Höflein (Niederösterreich)

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Höflein
Wappen von Höflein
Höflein (Niederösterreich) (Österreich)
Höflein (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Fläche: 22,36 km²
Koordinaten: 48° 4′ N, 16° 47′ O48.06666666666716.783333333333170Koordinaten: 48° 4′ 0″ N, 16° 47′ 0″ O
Höhe: 170 m ü. A.
Einwohner: 1.208 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 2465
Vorwahl: 02162
Gemeindekennziffer: 3 07 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Vohburgerstraße 25
2465 Höflein
Website: www.hoeflein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Otto Auer (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
14 L.ÖVP, 5 SPÖ
Lage der Gemeinde Höflein im Bezirk Bruck an der Leitha
Au am Leithaberge Bad Deutsch-Altenburg Berg Bruck an der Leitha Enzersdorf an der Fischa Göttlesbrunn-Arbesthal Götzendorf an der Leitha Hainburg an der Donau Haslau-Maria Ellend Hof am Leithaberge Höflein Hundsheim Mannersdorf am Leithagebirge Petronell-Carnuntum Prellenkirchen Rohrau Scharndorf Sommerein Trautmannsdorf an der Leitha Wolfsthal NiederösterreichLage der Gemeinde Höflein (Niederösterreich) im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Höflein ist eine Gemeinde mit 1208 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich.

Geographie[Bearbeiten]

Höflein liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 22,36 km². 14,95 % der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Höflein besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Pannonien. Verbürgt ist eine römische Straßenwachtstation, drei Wachtürme und die Villa Rustica von Aubühlen. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1149 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1023 Einwohner, 1981 1031 und im Jahr 1971 1037 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Otto Auer (ÖVP), Amtsleiter Johann Singer. Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist Liste ÖVP 14, SPÖ 5.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Höflein (Niederösterreich)

Archäologische Ausgrabungen[Bearbeiten]

  • Römische Villa aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.[1]

Musik[Bearbeiten]

1977 wurde die Musikkapelle Höflein gegründet. 30 Jahre später, unter der musikalischen Leitung von Harald Eisterer und Johann Schießling, beteiligen sich rund 50 aktive Musiker an rund 80 Ausrückungen im Jahr.

Bauwerke[Bearbeiten]

Wehrkirche St. Ulrich
Kellergasse bei Höflein

In der Gedenkschrift von 1841 ist zu lesen, „… die Häuser, welche größtenteils nur aus Lehm oder gebrannten Ziegeln aufgeführet und mit Rohr und Stroh eingedeckt sind. In der jüngsten Zeit aber versehen sich die ziemlich gut bemittelten Einwohner mit dem nötigen Steine aus dem Steinbruche in dem Dorf gleichen Namens in Ungarn, Kaisersteinbruch. Und bei vorkommenden Gebrauche wird nun das meiste aus festen Mauersteinen aufgeführet …“.

Ortsbildgestaltung[Bearbeiten]

  • 1987 Sieger im Wettbewerb „Niederösterreich im Blumenschmuck“
  • 1989 Sieger beim Europapreis im Blumenschmuck, dem „Grand Prix d'Excellence“ im Europa-Wettbewerb „Entente Florale Europe“.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Beim landesweiten Wettbewerb „Vereinsfreundliche Gemeinde“ erreichte die Gemeinde Höflein im Jahre 2007 den Rang „Vereinsfreundlichste Gemeinde im Bezirk Bruck/L“. Am 13. September 2007 erfolgte im Niederösterreichischen Landtagssaal die Preisverleihung durch Landeshauptmann Erwin Pröll.

Weinbau[Bearbeiten]

Höflein ist ein alter, traditioneller Weinort inmitten des Arbesthaler Hügellandes. Bereits die Kelten pflegten in dieser Region ihre Weingärten. Die Römer kultivierten ihre Reben entlang des römischen Straßennetzes und der Bernsteinstraße, die Rom mit den Legionslagern und Kastellen am Limes verband. Höflein hatte schon früh eine weinwirtschaftliche Bedeutung.

Im 11. Jahrhundert wurde, urkundlich belegbar, Wein aus Höflein in das neu gegründete Stift Göttweig geliefert. Im Schriftstück „Unterösterreichischen Land Compass“ 1673, von Stephanus Sixey, erhält Höflein das Prädikat „von den besten“.

Höflein ist heute einer der größten Weinbauorte des Weinbaugebietes Carnuntum. Rund 180 Hektar Weinbauflächen werden von 140 Familien bewirtschaftet. 16 Familien betreiben den Buschenschank.

Im von Weingärten eingesäumten, sonnigen Höflein findet man gleich fünf Kellergassen mit ihren tief in den Hang gebauten Kellern. Ihre gleichmäßige Temperatur von 8 bis 10 Grad sorgt für eine ideale Reifung des Weines.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 32, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 99. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 555. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 50,04 %. Arbeitslose gab es am Ort im Jahresdurchschnitt 2003 44.

Höflein um das Jahr 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Höflein (Lower Austria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Villa Rustica Foto