Hübnerit

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Hübnerit
Hubnerite.jpg
Hübneritkristall aus Peru
Chemische Formel

Mn2+WO4

Mineralklasse Oxide, Hydroxide - Oxide mit Metall : Sauerstoff = 1:2
IV/D.16-10 (8. Aufl.) ; 4.DB.30 (9. Aufl.) (nach Strunz)
48.1.1.1 (nach Dana)
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse prismatisch \ 2/m [1]
Farbe gelbbraun, rotbraun, braunschwarz
Strichfarbe rötlichbraun
Mohshärte 4 bis 4,5
Dichte (g/cm3) 7,1 bis 7,2
Glanz Metallglanz
Transparenz durchscheinend bis undurchsichtig
Bruch uneben
Spaltbarkeit vollkommen
Habitus kurze, prismatische, tafelige Kristalle ; körnige, massige Aggregate
Kristalloptik
Brechungsindex α=2,170 bis 2,200 β=2,220 γ=2,300 bis 2.320 [2]
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
δ=0,130 [2] ; zweiachsig positiv
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ 73°

Hübnerit ist ein relativ selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Oxide mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : Sauerstoff = 1 : 2. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Mn2+WO4 [3] und entwickelt vorwiegend kurze, prismatische bis tafelige Kristalle, aber auch körnige bis massige Aggregate von gelbbrauner, rotbrauner oder braunschwarzer, metallisch glänzender Farbe.

Hübnerit ist eines der Endglieder der Wolframit-Mischreihe, dessen anderes Endglied das Ferberit bildet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Etymologie und Geschichte

Benannt wurde das Mineral nach Adolph Hübner, einem deutschen Bergbauingenieur und Metallurgen. Erstmals gefunden und beschrieben wurde es 1865. [2]

[Bearbeiten] Bildung und Fundorte

Hübnerit bildet sich ebenso wie Ferberit entweder durch hydrothermale Vorgänge in Greisen oder in Skarnen oder in magmatischen Gesteinen wie Pegmatiten oder Graniten. Begleitminerale sind Arsenopyrit, Fluorit, Kassiterit, Molybdänit, Rhodochrosit, Scheelit, Topas und verschiedene Turmaline.

Fundorte sind unter anderem Tamanrasset in Algerien; Catamarca in Argentinien; New South Wales und Tasmanien in Australien; die Provinzen La Paz, Oruro und Potosí in Bolivien; Brasilien; Coquimbo in Chile; Hunan in der Volksrepublik China; Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt in Deutschland; verschiedene Regionen in Frankreich; Piedmont, Sardinien und die Toskana in Italien; Honshu in Japan; British Columbia in Kanada; Maniema in der Demokratischen Republik Kongo; Antananarivo auf Madagaskar; Chihuahua und Durango in Mexiko; Salzburg in Österreich; Böhmen und Mähren in Tschechien; sowie Arizona, Colorado, Connecticut, Kalifornien und andere Staaten in den USA. [4]

[Bearbeiten] Kristallstruktur

Hübnerit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem in der Raumgruppe P2/c mit den Gitterparametern a = 4,86 Å, b = 5,78 Å und c = 5,02 Å; β = 90,816° sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle. [1]

[Bearbeiten] Verwendung

Hübnerit ist ein wichtiges Wolfram-Erz.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Webmineral - Hubnerite (engl.)
  2. a b c MinDat - Hübnerite (engl.)
  3. Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6.
  4. MinDat - Localities for Hübnerite (engl.)

[Bearbeiten] Literatur

  • Petr Korbel, Milan Novák: Mineralien Enzyklopädie. Nebel Verlag GmbH, Eggolsheim 2002, ISBN 3-89555-076-0, S. 105.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Hübnerit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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