Wolfsthal

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Dieser Artikel beschreibt den österreichischen Ort Wolfsthal, zum gleichnamigen Adelsgeschlecht siehe Wolf von Wolfsthal.
Wolfsthal
Wappen von Wolfsthal
Wolfsthal (Österreich)
Wolfsthal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Fläche: 21,82 km²
Koordinaten: 48° 8′ N, 17° 0′ O48.13666666666717.006388888889150Koordinaten: 48° 8′ 12″ N, 17° 0′ 23″ O
Höhe: 150 m ü. A.
Einwohner: 945 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 43 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2412
Vorwahl: 0 21 65
Gemeindekennziffer: 3 07 28
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 42
2412 Wolfsthal
Website: www.wolfsthal.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Schödinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
4 SPÖ, 10 L.ÖVP,
1 WFW (Wir für Wolfsthal)
Lage der Gemeinde Wolfsthal im Bezirk Bruck an der Leitha
Au am Leithaberge Bad Deutsch-Altenburg Berg Bruck an der Leitha Enzersdorf an der Fischa Göttlesbrunn-Arbesthal Götzendorf an der Leitha Hainburg an der Donau Haslau-Maria Ellend Hof am Leithaberge Höflein Hundsheim Mannersdorf am Leithagebirge Petronell-Carnuntum Prellenkirchen Rohrau Scharndorf Sommerein Trautmannsdorf an der Leitha Wolfsthal NiederösterreichLage der Gemeinde Wolfsthal im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Römisch-katholische Pfarrkirche
Römisch-katholische Pfarrkirche
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wolfsthal ist eine Gemeinde mit 945 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Wolfsthal liegt im Industrieviertel (Viertel unter dem Wienerwald) in Niederösterreich. Im Norden grenzt Wolfsthal an die Donau. Zwischen der Ortschaft und dem Donauufer erstreckt sich ein breiter Auwald. Im Westen grenzt es an Hainburg an der Donau. Die Nachbargemeinden im Süden und Osten sind Hundsheim, Edelstal im Burgenland und Berg. An dieser Seite der Gemeinde erstrecken sich die Ausläufer der Hainburger Berge, die ebenfalls dicht bewaldet sind. Im Osten ist die Gemeinde von der Staatsgrenze zur Slowakei (Petržalka, einem Stadtteil von Bratislava) begrenzt.

Die Fläche der Gemeinde umfasst 21,77 Quadratkilometer. 48,31 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1083 – Erste urkundliche Erwähnung von Wolfsthal in der Chronik zu Göttweig, Wolfsthal wird Tochterpfarre von Hainburg. Ob der Ortsname von der Person "Wolf" oder vom Tier stammt, ist nicht restlos geklärt, eine Abstammung vom Tiernamen gilt als wahrscheinlich wie alte Gebietsbezeichnungen wie "Wolfsrüssel" oder "Wolfsbruck" vermuten lassen.
  • 1400 – Eine jüdische Ansiedlung entsteht in Wolfsthal. Ein Tempel aus dieser Zeit ist in der Oberen Gasse im ehemaligen Forsthaus noch erhalten.
  • 1529 – Der erste Türkenansturm bringt Zerstörung und Not über Wolfsthal und die Pottenburg.
  • 1544 – Otto Wilhelm zu Walterskirchen und Hundsheim erwirbt die "Veste Wolfsthal" und die Pottenburg als sein Eigen. Beides ist auch heute noch im Besitz der Familie Walterskirchen.
  • 1660 – Die alte, ursprünglich wahrscheinlich romanische Kirche wird erweitert, Kuppel und Chor gebaut.
  • 1683 – Die Pest und der zweite Türkenansturm bringen wieder Verderben und Zerstörung nach Wolfsthal.
  • 1710 – Wolfsthal wird Wallfahrtskirche, die beiden Seitenschiffe werden angebaut, der ursprünglich um die Kirche angeordnete Friedhof wird nach außerhalb des Ortes verlegt.
  • 1742 – Erbauung einer Schule vor der jetzigen Kirche.
  • 1805 – Der Einmarsch der Franzosen in Wolfsthal bringt ein weiteres Mal Not und Zerstörung.
  • 1911 – Bau der Preßburgerbahn, seit 1955 endet die Bahn in Wolfsthal.
  • 1928 – Wolfsthal wird elektrifiziert.
  • 1972 wurde Wolfsthal mit der Nachbargemeinde Berg zusammengelegt.
  • 1996 wurden beide Gemeinden mittels Gemeinderatsbeschluss wieder getrennt und selbständig.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 750 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 711 Einwohner, 1981 723 Einwohner und im Jahr 1971 795 Einwohner.

Da mit dem Schengener Abkommen am 21. Dezember 2007 die Grenzkontrollen an der slowakischen Grenze wegfielen, erlebte die Gemeinde einen neuen bevölkerungsreichen Aufschwung. Im Jahr 2005 hatte die Stadt 720 Einwohner in Wolfsthal inskribiert. Am 1. Jänner 2014 waren es bereits 945 Einwohner. Die Freude der Slowaken am Hausbau wurde durch die Nähe zur slowakischen Hauptstadt Bratislava und durch billige Bauplätze in Wolfsthal begünstigt.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Gerhard Schödinger, Amtsleiter Thomas Knaus.

Für seine Unterstützung von slowakisch-stämmigen Bewohnern bei der Integration erhielt Bürgermeister Gerhard Schödinger am 19. September 2007 den erstmals vergebenen Centrope-Preis.[1]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 23, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 25. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 327. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,2 Prozent.

Verkehr[Bearbeiten]

Wolfsthal ist verkehrsmäßig sowohl an Wien mit der S-Bahn-Linie S7 als auch an das nahe Bratislava über die Buslinie 901 der Verkehrsbetriebe Bratislava (Dopravný podnik Bratislava) verbunden.[2]

Der Ort liegt an der ehemaligen Bundesstraße 9, die vor der Fertigstellung der Nordost Autobahn 6 einer der Hauptverkehrsträger zwischen den beiden Hauptstädten war.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Josef Hieß (1904–1976), Schriftsteller und NS-Propagandist

Galerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wolfsthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Politik der Nachbarschaft abgerufen am 1. November 2008
  2. Busfahrplan Hainburg - Bratislava (PDF; 103 kB) abgerufen am 3. Dezember