HTC Corporation

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
High Tech Computer Corporation
HTC-Logo
Rechtsform Corporation
ISIN US40432G2075
Gründung 15. Mai 1997
Sitz Taoyuan, Taiwan
Leitung Cher Wang (Vorsitzende)
Peter Chou (CEO)
Fred Liu (COO)
Mitarbeiter 17.280
Umsatz 9,634 Milliarden US$ (2012)[1]
Gewinn 586 Millionen US$ (2012)Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Branche Telekommunikation
Website www.htc.com
Altes Logo

Die High Tech Computer Corporation (HTC) ist ein taiwanischer Hersteller von Mobiltelefonen und Tablet-Computern.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

HTC wurde am 15. Mai 1997 gegründet, der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Taoyuan (Taiwan). Die Firma konzentriert sich auf die Entwicklung und Herstellung von elektronischen Geräten, die auf unterschiedliche Weise die Eigenschaften und Funktionen eines Mobiltelefons und eines tragbaren Computers miteinander verbinden.

Am 5. November 2007 wurde bekanntgegeben, dass HTC sich der von Google initiierten Open Handset Alliance um die Linux-basierte mobile Plattform Android angeschlossen hat. In den USA wurde im Herbst 2008 das G1 als erstes Android-Endgerät von HTC und T-Mobile auf den Markt gebracht. Die Produkteinführung für Deutschland fand am 2. Februar 2009 statt. Am 5. Januar 2010 stellte Google das Smartphone Nexus One vor, das ebenfalls von HTC hergestellt wird.[3] Ein Jahr darauf wurde HTC von der GSMA zum besten Geräte-Hersteller 2011 gewählt.[4]

Obwohl anfangs von HTC nur Android-Mobiltelefone mit gesperrtem Bootloader vertrieben wurden, welche es unmöglich machten, ein sogenanntes Custom-ROM aufzuspielen, lenkte HTC später ein. So werden künftig keine Bootloader mehr gesperrt, und für bereits im Umlauf befindliche Geräte werde ein Programm zum Entsperren entwickelt.[5]

2010 verlieh die Computerzeitschrift Chip dem Unternehmen den 'CHIP Award „Unternehmen des Jahres“ 2010'.[6]

In den Jahren 2012 und 2013 musste HTC starke Umsatzrückgänge hinnehmen und sogar den ersten Quartalsverlust seit dem Börsengang 2002 vermelden.[7] Hinzu kam der Weggang zahlreicher leitender Angestellter in Folge der schwachen Absatzzahlen im ersten Halbjahr 2013.[8] Durch die Fokussierung auf weniger Geräteserien und insbesondere die Baureihe um das Flaggschiff HTC One versucht HTC, diesem Trend entgegenzuwirken und die Marktposition wieder zu stärken.

Produktpalette[Bearbeiten]

HTC stellte 2010 weltweit rund 90 Prozent aller Windows-Mobile-Smartphones her.[9] Die Geräte werden über die Tochterfirmen Qtek (bis Juni 2006) und Dopod (seit 2006 in Mehrheitsbesitz von HTC) sowie über verschiedene Wiederverkäufer (unter anderem Orange, T-Mobile, Vodafone, O2) vertrieben. In Deutschland läuft der Vertrieb direkt unter der Marke HTC. In Österreich wurden die ersten Geräte 2008 unter dem HTC-Markennamen vermarktet. Die Wiederverkäufer versehen und verkaufen die Geräte mit eigenem Branding und Namen und sind auch für den Kundendienst zuständig. Das erste Windows CE-Smartphone war das Xda (2002). Am 11. August 2011 kaufte sich HTC mit über 300 Millionen Dollar bei Beats Audio ein und hält 51 Prozent der Aktien. Gründer von Beats Audio sind Jimmy Iovine und Dr. Dre. Neben dem bereits existierenden Video-Streaming-Service „HTC Watch“ plant HTC einen eigenen Musikstreaming-Dienst.[10] Im März 2012 übernahm der zu HTC gehörende Kopfhörerhersteller Beats Electronics von Jimmy Iovine und Dr. Dre den Musikstreaming-Dienst MOG.

Das T-Mobile G1 oder HTC Dream war das erste frei verkäufliche Android-Gerät.

HTC vertreibt seine Produkte eingeteilt in folgende Gerätekategorien:[11]

Mitte Oktober 2012 hat HTC angekündigt, vorerst keine Tablet-PCs mehr herstellen zu wollen. Grund dafür war der Erfolg des iPad. Allerdings hat HTC nicht ausgeschlossen, wieder in den Markt einzusteigen, sobald ein geeigneter Weg zur Differenzierung von Apple gefunden sei.[12]

HTC stellt auch viele Produkte und Modellvarianten für andere Firmen („OEM“ = Original Equipment Manufacturer) her. Die bekanntesten sind das Google Nexus One, das Sony Ericsson XPERIA X1, die XDA-Serie von O₂ (Telefónica Germany) sowie die MDA- beziehungsweise VPA-Serie von T-Mobile respektive Vodafone.

Am 4. April 2013 stellte HTC im Rahmen des Facebook-Events "Come See Our New Home on Android" das Telefon HTC First vor. Damit findet Facebooks Android-Oberfläche Home ein dafür vorbereitetes Smartphone.[13]

Siehe auch[Bearbeiten]

Modellübersicht[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annual Report 2012 (PDF; 3,4 MB)
  2. PDA-Telefon http://www.htc.com/de/product.aspx
  3. Google zeigt seinen iPhone-Herausforderer Spiegel Online, 5. Januar 2010
  4. HTC Awarded As “2011 Device Manufacturer Of The Year” By The GSMA
  5. HTC will zukünftig keine Bootloader mehr sperren
  6. chip.de
  7. Areamobile.de, abgerufen am 12. August 2013.
  8. The Verge, abgerufen am 12. August 2013.
  9. http://diepresse.com/home/techscience/hightech/mobil/394913/index.do
  10. HTC arbeitet an eigenem Musik-Streaming-Dienst – Spotify-Konkurrenz?, t3n, 15. Februar 2012. Abgerufen am 17. April 2012.
  11. HTC Produkte
  12. Michael Knott: Apple-Dominanz: HTC streicht die Segel im Tablet-Markt. In: netzwelt. 15. Oktober 2012, abgerufen am 15. Oktober 2012.
  13. SmartChecker.de: Facebook bringt Android Launcher Facebook Home, 4. April 2013
  14. a b c d e f g h i j Ankündigungen auf der News-Seite der HTC Corporation: News der HTC Corporation (englisch)
  15. HTC Explorer (Pico) bei inside-handy.de, abgerufen am 3. Oktober 2011.
  16. Datenblatt HTC ChaCha bei Areamobile.de, abgerufen am 11. August 2011.
  17. http://www.inside-handy.de/news/15794.html
  18. a b c d e f g h i Weitere Informationen zu den Geräten auf HTCClub.net

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: HTC Corporation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien