Liste von Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald

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Die Liste von Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald führt bekannte Haftinsassen im Konzentrationslager Buchenwald auf.

Zwischen 1937 und 1945 waren etwa 250.000 Menschen[1] in Buchenwald inhaftiert. Unter den Internierten waren zahlreiche öffentlich bekannte Personen.

Funktionshäftlinge[Bearbeiten]

Funktionshäftlinge wurden jene Häftlinge genannt, die von der SS zu Aufsehern, z.B. bei Arbeitseinsätzen, ernannt wurden. Ohne sie hätte die SS das Lager weit weniger effektiv organisieren können. Je nach Gebiet und Arbeitskommando waren ihre Positionen unterschiedlich einflussreich. Immer standen sie in der Hierarchie auf schwieriger Position zwischen den normalen Arbeitshäftlingen und den SS-Befehlsleuten. Einige von ihnen waren:

Politiker[Bearbeiten]

Gewerkschafter[Bearbeiten]

  • Ludwig Becker, KPO-Mitglied, IG-Metall-Bezirksleiter
  • Willi Bleicher, KPO-Mitglied, IG-Metall-Bezirksleiter
  • Eugen Ochs, KPO-Mitglied, Gewerkschafter
  • Kurt Wabbel, Gewerkschaftsfunktionär und Stadtverordneter der KPD in Halle/Saale
  • Fritz Dobisch, Vorsitzender des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes (ADGB) Saar, später beigesetzt in Bous/Saar
  • Erich Schilling, Gewerkschaftsfunktionär

Militärs[Bearbeiten]

Schriftsteller und Journalisten[Bearbeiten]

  • Jean Améry, österreichischer Schriftsteller jüdischer Herkunft
  • Bruno Apitz, Schriftsteller (Roman: Nackt unter Wölfen)
  • Emil Carlebach, später Herausgeber der Frankfurter Rundschau
  • Ernst Cramer, später Publizist und Vorstandsvorsitzender der Axel-Springer-Stiftung
  • Hasso Grabner, später Schriftsteller in der DDR
  • Bruno Heilig, Journalist und Übersetzer
  • Heinrich Eduard Jacob, deutscher Schriftsteller jüdischer Herkunft
  • Benedikt Kautsky, österreichischer Autor und Bankier, Redakteur, „Politischer Jude“; 1942–1945 im KZ Auschwitz
  • Anton Klotz, später Chefredakteur der Tiroler Tageszeitung
  • Imre Kertész, ungarischer Schriftsteller jüdischer Herkunft, 2002 Nobelpreis für Literatur
  • Eugen Kogon, später christlicher Publizist und Autor von Der SS-Staat. Das System der Deutschen Konzentrationslager
  • Jonas Kreppel, österreichischer Schriftsteller und politischer Publizist jüdischer Herkunft
  • Jacques Lusseyran, französischer Widerstandskämpfer, Schriftsteller, Autobiographie seiner ersten 21 Lebensjahre: Das wiedergefundene Licht
  • Jorge Semprún, Schriftsteller, Friedenspreis des deutschen Buchhandels
  • Jura Soyfer, Schriftsteller, Dramatiker jüdischer Herkunft
  • Ernst Wiechert, christlicher Schriftsteller, Bericht Der Totenwald
  • Elie Wiesel, rumänischer Schriftsteller jüdischer Herkunft, Roman Die Nacht, 1986 Friedensnobelpreis

Schauspieler und Künstler[Bearbeiten]

Geistliche[Bearbeiten]

Sonstige Häftlinge[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chronik des Konzentrationslager Buchenwald (Abgerufen am 7. April 2008)
  2. Peter Schulze: BERKOWITZ, (2) Horst Egon, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 52f.; online über Google-Bücher
  3. Petra Schmidt, Victoria Breitenfeld: Opfer und Täter in einer Person. Zwei biographische Skizzen; in: Täter und Opfer; Dachauer Hefte 10 (1994)
  4.  Carlos Widmann: Gefährtin des Bösen In: Der Spiegel. Nr. 39, 2001 (24. September 2001, online).

Weblinks[Bearbeiten]