavernosa. Bekannt sind die Inseln auch für ihre reichen Bestände an Delfinen und Meeresschildkröten. In der Baia dos Golfinhos befindet sich die weltweit größte Ansammlung an Delfinen. Dort wurden bereits über 1.000 Spinnerdelfine gezählt. Trotz touristischer Nutzung gibt es strenge Naturschutzgesetze, etwa das Verbot, die Schildkröten zu berühren, und ein Angelverbot.

[Bearbeiten] Klima

Das Klima ist das ganze Jahr hindurch tropisch heiß. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 28 °C. Zwei Jahreszeiten sind gut voneinander zu unterscheiden: die Trockenzeit (September bis März) und die Regenzeit (April bis August). Kurze Regenschauer werden hier immer wieder vom Sonnenschein unterbrochen.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Die Hauptinsel ist seit etwa 400 Jahren besiedelt und hat derzeit knapp 3.000 Einwohner. Der Großteil davon lebt im Hauptort Vila dos Remédios.

[Bearbeiten] Haupteinkommensquellen

Vor zehn Jahren lebte die Bevölkerung noch fast ausschließlich vom Fischfang und von der Landwirtschaft. Heute beschäftigt dieser Bereich nur noch etwa 40 Personen gegenüber 500, die im neueren Tourismussektor tätig sind.

[Bearbeiten] Geschichte

Küste von Fernando de Noronha

Der Archipel wurde erstmals 1503 von Americo Vespucci erwähnt. In der Folge kamen Franzosen und Holländer auf die Inseln, doch die Portugiesen haben zu guter Letzt die Herrschaft errungen. Sowohl Portugal als auch Brasilien nutzten die Insel lange als Strafkolonie. Im Zweiten Weltkrieg kamen kurzzeitig amerikanische Soldaten auf die Insel. Anschließend unterstanden die Inseln bis 1987 dem brasilianischen Militär. Seitdem beginnt der Aufbau eines „sanften Tourismus“. Die meisten der kleineren Inseln sowie eine Fläche von ungefähr 8 km² auf der Hauptinsel stehen seit 1988 als Nationaler Marinepark Fernando de Noronha unter Naturschutz. Inklusive der geschützten Meeresfläche umfasst der Park 112,7 km². Im Jahre 2001 wurde er gemeinsam mit dem Rocas-Atoll von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

[Bearbeiten] Weblinks


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